Freitag, 8. September 2017

Oper: Matinee zu Arabella

Opernintendant Jens-Daniel Herzog
geht in seine letzte Dortmunder Spielzeit.
Foto: Theater Dortmund
Opernintendant Jens-Daniel Herzog und Generalmusikdirektor Gabriel Feltz werden am Sonntag, 10. September 2017, um 11.15 Uhr im Opernfoyer in die Oper ARABELLA von Richard Strauss einführen. Die Solisten Eleonore Marguerre, Ashley Thouret, Sangmin Lee und Morgan Moody werden, am Flügel begleitet von Gabriel Feltz, musikalische Ausschnitte präsentieren. Moderiert wird die Matinee im Opernfoyer von Chefdramaturg Georg Holzer.

Das begehrteste Mädchen Wiens soll verheiratet werden. Doch die Sache wird weder einfach noch billig. Arabella ist das letzte Kapital ihres Vaters Waldner, der spielsüchtig ist und die bürgerliche Fassade der Familie nur noch mühsam aufrechterhalten kann. Arabella selbst ist unzufrieden mit den Angebern und Waschlappen, die um ihre Gunst werben. Sie träumt von einem Mann, dessen Auftauchen für sie mit einem Schlag alles klar macht. 

Er lässt nicht lange auf sich warten. Mandryka kommt aus den Wäldern, ein reicher Bauer, unsicher auf dem großstädtischen Parkett und doch unerschütterlich in seiner Gewissheit, ein richtiges Leben zu führen. Doch der Weg den Arabella bis dahin zurücklegen muss, ist weiter, als sie denkt, denn nicht nur eine Liebesintrige schiebt sich zwischen sie und ihre Sehnsucht nach Ursprünglichkeit.

Fast 20 Jahre nach ihrer Arbeit an der ersten gemeinsamen Oper DER ROSENKAVALIER schreiben Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal an ARABELLA, die ihre letzte sein wird. Wieder ist es ein Mann vom Land, der die Wiener Gesellschaft und ihre eingefahrenen Traditionen durcheinanderwirbelt und einer hohen gesellschaftlichen Komplexität eine erstaunlich bestechend einfache Sichtweise entgegensetzt. Im schwarzen Jahr 1933, vier Jahre nach Hofmannsthals Tod, wird das Stück uraufgeführt und passt scheinbar allzu gut in eine Zeit, die es sich leicht machen will. Doch wie Arabella muss Deutschland erfahren, dass die vermeintliche Einfachheit einen zu hohen Preis kostet.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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