Freitag, 31. März 2017

In Gedenken an Imre Kertész: Claus Dieter Clausnitzer liest aus dem „Roman eines Schicksallosen“

Imre Kertész. Foto: Csaba Segesvári
Der ungarische Schriftsteller Imre Kertész, der im vergangenen Jahr im Alter von 86 starb, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert. In seinem „Roman eines Schicksallosen“ hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet. Der Dortmunder Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer liest am Mittwoch, 5. April, 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft NRW (Steinstr. 48) daraus. Im Anschluss gibt es eine Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Imre Kertész‘ Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti). Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm. 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück. Er starb am 31. März 2016.

Claus Dieter Clausnitzer absolvierte sein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule. Seine Engagements und Gastspiele führten ihn unter anderem an das Residenztheater München, das Theater St. Gallen, das Deutsche Theater Göttingen, das Theater Bremen, das Schauspielhaus Bochum und das Theaterlabor George Tabori. Von 1976 bis 2010 gehörte Clausnitzer zum Ensemble des Schauspiels Dortmund.

Veranstalter der Lesung sind das Stadtarchiv Dortmund, die VHS Dortmund, die Deutsch-Ungarische Gesellschaft und Länderkreis Israel der Auslandsgesellschaft NRW e.V. und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

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