Dienstag, 3. Januar 2017

Oper: Matinee zu "Die Blume von Hawaii"

Verena Barth-Jurca. Foto: Oper Leipzig
Am Sonntag, 8. Januar 2017, 11.15 Uhr, führen Kapellmeister Philipp Armbruster, Regisseur Thomas Enzinger, Choreograph Ramesh Nair und die Dramaturgin Wiebke Hetmanek in Paul Abrahams Operette DIE BLUME VON HAWAII ein. Die Solisten Verena Barth-Jurca, Karen Müller, Marc Horus und Jens Janke werden musikalische Kostproben vorstellen.

Als Paul Abraham seinen Operettenklassiker DIE BLUME VON HAWAII schrieb, griff er lustvoll in die Hawaii-Klischeekiste und ließ eigentlich gar nichts aus, was man über die Insel im Pazifik zu wissen meinte, abgesehen von dem Toast-Hawaii, der allerdings zur Entstehungszeit der Operette noch nicht erfunden war. 

Hula-Tanz, Aloha-Gesänge bis hin zur bekannten Hawaiigitarre werden auch in der Dortmunder Inszenierung zu sehen und zu hören sein. Regisseur Thomas Enzinger wird darüber sprechen, mit welch feinem Humor Abraham eben diese Klischees entlarvte, und dass diese Operette mit all ihren Jazzelementen das fehlende Bindeglied zwischen deutscher Operette und amerikanischem Musical zu sein scheint.

Auch über die Biographie von Paul Abraham werden die Macher der Dortmunder Inszenierung viel Wissenswertes berichten. Das Wenigste davon entspricht allerdings den Tatsachen. Im Zuge des wiederwachten Interesses an seinen launigen und jazzigen Werken deckt man leider viel mehr unhaltbare Gerüchte auf, als dass man glaubwürdige Informationen bekommen würde. Sicher ist, dass Abraham Anfang der 1930er Jahre der Berliner Operettenkönig war, der mit den Jazz-Elementen in seiner Musik Impulse für die Unterhaltungsmusik in ganz Europa setzte. Aber dazu mehr am 8. Januar 2017 im Foyer der Oper Dortmund.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27222 oder auf www.theaterdo.de

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