Sonntag, 15. Januar 2017

Theater im Depot: "Schneekönigin" bietet kurzweiligen Theaterspaß

Die Regisseurin und Theaterpädagogin Rada Radojcic und ihr junges Ensemble Bubamara der Kulturbrigaden sind momentan höchst produktiv: Nur zwei Monate nach der Premiere von „A Clockwork Orange“ stellten sie am Samstag im fast ausverkauften Theater im Depot schon das nächste Stück aus der Sparte Kinder- und Jugendtheater vor: „Die Schneekönigin“ nach dem Märchen von Hans-Christian Andersen.

Und Rada Radojcic bleibt auch diesmal ihrem Stil treu: Ihre Inszenierungen sind immer rasant, weisen keine Längen auf, und die jungen Akteure müssen nicht nur schauspielern sondern auch tanzen, singen und diesmal sogar Rollschuh laufen. 


Herrlich zum Beispiel, wie sich Kay mit einem rotzfrechen Rap auf das Zusammentreffen mit der bösen Schneekönigin einstimmt. Vergeblich natürlich, denn schon bald ist er ihr auf ihrem Eisschloss willenlos ausgeliefert, wie Märchenkenner wissen.

Doch Freundin Gerda eilt zu Hilfe. Bis sie allerdings auf dem genau 999 Kilometer entfernten Schloss ankommt und ihren verwirrten Kay in die Arme schließen kann, muss sie viele Abenteuer bestehen. Mit Hilfe der Blumenkinder befreit sie sich aus den Klauen der Blumenhexe, zwei Vogelmädchen weisen ihr den Weg, und ein Rentier wird kurzerhand als Taxi zwangsverpflichtet. Es erfordert einen unglaublichen Aufwand an unterschiedlichen Kostümen, das alles auf die Bühne zu bringen. Und dies ist ein weiteres Markenzeichen von Rada Radojcic: Ihre Produktionen sind optisch immer ein Hochgenuss.


Mitwirkende: Amelie Braun, Hanna Christgen, Freya Erdmann, Annika Hohoff, Robian Karanlik, Mika Kuruc, Maria Leshoff, Milena Roganovic, Marischa Saage, Marysol Schelkmann; weitere Termine: 29. 1., 19. 2., jeweils 18 Uhr.


Andreas Schröter


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen