Dienstag, 15. August 2017

Ruhrtriennale macht Station auf Zeche Zollern

Claudio Monteverdi
Die Ruhrtriennale kommt mit zwei Produktionen auch nach Dortmund - und zwar in die Zeche Zollern in Bövinghausen. Sonntag und Montag (20./21.8.) ist dort Monteverdis "Marienvesper" zu hören, vom 25. bis 27. August das Chorprogramm "Memoria" Musik von De Victoria, Cage und Feldman.


Zur Marienvesper - (Sonntag, 21.8., 15 Uhr und Montag, 21.8., 19.30 Uhr):
Die Zeitgenossen von Claudio Monteverdi nannten ihn „L’Oracolo della musica“, das Orakel der Musik. Mit seinem überwiegend vokalen Werk schlug der „erste moderne Komponist“ eigenhändig eine Seite in der Musikgeschichte um. In seinen Partituren entwickelte sich die ausgewogene Renaissance-Polyfonie sich zu einer farbenreichen barocken Sprache, die alle Register zog, um den Reichtum menschlicher Emotionen in Musik umzusetzen. In seiner „Vespro della Beata Vergine“ streiten üppige Polyfonie, konzertante Mehrchörigkeit und expressive solistische Passagen um Aufmerksamkeit, ohne den Zusammenhang des Ganzen aufs Spiel zu setzen. In der reichen Akustik der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund führt Philippe Herreweghe das Collegium Vocale Gent durch die Klangkathedrale von Monteverdis religiösem Meisterwerk.

Komposition Claudio Monteverdi
Musikalische Leitung Philippe Herreweghe
Chor und Orchester Collegium Vocale Gent
Sopran Dorothee Mields, Barbora Kabátková
Countertenor William Knight, Benedict Hymas
Tenor Samuel Boden, Reinoud Van Mechelen
Bass Peter Kooij, Wolf Matthias Friedrich


Zu Memoria - (Freitag, 25.8., 20 Uhr, Samstag, 26.8., 20 Uhr und Sonntag, 27.8., 15 Uhr):
„Erinnerung, Andenken, Gedanke, Bewusstsein, Zeit, Ereignis, Denkmal…“ – der lateinische Begriff „Memoria“ impliziert verschiedene Aspekte, die die Musik von De Victoria, Cage und Feldman gemeinsam haben”, sagt der Dirigent Florian Helgath über das Chorprogramm, das er diesen Sommer in der monumentalen Architektur und Akustik der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund dirigieren wird. Fast vier Jahrhunderte liegen zwischen dem „Officium defunctorum” des spanischen Renaissance-Komponisten Tomas Luis de Victoria und der ergreifenden „Rothko Chapel“ des amerikanischen Komponisten Morton Feldman. Während De Victoria eine polyfone Totenmesse für die Schwester König Philipps II. von Spanien schrieb, gedachte Feldman der jüdischen Opfer des Holocaust. Er komponierte das in sich gekehrte Chorwerk als Hommage an den Maler Mark Rothko. Es wurde zuerst in der Rothko Chapel aufgeführt, dem Andachtsort in Houston, Texas, für den Rothko 14 Gemälde schuf.

Sopran - Anja Scherg
Alt - Chorsolistin ChorWerk Ruhr
Viola - Axel Porath
Schlagwerk - Dirk Rothbrust
Celesta - Sebastian Breuing
Chor - ChorWerk Ruhr

Komposition Tomás Luis de Victoria, John Cage, Morton Feldman
Musikalische Leitung Florian Helgath

Eine Produktion von ChorWerk Ruhr für die Ruhrtriennale.


Tickets gibt's hier

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