Dienstag, 21. Februar 2017

„Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“: Fritz Eckenga trifft hochkarätige Komik-Kollegen im U

Fritz Eckenga. Foto: Uwe Mars / Dortmunder U
Seit 21 Jahren macht Autor und Kabarettist Fritz Eckenga seine „Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“ – erst im Harenberg City-Center, seit einem Jahr im Dortmunder U. Am 5. März geht die beliebte Veranstaltungsreihe weiter: Im ersten Halbjahr locken fünf Termine ins Kino im U, an denen Eckenga hochkarätige Komiker-Freunde und -Kollegen zu Gast hat.

Den Anfang macht am Sonntag, 5. März, 12 Uhr Hans Zippert, bekannt u.a. durch seine Kolumne „Zippert zappt“ auf der Titelseite der Tageszeitung „Welt“, in der er sich auf seine Weise mit aktuellen Ereignissen beschäftigt. Zippert war lange Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“. Er arbeitete für das FAZ-Magazin und für diverse Zeitschriften. 2007 und 2011 bekam er den Henri-Nannen-Preis.

Tickets gibt es an der Kasse des Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse) oder online (www.dortmunder-u.de, zzgl. VVK-Gebühr) für 19,50 Euro, an der Abendkasse für 21 Euro. Alle Veranstaltungen werden von WDR 5 aufgezeichnet und am Abend des Veranstaltungstages um 20 Uhr in der „Leselounge“ in einer einstündigen Version gesendet.

Weitere Termine im ersten Halbjahr

Sonntag, 2. April 2017, 12 Uhr: Rainer Pause


Rainer Pause ist zum ersten Mal zu Gast bei den Dorfmitteilungen - unverzeihlich eigentlich, aber schnell erklärt: Der Mann arbeitet unermüdlich gegen seinen Nachnamen an. Pause ist Gründer, Inhaber und Geschäftsführer des Bonner Kabarett- und Musik-Theaters „Pantheon“, Urheber und Präsentator der Kultveranstaltung „Pink-Punk-Pantheon“, Miterfinder und Moderator des Satire-Preises „Prix-Pantheon“. Außerdem ist Rainer Pause die Kunstfigur „Fritz Litzmann“, Transpirationskünstler und Alterspräsident des fiktiven „Heimatvereins Rhenania“, in dem er zusammen mit seinem Duo-Partner Norbert Ahlich (alias Hermann Schwaderlappen) die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse solange zusammenfaltet, bis die Zuhörer wirklich nichts mehr verstehen können, weil sie unter der Belastung ihrer eigenen Begeisterung zusammengebrochen sind.

Sonntag, 30. April 2017, 12 Uhr: Pit Knorr

Wer Pit Knorr in seinem Leben noch nicht wahrgenommen hat, muss ein humorloser Außerirdischer sein. Der Begriff „Comedy“ war hierzulande noch keiner, als Knorr und seine Freunde längst Comedy machten. Allerdings auf einem Niveau, das nichts mit dem der heutigen Mainstream-Einheitssoße gemein hat. Knorr gehört zum Großadel der Deutschen Hochkomik: Vorstandsmitglied der „Neuen Frankfurter Schule“, Mitgründer der Satirezeitschriften „Pardon“ und „Titanic“, Weggefährte von Robert Gernhardt, Mitglied der „GEK“-Gruppe (Gernhardt-Eilert-Knorr), Mitautor der Bühnenshows und Spielfilme von Otto Waalkes, Urheber des botanischen Kurzdramas „Erna, der Baum nadelt“, Erfinder und Autor der TV-Show „Dr. Muffels Telebrause“, der Hörspiele „Die schärfsten Kritiker der Elche“, „Horch, ein Schrank geht durch die Nacht“ und „Pisa und die Volgen“. Vor allem aber ist Pit Knorr ein Mensch mit äußerst angenehmen Sitten und eine bestialische Rampensau.

Sonntag, 28. Mai 2017, 12 Uhr: Jörg Thadeusz

Jörg Thadeusz ist ein umfassend gebildeter Mann. Er besitzt sehr genaues Detailwissen über die Dortmunder Vororte Lütgendortmund und Bövinghausen. Darüber hinaus kennt er sich gut aus in den Gemeinden Washington, Berlin sowie in den Flugzeugen, die zwischen diesen Städten hin- und herfliegen. Außerdem weiß er eine Menge über das deutsche Liegewagenschaffner- und Rettungssanitäterwesen, über den Marathon-Mann mit dem Hammer und über die personelle und inhaltliche Ausstattung diverser öffentlich-rechtlicher Rundfunksender. In Thadeusz’ Eigentum befindet sich das noch unveröffentlichte Manuskript eines brandneuen Heimatromans, ein Grimme-Preis und ein nachtschwarzer Kulturbeutel mit dem goldgelben Aufdruck der Silhouette des Dortmunder Fußballstadions. Jörg Thadeusz beeindruckt mit seiner Freundlichkeit und seiner Unterhaltungskunst. Außerdem ist er der bestgekleidete Mann in Fritz Eckengas Freundeskreis.

Sonntag, 2. Juli 2017, 12 Uhr: Martin Zingsheim

Martin Zingsheim hat keine Hörner am Kopf, sondern in der Vitrine. Der Preisträger des internationalen Kabarett-Preises „Salzburger Stier“ hat die Satire-Szene zwar auch erobert, vor allem aber hat er sie bereichert. Wäre Assoziations-Hopping olympisch, Martin Zingsheim könnte sich Hoffnung auf Medaillen machen. Das 31 Jahre junge Ausnahmetalent bietet eine rasante Show außerhalb aller Schubladen. Ein wilder Gedankenstrom, ein sprachlich wie musikalisch virtuoses Abenteuer über Gott und die Welt, Liebe und Hass, Erziehung und Pauschalreisen. Zingsheim kämpft gegen die musikalischen Folgen einer Kindheit in den 90ern, erklärt Veganismus zu einer rein lexikalischen Herausforderung und plant den Sturz des herrschenden Systems durch getanzte Revolution. Am Rande des Scharfsinns redet, spielt und singt sich der Senkrechtstarter durch seine eigenen Geistesblitze. Ist komisch, klingt aber so.

1 Kommentar:

  1. Tolle Termine! Danke aber Dorfbewohner interessieren sich täglich (;

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