Donnerstag, 25. Mai 2017

„Grenzgänger“: Lesung über das Leben mit psychischer Erkrankung im Studio B

Eckhard Neuhoff
Die möglichen Ursachen und die gravierenden Auswirkungen einer psychischen Erkrankung auf das eigene Leben begreifbar und nachvollziehbar zu machen – das ist die Intention von „Grenzgänger. Autobiografische Fragmente und der Versuch ihrer Zuordnung“. Der Dortmunder Autor Eckhard Neuhoff beschreibt in seinem Erstling erlittene Traumata, gesellschaftliche Ausgrenzung und die lange Suche nach dem Platz im Leben. Kennenlernen kann man das Buch und seinen Autor am Dienstag, 30. Mai. 19.30 Uhr im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek, Max-von-der-Grün-Platz 1-3. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Neuhoff geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Zusammenhänge aufzudecken und mögliche Wege aus den ihn ständig begleitenden Krisen aufzuzeigen. Sein bisweilen sehr eigenwilliger Blick auf gesellschaftliche und weltanschauliche Eigenheiten macht dieses Buch zu einer spannenden und aufschlussreichen Reise durch eine bewegte und unkonventionelle Biografie.

„Psychisch krank zu sein bedeutet für mich kein Stigma. Es ist einfach eine Tatsache, mit der ich seit annähernd 30 Jahren leben muss. Und es stimmt: Ich bin anders! Ich lebe mit gewissen Einschränkungen, sehr starken – und manchmal nur schwer zu ertragenden - Gefühlen, und bin manchmal etwas schräg und direkt in meinen Gedanken.“

Eckhard Neuhoff, 1967 in Dortmund geboren und aufgewachsen, versuchte sich nach Abitur und Zivildienst in verschiedenen Berufen. 1995 kam er in die alte Heimat zurück und war seitdem immer wieder in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung. Seit 2006 ist Eckhard Neuhoff berentet und hat vorsichtig begonnen zu schreiben.

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