Donnerstag, 30. Juni 2016

Porzellan-Terrine ist Objekt des Monats Juli im MKK

Deckelterrine mit Kakiemon-Dekor,
 ca. 1760-1770.
Foto: Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Eine Deckelterrine aus Porzellan ist das Objekt des Monats Juli im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Ausgestellt ist das üppig mit Blumenbouquets verzierte Stück im Foyer des Hauses an der Hansastr. 3 und kann dort eintrittsfrei besichtigt werden. Für interessierte Besucherinnen und Besucher liegen detaillierte Informationen zum Mitnehmen bereit.

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts war die Vorliebe für Exotik und Porzellan besonders stark. Porzellanstücke aus Ostasien waren jedoch rar, und so fingen europäische Künstler und Handwerker an, sie nachzuahmen. In der englischen Manufaktur von Lowestoft wurde diese Deckelterrine gleichzeitig nach einer japanischen und einer Meißener Vorlage produziert. Vorbild war das Kakiemon-Porzellan aus der Stadt Arita auf der japanischen Insel Kyushu.

Das Objekt des Monats kann eintrittsfrei im Museum für Kunst und Kulturgeschichte besichtigt werden, für interessierte Besucher liegen detaillierte Informationen bereit. Zu Beginn jedes Monats werden Schätze aus den Depots des Museums als Objekt des Monats präsentiert und den Besuchern vorgestellt. Haben Sie Interesse an Objekten einer Kunstepoche oder möchten Exponate zu einem bestimmten Thema sehen? Dann teilen Sie uns Ihre Ideen und Wünsche unter mkk@stadtdo.de mit oder rufen Sie unsere Mitarbeiterin Cathleen Tasler unter Tel. 0231 5025514 an..

Zu Beginn jedes Monats werden Schätze aus den Depots des Museums als Objekt des Monats präsentiert und den Besuchern vorgestellt. Anregungen und Informationen dazu gibt es bei Cathleen Tasler, Tel. (0231) 50-25514, Mail: mkk@stadtdo.de.

Tanz- und Filmprojekt feiert Premiere im U

An dem Filmprojekt haben Dortmunder
 Jugendliche gemeinsam mit geflüchteten
 Jugendlichen teilgenommen.

Bild: Dortmunder U
Das Tanz- und Filmprojekt "Nah und fern" feiert in Anwesenheit der Filmemacher und ihrer Dozenten am Dienstag, 5. Juli, 18 Uhr Premiere im Kino im U, Leonie-Reygers-Terrasse. Der Eintritt ist frei.

Nähe und Distanz sind die Themen eines Tanzfilms, den das Künstlerinnenduo "MIRA" mit jugendlichen Tänzern und Filmemachern gedreht hat. An dem Filmprojekt haben Dortmunder Jugendliche gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen teilgenommen.

Zeitgenössischer Tanz, Improvisation und die Arbeit an Duetten sind zentrale Elemente des Films. Der urbane Tänzer Lin Verleger unterstützte das Team zusätzlich mit einem HipHop- und Breakdance Kurs. So entstand ein Wechselspiel zwischen gruppendynamischen Choreografien und individuellen Einzelportraits und Duetten. Kollagenhaft und phantasievoll erzählt der Film von Momenten der Intimität und lässt den Bildern und Bewegungen Raum, für sich zu sprechen.

"Nah und fern" ist ein Kooperationsprojekt der BAG Kulturpädagogische Dienste e.V, MIRA, der UZWEI, YOUNG DOGS und der Auslandsgesellschaft Intercultural Academy, gefördert von gefördert von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms "Kultur macht stark! - Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Kunstbonbon zeigt Arbeiten von Hendrik Müller

Im Kunstbonbon an der Chemnitzer Straße 11 eröffnet Samstag (2.7.) um 15 Uhr eine Ausstellung mit Werken von Hendrik Müller: „Der Mensch im Tier“.

Mit Hendrik Müller ist das erste Mal ein Fotograf Gastkünstler im Kunstbonbon.

Er bekam im Alter von 13 Jahren von seinem fotobegeisterten Vater eine Kamera geschenkt, musste allerdings seine Filme selber entwickeln und vergrößern. Da er lange Zeit ausschließlich Schwarz-Weiss-Fotografie betrieb, erschloss sich ihm nicht nur der labortechnische Teil, sondern auch die Kontrastierungen wurden ihm immer wichtiger. Und gerade dieser technisch-handwerkliche Einstieg in die Fotografie hilft ihm wahrscheinlich jetzt dabei, diese grandios inszenierten Fotos der Ausstellung zu erschaffen.

„Der Mensch im Tier“ betitelt Hendrik Müller diese Werkreihe, bei der er Tier- oder Tierfellfotos auf menschliche Modelle projiziert. Die Ergebnisse sind von verblüffender Ästhetik, auch wenn umgehend der Eindruck aufkommt, dass der Mensch optisch doch eher ein langweiliges Wesen ist – so schön das einzelne Exemplar auch sein mag! In der Kombination mit dem Tier ergibt sich ein geheimnisvolles Wesen, das zu Allem fähig zu sein scheint. Was – gäbe es diese Kreaturen im realen Leben – wahrscheinlich auch zutreffen würde. Und gerade die „Zutat“ Mensch dürfte da eine sehr brisante sein...

Manche Fotos wirken etwas unheimlich, andere eher nachdenklich, es gibt Bilder, die unwillkürlich ein Lächeln hervorrufen – aber allen ist gemein: sie sind einfach schön! Und sie stellen uns die Frage, wo wir Menschen wären, wenn es uns nicht gegeben wäre Waffen zu erfinden und intensiv zu nutzen? Mit ziemlicher Sicherheit ausgestorben, denn: wie hätten wir uns diesen starken, schönen Geschöpfen gegenüber behaupten wollen? (und so würde der Ausstellungstitel eine ganz neue Bedeutung bekommen...)

Bei der Vernissage wird Hendrik Müller noch einiges über sich, die Bilder der Ausstellung und seine Arbeit im Allgemeinen erzählen und sicherlich auch gern Fragen der Besucher beantworten.

Die Ausstellung ist bis zum 12.08.2016 zu sehen.

Öffnungszeiten im Kunstbonbon: Di 13 -18 Uhr, Fr 15 – 20 Uhr, Sa 12 – 15 Uhr

Baukunstarchiv zeigt "Vorbildliche Bauten"

Dortmunder Liebfrauenkirche
 nach ihrem Umbau zum Kolumbarium
 (Staab Architekten GmbH, Berlin)

Bild: Werner Huthmacher
Die Ausstellung "Vorbildliche Bauten in Nordrhein-Westfalen 2015" läuft vom 3. bis 22. Juli im Baukunstarchiv NRW (ehemaliges Museum am Ostwall), Ostwall 7.

Alle fünf Jahre zeichnet das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW in Kooperation mit der Architektenkammer NRW vorbildliche Bauten im Bundesland aus. Im vergangenen Jahr wurden 33 Objekte prämiert, darunter auch eines aus Dortmund: die zum Kolumbarium umgenutzte Liebfrauenkirche (Umbau: Staab Architekten GmbH, Berlin). Fotos von diesem Projekt und von den weiteren Preisträger-Bauten sind in einer Wanderausstellung zu sehen, die nun Station in Dortmund macht. Die Ausstellung "Vorbildliche Bauten in Nordrhein-Westfalen 2015" läuft vom 3. bis 22. Juli im Baukunstarchiv NRW (ehemaliges Museum am Ostwall), Ostwall 7.

Zu sehen sind Fotos ausgezeichneter Bauprojekte, die als innovativ, vorbildlich und richtungsweisend gelten. Darunter finden sich sowohl Beispiele für geförderten Wohnungsbau auch Bürogebäude, spektakuläre Museumsbauten oder Projekte der Städtebauförderung an unterschiedlichsten Standorten. Dabei geht es nicht nur um Neubauten, sondern auch um Sanierungen, Aufstockungen oder Umnutzungen an bestehenden Bauten – wie im Fall der Dortmunder Liebfrauenkirche.

Die 33 ausgezeichneten Bauten stehen in 25 Kommunen: Aachen, Altena, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bottrop, Bünde, Dortmund, Düsseldorf, Ennigerloh, Essen, Gelsenkirchen, Gummersbach, Kamp-Lintfort, Köln, Königswinter, Leichlingen, Lemgo, Lindlar, Münster, Schöppingen, Unna, Verl, Wilnsdorf und Wuppertal.

Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr kostenlos zu sehen.

Eine Liste der ausgezeichneten Gebäude mit Begründungen der Jury sowie eine Dokumentation mit Fotos der Objekte, ausführlicher Darstellung, Begründung der Jury und Nennung aller beteiligten Projektpartner finden Sie auf

Dienstag, 28. Juni 2016

RuhrHOCHdeutsch und Klangvokal: Zukunft beliebter Festivals gesichert


Das Kabarettfestival RuhrHOCHdeutsch sowie das Musikfestival Klangvokal sollen auch nach 2017 fortgeführt werden. Dafür hat sich der Verwaltungsvorstand ausgesprochen.

RuhrHOCHdeutsch soll wie bisher mit einem Festbeitrag von 120 000 Euro unterstützt werden. Klangvokal erhält ein jährliches Festivalbudget von 300 000 Euro und soll außerdem als neunter Geschäftsbereich in die Kulturbetriebe Dortmund aufgenommen werden. Sein Direktor Torsten Mosgraber wird das Dortmunder Vokalmusikzentrum im Brückstraßenviertel weiter aufbauen und dadurch die Vokalmusikszene weiter vernetzen und stärken.

Die beiden beliebten Festivals entstanden im Kontext der Kulturhauptstand Europas – Ruhr 2010. Mit einem ambitionierten Programm haben sie sich seitdem auch überregional ein treues und begeistertes Publikum erobert.

RuhrHOCHdeutsch hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der umfangreichsten Kabarett-Festivals in Deutschland entwickelt. Geboten wird ein facettenreicher Mix aus prominenten Kabarettisten und Kabarettistinnen der Ruhrregion neben bekannten Publikumsmagneten der bundesweiten bis internationalen Kabarett- und Comedy-Szene. Es erreicht an 118 Veranstaltungstagen jährlich rund 34 000 Besucherinnen und Besucher.

Klangvokal präsentiert jährlich in seinem Festivalprogramm Auftrags- und Ko-Produktionen der Vokalmusik von hoher Qualität. Die Besucherzahlen rangieren regelmäßig jenseits der 75 000. Allein das Chorfest mit 110 bis 140 teilnehmenden Chören ist zum größten innerstädtischen Chor-Ereignis Deutschlands aufgestiegen.

Um Dortmund weiter als Chorstadt zu etablieren, hat Klangvokal in den vergangenen Jahren zahlreiche Großveranstaltungen der Vokalmusikszene mit angeworben und ausgerichtet, u.a. die Messe chor.com, den Deutschen Chorwettbewerb, den Gospel Kirchentag, den NRW-Chorwettbewerb und „Jugend singt“. Das Festival arbeitet insbesondere mit der Dortmunder Chorlandschaft zusammen und vernetzt sich in unterschiedliche Bereiche des städtischen Musiklebens.

Ballettschule vom Balou im Theater im Depot

Die Ballettschule des Balou lädt für Sonntag (3.7.), 18 Uhr, zu einem zweiteiligen Tanzabend ins Theater im Depot.

Erster Teil: Class-Concert – Ein Tanzstück, das einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht: über die tägliche Arbeit, Routine und Auftritte, über Schweiß, Tränen, Zweifel - und über Freude am Tanzen, Überwindung und Applaus... Gezeigt werden kleine Trainingseinheiten und Emotionen, die damit verbunden sind.

Zur Musik von Cherny, Helsted und Paulli tanzen Meisterklasse und Ballettklassen 3, 8 und 11 des Balou. Abschließend werden Solo- Variationen getanzt: Odalisque aus dem Ballett "Le Corsair" von Minkus, Variation aus dem Pas de Deux "Diana und Actaeon" von Drigo und ein Contemporary Solostück zur berühmten Musik "Petit Fleur".

Zweiter Teil: Die vier Elemente - eine Tanzfantasie, in der Luft, Wasser, Feuer und Erde in allen möglichen Formen tänzerisch dargestellt werden. Wasser, Wasserfall, Nebel, Regen und Schnee - die Formen vom Wasserspiel; Feuer, Flamme, Feuerball, Vulkane - vom Feuertanz; Wolken und Wind - von der Luft; Sand, Gräser, Tiere und Menschen - von der Erde.
Dieses Tanzstück in klassischen und modernen Choreographien wird von den Schülerinnen ab 12 Jahren getanzt.


Vorstellung:
SO 03.07.2016 um 18 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Theater im Depot
Choreographie und künstlerische Leitung: Irina Goubernik

Montag, 27. Juni 2016

Dortmunder Philharmoniker: 10. Philharmonisches Konzert mit Ravels Bolero

Danae Dörken. Foto: Martin Teschner
„liebes_gefühls_rausch“ war das diesjährige Spielzeitmotto der Dortmunder Philharmoniker. Da ist es nur konsequent, dass das 10. Philharmonische Konzert zum Abschluss noch einmal einen großen, finalen „liebes_rausch“ unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz bereithält.

Als Mozart sein Klavierkonzert C-Dur KV 467 schreibt, durchlebt er gerade einen „liebes_rausch“ mit seiner Frau Constanze. Entsprechend selbstbewusst und unbeschwert fällt das Werk aus. Als Solistin ist die junge, aber schon renommierte Danae Dörken erstmals mit den Dortmunder Philharmonikern zu hören. Dass solche emotionalen Ausnahmezustände aber auch tödlich enden können, dafür ist Bizets „Carmen“ der beste Beweis. Die bekannten Melodien dieser Oper verband Rodion Schtschedrin 1967 zu einer großen Ballett-Musik – so gewitzt, dass diese nach der Uraufführung sogar zeitweise in der Sowjetunion verboten wurde! Heute vergeht jedoch kein Tag, an dem die „Carmen-Suite“ nicht irgendwo auf der Welt im Radio oder im Konzertsaal zu hören ist.

Die zweite Hälfte beginnt mit einem Lieblingsstück von GMD Gabriel Feltz: Der „Belkis-Suite“ von Ottorino Respighi. Das orientalische Musikgemälde überrascht mit seiner überwältigenden Klangpracht und schillernden Orchesterfarben. Zum Abschluss steigert sich dann das gesamte Orchester mit Ravels „Bolero“ in einen rauschhaften Saisonabschluss hinein.
………………..
Termine: 05.+ 06.07.2016, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund, 19.15 Uhr
Einführung mit GMD Gabriel Feltz.

Karten kosten zwischen 19 und 42 Euro, erhältlich an der Theaterkasse im
Opernhaus, unter Tel: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

Stadtarchiv erkundet Dortmunder Migrationsgeschichte

Fünf Jungen essen Döner Kebab, eines der
 bekanntesten Gerichte der türkischen Küche,
 das in Deutschland im Zuge der türkischen
 Einwanderung zu einem beliebten Imbissgericht geworden ist.
 Quelle: Stadtarchiv
Einwanderung und Abwanderung haben europäische Städte zu dem gemacht, was sie heute sind, ob kulturell, politisch und gesellschaftlich. Auch für die Geschichte Dortmunds ist Migration zentral – heute leben rund 200.000 Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Stadt. Die Hälfte der Dortmunder Kinder hat Wurzeln in anderen Ländern. Das Stadtarchiv als zentrale Erinnerungsinstitution und „Gedächtnis der Stadt“ und das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) wollen die Migrationsgeschichte(n) der Stadt künftig stärker berücksichtigen. Deshalb startete das Stadtarchiv ein zunächst auf zwei Jahre angelegtes Dokumentationsprojekt zur Dortmunder Migrationsgeschichte seit 1945.

Ziel des Vorhabens ist es, die Zuwanderung nach Dortmund und die Lebensumstände zugewanderter Menschen abzubilden und als Teil der modernen interkulturellen Stadtgesellschaft erfahrbar zu machen. Dabei geht es um Vertriebene und Spätaussiedler, um zugewanderte Arbeitnehmer seit den 1950er Jahren und um Flüchtlinge heute. „Wir wollen die Geschichte der Stadt um das wichtige Kapitel der Migration in Archiv und Museum fortschreiben“, so Kulturdezernent Jörg Stüdemann.

Das Dokumentationsprojekt ruht auf mehreren Säulen. Zunächst werden die Quellen zur lokalen Migrationsgeschichte befragt. Anschließend sollen vorhandene und noch zu bildende Bestände nach den Erfordernissen von Forschung und Lehre aufbereitet werden. Dafür wird das Stadtarchiv Dokumente migrantischer Vereine, Organisationen, Institutionen, aber auch von Privatpersonen sammeln und zu bewahren.

Migrantinnen und Migranten haben in Dortmund mehr als 200 Vereine gegründet, etwa 50 sind im „Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine in Dortmund“ (VMDO) organisiert. Auf ihre Mithilfe sowie auf die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern mit Zuwanderungsgeschichte sind das Stadtarchiv und MKK beim Aufbau des Bestands angewiesen. Die Sammlung, für deren dauerhafte Sicherung das Stadtarchiv als „Ewigkeitsinstitution“ mit gesetzlichem Auftrag garantieren kann, soll die Perspektive von Verwaltung und Institutionen um die Sicht der Betroffenen ergänzen.

Dies geschieht auch u.a. mit dem Instrument der „Oral History“: Zeitzeugen erzählen im freien Gespräch von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit dem Thema Migration.

Sonntag, 26. Juni 2016

RuhrHOCHdeutsch 2016 beginnt Dienstag mit Benefiz-Gala

Ein Blick ins historische Spiegelzelt
RuhrHOCHdeutsch 2016 im Spiegelzelt an den Westfalenhallen beginnt am Dienstag (28.6.) um 20 Uhr mit der Benefizgala „Lachen für den guten Zweck“. Alle mitwirkenden Künstler treten ohne Gage auf, und alle Einnahmen aus dem Kartenverkauf und Spenden fließen als Unterstützung an die Neven-Subotic-Stiftung. Beginnen wird die A-Capella Gruppe „Chantik" - vier Sängerinnen des Weltmusik-Ensembles präsentieren mit beeindruckender stimmlicher Intensität traditionelle und zeitgenössische Lieder aus fernen Ländern bevor Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau das RuhrHOCHdeutsch-Festival eröffnet.

Zusammen mit Gregor Schnittker/WDR wird Neven Subotic die Gala „anstoßen“ und mit einem eindrucksvollen Video die Arbeit seiner Stiftung vorstellen. Danach geht es „in die Tiefe des Raumes“: Im rasanten Wechsel geben die Kabarettisten und Comedians Fred Ape, Der Obel, Lioba Albus & Bruno „Günna“ Knust, (PAUSE) „Die zwei vonne Südtribühne“ Knacki Deuser, René Steinberg und Kai Magnus Sting, sich die Kurz- und Doppelpässe zum Auftritt auf der Bühne im Spiegelzelt.

130 Künstler

Im historischen Spiegelzelt an den Westfalenhallen (A40/B1) treten an 110 Tagen über 130 Künstlerinnen und Künstler auf die Humorbühne. Highlights der Kabarett- und Comedy-Szene, aus dem Ruhrpott und von anderswo. Aus der Region sind u.a. dabei: Fritz Eckenga, Frank Goosen, Jochen Malmsheimer, Lioba Albus, Torsten Sträter, Hennes Bender, René Steinberg, Carmela de Feo, der Dortmunder Lokalmatador Bruno "Günna" Knust und Fred Ape.

Neben den "Ruhrpott-Heroen" sind aber auch viele Künstler aus dem "befreundeten Inland" eingeladen. So ist mit Max Uthoff (ZDF-Anstalt) einer der brillantesten und bissigsten politischen Kabarettisten dabei. Christian Ehring, Wilfried Schmickler, Jürgen Becker, Stunk Unplugged 2016, Sebastian Pufpaff und viele andere geben sich danach die Klinke des Spiegelzelts in die Hand. Zum ersten Mal beim Festival RuhrHOCHdeutsch dabei sind Guido Cantz, Django Asül und Rüdiger Hoffmann.

Daneben gibt’s die legendären "..immer-Reihen", die Revue "Best Of Klopp kommt nicht" lindert die fußballarme Sommerzeit nach Bundesliga und Olympischen Spielen, außerdem das Standup-Festival "Germany steht up" und der LateNight-Comedy Club "Night Wash".

Ruhrhochdeutsch 2016


Deutschland – eine gespaltene Nation? Keuning-Haus lädt zum „Talk im DKH“

Foto: Alex Völkel
Ist Deutschland eine gespaltene Nation? Um diese Frage geht es bei der dritten Veranstaltung des Formats „Talk im DKH“ am Freitag, 1. Juli, 19 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus (Leopoldstr. 50-58). Zu Gast sind die renommierten Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge (Universität Köln) und Prof. Werner J. Patzelt (Universität Dresden).

Moderator der Diskussion ist Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani. Er füttert die Runde mit einigen Fragen: Wo spaltet berechtigte Unzufriedenheit die Gesellschaft, wo gibt es konstruktive Ansatzpunkte? Welche Rolle spielt Resignation bei einem Teil der Bevölkerung und eine Steigerung des Wohlstands bei einem anderen? Lässt sich der sich abzeichnende Rechtsruck noch abwenden? Was bedeutet es für eine alternde Gesellschaft, wenn viele junge Menschen zuwandern? Welche Rolle können Parteien und Eliten (nicht mehr) erfüllen? In was für einem Deutschland wollen und werden wir in Zukunft leben?

Nach einem kurzen Impulsvortrag folgt ein Dialog zwischen Referenten und Moderator. Anschließend bleibt ausreichend Zeit für Diskussionen mit dem Publikum. Für Unterhaltung wird der Dortmunder Kabarettist Ilhan Atasoy („König vom Borsigplatz“) sorgen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind aus organisatorischen Gründen erwünscht unter www.talk-im-dkh.dortmund.de

Samstag, 25. Juni 2016

Natur und Kunst: Ein Spaziergang durch den Fredenbaumpark

Natur und Kunst sind keine Gegensätze, im Gegenteil: In der Natur finden sich mitunter viele Kunstwerke und entfalten dort besondere Wirkung. So auch im Fredenbaumpark im Dortmunder Norden, der am Mittwoch, 29. Juni Ziel eines Spaziergangs zur Kunst im öffentlichen Raum ist. Los geht der anderthalbstündige Rundgang um 11 Uhr am Eingang Schützenstraße/ Ecke Beethovenstraße (hinterm Parkplatz des Klinikums Nord). Dr. Wilhelm Grote und Dr. Rosemarie E. Pahlke, städtische Kunstreferentin, führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Erst 1979 fand die erste moderne Plastik ihren festen Platz im Park: Auf einer Freifläche am großen See steht die Bronze „Torso“ von Enrique Asensi. Der 1950 in Valencia geborenen Bildhauer hatte den von der Stadt Dortmund ausgeschriebenen Wettbewerb für eine Skulptur im Fredenbaumpark gewonnen. Umgesetzt wurde diese dann mit Mitteln der Sparkasse. Als Stiftung der Firma Derwald kam 2009 das etwa sechs Meter hohe Skulpturenpaar „Königskinder“ des Dortmunder Bildhauers Michael Odenwaeller an den kleinen See.

Besondere Aspekte von Natur und Umwelt erläutert Dr. Wilhelm Grote. Dem Thema Natur ist er beruflich eng verbunden durch seine langjährige Leitung des Dortmunder Umweltamts. Privat engagiert er sich als Vorsitzender des Freundeskreises Fredenbaumpark.

Der Rundgang kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-25525. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.

Die Dortmunder Spaziergänge zur Kunst im öffentlichen Raum können auch separat gebucht werden, zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier, einen Betriebsausflug oder für externe Gästegruppen. Infos unter Telefon (0231) 50-26028.

Vorverkauf startet: „DIE SHOW“ an Silvester und „Die Kassierer“ im Juni 2017

Szene aus der DIE SHOW
Das Schauspiel Dortmund bietet zum Jahreswechsel ein Wiedersehen mit dem Publikumserfolg „DIE SHOW“. Pünktlich zum Wiedereinzug ins Schauspielhaus im Dezember steht der große Abend von Hausherr Kay Voges, der von Publikum und Presse gefeiert wurde und immer ausverkauft war, wieder auf dem Programm. In der bunten Show mit Musik von Tommy Finke steht fast das gesamte Ensemble auf der Bühne. Die Vorstellung am 31. Dezember beginnt um 18 Uhr. Ein Wiedersehen gibt es auch mit der kultigen Punk-Band „Die Kassierer“: Nach „Häuptling Abendwind“ nehmen sich die Musiker mit den Regisseuren Andreas Beck und Thorsten Bihegue die alte Tonfilmoperette „Die Drei von der Tankstelle“ vor: Herauskommt „Die Drei von der Punkstelle“ mit Musik von „Die Kassierer“. Premiere ist am 10. Juni 2017 im Schauspielhaus. Karten kosten 18,- bis 44,- Euro für „DIE SHOW“ und 12,- bis 33,- Euro für „Die Drei von der Punkstelle“. Der Vorverkauf für beide Termine startet am kommenden Dienstag, 28. Juni. Karten gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de.

Freitag, 24. Juni 2016

Musikschultag im Keuning-Park


„Hier spielt die Musik“ heißt es am Sonntag, 26. Juni: Die Musikschule lädt zum Musikschultag in den Dortmunder Norden. Rund 1500 Schülerinnen und Schüler sowie 200 Lehrerinnen und Lehrer musizieren ab 11 Uhr zwischen Dietrich-Keuning-Haus, Agentur für Arbeit und Musikschule (Steinstr. 35). Alle Angebote sind kostenlos.

An vielen verschiedenen Standorten sind unterschiedliche Musikstilrichtungen zu erleben: Vom Flötenensemble bis zum Boogie Voodoo-Percussionensemble ist alles dabei. In den Sälen der Musikschule präsentieren sich Schülerinnen und Schüler aus der studienvorbereitenden Abteilung. Vokal-, Klavier- und Kammermusik-Ensembles sowie kleine Ensembles laden zum Zuhören ein. Auch Mini-Pianisten haben dort ein Forum.

In der Agora und im Saal des Dietrich-Keuning-Hauses treten die größeren Orchester der Musikschule und Bläserklassen einiger Dortmunder Schulen auf. Auch JeKi-Kinder haben hier ihre ersten Auftrittsmöglichkeiten, während im Partykeller Jazzklänge zu hören sind.

Auf der Wiese der Agentur für Arbeit wird auf einer eigens aufgebauten Bühne ein abwechslungsreiches musikalisches Programm geboten. Kleine Gäste können in der „Musikstraße“ unterschiedliche Instrumente ausprobieren.

Alte Musik hautnah gibt es von 13.30 bis 15.30Uhr in Raum 106 der Musikschule: Ada Tanir, Cembalistin aus Essen, stellt das Barock-Instrument vor und lädt zum Ausprobieren ein.

Unter dem Titel „Alte Musik - Preisträger aus NRW stellen sich vor“ präsentieren sich ab 15.50 Uhr im Kleinen Saal der Musikschule Ensembles, die bei „Jugend musiziert“ in der Sonderkategorie „Alte Musik“ erfolgreich waren. Auch zwei Ensembles aus Dortmund hatten am Wettbewerb teilgenommen: Ein Doppelquartett mit 4 Sängern und 4 Blockflöten unter Leitung von Kelley Sundin (Chorakademie Dortmund) und Barbara Bielefeld-Rikus und Renate Raschke (Musikschule Dortmund) erhielt einen ersten Preis beim Landeswettbewerb in Detmold. Ein Trio (Blockflöte, Violoncello und Cembalo) unter der Leitung von Barbara Bielefeld-Rikus konnte einen guten 3. Preis beim Bundeswettbewerb in Kassel einspielen.

Eröffnet wird der Musikschultag um 11.15 Uhr vom Boogie Voodoo-Percussionensemble und mit einem großen Chor von Erstklässlern, die an ihren Grundschulen an dem Programm „JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ teilnehmen. Schon seit einigen Wochen üben sie fleißig dafür.

Wer genug vom Zuhören hat, kann im Kinderbereich des Dietrich-Keuning-Hauses spielen, auf der Hüpfburg toben oder der Verkehrspuppenbühne der Polizei Dortmund zuschauen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Weitere Infos: www.musikschule.dortmund.de

Grafikkalender 2017: Jury entscheidet sich für sechs Künstler

Barbara Hlali gehört zu den aufgenommenen Künstlern
Die Jury hat entschieden: Fünf Künstlerinnen und ein Künstler aus Dortmund sind mit jeweils zwei Arbeiten im „Grafikkalender 2017“ der Stadt Dortmund vertreten. Nach einer Sitzung am 20. Juni entschieden die Juroren sich für Werke von

Karla Christoph

Refika Düx

Barbara Hlali

Dina Nur

Dirk Pleyer und

Adriane Wachholz.

Ihre grafischen Arbeiten waren Anfang Juni in der Gemeinschaftsausstellung „Grafik aus Dortmund“ in der Berswordthalle zu sehen, die inzwischen wieder abgebaut wurde. In der Ausstellung vertreten waren 48 heimische Künstlerinnen und Künstlern, deren Schaffen einen facettenreichen Einblick in die Breite und Vielfalt der Dortmunder „Grafik-Landschaft“ bot.

Die Auswahl aus den ausgestellten Werken traf eine neunköpfige Jury, bestehend aus Juroren der Sparkasse, des Kulturbüros und des Künstlerhauses Dortmund, des Dortmunder Kunstvereins e.V. und der Dortmunder Museen sowie Fachvertreterinnen und -vertretern der Universität und der Druckerei Klenke.

Der Kalender wird herausgegeben vom Kulturbüro der Stadt und dem Dortmunder Kunstverein e.V. Die Sparkasse Dortmund finanziert ihn in diesem Jahr bereits zum 41. Mal. Er erscheint Ende 2016 in einer limitierten Auflage von 500 Exemplaren und ist nicht käuflich zu erwerben. Alle Arbeiten sind von den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern handsigniert und laufend durchnummeriert. Traditionsgemäß überreicht der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund diesen exklusiven Kalender an Partner und Freunde im In- und Ausland.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Schauspiel: Film "Das verlorene Paradies" im Studio

Kann ein Film die Realität überhaupt verändern?
Bild: Theater Dortmund
Das Schauspiel Dortmund zeigt den Dokumentarfilm "Das verlorene Paradies" über die Flucht von acht jungen Menschen aus dem Irak und Syrien am kommenden Mittwoch, 29. Juni, um 20 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund.

Unter der Leitung von Dokumentarfilmerin Ayse Kalmaz haben die jungen, unbegleiteten Geflüchteten Mouayad, Safi, Hasan, Mohannad, Khalo, Mohammad, Alla und Ibrahi ihren ersten Film gedreht.

Am Beginn des Film-Workshops stand der Gedanke einer Art Tagebuch ihrer Flucht nach Dortmund – doch im Prozess des Filmens und Schneidens stellten die Jugendlichen fest, dass die filmische Abbildung der Realität eigentlich unmöglich ist – wie lassen sich ihre Eindrücke der Erinnerung in einen Film verwandeln? Lässt sich all das Erlebte überhaupt filmisch abbilden? Was lohnt das alles, wenn das Paradies unserer Kindheit unwiederbringlich verloren ist, eine Rückkehr dorthin ausgeschlossen? Kann ein Film die Realität überhaupt verändern?

Der Eintritt zur Filmvorführung im Studio (Schauspielhaus Dortmund, Hiltropwall 15) ist frei. Der Film wurde finanziell unterstützt von der Firma Dr. Schlensker & Team GmbH.

Theater Dortmund

„Morpha“: Museum Ostwall stellt Arbeiten von Georg Meissner ins Schaufenster

Georg Meissner, o.T., Atelieransicht
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Die 16. Schaufensterausstellung im Museum Ostwall im Dortmunder U mit dem Titel „Morpha“ zeigt Arbeiten von Georg Meissner, der 1934 in Schwerte geboren wurde. „Morpha“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet ‚Umgestaltung', ‚Form' oder ‚Verwandlung'. Meissner arbeitet mit Installationen, Objekten und Zeichnungen. Durch die oftmals zufalls- und prozesshafte Entstehung und Bearbeitung überschreiten die Werke räumliche Barrieren und sprengen Gattungszuordnungen.

Georg Meissners Arbeiten vermitteln den Eindruck des Unfertigen, ständig wachsenden und Wandelbaren. Er arbeitet in einer für ihn typischen Materialität: Aus Holzlatten, Leitern, Stoffen, Schläuchen, Gummi etc. entwickelt er abstrakte raumgreifende Installationen, teilweise mechanisch oder organisch anmutenden Holzobjekte und undefinierbare Gegenstände. Die Materialien findet Meissner oftmals im Baumarkt, ein Ort, den er selbst als sein „Lieblingsmuseum“ bezeichnet.

Im Zentrum der Ausstellung „Morpha“ stehen vier Installationen Meissners, die sich vom Boden über die Wand in den sie umgebenden Raum ausdehnen. Umrisszeichnungen, filigrane Linien, die an kartographische Vermessungen erinnern, und eine fahle, natürliche Tonigkeit schaffen Verbindungen zwischen den Objekten und Materialien. Georg Meissner ist ein Geschichtenerzähler. Mit seiner unbändigen Fantasie entwirft er mythisch anmutende Landschaften und Kreaturen, die in ihrer Abstraktion Spielraum für die individuelle Lesart des Betrachters lassen und ihm neue Welten eröffnen.

Parallel zu den offenen Installationen werden auch kleinere Objektkästen gezeigt. Auch sie setzen sich aus den vorher genannten Materialien zusammen. Die Objektkästen erinnern an alte Wunderkammern oder Schatzkästchen, die im Inneren fremdartige Artefakte bewahren. Die in ihnen dargebotenen Formen, Linien und Objekte schaffen in ihrer andeutungsvollen Abstraktion unendliche Assoziationsketten. Es lassen sich vermeintlich bekannte Formen und Gestalten erkennen, die u.a. an Zähne, Knochen, Skelette, Muscheln, aber ebenso an Zahnräder und technischen Konstruktionszeichnungen, denken lassen.

Mit jeder der ausgestellten Arbeiten schafft es Georg Meissner, eine Traumwelt, eine Landschaft zu gestalten, die ebenso ursprünglich und mythisch wie futuristisch wirkt. Im Wechselspiel des Auges zwischen Detail und Gesamteindruck, zwischen vermeintlichem Erkennen von Bekanntem und Verunsicherung des Wahrgenommenen, sind die Arbeiten einer ständigen Veränderung und Neuverortung, Gestaltwerdung und -auflösung des Gesehenen - einer permanenten Metamorphose - unterworfen.

Georg Meissners Arbeiten spiegeln nicht nur die schier unendliche Fantasie des Künstlers, sondern fordern diese auch in ihrer Betrachtung ein.

MO Schaufenster #16 – Georg Meissner: Morpha 
24 . Juni bis 30. Oktober 2016, Ebene 4  

Mittwoch, 22. Juni 2016

Schauspiel: Uwe Schmieder wagt sich an die "bösen Autoren"

Nach der gefeierten HEINER MÜLLER FACTORY wagt sich Theatermalocher Uwe Schmieder an das nächste Großprojekt: In einer Zeit, in der das Böse überall Land gewinnt, will er sich genau diesem Bösen in der Welt aussetzen - mit seiner neuen Veranstaltungsreihe in der Megabar. Grundlage des Abends sind „Die Gesänge des Maldoror“, ein tabubrechendes Kultwerk des französischen Dichters Lautréamont, das bis heute als eines der radikalsten Bücher der modernen Literatur gilt. Weitere bösartige Gäste, unter anderem Theaterschamane Dieter Kölsch, kommen mit exklusiven Texten, Videos und Tönen zu Wort. Eine dämonische Irrfahrt durch die Literatur- und
Menschheitsgeschichte, ein Höllentrip tief hinein in die Schwärze der Welt.

Schaudern ist garantiert und Einlass erst ab 18 Jahren!
Böse Autoren #1
von und mit Uwe Schmieder und Gästen
25. Juni, 19:30 Uhr in der Megabar
Einlass erst ab 18 Jahren!

Melancholie und Weltschmerz: Fado-Band im domicil

Sina Nossa
Sina Nossa kommt: Die portugiesische Fado-Band spielt in der Weltmusik-Konzertreihe „Musikkulturen“ am Samstag, 25. Juni, 20 Uhr im domicil (Hansastr. 7-11). Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt in Zusammenarbeit mit dem domicil und dem NRW Kultursekretariat aus Wuppertal.

Ihre Leidenschaft für den Fado brachte sieben Musiker aus Nordrhein-Westfalen zusammen. Fünf Portugiesen, ein Brasilianer und ein Deutscher gründeten 2005 „Sina Nossa“ – zu Deutsch: unsere Bestimmung. Zwar ist der Fado die treibende Kraft, doch ein klassisches Fado-Ensemble ist „Sina Nossa“ nicht. Denn die Musiker verschmelzen ihre musikalischen Wurzeln mit Elementen aus Klassik, Jazz, Pop und Folklore, bringen ihre unterschiedlichen musikalischen Charaktere mit ein und prägen so ihren eigenen, unverwechselbaren Stil.

Die Melancholie und der Weltschmerz des Fado treffen ohne Pathos auf Rhythmus, heitere Beschwingtheit und Lebensfreude. Die außergewöhnliche Besetzung tut ihr Übriges: Neben der Portugiesischen Gitarre sorgen klassische Gitarren, Kontrabass, Piano, Akkordeon und Percussion für einen natürlichen, temperamentvollen und warmherzigen Wohlklang.

Das überzeugte auch die Jury des Creole NRW Weltmusikwettbewerbs 2013, sie wählte Sina Nossa zum Preisträger. Im Mai 2014 vertrat die Band zusammen mit Kapelsky & Marina das Land NRW beim Bundeswettbewerb Creole.

Das Ensemble hat 2011 sein Album mit dem mehrdeutigen Titel „Alforria“ herausgebracht, was, frei übersetzt, „Freibrief“ bedeutet. Eine facettenreiche, gefühlvolle Hommage an Portugal und die Lusophonie. Zitat aus einer Rezension dazu:

„Die Musik von Sina Nossa öffnet die Herzen - die Grenzen zwischen den Sprachen und Kulturräumen heben sich auf...“

Eintritt: 16 €, Karten im Vorverkauf (VVK) 12 €, VVK im domicil und im domicil-Online-Ticketshop, und bei DORTMUNDticket in der Tourist-Information gegenüber vom Hauptbahnhof (Max-von-der-Grün-Platz 5-6).

Dienstag, 21. Juni 2016

artscenico: "Sport" hat Samstag Premiere im Theater im Depot

Im Theater im Depot feiert am Samstag (25.6.), 20 Uhr, das Künstlerkollektiv artscenico Premiere mit einem Format, dass es so noch nie gegeben hat. Die Schauspieler setzen sich dem Unbekannten aus – Live ins Ohr gelegt werden Ihnen Originalreportagen von verschiedensten Sportevents, von der Fußballbundesliga über Champions- und Europa-League, Basketball, Leichtathletik, Pferdesport bis hin zu Biathlon, alpinen Skirennen und Interviews nach den Wettkämpfen. Die Ausschnitte aus Reportagen werden zu einer Gesamtkomposition, mal Symphonie, mal Kakophonie. Umgesetzt von Elisabeth Pleß, Matthias Hecht und Sandra Wickenburg.

Vorstellungen:

SA 25.06.2016 um 20 Uhr (Premiere)

SA 17.09.2016 um 20 Uhr

Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.

AK 15 € / 10 € erm.

Ort: Theater im Depot

Mit: Elisabeth Pleß, Sandra Wickenburg, Matthias Hecht

Eine Produktion von artscenico

Drei Live-Bands im Salon Fink

Sänger von Travels & Trunks Foto: Reschabek
Drei Live-Bands an einem Abend präsentieren der Salon Fink auf dem Nordmarkt am Donnerstag (23.6.), 20.30 Uhr.

Rivershores, Menden (pop / punk)

Die Jungs haben alle eure Lieblingsfilme mindestens einmal in ihren megageilen Songs á la Alkaline Trio, Lawrence Arms und Banner Pilot referenziert, sind aber gar keine Nerds sondern coole Punker.

Travels & Trunks, Dortmund (folk / country / punk)

Wenn man die Augen zu macht, denkt man, man wäre in Texas Bullenreiten oder Saloons zerstören oder was man sonst so als Cowboy macht. Aber das stimmt gar nicht, das sind TRAVELS & TRUNKS! Wenn man die Augen dann nochmal zu macht, denkt man, man wäre in einer nordenglischen asbestbelasteten Turnhalle und würde harten Kerlen beim Boxen zusehen, aber das stimmt gar nicht, das sind TRAVELS & TRUNKS aus Dortmund! Was wir damit sagen wollen: sehr vielseitige Musik und dabei noch unverschämt CATCHY!!

EAST ENDS, Dortmund (indie / punk)

Erste Full-Band-Show, nach knapp zwei Jahren Rumeiern als Akustik-Duo haben sich zwei Dear Friends & Punk Celebrities gefunden, die "EAST ENDS" nun endlich zu einer waschechten Band machen!

Mitveranstalter sind Mit Liebe & Kabelbinder Shows und Homebound Records

Der Eintritt ist wie immer frei

Montag, 20. Juni 2016

1. Still-Leben auf dem Borsigplatz

Die Initiatoren freuen sich auf das
 1. Still-Leben am Borsigplatz am 28. August

Bild: Didi Stahlschmidt
Am 28. August findet das erste Still-Leben am Borsigplatz statt. Das neue Event soll die Gemeinschaft am Borsigplatz stärken und möglichst viele Menschen aus der Nordstadt und ganz Dortmund zusammenbringen.

Am 28. August 2016 findet in der Zeit von 11 bis 18 Uhr das 1. Still-Leben Borsigplatz statt. Der Runde Tisch BVB und Borsigplatz, Initiator der Idee, freut sich gemeinsam mit dem Veranstalter Stadtteil-Schule Dortmund e.V. auf das neue Format:

Inspiriert vom "Still-Leben Ruhrschnellweg" im Kulturhauptstadt Jahr RUHR.2010 soll der Borsigplatz einen Tag für den motorisierten Verkehr sowie den ÖPNV gesperrt und für Besucher freigegeben werden. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Unter dem Motto "BORSIG nehmen Sie PLATZ" wird für einen Sonntag lang der Verkehrsknotenpunkt ruhen und Anwohner und Gäste nehmen ihren Platz in Beschlag. Interessierte können sich jetzt einenTisch sichern und mit ihrem Verein, ihrer Nachbarschaft oder einfach mit derFamilie ihr eigenes Programm gestalten.

"Die Veranstaltung wird Strahlkraft über die Nordstadt hinaus entwickeln", da ist sich das Projektteam um Annette Kritzler und Jana Heger sicher.


Gourmetmeile und Spielstraße

Neben dem geschichtsträchtigen Platz werden zwei Ausfahrtstraßen mit Aktionen belebt. In der Borsigstraße bis zur Ecke Stahlwerkstraße erwartet die Besucher eine Gourmetmeile mit kulinarischen Leckerbissen aus unterschiedlichen Kulturen. In der Wambelerstraße bis Hausnummer 22 kommen die kleinen Gäste in Form einer Spielstraße auf ihre Kosten.

Alles in allem hat das Projektteam in den letzten zwölf Monaten ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt. Der Finanzrahmen beläuft sich auf rund 32.000 Euro.

Den größsten Anteil daran trägt das Stadtbezirksmarketing Innenstadt-Nord, weitere Unterstützer sind die Wohnungsunternehmen DOGEWO21, Julius Ewald Schmitt GbR, LEG Wohnen NRW GmbH, Spar- und Bauverein eG, Vivawest Wohnen GmbH sowie die EDG, die Stiftung Soziale Stadt, die Stadt Dortmund, der Gesprächskreis Borsigplatz und der Runde Tisch BVB und Borsigplatz selbst.

Tischreservierungen können per E-Mail gesendet werden oder persönlich im Quartiersmanagement Borsigplatz, Borsigplatz 1, dienstags 14-18 Uhr und mittwochs 9-12 Uhr abgeben werden. Anmeldeschluss ist der 3. August 2016.
Quartiersmanagement Nordstadt
borsigplatz@nordstadt-qm.de

Buchpremiere in der Stadt- und Landesbibliothek: Jürgen Brôcan liest

Jürgen Brôcan
„Holzäpfel“ und „Schädelflüchter“ heißen die beiden neuen Gedichtbände des Dortmunder Schriftstellers Jürgen Brôcan. Mit ihnen begibt er sich auf Spurensuche: In „Holzäpfel“ – so werden die herb schmeckenden Urformen der Äpfel genannt – durchforstet er in sieben Zyklen die Reviere des Ruhrgebiets ebenso wie Reiseberichte, Filme oder Biografien. In „Schädelflüchter“ notiert er Beobachtungen aus einer Jahreswende, die immer wieder von Erinnerungen durchbrochen werden. Der Autor liest aus seinen Bänden am Dienstag, 21. Juni, 19.30 Uhr im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Sonntag, 19. Juni 2016

Dortmunder Sprechchor am Schauspiel: Erstmals auf der großen Bühne

Lord Henry. Foto: Hupfeld
Dortmunder Sprechchor zum Vierten: Nach „Margot Maria Rakete“, „Hamletmaschine“ und „Kaspar Hauser“ hatte am Samstag die vierte reine Sprechchor-Produktion Premiere: Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ – in einer überarbeiteten Fassung von Thorsten Bihegue.

Ein wichtiger Unterschied zu den Vorgängern ist die Spielstätte: Der Sprechchor, den das Dortmunder Schauspiel gerne als sein „17. Ensemblemitglied“ bezeichnet, ist raus aus dem beengten Studio und rein in die Ausweichspielstätte Megastore in Hörde. Und das ist gut so, haben die rund 80 Akteure dort doch viel mehr Möglichkeiten und sind nicht mehr – wie zuletzt in „Kaspar Hauser“ – gegenüber dem Publikum in der Überzahl. Und der Chor nutzt diese Möglichkeiten – zum Beispiel, indem er die Zuschauer zu Beginn nicht direkt auf ihre Plätze bittet, sondern sie zunächst durch einen riesigen Schönheitssalon mit Massage, Haarpflege, Schuhe putzen und Maniküre führt. Ein gelungenes Intro, das auf das Thema des Abends einstimmt. Auch einen ersten Blick auf den sich schminkenden Dorian Gray – in vielfacher Ausfertigung – können die Zuschauer bei dieser Gelegenheit erhaschen.

Zweiter Unterschied ist, dass die Mitglieder nun erstmals während eines ganzen Stücks feste Charaktere darstellen. Sie müssen also viel mehr schauspielerische Arbeit in die Waagschale legen, als bei den früheren Produktionen. Eine Weiterentwickung.

Dieser Sprechchor-Abend verändert Theater-Sehgewohnheiten. Es ist zunächst ungewöhnlich, sämtliche Dialoge in einem handlungsbasierten Stück im Chor zu hören. Auf Seiten der Akteure erfordert das ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Verpasst nur einer seinen Einsatz und spricht seinen Text später als die anderen, entsteht ein Textbrei, der für die Zuschauer kaum noch zu verstehen ist. Doch diese Schwierigkeit meistert der Sprechchor mit Bravour – da spürt man die mittlerweile fünfjährige Erfahrung.

Als Zuschauer ertappt man sich dabei, wie man von einem Gesicht zum anderen huscht und dabei interessante Unterschiede entdeckt, wie jeder seine Rolle interpretiert. „Viele auf der Bühne. Und jeder einzigartig“ nennt Dramaturg Alexander Kerlin diesen Aspekt im Presse-Begleitmaterial. Das passt.

Weitere Charaktere sind der diabolische Lord Henry, Maler Basil, Tante Agathe, die Schauspielerin Sibyl Vane und „Die Weisen“, letztere dargestellt vom Kindersprechchor. Das Bildnis des schönen Dorian wird nach Art des Hauses als Video auf große Bühnenelemente projiziert. Ein gelungener Theaterabend.

Andreas Schröter

Besetzung:

Dorian Gray: Solveig Erdmann, Waltraud Grohmann, Jörg Karweick, Birgit Korte, Günter Ott, Ulrike Späth, Ulla Stadermann-Hellweg, Sigrid Täubert, Leonie Uliczka, Lea Sofie Wesner

Lord Henry: Regine Anacker, Gabriele Brozio, Anne Grundmann, Jürgen Hecker, Udo Höderath, Margret Kloda, Katrin Osbelt, Sylvia Reusse, Bärbel Schreckenberg, Roland Schröter-Liederwald
Basil: Sabine Bathe-Kruse, Heidemarie Brüne, Heide Buhren, Margret Corcilius, Bärbel Göbel, Peter Jacob, Ellamarie Kuke, Edgar Rupp, Anette Schäfer, Gisela Tripp, Andreas Vollmer
Chor/Tante Agathe: Gerlinde Albers, Barbara vor den Bäumen, Angelika Bammann, Dorothea Borghoff, Barbara Born-Wildt, Jo Bullmann, Bärbel Capelle, Barbara Domanski, Lilli Fehr-Rutter, Claudia Flenner-Nordhaus, Elke Grevel, Sabine Hensel, Angelika Jankowski, Rika Kaestner, Tassilo Kastner, Elke Kalwa-Feige, Karin Knoll, Petra Krug, Ulrike Müller, Inge Nieswand, Heidi Ott, Elisabeth Pavel-Wohlert, Elke Recks, Traudel Gundula Richard, Petra Maria Roth, Maria Rühling, Birgit Rumpel, Maria Schriewer, Jörg Schubert, Christoph Schubert, Elisabeth Stamm, Isabel Uliczka, Reinhilde Walkenhorst, Sabine Weiland
Sibyl Vane: Sabine Hensel, Karin Knoll, Heidi Ott, Petra Maria Roth
Die Weisen: Alexei Fihmann, Anastasia Fihmann, Carla Fischer, Rieke Grohmann, Nelly Jung, Shamayim Katz, Amelie Krämer, Ella Kruse, Alice Simon, Amelie Uliczka, Leonhardt Walkenhorst, Michal Zamir

Regie: Thorsten Bihegue, Alexander Kerlin
Bühne und Kostüme: Clara Hedwig, Vanessa Rust
Komposition: Tommy Finke
Video-Art: Tobias Hoeft, Joscha Richard, Mario Simon, Oliver Wessler
Licht: Sibylle Stuck
Ton: Gertfried Lammersdorf
Regieassistenz: Maximilian Steffan
Betreuung des Kindersprechchors: My Dung Walkenhorst
Inspizienz: Ralf Kubik

Industriekultur: ExtraSchicht in der DASA

Timo Wopp - Bissiger BWLer auf der DASA Bühne
Bild: Knut Gminder
Nicht mehr lange und die lange Nacht der Industriekultur steht vor der Tür. Mit der ExtraSchicht feiern 48 Spielorte am Samstag, 25. Juni, ein riesiges Kulturspektakel fürs Ruhrgebiet.

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung ist von 18 bis 2 Uhr mit am Start und einer von acht Standorten in Dortmund.

Humor, Hirn und Harmonien: Das Bühnenprogramm hat für jeden Geschmack etwas in petto. Um 18 Uhr und um 21 Uhr "woppt" Kabarettist Timo Wopp die Stahlhalle. Sein wortreiches Programm "Moral. Eine Laune der Kultur" gibt dem Publikum scharfzüngige und recht schräge Lebenshilfe. Der gelernte Jongleur und Betriebswissenschaftler erobert derzeit Deutschlands Kleinkunstszene und gastiert erstmalig in der DASA.

Harmonischere Töne schlägt Rudi Strothmüller und das Hansa Theater Dortmund mit der Hommage an Udo Jürgens an. Unvergessene Hits des großen Entertainers erklingen in einer neu arrangierten musikalischen Revue. "Udo Merci" sorgt für Erinnerungsmomente und bestimmt für ein gutes Gefühl. Die Zeitreise mit Liedern aus 60 Jahren beginnt um jeweils 20 Uhr und um 22 Uhr.

Wer sich lieber einer nüchternen Analyse menschlicher Gehirnströme widmen möchte, kommt bei Biopsychologe Onur Güntürkün auf seine Kosten. Der Bochumer Hirnforscher widmet sich essenziellen Fragen der Menschheit: Wie denken Männer und Frauen? Oder: Geht Gedankenlesen? Sein kurzweiliger Ausflug in die Welt des Wissens startet um 19 Uhr.

Wem das nicht reicht: "Die Roboter" heißen die Besucher der ExtraSchicht ebenfalls willkommen. Die aktuelle Sonderausstellung öffnet mit ihren heimlichen Stars Felix, Nao oder Furby einen bunten Reigen durch die Kultur- und Technikgeschichte von Mensch und Maschine. Darum geht es in der DASA Arbeitswelt Ausstellung zudem ständig. Auf der Größe von anderthalb Fußballfeldern entfalten sich unterschiedliche Einblicke in die Welt der Arbeit. Kurzführungen und Sonderaktionen lassen Branchen und Job-Bedingungen lebendig werden. So ist zum Beispiel ein Towerlotse zu Gast und eröffnet völlig neue Sichtweisen auf den Himmel.

Alle Attraktionen sind im ExtraSchicht-Ticket erhalten. Es gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr. Tickets gibt es zum Preis von 17 Euro, ermäßigt 14 Euro (58 Euro für das 4er Ticket) beim Service-Center der Ruhr Tourismus GmbH unter 01805.181650 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 €/Min. aus dem Mobilfunk), im Internet sowie an allen Spielorten der ExtraSchicht 2016, allen DB-Fahrkartenautomaten und DB-Reisezentren im VRR. An der Abendkasse ist ausschließlich das Einzelticket zum Preis von 20 Euro erhältlich. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei.

Samstag, 18. Juni 2016

Ausstellung in der Zentralbibliothek „Nelly Sachs zu Ehren“

Jens André Pfeiffer, Leiter
der Handschriftenabteilung
der Stadt- und Landesbibliothek. Foto: Pfeiffer
„Nelly Sachs zu Ehren“ lautet der Titel einer kleinen Ausstellung, die bis Ende September 2017 im zweiten Obergeschoss der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (Max-von-der-Grün-Platz 1-3) zu sehen ist. Aus den Beständen der Handschriftenabteilung wurden Handschriften, Bücher, Zeichnungen und Gedichte von Nelly Sachs zusammengefasst. Sie geben einen Einblick in das literarische Leben und Schaffen der Literaturnobelpreisträgerin von 1966, die seit 1961 Namensgeberin des Literaturpreises der Stadt Dortmund ist.

Anlass für die Ausstellung ist der Erwerb einer Nelly-Sachs-Plastik des Bildhauers Bernhard Kleinhans, 1999 entworfen und in Bronze gegossen. Die 120 cm große und 70 kg schwere Bronze steht seit einigen Monaten im zweiten Obergeschoss der Bibliothek.

Tanz-Performance der pottfiction-Gruppe Dortmund

Szene aus "Hinter dem Dazwischen | Tag 8"
"Hinter dem Dazwischen | Tag 8" heißt eine Tanzperformance der pottfiction-Gruppe Dortmund, die am 24. Juni um 19 Uhr Premiere im Kinder- und Jugendtheater an der Sckellstraße hat.

Was sind Grenzen? Was definieren sie? Grenzen sie ab? Schließen sie ein? Wen denn eigentlich? Uns – oder die anderen? Aus welcher Richtung gucke ich? Und was ist eigentlich im Dazwischen?

Was bedeutet es, an Grenzen zu stoßen, diese zu überschreiten oder auch zu überwinden?

13 junge Menschen zwischen 16 und 24 bewegen sich seit Oktober 2015 in Zwischenräumen und loten ihre persönlichen Grenzen aus.

Was kommt danach? Ist da was? Und wenn ja, was? Hinter der Grenze – im Dazwischen – nach dem Jetzt.

Gibt es ein Hinter dem Dazwischen?

Künstlerische Leitung: Felix Bürkle, Inga Waizenegger

Mit: Lea Bücker, Sören Dirb, Felix Fischer, Franca Fischer, Robin Frank, Lars Gemein, Annalena Lipinski, Sarah Michalski, Christin Otto, Saskia Rademacher, Leonie Raulf, Tabea Stockbrügger,

Patrik Zajac

Uraufführung am Freitag, 24. Juni um 19.00 Uhr im KJT

Weitere Vorstellung am 25. Juni um 19.00 Uhr

Karten: 0231 / 50 27 222

pottfiction

pottfiction ist ein städteübergreifendes Jugendtheaterprojekt in der Kulturmetropole Ruhr, das erstmals im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 stattfand. Das Kunst- und Theaterprojekt erzeugt einen einmaligen kreativen Freiraum, in dem Jugendliche gemeinsam mit Künstlern und Theatermachern Visionen für eine bessere Welt entwerfen und umsetzen.

Freitag, 17. Juni 2016

Neuer Termin fürs Sparkassen A-cappella-Festival

Die vier Künstler von 'Maybepop' stehen
 am Sonntag auf der Bühne im Westfalenpark

Bild: fotografie holger weiss
Der Nachholtermin für das 20. Sparkassen-A-cappella-Festival steht, das Line-Up ebenfalls: Am Freitag, 8. und Sonntag, 10. Juli 2016 wird der Westfalenpark zur Bühne für hochkarätige Vokalmusik.

Nachdem das ursprünglich für den 4./5. Juni geplante Festival wegen extrem schlechter Wettervorhersagen abgesagt werden musste, haben die Organisatoren alles daran gesetzt, schnell einen Alternativtermin zu finden und ihn mit einem hochwertigen Vokal-Programm zu besetzen.

Von fünf ursprünglich engagierten Gruppen haben drei die Verlegung auf das zweite Juliwochenende realisieren können: Basta, Chilli da Mur und Delta Q sind mit dabei. Neu hinzugekommen sind "Fünf vor der Ehe" und Maybebop. Insbesondere letztere Band gehört zu den deutschen Top-A-cappella-Gruppen und wird die WISE GUYS mit viel Witz und Elan kompetent vertreten.

Eine gute Nachricht für alle Fans der Wise Guys: Es ist gelungen, sie ganz kurz vor ihrer geplanten Auflösung im Juli 2017 zu engagieren. Die Wise Guys werden das 21. Sparkassen A-cappella-Festival zu Pfingsten 2017 (Freitag, 2. Juni) eröffnen. Vorband wird 2017 auch - wie in diesem Jahr geplant - die "Hörbänd" sein.

In wenigen Wochen also gibt es im Park ein sommerliches Ferien-Festival der Vokalartisten. Der Zeitplan gibt allen Fußballfans noch Raum für die Vorbereitungen auf das EM-Endspiel am Abend:

Freitag, 08.07.2016

18.00 - 19.30 Uhr: 5 VOR DER EHE

20.00 - 21.30 Uhr: BASTA

Einlass ab 15 Uhr. Ab 15 Uhr gelten ausschließlich die Veranstaltungskarten im gesamten Park.


Sonntag, 10.07.2016

12.00 - 13.00 Uhr CHILLI DA MUR

13.15 - 14.45 Uhr DELTA Q

15.00 - 16.30 Uhr MAYBEBOP

Der Veranstaltungseintritt gilt ganztägig.

Durch das Programm der beiden Festivaltage führt die Moderatorin Ludgera Stadtbäumer.

Für die Unterstützung des Festivals der Vokalartisten dankt der Westfalenpark der Sparkasse Dortmund. Sie ermöglicht es anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens, das Programm allen A cappella-Fans für einen ungewöhnlich günstigen Eintrittspreis anzubieten.

Der Eintritt kostet pro Veranstaltungstag für eine Person ab sechs Jahren 6 Euro, für eine(n) Erwachsene(n) mit bis zu vier minderjährigen Kindern 12 Euro und für zwei Erwachsene mit bis zu vier minderjährigen Kindern 18 Euro.

Der Vorverkauf für die beiden Festivaltage ist gestartet. Die Karten sind erhältlich an allen CTS-Vorverkaufsstellen und an den Parkeingängen Ruhrallee und Florianstraße.

Dortmunder U gewinnt German Brand Award

Dortmunder U gewinnt 'German Brand Award'
 für herausragende Markenführung

Bild: Hannes Woidich
Das Dortmunder U hat den German Brand Award für herausragende Markenführung gewonnen. Erfolgreich war das U in der Wettbewerbsklasse "Industry Excellence in Branding" in der Kategorie "Culture and Non-Governmental Organization".

In der Begründung heißt es:

"Vom Wahrzeichen zur Kulturmarke: Das Dortmunder U hat sich seit seiner Gründung im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 als Kulturmarke neuen Typs in Europa etabliert. Es ist Plattform, Labor und Möglichkeitsraum zugleich. Mit diesem zeitgenössischen Ansatz schafft es das U, acht unterschiedliche Institutionen in einer Brand World zu vereinen. Das Gebäude als identitätsstiftende Klammer bietet dieser einmaligen Vielfalt eine Heimat und ist zentraler Ankerpunkt der Kommunikationsstrategie."

Der German Brand Award ist die Auszeichnung für erfolgreiche Markenführung in Deutschland. Sein Ziel: wegweisende Marken und Markenmacher zu entdecken, zu präsentieren und zu prämieren. Initiator des Wettbewerbs ist der Rat für Formgebung. Neben dem Dortmunder U ausgezeichnet wurden in dieser Kategorie u.a. die Hamburger Kunsthalle, das MuseumsQuartier Wien und das Ruhr Museum in Essen. Der Rat für Formgebung verleiht die Preise heute (Donnerstag) Abend in Berlin.

Entwickelt und umgesetzt wurde das Corporate Design des Dortmunder U vom Dortmunder Designbüro labor b.

Initiator: Rat für Formgebung

Der Rat für Formgebung ist eine unabhängige und international agierende Institution, die Unternehmen darin unterstützt, Designkompetenz effizient zu kommunizieren, und die gleichzeitig darauf abzielt, das Designverständnis der breiten Öffentlichkeit zu stärken. Schwerpunkte liegen in der Marken- und Designbewertung, der strategischen Designberatung sowie der Designforschung und im Wissenstransfer. 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages vom Bundesverband der Deutschen Industrie und einigen führenden Unternehmen als Stiftung gegründet, setzt sich der Rat für Formgebung mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Publikationen für gutes Design ein.

Auslober: German Brand Institut

Das German Brand Institute wurde ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Markenführung als entscheidenden Erfolgsfaktor von Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb zu stärken. Mit dem German Brand Award vergeben das Institut und der Rat für Formgebung eine einzigartige Auszeichnung für herausragende Markenführung.

Initiiert wurde das German Brand Institute durch den Rat für Formgebung und die GMK Markenberatung. Vor über 60 Jahren auf Antrag des Bundestages gegründet, repräsentiert der Rat für Formgebung heute das internationale Design- und Markengeschehen in Deutschland und unterstützt die Wirtschaft in allen Design- und Markenfragen – kompetent und nachhaltig.

German Brand Award

Donnerstag, 16. Juni 2016

Das Programm von FAVORITEN 2016 ist online

Nur noch knapp drei Monate, dann verwandelt das Theaterfestival FAVORITEN 2016 das Dortmunder Unionviertel in ein gigantisches Theaterhaus. Nun ist auf www.favoriten2016.de das Programm online: Zu sehen gibt es über zwanzig Produktionen, darunter fünf Premieren, sowie „blendende“ Specials. Mit dabei sind unter anderem so erfolgreiche Kompanien wie Monster Truck, Renegade, Hofmann&Lindholm, Ben J. Riepe oder Jérôme Bel im Hauptprogramm, aber auch vielversprechende Neuentdeckungen wie beispielsweise die mix-abled Performance-Kompanie dorisdean aus Bochum. Projekte von Geheimagentur, matthaei & konsorten sowie ein neuer Film von René Pollesch setzten ganz im Sinne des Mottos Blendwerke! Akzente. Bei den Produktionen dreht sich alles um große Täuschungen und kleine Fälschungen, um die vielen Formen von Lügen, denen wir in unseren städtischen Gesellschaften ausgesetzt sind – oder uns selbst aussetzen.

Holger Bergmann (Künstlerischer Leiter) und Jörg Albrecht (Dramaturg) zeigen mit ihrer heterogenen Auswahl, wie vielfältig die Szene der Freien Theater in NRW aufgestellt ist. Dies spiegelt sich auch in der programmatischen Bandbreite – vom ganz klassischen Sprechtheater bis hin zu aufgelösten Formen und Performances – wider. „Heute denkt man kein Konzept mehr von oben nach unten“, sagt Albrecht. Vielmehr gehe es darum, in einen Dialog mit der Stadt zu treten. Was macht Dortmund aus? Was kann Theater leisten? Die Antwort von Holger Bergmann ist dynamisch: „Wir wollen eine Turbulenz im Viertel erzeugen, damit sich Leute begegnen, die sich sonst nicht begegnen würden“. Die Umsetzung dieser Idee ist ebenso konsequent wie überraschend: So wird das Festivalzentrum ein nostalgischer Autoscooter sein, der auf dem Parkplatz hinter dem Dortmunder U stehen wird. Selbstbestimmt geht es vorwärts, rückwärts und im Kreis. Bis es einem schwindelig wird.

Ab sofort gibt es auf www.favoriten2016.de alle Infos zum Programm.

ConcordiArt: Fünf Autoren lesen aus "Gemeinsam grundverschieden"

Fünf Autoren stellen am Samstag (2.7.), 16 Uhr, im Kreativen Kaufhaus ConcordiArt, Wambeler Straße 4, am Borsigplatz die Anthologie "Gemeinsam grundverschieden" vor, die im Dortmunder Schreiblust-Verlag erschienen ist:

Männer sind anders – Frauen auch

Wenn Männer zu wissen glauben, was Frauen über sie denken, liegen sie meistens falsch. Hingegen wissen Frauen über Männer oft mehr, als diese über sich selbst.


Gemeinsam grundverschieden , so sind Männer und Frauen. Hören Sie einen bunten Strauß von Geschichten, die berühren, traurig stimmen oder die Sie lachen lassen. Denn eins ist sicher: So verschieden wie Männer und Frauen sind, so verschieden sind auch die Geschichten, die die Autoren

Olga Baumfels
Martina Bracke
Gebhard Manntz
Matthias Hockmann
Bettina Forbrich

vorstellen werden.

In der Pause spielt Thorsten Siltmann Lieder von Reinhard Mey passend zum Thema.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Dortmunder Sprechchor: "Das Bildnis des Dorian Gray" vor der Premiere im Megastore

Szene aus "Das Bildnis des Dorian Gray"
Foto: Hupfeld
"Das Bildnis des Dorian Gray", die neueste Produktion des Dortmunder Sprechchors, hat am Samstag (18.6.), 19.30 Uhr, Premiere im Megastore.

„Schönheit ist ein Skandal“, schreibt der Autor Ulrich Renz in seinem Buch „Schönheit. Eine Wissenschaft für sich“. Die Schönheit Dorian Grays ist ein Skandal – denn sie altert nicht. Sein innigster Wunsch geht in Erfüllung: Das Bildnis, das sein Malerfreund Basil von ihm geschaffen hat, möge an seiner statt alt und runzlig werden.

Mit der gesellschaftlichen Bevorteilung, die ihm seine ewige Jugend verschafft, verfällt jedoch sein moralisches Bewusstsein und führt ihn in ein geheimes Leben, beherrscht von Sünde und Verbrechen. Die Folgen trägt allein sein Bildnis: Es mutiert in eine groteske, blutgetränkte Fratze.

Schönheit ist ein Angriff auf unsere heiligsten gesellschaftlichen Werte: die Gleichberechtigung aller Menschen, die Chancengleichheit im Alltag; ein Angriff auf unseren Verstand und unsere Menschenkenntnis. Schönheit blendet. Sie verführt und erzeugt Neid. Alle unsere mühsam gesammelten Lebenserfahrungen drohen in ihrem Angesicht zu zerplatzen. Zu groß ist der Drang, sie zu besitzen, sie für immer zu behalten und auf Gedeih und Verderb zu verteidigen.

Auf der Bühne des Megastore lassen 70 Akteure zwischen 8 und 76 Jahren die Schauergeschichte des Dorian Gray, die sich Oscar Wilde im Stile einer Gothic Novel vor 125 Jahren ausdachte, wiederaufleben. Der Dortmunder Sprechchor, der zuletzt den Mythos des Kaspar Hauser im Studio des Schauspiel Dortmund massenhaft theatralisierte, wagt sich nun, nach fünf erfolgreichen Jahren als 17. Ensemblemitglied des Schauspielhauses, zum ersten Mal an die Königsdisziplin der Schauspielarbeit – an die Einfühlung in literarische Figuren – und zwar chorisch.

Wenngleich sich die Figuren an die literarische Vorlage halten, wird der Zuschauer mit den Gefallsüchten unserer Gegenwart konfrontiert. Aus Interviews mit dem Sprechchor sind Textbausteine entstanden, die sich mit der Angst vor dem Altern auseinandersetzen. Diese Alltagsbezüge fügen sich ein in ein Ringen um Schuld und Wahrheit, um ein zweites Ich, das auf der Bühne zu glänzen vermag, und das in der Garderobe einsam vor dem Spiegel kauert, in Erwartung des eigenen Verfalls.

Regie: Thorsten Bihegue, Alexander Kerlin / Bühne und Kostüme: Clara Hedwig, Vanessa Rust / Komposition: T.D. Finck von Finckenstein / Video-Art: Joscha Richard, Mario Simon / mit dem Dortmunder Sprechchor und Kindersprechchor.

Premiere am 18. Juni um 19.30 Uhr im Megastore

Weiterer Termin: 26. Juni, 18 Uhr im Megastore sowie in der kommenden Spielzeit

5. Kammerkonzert der Philharmoniker: Streicher⁸

 Die Musiker des 5. Kammerkonzerts
 „Streicher⁸“ (von 
links nach rechts). Gesa Renzenbrink,
 Iris Plettner, Yang Li, Vera Plum

(Violine), Marjan Hesse, Armin Behr (Viola),
 Andrei Simion, Emanuel Matz

(Violoncello), Frank Kistner (Kontrabass).
 
Foto © Paul Galke:
Vielsaitig wird das letzte Kammerkonzert in dieser Spielzeit: Streicher der Dortmunder Philharmoniker spielen zwei Oktette von Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Bruch - am Montag, 20.06.2016, um 20 Uhr im Orchesterzentrum NRW.

Als der 16-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy sein Oktett op. 20 komponierte, konnte er kaum ahnen, dass sich sein Werk noch 200 Jahre später größter Beliebtheit erfreuen würde. Ursprünglich schrieb er es damals nämlich für die sonntäglichen Hausmusiken im Hause Mendelssohn, eine seiner Inspirationsquelle dafür soll Goethes Faust gewesen sein. Doch das Werk erfreute sich rasch sehr großer Beliebtheit und ist bis heute eines seiner populärsten Werke geblieben.

Gerade für den jungen Max Bruch war Felix Mendelssohn eine seiner großen Inspirationsquellen. 1920, wenige Monate für seinem Tod, komponierte auch Bruch ein Oktett für Streicher. Das galt nach seinem Tod lange als verschollen und wurde erst 1996 wiederentdeckt: Zum Vorschein kam ein
letzter großer Schwanengesang in glühenden Farben auf die untergegangene, romantische Epoche.

………………..
Termin: 20.06.2016, 20 Uhr, Orchesterzentrum NRW
Einheitspreis: 20 €
Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27
222 oder auf www.theaterdo.de

Dienstag, 14. Juni 2016

Schauspiel: Neues Stück in Dortmund erhält Preis

Regie führt Ed. Hauswirth, der dem Publikum
 als Regisseur der Stückentwicklung
 'Die Liebe in Zeiten der Glasfaser' bekannt ist

Bild: Hupfeld
Das Stück "Ça ira" von Joël Pommerat, das unter dem Titel "La Révolution" im September am Schauspiel Dortmund Premiere feiert, ist bei der Vergabe des wichtigsten Theaterpreises "Molière" in Frankreich gleich drei Mal ausgezeichnet worden.

Unter anderem hat es den Preis für das beste Stück bekommen. Joël Pommerat führt darin das Publikum zurück zu den Gründungsgedanken des modernen Europa und erzählt die ersten Jahre nach der Französischen Revolution als Geburtskampf einer neuer Epoche. In Dortmund wird "La Révolution" zum ersten Mal in deutscher Sprache zu sehen sein.

Regie führt Ed. Hauswirth, der dem Publikum als Regisseur der Stückentwicklung "Die Liebe in Zeiten der Glasfaser" bekannt ist. Premiere ist am 16. September, der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Karten (19,- Euro / 12,50 Euro ermäßigt) gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus unter 0231/50-27222 und Theater Dortmund

Theater im Depot: #N.A.T.U.R.2.0 hat Premiere

Natürlich essen, natürlich trinken, natürlich leben: das liegt im Trend. Der Mensch will zur Natur zurück, sehnt sich nach der Idylle. Er will mit weniger Materiellem glücklich sein und all den Krempel ausmisten, der sein Leben so unübersichtlich macht. Endlich wieder im Einklang mit sich selbst und der Natur leben, sich aufs Wesentliche konzentrieren, mal wieder im Freien tief durchatmen. Natur als Gegenentwurf zur Zivilisation.

Doch das einfache Leben kann kompliziert sein. Und Gleichgesinnte sind nicht automatisch sympathisch.
Was kann tatsächlich passieren, wenn eine Gruppe sich auf den Weg macht in der Natur und im Einklang mit ihr zu leben? Schließlich ist nicht jeder Naturliebhaber ein zweiter Rüdiger Nehberg.

Reicht es aus, sich im Globetrotter-Laden oder bei Jack Wolfskin Funktionsunterwäsche und Kompasse zu kaufen, um für den Outdoor-Trip gerüstet zu sein? ..... Ist man für den Ernstfall gewappnet, wenn man an der VHS einen Kurs in „Selbstversorgung für jedermann/frau" belegt hat? Wie funktioniert Entschleunigung beim Anblick eines wütenden Keilers? Und wie kriegt man alle unter einen Hut?

„# n.a.t.u.r. 2.0" untersucht spielerisch die Tücken der Natur und die Belastbarkeit zivilisationsgeschädigter Menschen. Eine Gruppe Sinnsuchender trifft auf scheinbar sinnlose Schwierigkeiten. Romantisierung trifft auf Realität, Kulturpessimismus auf Natursehnsucht.

Premiere:
17.06.2016 um 20 Uhr
Weitere Vorstellungen:
SA 18.06.2016 um 20 Uhr
SO 19.06.2016 um 18 Uhr
DO 23.06.2016 um 20 Uhr

Eintritt: 10€/ 5€ er.
Regie: Barbara Müller
Bühnenbild: Mathias Schubert
Mit: Christine Ates, Sonja Berkemann, Patrizia Boine, Bodo Bollmann, Julia Hausberg, Dirk Leistenschneider, Kirsten Michalzik, Anke Pidun, Katharina Stillger
Regieassistenz: Stefanie Auner
Licht: Peter Fotheringham

Montag, 13. Juni 2016

Schauspiel: Neue Improshow der Theaterpartisanen

Das Schauspiel Dortmund lädt zu einer neuen Improshow der Theaterpartisanen am kommenden Mittwoch, 15. Juni, um 19 Uhr im Studio am Hiltropwall ein. Einmal pro Spielzeit veranstaltet der Jugendclub des Schauspiel Dortmund, die "Theaterpartisanen", einen unterhaltsamen Abend mit verschiedenen Improformaten: Der Tod kommt in Sekundenschnelle, Emotionen wechseln rasant, Stimmen sprechen aus der Wand - in der Welt des Improvisationstheaters ist alles möglich. Karten gibt es für 3,- Euro an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222 (Schulklassen bitte vorher anmelden).

"Junkyard Open Air" mit Garagenrock

Baby Woodrose
Der Black Plastic Plattenladen in Dortmund wagt sich mit seiner eigenen Konzertveranstaltungsfirma an das erste größere Projekt: Am 13. August veranstalten die Betreiber das Junkyard Open Air, auf einem ehemaligen Schrottplatz im Dortmunder Norden, der gerade zu einer Clublocation umgebaut wird.

Das Junkyard Open Air 2016 präsentiert eine Mischung aus Fuzzgitarren, dreckigem Garagenrock, Blues und Hardrock in Dortmund. Von den Garagenrock-Psychedelic Veteranen Baby Woodrose aus Dänemark über All them Witches, die jungen Amerikaner mit ihrer authentischen Mischung aus Post-, Stoner- und Bluesrock bis hin zu den Flying Eyes, Stonerrock aus den USA und Travelin' Jack, Hardrock aus Deutschland haben wir ein Line-Up auf die Beine gestellt, welches den 13.08.2016 zu einem zu einem Festivaltag macht, wie er auch in den 70ern hätte stattfinden können.
Festivalgelände ist der ehemalige Schrottplatz in der Schlägelstraße 52, 44145 Dortmund.

Infos: http://junkfest.de/ . Der Ticketlink ist folgender: https://shop.ticketpay.de/VQWNAP81

Sonntag, 12. Juni 2016

Die europäische Stadt: Vortrag und Gespräch im MKK

Hans Stimmann. Bild: privat
Die traditionelle europäische Stadt erlebt ein Comeback: Nachdem die Leitbilder der Stadtentwicklung in den Nachkriegsjahrzehnten häufig wechselten, hat inzwischen eine Ernüchterung über die gebaute Wirklichkeit eingesetzt, konstatiert Honorarprofessor Dr. Hans Stimmann in seinem Vortrag am Donnerstag, 19. Juni, 18 Uhr im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). In der Reihe „Stadtgespräche im Museum“, die sich in diesem Jahr rund um die Grenzen und Identitäten Europas drehen, spricht er über das „Leitbild Europäische Stadt. Lebensweise und ästhetisches, soziales und wirtschaftliches Versprechen“. Priorität haben demnach nun Straßen und Plätze als öffentliche Räume, die durch individuelle Häuser gebildet werden.

Ist dieses neue, an der Tradition orientierte Leitbild realistisch? Oder ist es nur ein weiteres politisches Versprechen einer besseren, überschaubaren und städtischen Umwelt? Stimmann reichert seinen Vortrag u.a. mit Beispielen aus seiner Berliner Erfahrung als Senatsbaudirektor an. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Dr. Hans Stimmann ist Honorarprofessor an der TU Dortmund. Er war Bausenator in Lübeck und langjähriger Senatsbaudirektor sowie Staatssekretär für Planung in Berlin. Dort prägte er den Städtebau der Bundeshauptstadt nach dem Fall der Mauer nach dem Leitbild der europäischen Stadt. Er studierte Architektur sowie Stadt und Regionalplanung in Berlin. Er lehrte u.a. in Berlin und Hamburg-Harburg.

Die Reihe „Stadtgespräche im Museum“ ist eine Kooperation zwischen MKK und TU Dortmund. Referentinnen und Referenten unterschiedlicher Disziplinen beleuchten in diesem Jahr das Oberthema „Europa. Grenzen und Identitäten“. Eine hauseigene FM-Anlage steht kostenlos zur Verfügung. Die nächste Veranstaltung am 30. Juni mit Joost Baarssen von der TU Dortmund wird in englischer Sprache gehalten und dreht sich um Anti-Europäismus in den USA.