Donnerstag, 7. September 2017

Theater im Depot mit "Woyzeck" und "Lampenfieber"

Szene aus "Woyzeck"
Dieses Wochenende (9./10.9.) präsentiert das Theater im Depot zwei Stücke, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Büchners „Woyzeck“ und das Kabarett-Stück „Lampenfieber

Am Samstag gibt es Büchners Klassiker „Woyzeck“ in einer Version von Stefan Meißner, die er dem Schauspieler Jörg Schulze-Neuhoff auf den Leib geschrieben hat. Das Besondere: Es ist ein Solo – Schulze-Neuhoff spielt alle Rollen selbst.

Woyzeck befindet sich im Höllenkarussell, im stetigen Hamsterrad. Kleiner Mann, kleiner Soldat, Versuchsobjekt, Untergebener, Getretener, Getriebener, Betrogener. Woyzeck ist Opfer. Und er ist Täter. Was trieb ihn zu seiner Gräueltat? Immer wieder kämpft er sich durch Büchners berühmt-berüchtigte Hirnwindungen. Um zu verstehen. Um seinem Schicksal doch noch zu entfliehen. Um Erlösung zu erlangen und Frieden zu machen. Den ersehnten Exitus zu erreichen.

Büchners Woyzeck gehört zum Kanon der deutschen Literatur und ist sicher eines der meist gespielten Dramen auf deutschen Bühnen. Die Besonderheit dieser Inszenierung? Der Vielzahl der Figuren des Dramas wird Woyzeck als Solo allein entgegengestellt, unnötiger Ballast abgeworfen und ins Intime, ins Kleine geholt. „Woyzeck" ist nach „Der Bau" und „Götz" die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Stefan Meißner und Schauspieler Jörg Schulze-Neuhoff.

Vorstellung: SA 09.09.2017 um 20 Uhr

Eintritt: VVK 14 € / 8 € erm. | AK 16 € / 10 € erm.
Inszenierung: Stefan Meißner
Schauspiel: Jörg Schulze-Neuhoff
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Am Sonntag wird es kabarettistisch, wenn Markus Veith über „Lampenfieber“ und andere Bühnengeschichten berichtet. Der Schauspieler hat sein Abendwerk getan. Nun sitzt er gemeinsam mit seinem Publikum in der Garderobe und plaudert aus dem Nähkästchen: Von den Splittern aus den Brettern, die die Welt bedeuten. Über das skurril verrückte Volk des Theaters, über Texthänger, Pleiten und Pannen, Schein und Sein und die großen Heldinnen und Helden seines Metiers – Heinz Rühmann, Marylin Monroe, Gerd Fröbe, Zarah Leander, Peter Ustinov... Anekdotenreich und humorvoll, mit viel Liebe, Respekt und Bissigkeit zerlegt er das Show-Business, das like no Business ist.

Vorstellung: SO 10.09.2017 um 18 Uhr
Eintritt: VVK 14 € / 8 € erm.
AK 16 € / 10 € erm.
Regie: Tony Glaser
Text & Schauspiel: Markus Veith

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter 0231/ 9822336 (Anrufbeantworter), per E-Mail an ticket@theaterimdepot.de

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