Montag, 13. Februar 2017

Kunstbonbon zeigt Werke von Virginia Novarin

Bild von Virginia Novarin
„Einmal Universum bitte!“ ist der Titel der neuen Ausstellung im Kunstbonbon an der Chemnitzer Straße 11. Dort zeigt Virginia Novarin ab 18. Februar einen Ausschnitt aus ihrem künstlerischen Schaffen. Die gebürtige Argentinierin hat in Buenos Aires Kunst studiert und anschließend eine Goldschmiedeausbildung absolviert. Sie eröffnete eine eigene Werkstatt für Kunstobjekte in Buenos Aires und stellte in Argentinien, Chile und Uruguay aus. 1997 kam sie als freischaffende Künstlerin nach Deutschland. Auch hier arbeitet sie seit 2000 in eigenen Ateliers und Werkstätten und hatte z.B. 2013 eine Einzelausstellung im Torhaus.

In der aktuellen Ausstellung präsentiert Virginia Novarin unter Anderem großformatige Bilder, Grafiken und Köpfe aus Papiermaché, sowie eine kleine Auswahl an Schmuckstücken.

In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich überwiegend mit dem menschlichen Dasein und dem Selbstverständnis des Einzelnen. Sie hinterfragt die Vorgaben und Anforderungen der Umwelt, die uns häufig eher bremsen als anspornen. Allgemeine Vorstellungen, wie etwas auszusehen oder zu sein habe, die uns nicht selten mit der Frage belasten „Bin ich gut/schön/klug genug?“. Und anstatt die eigenen Fähigkeiten und Vorzüge zu erkennen und uns innerhalb dieser Gegebenheiten ein zufriedenes Leben einzurichten, streben wir nach etwas, das vielleicht auch einfach nicht zu uns passt.

Virginia Novarins „Personal“ besteht häufig aus Frauen. Diese entsprechen nicht dem allgemeinen Schönheitsideal, strahlen aber großes Selbstbewusstsein aus und ruhen meist in ihrem „eigenen Universum“. Die Künstlerin zeigt nicht nur in ihrer Malerei, sondern auch in den Grafiken stets Wesen, die sehr ausgeglichen wirken und mit sich zufrieden scheinen. Die Plastiken sind ebenfalls allesamt „Charakterköpfe“, die - trotz einiger Makel wie langer Nasen oder seltsamen Augen – stolz und aufrecht in diese Welt schauen.

So ist auch der Schmuck, den Virginia Novarin herstellt nicht hochglänzend und symetrisch, sondern eher rau und uneben. Meist aus mehreren Metallsorten komponiert, die in ihrer Mischung und Unterschiedlichkeit ebenfalls die Schönheit des „Unperfekten“ widerspiegeln.

Die Ausstellung dauert bis zum 25.03.2017.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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