Montag, 3. April 2017

Neue künstlerische Leitung beim Theaterfestival FAVORITEN 2018

Fanti Baum und Olivia Ebert. Foto: Jörg Baumann
Fanti Baum und Olivia Ebert übernehmen die künstlerische Leitung von FAVORITEN 2018, dem traditionsreichen Theaterfestival der frei produzierenden darstellenden Künste in Nordrhein-Westfalen, das das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V. biennal in Kooperation mit der Stadt Dortmund ausrichtet. Mit Fanti Baum und Olivia Ebert konnten die Veranstalter zwei profilierte Leiterinnen gewinnen, die sich durch ein starkes eigenes künstlerisches Profil auszeichnen und umfassende Erfahrungen mit szenischen Arbeiten in der Stadt vorweisen können. 


Das Landesbüro und die Stadt Dortmund freuen sich auf die nächste Ausgabe des Festivals, den Dialog mit der Stadtgesellschaft und die Arbeit mit dem neuen Team.

2016 leiteten Fanti Baum und Olivia Ebert das vom Freie-Szene-Netzwerk Independent Dance initiierte Performance-Festival »implantieren« in Frankfurt am Main. Das Festival präsentierte fünf Neuproduktionen, die die teilnehmenden Künstler*innen für besondere Orte der Stadt entwickelten. Zudem veranstalten Fanti Baum und Olivia Ebert das Gesprächsformat »off the record. Denken in präziser Unschärfe« im Künstlerhaus Mousonturm. Beide verbindet ein Interesse an experimentellen Formen zeitgenössischer szenischer Künste, die Darstellung und Dargestelltes in eine produktive Dynamik bringen und gegen Ideologien des Definitiven und Identitären arbeiten. Als Akteurinnen der Frankfurter freien Szene blicken sie gespannt auf aktuelle Entwicklungen in NRW und freuen sich darauf, in einen angeregten Austausch mit Szene und Publikum zu treten.

FAVORITEN 2018 findet vom 7.-16. September 2018 in Dortmund statt.

Fanti Baum lebt als freie Performancekünstlerin und Theoretikerin in Frankfurt am Main. In der Spielzeit 2007/08 erhielt sie das künstlerische Projektstipendium FORMAT vom Thalia Theater Halle und der Deutschen Bank Stiftung. Im Anschluss arbeitete sie als Dramaturgin für das Theater Winkelwiese in Zürich (2008—2010), für das Ausstellungs- und Performance-Projekt »Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen« für den Frankfurter Kunstverein (2010—2012), mit der Produktion »Josefine« im Fonds experimentelles Musiktheater NRW (2012) und mit Claudia Bosse am Tanzquartier Wien (2014). Sie ist Teil der Performancegruppe Arty Chock, dessen Arbeiten zuletzt im Landestheater Marburg, im MMK Frankfurt und beim Lichter Filmfest Frankfurt zu sehen waren. 2016 lehrte sie zusammen mit Charlotte Pistorius an der Universität der Künste Berlin und mit Stefanie Lorey im Rahmen der »Frankfurter Positionen« an der Universität Frankfurt.

Olivia Ebert studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main und arbeitet seit 2009 als Kuratorin und künstlerische Produktionsleiterin im Kontext freier darstellender Künste. 2009—2011 sowie 2016 kuratierte sie das Aerowaves-Festival für junge Choreograf*innen in Frankfurt. In freien Projektzusammenhängen unterstützt sie Künstler*innen bei Konzeptionierung, Antragsstellung und Stückentwicklung. Als Produktionsleiterin am Künstlerhaus Mousonturm war sie u.a. für das großangelegte Stadtraumprojekt »EVAKUIEREN« des japanischen Künstlers Akira Takayama (2014) und die Tanzplattform Deutschland (2016) verantwortlich. Im Sommersemester 2016 und Wintersemester 2017 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt.

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