Dienstag, 31. Mai 2016

A cappella-Festival wegen Unwettergefahr abgesagt

Aufgrund der Wettervorhersage für das kommende Wochenende mit Unwettergefahr, Starkregen und Gewitter muss der Westfalenpark das für Samstag und Sonntag geplante 20. Sparkassen A cappella-Festival leider absagen.

In Absprache mit den Künstlerinnen, Künstlern und mit der Sparkasse Dortmund fiel die Entscheidung, die Open Air-Veranstaltung zu diesem Termin abzusagen und auf das zweite Juli-Wochenende zu verschieben. Mit Blick auf die Terminkalender der Vokal-Ensembles wird die Veranstaltung voraussichtlich am Freitag, 8., und am Sonntag, 10. Juli, stattfinden.

Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer nicht dabei sein kann, erhält sein Geld zurück.

Zurzeit finden die Gespräche mit allen Gruppen, die für dieses Wochenende geplant waren, statt. Vier der fünf Gruppen - basta, HörBänd, Chilli da Mur und Delta Q – werden, so hofft das Organisationsteam im Park, voraussichtlich den Alternativtermin im Juli 2016 realisieren können.

Die "Wise Guys" werden in diesem Jahr leider nicht mehr nach Dortmund kommen können. Dafür werden sie aber aller Wahrscheinlichkeit nach beim 21. Sparkassen A capella-Festival am Pfingstwochenende 2017 im Westfalenpark - ganz kurz bevor die Band sich auflöst – mit von der Partie sein.

Eine fünfte Gruppe wird gesucht.

Genaueres zum Programm wird im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben.

Kunstverein zeigt Installationen und Perfomances von Sam Keogh

Im Dortmunder Kunstverein, Park der Partnerstädte 2 - am Dortmunder U -, eröffnet Freitag (3.6.), 19 Uhr, die Ausstellung EUROCOPTER EC135 mit Werken von Sam Keogh.

„Nachdem Versace von Andrew Cunanan am Morgen des 15. Juli 1997 auf der korallensteinernen Eingangstreppe seiner Villa erschossen wurde, eilte angeblich einer seiner Fans herbei, riss eine Versacewerbeanzeige aus dem Vogue Magazin und wischte zum Andenken sein Blut auf. Der Entschluss, das frische Blut mit dem wasserabweisenden Hochglanzmagazin aufzuwischen, musste schnell fallen; Nachdem der Körper weggebracht, aber noch bevor das Blut in der Sommersonne Floridas getrocknet und in die poröse Oberfläche der korallensteinernen Treppe eingedrungen war.“

Sam Keogh (*1985, Irland) nutzt für seine immersiven, visuell vielfältigen Installationen ein breites Spektrum an Materialien und Medien. In seinen neueren Arbeiten stehen die Installationen im Dienst von Performances, wodurch sich Skulpturen in Requisiten verwandeln, Collagen zu Erinnerungsstützen werden oder Oberflächen wie improvisierte bebilderte Drehbücher erscheinen. FürEurocopter EC135 hat Keogh eine Installation aus Zeichnungen, Skulpturen und Performance entwickelt, die den Mord an Versace, Polizeihubschrauber und die mit rotem Marmor ausgestattete Hotellobby des Dortmunder Unique Hotels miteinander verknotet.
Am Eröffnungsabend zeigt Sam Keogh um 20 Uhr die zur Ausstellung konzipierte Performance.

Keogh lebt und arbeitet in Amsterdam, wo er seit 2016 Resident der Rijksakademie ist. Eurocopter EC135 ist Keoghs erste institutionelle Ausstellung in Deutschland.

LAUFZEIT: 4. JUNI BIS 14. AUGUST 2016
ERÖFFNUNG: 3. JUNI 2016, 19:00 UHR
PERFORMANCE VON SAM KEOGH: 20:00 UHR

Montag, 30. Mai 2016

Fest der Chöre: Dortmunds City wird zur Singlandschaft

Die Akteure freuen sich auf ein stimmgewaltiges Fest
Bild: KLANGVOKAL
Zum achten Mal findet am Samstag, 4. Juni, in der Dortmunder Innenstadt das große Fest der Chöre mit mehr als 140 Chören und Ensembles statt.

Auf Open-Air-Bühnen, an Singhaltestellen, in Kirchen, in der U-Bahn und in Geschäften zwischen der St. Reinoldikirche und der St. Petrikirche präsentiert die Chorszene ein breites Spektrum vokaler Ausdrucksformen: Vom klassischem Volkslied und Chorsatz bis zum Schlager, Shanty, Jazz- und Popsong ist alles dabei.

Mitsingaktionen

Den "offiziellen" Auftakt bildet wieder um 12:00 Uhr das gemeinsame Singen auf dem Alten Markt, das traditionell durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnet wird. Dann sind alle Besucherinnen und Besucher wieder herzlich eingeladen, gemeinsam mit den Florian Singers, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern, mit Band-Begleitung bekannte und beliebte Lieder anzustimmen. Um 12:30 Uhr beginnt dann das weitere Programm auf allen Bühnen. Zuschauer können durch die Stadt flanieren, den Gesangsdarbietungen zuhören, aber auch selbst aktiv werden: Für geplante oder spontane Kurzkonzerte stehen allen Besuchern wieder die DSW21 Singhaltestellen offen. Ob in der Petergasse oder am Mönchenwordt – überall freuen sich die Zuschauer über die Spontaneität und Sangesfreude ihrer Mitbürger.

Aktionen für Kinder und mit Kindern

Auch für die Unterhaltung der Kleinen ist beim diesjährigen FEST DER CHÖRE mit vielen spannenden Aktionen wieder bestens gesorgt. Auf der Kinderbühne feiern Kindergärten bereits ab 10.00 Uhr den Auftakt mit einem gemeinsamen Singen. Kinder können sich dort zudem schminken lassen oder mit dem FEST DER CHÖRE-Kinderpass, der am Infostand am Alten Markt sowie an der Kinderbühne erhältlich ist, von den Sponsoren gestiftete Preise gewinnen.

Dortmund und seine Gäste beim Abendkonzert

Den Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildet das Abendkonzert um 20.00 Uhr auf dem Alten Markt. Eingeladen sind hierzu die Young Voices aus Dortmund, "Zingen & Zo" aus den Niederlanden und der Unichor der TU Dortmund, der begleitet wird von der Band "Rock’n’Ruhr".

Unterstützt wird das FEST DER CHÖRE von rund 80 ehrenamtlichen Helfern und zahlreichen Sponsoren, bei denen wir uns sehr herzlich für ihre tolle Mithilfe bedanken. Das FEST DER CHÖRE freut sich darüber hinaus sehr, die Aktion "Gutmensch" der AWO Dortmund mit einem eigenen Stand an der St. Reinoldikirche willkommen heißen zu dürfen und auch das Straßenmagazin bodo e. V. wird wieder mit einem Bücherstand an der Kinderbühne am Rathaus vertreten sein.
Rund um das FEST DER CHÖRE

Die Dortmunder Polizei versichert, dass ein umfangreiches Polizeiaufgebot den friedlichen und sicheren Verlauf des FEST DER CHÖRE gewährleisten wird. So wird es im Innenstadtbereich Dortmunds innerhalb des Walls keine Kundgebungen geben. Für einen reibungslosen Verlauf ist das KLANGVOKAL-Team im ständigen Austausch mit der Stadt und dem Polizeipräsidenten.

Die Stadt Dortmund hat jedoch in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Polizei immer sichergestellt, dass die Sicherheit aller Bürger bei solchen Kundgebungen gewährleistet werden konnte. Eine Einschränkung in der Bewegungsfreiheit ist daher für keinen Besucher der Stadt zu befürchten. Außerdem werden Beamte der Polizei die Veranstaltung zu jeder Zeit sichern.

Das Klangvokal-Team unter seinem Direktor Torsten Mosgraber ruft alle Dortmunderinnen und Dortmunder dazu auf, beim Fest der Chöre am 4. Juni mit Gesang ein Zeichen für Vielfalt zu setzen.

Weitere Informationen und einen genauen Zeitplan erhalten sie unter

World Press Photo 2016 eröffnet Samstag im Depot

Foto: ® Rohan Kelly, Australia, 2015, Daily Telegraph, 
Storm Front on Bondi Beach
Vom 4.-26. Juni zeigt der Kulturort Depot in Kooperation mit DEW21 die World Press Photo Ausstellung. Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografien aus. In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos rund um den Globus gezeigt und ziehen mehrere Millionen Besucher an. Die World Press Photo umfasst über 150 Fotos – es gibt spektakuläre Aufnahmen aus dem Sport, stille, poetische Naturbilder und Fotoreportagen, die ganz intime Einblicke in persönliche Geschichten gewähren. Da alle wichtigen nachrichtenbezogenen Ereignisse des Vorjahres abgebildet sind, bietet die Ausstellung außerdem einen Rückblick auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres.

Das Hauptziel der World Press Photo Foundation ist die internationale Unterstützung und Förderung professioneller Pressefotografen. Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 41 Fotografen aus 21 Nationen ausgezeichnet.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm für Schulklassen, u.a. ein Kombibesuch der Ausstellung und der Filmdokumentation "Finding Vivian Maier". Nähere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0231-900 806 oder unter depot@depotdortmund.de.

Sondertermine:

SA 11.06. und SA 18.06. um 15.00 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung.
Eintritt 6 € / 4 € erm.; zzgl. 3 € für die Führung

MO 06.06. um 19.00 Uhr:
Vortrag von Christoph Bangert. Der Fotojournalist und Fotograf berichtet über seine Arbeit in Krisen- und Kriegsregionen, über Selbstzensur und warum er all die bislang unveröffentlichten Fotos aus zehn Jahren in seinem Buch „War Porn“ publiziert hat. Christoph Bangert arbeitete u.a. in Palästina, Japan, Darfur, Afghanistan, Indonesien, Pakistan, Nigeria. Für die New York Times dokumentierte er den Krieg im Irak. Er ist Preisträger des World Press Photo Wettbewerbs.

Nutze ich die Menschen in meinen Bildern aus? Ist es moralisch vertretbar, als Fotograf in Krisengebieten zu arbeiten? Warum sind wir alle von Bildern des Elends anderer angezogen? Produziere ich Kriegs-Pornographie?

Diese Fragen stellte sich der deutsche Fotograf Christoph Bangert immer wieder. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er in Krisenregionen und versucht die Geschehnisse wahrheitsgetreu abzubilden. Seine Bilder zeigen Folter, Leid und Tod. Dinge, die wir beim Frühstück in der Zeitung nicht sehen möchten. Und doch hat sich Bangert 2014 dazu entschieden genau diese nicht veröffentlichten Fotos aus den Krisenregionen Afghanistan, Irak, Indonesien, Libanon und Gaza zu publizieren.
Eintritt frei

DO 09.06. bis MI 22.06. im sweetSixteen-Kino zu versch. Uhrzeiten (Infos siehe hier: SweetSixteen Kino)
Dokumentation „FINDING VIVIAN MAIER". Das faszinierende Porträt über die geheimnisvolle Fotografin Vivian Maier, die sich als Kindermädchen ihr Geld verdiente und in ihrer Freizeit das Alltagsleben in New York und Chicago in den 50er und 60er Jahren fotografierte. Erst 2007, Jahrzehnte nach ihrem Tod, wurde bei einer Zwangsversteigerung eine Kiste mit rund 100.000 ihrer brillianten schwarz-weißen-Fotoabzüge durch Zufall gefunden – und zeigt: eine der besten Fotografinnen der USA wäre beinahe nie entdeckt worden.
(Doku, USA 2014, 84 Min, FSK: ab 0 Jahren, Regie: John Maloof)
Eintritt 7 € / 6 € erm.

Termin: SA 04.06. bis SO 26.06.2016
Öffnungszeiten Ausstellung:
MO – MI: 11.00 – 19.00 Uhr
DO: 11.00 - 20.00 Uhr
FR – SA: 11.00 – 22.00 Uhr
SO: 11.00 – 19.00 Uhr

Eintritt:
6 € / 4 € erm.

Die World Press Photo Foundation empfiehlt den Besuch der Ausstellung ab 14 Jahren.
Führungen für Gruppen können extra gebucht werden.

Sonntag, 29. Mai 2016

Emscherkunst 2016 eröffnet an der Hörder Burg

 „Cloud Machine“ von Reiner Maria Matysik,
 Kunstareal Phoenix See. Foto: Roman Mensing
Mit einem großen Open-Air-Fest für alle Bürger eröffnet die Ausstellung Emscherkunst 2016 am 4. Juni 2016 an der Hörder Burg in Dortmund. Direkt am Kunstareal Phoenix See beginnt um 14 Uhr der Auftakt zum Kunstsommer an der Emscher. NRWs Kulturministerin Christina Kampmann wird um 16 Uhr die Emscherkunst 2016 offiziell eröffnen. Auf dem familienfreundlichen Programm stehen Führungen zu den Kunstwerken am Phoenix See, ein Bühnenprogramm am Hörder Burgplatz, Musik und gastronomische Angebote. Der Eintritt ist frei, das Fest dauert bis 19 Uhr.

Das diesjährige Motto der Kunsttriennale Emscherkunst lautet „Entdecke die Kunst – erlebe die Veränderung“. Zum dritten Mal nach 2010 und 2013 zeigt die Emscherkunst 2016 Kunst in Stadt und Natur entlang der Emscher. Die rund 50 Kilometer lange Kunstroute durch fünf Städte (Holzwickede, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne) und sieben Ausstellungsräume ist am besten mit dem Fahrrad zu erleben.

Das große Eröffnungsfest beginnt am 4. Juni 2016 um 14 Uhr rund um den Hörder Burgplatz am Phoenix See in Dortmund. Gleich mehrere Kunstwerke entlang des Sees laden zum Entdecken ein.

Diese Kunstwerke sind am Phoenix See

Mit fünf festen und einer durch den gesamten Ausstellungsbereich wandernden Arbeit ist dieses Kunstareal einer der Schwerpunkte der Ausstellung. In unmittelbarer Seenähe befinden sich die bewohnbare „cloud machine“ von Reiner Maria Matysik (am östlichen Ende des Sees), die „Urban Space Station“ von Natalie Jeremijenko (am Swan-Gebäude, Phoenixseestraße 8-10), zwei Skulpturen der dreiteiligen Serie „Spirits of the Emscher Valley“ von Lucy und Jorge Orta (direkt am südlichen Seeufer in Nähe der Kulturinsel), der venezianische Kiosk „Chiosco“ von Benjamin Bergmann auf der Kulturinsel und die filmische Installation „Die Insel“ von Erik van Lieshout in einem Ladenlokal (Rudolf-Platte-Weg 14). Vom 4. Juni bis 19. Juni wird darüber hinaus „ARCA“, die mobile Expeditionsstation in Form eines Schiffes der Künstlerinnen Stracke und Seibt Halt am See machen (Nähe Einfahrt zum Jachthafen an der Hans-Tombrock-Straße).

Programm-Highlights des Eröffnungsfestes

Ab 14 Uhr starten die Führungen zu diesen Kunstwerken rund um den See durch Gästeführer, zeitgleich stehen die an der TU Dortmund ausgebildeten Kunstscouts an den Kunstwerken. Darüber hinaus wird es eine Kunstrallye für Kinder geben. Ab 16 Uhr startet auf dem Hörder Burgplatz das offizielle Programm auf der Bühne mit der Eröffnung durch die nordrhein-westfälische Kulturministerin Christina Kampmann, gefolgt von Talks der Veranstalter und der Künstler: So werden der Schwede Henrik Håkansson, der Däne Rasmus Nielsen von Superflex und die Französin Véronique Faucheur von atelier le balto mit dem Kuratorenteam plaudern. Musikalisch unterhalten die Bands „Culture Pool“ und „No Escape“. Auf dem frei zugänglichen Areal des Hörder Burgplatzes sind außerdem gastronomische Angebote zu familienfreundlichen Preisen geplant.

Die Eröffnungsfeier findet unter freiem Himmel statt, daher bitte an entsprechende Kleidung denken. Anreiseempfehlung: Am besten mit dem Fahrrad. Einige Parkhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe der Hörder Burg.

Hintergrund:

Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 BesucherInnen das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 BesucherInnen zu den temporären Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans op de Beeck.

Als Veranstalter kooperieren abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert wie auch schon 2010 und 2013 die Ausstellung im öffentlichen Raum entlang der Emscher.

Seniorentanztheater: Neue Produktion feiert Premiere

Unter professioneller tanzpädagogischer
 und choreographischer Leitung erarbeitet
ein 28-köpfiges Ensemble von Frauen und
 Männer im Alter von 55 bis 80 Jahren
 jedes Jahr eine Choreographie 

Bild: Mark Hoskins
Das Seniorentanztheater des Balletts Dortmund hat mit seiner neuen Produktion *L*ECHTS & *R* INKS KANN MAN(N) NICHT VE*L*WECHSE*R*N am Samstag, 11. Juni 2016, um 20 Uhr im Ballettzentrum Dortmund Premiere.

"Lechts und rinks kann man nicht velwechsern, werch ein illtum", dichtete das österreichische Sprachgenie Ernst Jandl. Das poetische Augenzwinkern wird für das Seniorentanztheater in dieser Spielzeit zum Programm. Vom scheinbar Feststehenden erzählt das neue Stück des Seniorentanztheaters Dortmund, von Lebensrollen und Rollenleben, wobei die Mitwirkenden ihre sehr persönlichen Lebenserfahrungen einbringen. Vom Leben als Zufall und dem Zufall, der zum Leben wird. Als Choreograph konnte in diesem Jahr Mark Hoskins gewonnen werden.

*L*ECHTS & *R* INKS KANN MAN(N) NICHT VE*L*WECHSE*R*N handelt von dem "ewigen Konflikt" zwischen Männern und Frauen, die stets in entgegengesetzte Richtungen gezogen werden und doch immer wieder versuchen, irgendwie zusammenzukommen. Dabei entstehen Situationen, die unabhängig vom Alter immer wieder im Leben auftreten: Das erste Rendezvous, sich verlieben aber auch wieder trennen. Genauer interessiert Hoskins aber auch, wie sich alte Menschen ihren Gefühlen stellen. Dürfen alte Menschen sich verlieben, Sex haben und sich dabei möglicherweise auch blamieren?

Mit der Gründung dieses Seniorentanztheaters des Ballett Dortmund 2009 hat Ballettdirektor Xin Peng Wang zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund ein Zeichen gesetzt: Die Ruhrmetropole soll Tanzstadt werden. Das Seniorentanztheater unter der Leitung von Barbara Huber hat seither immer wieder Spielräume für individuelle Kunstprojekte eröffnet und Kunstinteressierten ermöglicht, ihr eigenes Ausdrucksvermögen in künstlerische Prozesse einzubringen. Unter professioneller tanzpädagogischer und choreographischer Leitung erarbeitet seitdem ein 28-köpfiges Ensemble von Frauen und Männer im Alter von 55 bis 80 Jahren jedes Jahr eine Choreographie. Die Zuschauer erwarten Inszenierungen, in denen der aufregende, überraschende und einzigartige Ausdruck des gereiften Körpers sichtbar wird - natürlich, unprätentiös und jenseits jedes jugendlichen Strebens nach physischer Perfektion.
Weitere Vorstellungstermine:

Sonntag, 12. Juni, um 18 Uhr
Freitag, 17. Juni, um 20 Uhr
Sonntag, 19. Juni, um 18 Uhr

Karten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231 50 27 222, oder im Internet auf

Samstag, 28. Mai 2016

Dortmunder Philharmoniker: 3. Konzert für junge Leute mit UWAGA!

UWAGA!  Foto: Ebbert & Ebbert
Musik kann alle Grenzen überwinden: Am 6.6.2016 schicken sich die Dortmunder Philharmoniker und das Quartett UWAGA! im 3. Konzert für junge Leute an, alle musikalischen Genres und Gattungen zu überwinden.

Allgemein trennt man noch heute zwischen der ernsthaften und der unterhaltenden Musik. Dass diese strikte Grenzziehung nicht sinnvoll ist, wussten die großen Komponisten schon lange. Mozart zitierte in seinen Werken gerne die damals beliebte Mode der türkischen Musik, Gustav Mahler verwendete in seinen groß angelegten Sinfonien häufig Volkslieder als eine zusätzliche, starke charakteristische Eigen-Note und im 20. Jahrhundert erproben sich zahlreiche Komponisten als Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik.

In dieser Tradition des musikalischen Crossover steht das 3. Konzert für junge Leute der Dortmunder Philharmoniker mit dem Titel „Copy und Paste“: Crossover Deluxe! Elgar trifft auf Elektro-Pop und Swing, das Sibelius-Violinkonzert vermischt sich mit einer serbischen Highspeed-Polka und am Ende erklingen sogar Edvard Grieg und Rage Against The Machine zusammen. Mit UWAGA! haben sich die Dortmunder Philharmoniker zudem echte Experten für musikalische Grenzgänge eingeladen.

Mit Liebe zum Detail und großem Respekt vor den historischen Originalen entsteht eine Musik jenseits aller Grenzen und Konventionen: Latin-Groove, Klassik, Jazz und Cowboy-Polka. Dirigiert von Philipp Armbruster und 
moderiert von Jörg Lengersdorf ist alles bereit für „Copy und Paste“.

………………..

Termine: 06.06.2016, 19 Uhr, Konzerthaus Dortmund.

Karten kosten 9 Euro, erhältlich an der Theaterkasse im Opernhaus, unter
Tel: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

Weitere Infos: www.doklassik.de

Tag der offenen Tür im Brauerei-Museum

Ausstellungsmacher und Museumsleiter
 Dr. Heinrich Tappe (li) mit Klaus-Joachim Schlegel,
 Präsident der Stiftergesellschaft zur Förderung
 des Brauerei-Museums Dortmund e.V. (2. v.re.)
und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Museums.

Bild: Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki
Seit 500 Jahren gibt es das Reinheitsgebot, seit 10 Jahren das Brauerei-Museum. Das Doppeljubiläum wird gefeiert: Am 29. Mai öffnet bei einem "Tag der offenen Tür" die Sonderausstellung "Das Reinheitsgebot: Eine bayerisch-deutsche Geschichte".

Die Ausstellung erzählt bis zum 30. Dezember die weithin unbekannte und mitunter kuriose Geschichte der altehrwürdigen Brauvorschrift. 1516 erließen die bayerischen Herzöge Wilhelm und Ludwig eine neue Landesordnung. Darin findet sich eine sehr viel später berühmt gewordene Vorschrift: Zum Bierbrauen, heißt es dort, solle nichts als Gerste, Hopfen und Wasser genommen werden. Genau 390 Jahre später wird das bayerische Braugebot auf ganz Deutschland ausgedehnt. Erst seit den 1950er Jahren entwickelt sich das so genannte Reinheitsgebot zu einem Markenzeichen zunächst der bayerischen, dann der nationalen Braukunst. Aktuell streitet sich die Brauszene heftig über Sinn und Unsinn der altehrwürdigen Vorschrift.

Die Ausstellung präsentiert auch die Vielfalt der Rohstoffe und Bierwürzen. Es geht um Hafer, Weizen und Gerste ebenso wie um das berüchtigte Bilsenkraut, um die Grut oder Tollkirsche und Wacholder. Der "bayerische Süßbierkrieg" rückt wieder ins Licht, ebenso der Kampf der deutschen Brauwirtschaft gegen EWG, EG und EU. Kurz, das Reinheitsgebot selbst ist das Thema, und es birgt einige Überraschungen.

Tag der offenen Tür im Brauerei-Museum

Der Eröffnungstag der Sonderschau ist zugleich Tag der offenen Tür: Von 11 Uhr bis 17 Uhr kann das Museum bei freiem Eintritt besucht werden. Das Programm:


12 Uhr: Brauereichor (Innenhof der Brauerei)
12:30 Uhr: Die legendären Pilspicker (Innenhof der Brauerei)
Führungen durch die neue Sonder- und die Dauerausstellung
Bierverkostung im historischen Sudhaus
Flaschenabfüllung und Etikettierung an historischen Geräten
Frisches Dortmunder von der Quelle, Deftiges vom Grill

Die Ausstellung ist bis 30. Dezember zu den Öffnungszeiten zu sehen: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Samstag von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 1,25 Euro, unter 18 Jahren frei.

Freitag, 27. Mai 2016

KJT: "Say it loud" vor der Uraufführung

Szene aus "Say it loud". Foto: Hupfeld
"Say it loud" heißt die neueste Produktion des Kinder- und Jugendtheaters an der Sckellstraße. Am Freitag (3.6.), 19 Uhr ist Uraufführung.

Das Thema Flucht ist omnipräsent. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit neuen Bildern, Daten, Fakten konfrontiert werden. Und trotzdem haben wir keine wirkliche Vorstellung davon, was es bedeutet, die eigene Heimat, Familie und Freunde zu verlassen. Sich auf einen gefährlichen Fluchtweg zu machen, ohne garantiertes Ankommen. Ohne sichere Zukunft, erstmal Leben!

Das KJT arbeitet seit August 2015 mit 17 jungen Menschen aus 5 Ländern - alle im letzten Jahr in Dortmund gestrandet. Dabei sind ihre teilweise traumatischen Erfahrungen, aber auch ihre Erinnerungen an zu Hause und ihre Erlebnisse im neuen Land, Gegenstand der gemeinsamen Theaterarbeit. Es ist eine Reise, die mit ihrer Flucht beginnt und in einer Heimat endet. In der alten Heimat oder in einer neuen.
  
Regie & Leitung: Andreas Wrosch / Ausstattung: Sandra Linde / Theaterpädagogik: Inga Waizenegger / Stimm- und Sprechtraining/ Musikalische Leitung: Marc Ossau / Sprachcoaching: Dr. Ulrike Eichenauer

Termine: 
Fr, 3. Juni 19 Uhr Uraufführung / Sa, 4. Juni 19 Uhr / So, 5. Juni 18 Uhr / Sa, 2. Juli 19 Uhr / So, 3. Juli 19 Uhr

Sommerkonzert der Kreiskantorei Dortmund in Brackel

Die Kreiskantorei Dortmund

Am Sonntag, 5. Juni 2016, um 17 Uhr findet in der Ev. Kirche Dortmund-Brackel, Brackeler Hellweg, ein Sommerkonzert der Kreiskantorei Dortmund statt.

In der romanischen Dorfkirche am Hellweg bringt die Kreiskantorei Dortmund Werke aus unterschiedlichen Stilepochen zum Klingen.

Das Programm beginnt mit Werken des Barockmeisters Heinrich Schütz. Seine klangprächtige sechsstimmige Motette „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ wird ein besonderer Höhepunkt des Konzertes sein.

Zwei Sätze aus dem Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach bilden einen spätbarocken Akzent.


Im dritten Teil werden drei Sätze aus dem Oratorium „The Peacemakers“ (Die Friedensstifter) des walisischen Komponisten Karl Jenkins zu hören sein. Den Höhepunkt wird dabei die hymnische Komposition „Let there be justice for all“ nach einem Text des südafrikanischen Freiheitskämpfers und Präsidenten Nelson Mandela darstellen.

Neben der Kreiskantorei Dortmund unter der Leitung von Wolfgang Meier-Barth wirken Manfred Schwendner, Orgel, Jonas Hatzel als Posaunist sowie die Bratschisten Marian Oana und Dan Tarna mit.

Der Eintritt beträgt € 7/Schüler und Studierende € 3. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Im Schreiblust-Verlag steht das SL-Jahrbuch 2015 kurz vor dem Erscheinen

Im Dortmunder Schreiblust-Verlag erscheint in wenigen Tagen das SL-Jahrbuch 2015.

Seit Februar 2001 gibt es das Mitmachprojekt auf www.schreib-lust.de. Dabei schreiben alle, die sich von den monatlichen Themenvorgabe inspirieren lassen möchten, eine Geschichte. Schon einige tausend sind auf diese Weise entstanden – erstaunliche, fantasievolle, emotionale, lustige, spannende und schlicht lesenswerte.

Am Monatsende steht bis heute ein kleiner Wettbewerb, in dem die jeweils drei besten Geschichten gekürt werden. Und weil die es *immer* verdient haben, einem größeren Lesepublikum vorgestellt zu werden, wurden sie zwischen 2005 und 2012 in der Literaturzeitschrift „Schreib-Lust Print“ veröffentlicht.

Die Zeitschrift ist seit Ende 2012 selbst Geschichte, doch der Wunsch, die drei Siegerbeiträge jedes Monats weiterhin zu veröffentlichen, blieb, sowohl bei den Schreibenden als auch im Verlag. Und so wurde die Idee eines Jahrbuches mit den 36 besten Storys aus zwölf Monaten geboren. Ausgabe 3 erscheint nun.

Marika Bergmann hat die Gestaltung übernommen, Sarina Stützer und Fran Henz das Korrektorat.


Näheres zum Jahrbuch hier: http://schreib-lust.de/verlag/sl_jahrbuch_2015.php

„Nach Europa“: Roman von Nelly-Sachs-Preisträgerin Marie NDiaye auf der Bühne im Depot

Szene aus "Nach Europa". Foto: Norbert Kriener
Die französische Schriftstellerin Marie NDiaye ist die aktuelle Nelly-Sachs-Preisträgerin: Ende 2015 erhielt sie den Literaturpreis der Stadt Dortmund. Nun gibt es Gelegenheit, einen ihrer Romane auf der Theaterbühne zu sehen. Das freie Theater „Gegendruck“ aus Recklinghausen spielt „Nach Europa“, eine Bühnenbearbeitung des dritten Teils ihres aktuellen Romans „Drei starke Frauen“. Das Gastspiel läuft am Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr im Theater im Depot, Immermannstr. 29. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 13 Euro, ermäßigt 8 Euro und an der Abendkasse 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

„Nach Europa“ erzählt packend und unsentimental von der Flucht einer jungen afrikanischen Frau: Die kinderlose Witwe Khady Demba wird von ihrer Schwiegermutter als überflüssige Esserin vor die Tür gesetzt und einem Schlepper überantwortet. Auf ihrer Odyssee nach Europa wird sie ausgeraubt und zur Prostitution gezwungen. Sie gelangt schließlich an den Grenzzaun der spanischen Enklave Melilla in Marokko, der Europa gegen afrikanische Einwanderer Afrika abschottet.

Friederike Heller hat aus dem berührenden Roman ein spannendes Theaterstück gemacht, das 2013 am Schauspielhaus Hamburg erstmals aufgeführt wurde. Das Theater Gegendruck um Regisseur Johannes Thorbecke zeigt als erste Bühne im Ruhrgebiet mit drei jungen Schauspielerinnen seine Inszenierung der brisanten Geschichte.

Mittwoch, 25. Mai 2016

9. Internationale Woche in der Nordstadt

v.l.: Nadine Suchy, Dortmund-Agentur,
 Mirko Korkus, Geschäftsführer des Integrationsrates,
 Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates,
 Oberbürgermeister Ullrich Sierau,
 Oliver Hesse, MIA-DO-KI,
 Klaus Steenweg, Sparkasse Dortmund
 und Hans-Werner Rixe, Dortmund-Agentur,
 stellten das Programm der Internationalen Woche vor.

Bild: Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann
Vom 28. Mai bis 5. Juni feiert die Internationale Woche, die in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet, die Vielfalt. Den Auftakt macht das traditionelle Münsterstraßenfest am 28. Mai.

Vielfalt (er)leben, miteinander reden und lachen, gemeinsam essen, tanzen und Musik genießen - dafür steht die Internationale Woche 2016 in der Dortmunder Nordstadt, die in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Vom 28. Mai bis 5. Juni zeigen viele Veranstaltungen die lebendige und kreative Vielfältigkeit Dortmunds und laden zum gegenseitigen Kennenlernen ein.

Traditionelles Münsterstraßenfest am 28. Mai

Den Auftakt bildet wieder das traditionelle Münsterstraßenfest am 28. Mai in der Zeit von 12 bis 19 Uhr. Das Münsterstraßenfest ist fester Bestandteil der Internationalen Woche. Hierzu werden mehrere tausend Besucherinnen und Besucher erwartet.

Bei dem bunten Fest wird es unter anderem rund 60 Essens- und Informationsstände geben, von Vereinen, Organisationen und Gruppen aus vielen verschiedenen Nationen wie z.B. Deutschland, Türkei, Korea, Kamerun, Portugal, Marokko, Tunesien, China. Die Hauptbühne auf dem Josephsplatz wird von Dortmunder Vereinen und Organisationen mit Bühnenauftritten bespielt.

35 Veranstaltungen in der Nordstadt

Rund 35 Veranstaltungen in der Dortmunder Nordstadt gibt es während der gesamten Internationalen Woche, zum Beispiel Kinder- und Jugendfeste, Hoeschparkfest, Theater-, Film- und Musikaufführungen, World-Press-Photo-Austellung, "Ein Ball eine Welt", etc.. Zudem findet die Einbürgerungsfeier der Stadt Dortmund in diesem Jahr im Rahmen der Internationalen Woche am Montag, 30. Mai, in der Bürgerhalle des Rathauses statt.

Die Internationale Woche ist ein gemeinsames Projekt des Integrationsrates, MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI), der Dortmund-Agentur und vielen lokalen Partnern. Die Veranstaltung wird durch die Sparkasse Dortmund gefördert und von vielen Partnern unterstützt.

Dortmunder Philharmoniker spielen bei Beethoven ganz groß auf

Axel Kober.  Foto: Susanne Diesner
Arnold Schönberg und seinen Schüler Anton Webern verbinden die meisten Musikkenner wohl mit atonaler- und Zwölftonmusik. Dass die beiden aber ihre Wurzeln in der (Spät-)Romantik haben, bewiesen die Dortmunder Philharmoniker bei ihrem 9. Philharmonischen Konzert im Konzerthaus. Von Webern spielten sie sein Frühwerk „Im Sommerwind“ von 1904, das einen Komponisten zeigt, der noch in der Entwicklung steckt. Der Dirigent des Abends, Axel Kober, findet aber gerade dieses Experimentieren mit den musikalischen Formen spannend, wie er im Vorgespräch „Wir stimmen ein“ mit Orchestermanager Michael Dühn erklärte. Gleichwohl lässt sich auch an diesem Werk ein (späteres) Charakteristikum Weberns, die Knappheit und Ökonomie der Mittel, erkennen.

Überhaupt Axel Kober, der heute GMD in Düsseldorf ist: Früher arbeitete er am Theater Dortmund: von 1998 bis 2003 war das - zuletzt als 1. Kapellmeister. Er erinnert sich an einen Himmelfahrtsabend, an dem ihn der damalige Generalintendant John Dew mit der Bitte anrief, doch bitte sofort in die Oper zu kommen, um den dritten Satz von „Tristan und Isolde“ zu dirigieren, weil der dafür eigentlich vorgesehene Dirigent einen Schwächeanfall erlitten hatte. Kober raste in die Oper … So etwas schweißt zusammen, und so beschrieb Kober seine Rückkehr nach Dortmund und die Zusammenarbeit mit dem Orchester als sehr emotional.

Nach Webern folgte Musik von Schönberg, die in eine ähnliche (spätromantische) Richtung geht: „Verklärte Nacht“, ein Werk, das 1902 uraufgeführt wurde und sich an ein Gedicht von Richard Dehmel anlehnt. Darin gesteht eine Frau ihrem Geliebten, dass sie schwanger von einem anderen Mann ist. Der Geliebte reagiert ungewöhnlich: Er akzeptiert das Kind und ist der Frau weiter in Liebe zugetan.

Der Höhepunkt des Abends aber folgte nach der Pause mit dem virtuosen Auftritt der Solo-Violinistin Sophia Jaffé bei Beethovens 1. Violinkonzert. Man möge sich doch bitte zurücklehnen und diese herrliche Musik einfach nur genießen, wünschte sie sich im Vorgespräch vom Publikum. Das hat den Rat offenbar beherzigt, wie die völlig verdienten Standig Ovations am Ende zeigten. Jaffé verzichtete auf eine Zugabe. Die könne nach dem Beethoven ohnehin nur verblassen, meinte sie.

Die Zuhörer des 9. Philharmonischen Konzerts sahen und hörten Dortmunder Philharmoniker, die besonders bei Beethoven zu großer Form aufliefen und für ein wunderschönes Musikerlebnis sorgten.

Das 10. und für diese Spielzeit letzte Philharmonische Konzert findet am 5. und 6. Juli im Konzerthaus statt, dann wieder mit GMD Gabriel Feltz am Dirigentenpult und Musik von Mozart, Respighi und Ravel.

Andreas Schröter

www.theaterdo.de

Dienstag, 24. Mai 2016

"Grafik aus Dortmund" in der Berswordt-Halle

Arbeit "freiflug" von Susanne Beringer
48 heimische Künstlerinnen und Künstler bewerben sich mit jeweils zwei Arbeiten um die Aufnahme in den Dortmunder Kunstkalender. Ihre Arbeiten sind vom 3. bis zum 26. Juni in der Berswordt-Halle zu sehen.

Eine Experten-Jury trifft die Auswahl für die zwölf Kalenderblätter für das Jahr 2017, alle Werke sind vom 3. bis zum 26. Juni in der Berswordt-Halle zu sehen.

Am 2. Juni wird die Ausstellung eröffnet. Das Kulturbüro bringt den Kalender zusammen mit dem Dortmunder Kunstverein heraus, die Sparkasse Dortmund finanziert die limitierte Auflage.

Der Kalender ist nicht im freien Handel erhältlich, Oberbürgermeister Ullrich Sierau verschenkt ihn zum Jahreswechsel exklusiv an Partner und Freunde im In- und Ausland.

Ausstellungsflyer [pdf, 837 kB]

Spiel mich: Klaviere gesucht

Anlässlich des Aufrufs zur Klavier-Spende
 für die Aktion SPIEL MICH trafen sich (v.l.n.r.):
 Dirk Rutenhofer, Vorsitzender des Cityrings Dortmund,
 Franz van Bremen, Vorstandsmitglied des Cityring
 Dortmund, Michael Dühn, Orchestermanager der
 Dortmunder Philharmoniker, Maximilian van Bremen,
 vom gleichnamigen Pianohaus, sowie Christine Hartman-Hilter,
 stellvertretende Leiterin der Musikschule Dortmund.

Bild: Jan Heinze
Der Cityring Dortmund sucht für die Aktion SPIEL MICH gebrauchte Klaviere für einen glanzvollen Auftritt. Ab dem 29. Juni können Musikbegeisterte dann wieder sechs Wochen lang an 13 prominenten Orten in der Innenstadt "in die Tasten hauen".

"Unsere Aktion ist zu einem festen Bestandteil des Dortmunder Sommers geworden. Damit wir auch in diesem Jahr allen Klavierspielern eine Konzertbühne bieten können, freuen wir uns über jede Klavier-Spende", so Franz van Bremen, Geschäftsführer des gleichnamigen Pianohauses und Vorstandsmitglied des Cityrings Dortmund. Nachdem die ausrangierten Instrumente besichtigt und kostenfrei abgeholt wurden, werden sie für ihren nächsten Auftritt gestimmt und mit einem Satz Rollen ausgestattet.

Engagierte Dortmunder, die ihre alten Pianos für die Aktion zur Verfügung stellen, sorgen nicht nur für gute Laune und die musikalische Begleitung des Einkaufsbummels. Nach der Spielzeit werden die gespendeten Klaviere zudem für den guten Zweck versteigert. "Unser Anreiz ist außerdem, mit ‚SPIEL MICH’ die Innenstadt in einem neuen musikalischen Glanz erklingen zu lassen und so das kulturelle Leben in der Stadt weiter zu fördern", erklärt Dirk Rutenhofer, Vorsitzender des Cityrings Dortmund.

Die kreative Klavier-Mitmach-Aktion wurde 2010 ins Leben gerufen. Der Startschuss für die mittlerweile siebte Spielzeit fällt am 29. Juni. Die diesjährigen Standorte befinden sich bei dem Pianohaus van Bremen, am Kinderkarussell in der Kleppingstraße, Fischer am Rathaus, VOM FASS, dem Modehaus Deters in der Hansastraße, dem Modehaus Boecker in der Kampstraße, bei Lütgenau am Ostenhellweg sowie bei Karstadt, Mayersche Buchhandlung, Einrichtungshaus Büker und der Thier-Galerie am Eingang Hoher Wall. Ein weiteres "SPIEL MICH-Klavier" befindet sich am Hauptbahnhof und am Flughafen Dortmund. Zum Auftakt werden die Klaviere von Musikschülern und ihren Lehrern besetzt.

Spiel mich
Cityring Dortmund

Montag, 23. Mai 2016

1. Tag der Trinkhallen: Die 50 Programm-Büdchen stehen fest

Am 20. August 2016 feiert das Ruhrgebiet
den 1. Tag der Trinkhallen

Bild: Simon Albersmeier
Am 20. August 2016 feiert das Ruhrgebiet den 1. Tag der Trinkhallen. An 50 Trinkhallen findet dann ein besonderes Kulturprogramm statt. In Dortmund sind sechs Trinkhallen dabei.

Bis zum 17. April konnten sich Kioskbesitzer aus dem Ruhrgebiet bei der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) anmelden, um mit etwas Glück am 1. Tag der Trinkhallen ein Kulturprogramm an ihrer Trinkhalle geschenkt zu bekommen. Welche 50 Trinkhallen zu den Programm-Büdchen gehören, hat die RTG jetzt bekanntgegeben. Eine Jury aus Projektbeteiligten hat alle Anmeldungen gesichtet und sich festgelegt: Herausgekommen ist eine bunte Mischung teils geschichtsträchtiger, teils moderner Trinkhallen, begehbar oder mit klassischer Verkaufsluke in (fast) allen Ecken der Metropole Ruhr.

Schwierige Entscheidung

Auswahlkriterien waren unter anderem die Lage, die Architektur, logistische Gegebenheiten und die Originalität der Büdchen. Auch, dass die Trinkhallen teilweise in fußläufiger Entfernung zueinander liegen, war den Veranstaltern wichtig. "Wir stellen uns vor, dass die Besucher am 20. August statt einer Kneipentour eine Budentour machen und dabei mehr als nur eine Trinkhalle besuchen", so Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG.

Axel Biermann betont die Schwierigkeit bei der Auswahl: 2Wir freuen uns sehr über die anhaltende, positive Resonanz aus allen Bereichen der Metropole Ruhr. Uns ist die Entscheidung angesichts der Vielzahl toller Anmeldungen sehr schwer gefallen. Wir verstehen die Auswahl der 50 Programm-Buden nicht als Entscheidung gegen die übrigen, sondern für die ausgewählten Trinkhallen!"

Zehn Programmsparten

Das Programm umfasst Darbietungen aus zehn Sparten - von Poetry Slam über Literatur bis hin zu Rock/Pop und sogar Fußball. Mit dabei sind zahlreiche Ruhrgebietskünstler, die mitunter ihre eigene Stamm-Bude bespielen. Die Nähe zum Publikum steht dabei im Fokus, es soll interagiert und kommuniziert werden. Das gilt auch für die Buden, die zwar nicht zu den 50 Programm-Buden zählen, aber am 1. Tag der Trinkhallen etwas Besonderes für die Besucher bereithalten. Nähere Informationen zum Programm werden am 20. Juli veröffentlicht.

Der "Mythos Bude" lebt

Was den "Mythos Bude" sonst noch ausmacht, haben die Organisatoren während der Anmeldephase hautnah erlebt. Hinter vielen Büdchen steckt jede Menge Geschichte, die Trinkhallen sind soziale Orte mit starker Kundenbindung, sie leben oft von einem starken Zusammenhalt innerhalb eines Familienbetriebs und stehen für Nachbarschaftshilfe und Engagement. Grund genug, die Trinkhallen im ganzen Ruhrgebiet als Begegnungsort der Kultur(en) zu feiern.

"Programm-Buden" in Dortmund

Kiosk & Trinkhalle Adler 59, Adlerstraße 59
Bergmann Kiosk, Hoher Wall 36
Kiosk / Trinkhalle Koc, In der Meile 2
Alpha Stores GmbH, Kaiserstraße 203
Kiosk Zwischenstopp, Kreuzstraße 103
Stadion Kiosk, Schillingstraße 42

Tag der Trinkhallen

Dr. Johannes Borbach-Jaene führt Stadt- und Landesbibliothek in die digitale Zukunft

Dr. Johannes Borbach-Jaene.
Foto: Katrin Pinetzki/Stadt Dortmund
Nach 16 Monaten kommissarischer Leitung hat Dr. Johannes Borbach-Jaene die Leitung der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund übernommen. Er folgt auf Ulrich Moeske, der im Oktober 2014 in den Ruhestand gegangen war.

Borbach-Jaene studierte Biologie an der Universität Osnabrück und promovierte mit einer Arbeit über arktische Gänse in der nordwestdeutschen Küstenlandschaft. Anschließend absolvierte er ein Fernstudium der Bibliothekswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Bevor er 2011 an die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund kam, arbeitete er an der Universitätsbibliothek Paderborn. Dr. Johannes Borbach-Jaene lebt seit 1999 in Dortmund, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Der 47-Jährige übernimmt eine Bibliothek, die dabei ist, sich von einer reinen Ausleihstation für Medien zu einem digitalen, teils virtuellen Lern- und Arbeitsort zu wandeln. Ein Beispiel dafür ist das vom Land NRW unterstützte Projekt „Kreatives Labor“, das durch moderne PC-Ausstattung und Anwendungsprogramme vielfältige Arbeitsmöglichkeiten bietet. Bestandteil des Projektes ist u.a. „video2brain“, das es Nutzerinnen und Nutzern mit Bibliotheksausweis erlaubt, sich vom heimischen Sofa aus weiterbilden.

video2brain: Weiterbildung auf dem Sofa

Mit „video2brain“ stehen den Nutzerinnen und Nutzern mit ihrem Bibliotheksausweis mehr als 67.000 Tutorials und Kurse zertifizierter Bildungsanbieter vor allem zu Computer-Software und IT-Themen zur Verfügung. Wie schneidet man seinen Urlaubsfilm? Welche Tricks gibt es bei der Bildbearbeitung? Wie setze ich einen eigenen Blog auf? Wer seine Nutzernummer unter www.stlb.dortmund.de eingibt, hat Zugriff auf Video-Trainings und Online-Kurse in bester Qualität. Ob es ums Programmieren von Apps geht, um Fragen des Marketings oder um die perfekte Präsentation: Fast 6000 lehrreiche Stunden und 1500 Kurse stehen zur Verfügung.

E-Books: Unterhaltung und Fachbücher auch direkt von zu Hause

Mit der Kundennummer können die Nutzer auch E-Books und E-Audios auf ihren E-Readern zu Hause nutzen – sowohl Belletristik als auch Fachbücher z.B. aus Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Pädagogik, Psychologie, Geschichte und Medizin. Viele können dauerhaft als pdf heruntergeladen werden. Auch internationale Fachmagazine sind elektronisch verfügbar – von „Sport und Gesellschaft“ über die „Theologische Rundschau“ bis zu „Neue Kriminalpolitik“.

Digitaler Lernort nicht nur für Jugendliche

Wer wissenschaftlich arbeitet, muss heute nicht mehr zwingend tagelang in Bibliotheken verschwinden. In der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek lernen Schülerinnen und Schüler, online Literatur zu recherchieren und zitierbare Quellen in Büchern und Aufsätzen finden, ohne den heimischen Schreibtisch zu verlassen. Um die Jugendlichen in die (Online-)Literaturrecherche einzuführen, hat die Stadt- und Landesbibliothek Schulungen konzipiert, die von den Schulen dankbar angenommen werden. Die Stadt- und Landesbibliothek ist deutschlandweit führend als Anbieter solcher Kurse, die jährlich allein von rund 3500 Oberstufenschülern und Studierenden wahrgenommen werden – aber auch von vielen anderen Lernenden und Arbeitenden, z.B. in beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Sonntag, 22. Mai 2016

Humorvoll durch die Depression: Lesung am Montag mit Tobi Katze

Tobi Katze Foto: Christiane Reinert
„Morgen ist leider auch noch ein Tag - Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet“ heißt Tobi Katzes 2015 im Rowohlt Verlag erschienenes Buch, in dem der Dortmunder Autor und Blogger humorvoll die Krankheit und seinen persönlichen Umgang damit beschreibt. Am Montag, 23. Mai, 19.30 Uhr liest Tobi Katze daraus im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek (Max-von-der-Grün-Platz 1-3). Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Die Depression überfällt Tobi Katze nicht plötzlich. Sie hat sich angeschlichen und unmerklich das Ruder in seinem Leben übernommen. Die meiste Zeit schließt er sich in seiner Wohnung ein und spricht lieber mit der schmutzigen Wäsche als mit seinen Freunden. Abends übertönt er die Stille in ihm mit Partys, füllt die Leere, wo Gefühle sein sollten, mit Bier und pflanzt sich ein Dauergrinsen ins Gesicht, um ja nicht den Anschein zu erwecken, etwas wäre nicht in Ordnung. Aber spricht man so über Depression? Ja, genau so!

Jugendclub der Oper Dortmund spielt KÖNIG MIDAS

Der Jugendclub der Oper Dortmund „Die Tortugas“ präsentiert ab Samstag, 28. Mai. 2016, um 17.00 Uhr im Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark seine  neue Produktion KÖNIG MIDAS. Das Stück handelt von der Gier nach Erfolg und der Bereitschaft, dem alles im Leben unterzuordnen. Das Stück, das von Regisseur Alexander Becker geschrieben wurde, geht auch der Frage nach, was Erfolg heute für Jugendliche ist und was sie vom eigenen Leben erwarten. Die Musikalische Leitung hat Stefan Scheidtweiler.

Die Frage nach Besitz ist auch im mondo mio! ein zentrales Thema. Was liegt also näher, als das Kindermuseum im Westfalenpark zum Ort dieser Inszenierung zu machen? Eingebunden in die Ausstellung widmen sich die Mitglieder des Dortmunder Opernclubs der antiken Sage um den griechischen König und den Fragen: Wann sind wir eigentlich zufrieden, was brauchen wir und was macht Erfolg im Leben aus? Die KÖNIG MIDAS KANTATE für Kinder von Kurt Schwaen dient als musikalischer Leitfaden und wird durch Pop-Songs von Christina Stürmer, den Prinzen und Alexa Faser ergänzt.

Das Projekt wird realisiert mit Hilfe des Fördervereins Kinderoper Dortmund e.V und der SBB DORTMUND GMBH

Premiere: 28.05.16, 17.00 Uhr, Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark

Weitere Vorstellungen:

Do 02.06.16, 11.00 Uhr
So 05.06. 16, 15.00 Uhr
Mi 08.06.16, 11.00 Uhr
So 12.06.16, 11.00 Uhr
Di 28.06. 16, 13.30 Uhr innerhalb des Festivals „Wechselspiel“

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27

222 oder auf www.theaterdo.de.

Samstag, 21. Mai 2016

Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt mechanische Tiere

Pinguine
Foto: Sebastian Köpcke und Volker Weinhold

Die Ausstellung „Mechanische Tierwelt“, die bis zum 21. August im Studio des Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) zu sehen ist, richtet erstmals einen Fokus ausschließlich auf historische Blechtiere. Gezeigt werden ca. 200 Exemplare aus den Jahren ab 1900 bis 1970 sowie eine Sammlung von Fotografien der Berliner Fotografen und Leihgeber Sebastian Köpcke und Volker Weinhold.

Historisches Blechspielzeug ist ein klassisches Sammlungsthema. Dampfmaschine, Eisenbahn, Zeppelin, Automobil – Historiker und Museen können die technische Entwicklung des modernen Industriezeitalters auch anhand des Blechspielzeugs aufzeigen. Die Ausstellung „Mechanische Tierwelt“ sucht einen anderen Blickwinkel. Erstmals richtet eine Ausstellung ihren Fokus ausschließlich auf historische Blechtiere: Insekten, Vögel, Fische, heimische Tiere und Exoten aller Kontinente. Die Artenvielfalt ist bunt, vielfältig – und leider vom Aussterben bedroht. Allein in Museen und in der Obhut liebevoller Sammler scheint ihr Überleben gesichert.

Die Ausstellung präsentiert ca. 200 originale historische Blechtiere, von 1900 bis Ende der 1970er Jahre, aus deutscher und internationaler Produktion. Zudem haben die Berliner Leihgeber und Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold die Tiere ihrer Sammlung in 30 großformatigen, inszenierten Fotos in ein scheinbar natürliches Umfeld versetzt. Beim Fotografieren vertrauten sie allein auf die Mittel der Inszenierung. Von den effektvollen Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung machten sie keinen Gebrauch. Auf diese Weise glaubten sie, den historischen Tieren am Besten gerecht zu werden. Ein jedes von ihnen hat seinen eigenen Charakter, der sich in den Bildern ausdrückt.

Dazu lässt ein Film es rattern, klappern und scheppern und zeigt alle noch funktionstüchtigen Blechtiere in ihren charakteristischen Bewegungen.

Zur Ausstellung werden das Foto-Buch „Mechanische Tierwelt“ von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold (15,99 Euro) sowie ein Memory-Spiel (9,99 Euro) angeboten.

Zur Ausstellung gibt es ein museumspädagogisches Begleitprogramm für Kindergarten- und Grundschulkinder (5 bis 7 Jahre) unter dem Titel „Auf Safari zur bewegten Tierwelt“. Ausgerüstet mit dem eigenen Lieblingskuscheltier begeben sich die Kinder auf die Suche nach dem passenden Blechtier in der Ausstellung. Spielerisch erkunden sie die großformatigen Fotos und die Bewegungen der Blechtiere. Hautnah erleben die Kinder Bronco, das Blechpferd. Im Anschluss an die Safari basteln alle gemeinsam einen „Papier-Frosch“ zum Mitnehmen.

Infos und Buchung unter Tel. (0231) 50-26028.

Kinder- und Jugendtheater: "Tschick" ist ein Riesenspaß

Szene aus "Tschick".   Foto: Hupfeld
Was für ein Spaß! Die neueste Produktion im Kinder- und Jugendtheater, „Tschick“, ist nichts anderes als auf ganzer Linie gelungen. Das liegt natürlich schon an der grandiosen Roman-Vorlage von Wolfgang Herrndorf aus dem Jahre 2010. Aber nicht nur. Es ist bewundernswert, wie das KJT-Team unter der Regie von Andreas Gruhn dieses Stück für Zuschauer ab 14 Jahren auf die Bühne bringt. Die Bühnenfassung stammt von Robert Koall. Freitag war Premiere im KJT an der Sckellstraße.

Maik (Philip Pelzer) hat Probleme. Sein Vater ist Choleriker, seine Mutter Alkoholikerin und die angebetete Klassen-Schönheit Tatjana hat ihn nicht zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Da taucht Tschick (Thorsten Schmidt) auf, ein Russland-Deutscher aus prekären Verhältnissen, der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt. Er bittet Maik, ihn auf einen Trip mit einem geklauten Lada in die Walachei zu begleiten, ohne zu wissen, wo genau das sein könnte. Gesagt, getan.

Unterwegs treffen sie beiden gleich eine ganze Reihe von illustren Zeitgenossen. Das (zunächst) stinkende Müllkippen-Mädchen Isa, in das sich Maik mal gleich verliebt, eine Öko-Familie, die nichts von Supermärkten hält, einen durchgeknallten Ex-Kommunisten und eine Matrone, die Tschick einen Feuerlöscher auf den Fuß fallen lässt und ihn damit schwer verletzt.

Ein theatrales Roadmovie, bei dem Spaß und die Anarchie im Mittelpunkt stehen. „Carpe Diem – nutze den Tag“ ist die fröhliche Message dieses Stücks, das einfach gute Laune macht. Am Ende packt sich die alkoholkranke Mutter ein Ölgemälde von der Wohnzimmerwand, um es als Segel zu benutzen und damit in den hauseigenen Pool zu fliegen. Maik sitzt danach ein wenig mit seiner Mutter auf dem Grund des Pools, hält die Luft an und findet, dass es Schlimmeres gibt, als eine betrunkene Mutter zu haben. Herrlich!

Hervorzuheben sind nicht nur Philip Pelzer und Thorsten Schmidt, sondern auch Bettina Zobel, Rainer Kleinespel und Talisa Lara, die allesamt durch extreme Vielseitigkeit glänzen. Rainer Kleinespel gibt genauso glaubwürdig einen strengen Lehrer mit Bierbauch wie den irren langhaarigen Ex-Kommunisten oder den cholerischen Vater. Talisa Lara ist mal anbetungswürdige Schul-Schönheit, mal rotzfreche Müllkippen-Göre, und Bettina Zobel spielt die Betrunkene genauso gut wie die Öko-Mutti oder das Brachial-Weib mit Feuerlöscher.

Um die Fahrt der beiden Loser zu zeigen, bedient sich das KJT nicht nur einem echten Lada, sondern auch einer Video-Technik, wie man sie aus dem Schauspiel von „Minority Report“ oder „Rambo plusminus Zement“ kennt: Kleine Landschaftsmodelle werden abgefilmt und auf eine Leinwand projiziert, sodass der Eindruck entsteht, die Akteure würden tatsächlich durch irgendwelche Landschaften gondeln. Für die Video-Technik ist Peter Kirschke zuständig, für die Ausstattung Oliver Kostecka.


Am Ende gibt's den verdienten Mega-Applaus.

Falls Sie kein Jugendlicher mehr sind: Egal, gehen Sie in dieses Stück! Aber falls Sie doch ein Jugendlicher sind: Gehen Sie in dieses Stück!

Andreas Schröter


Freitag, 20. Mai 2016

Musikschule: Konzert zu Ehren von Meinhard Puhl



Die "Stone Street Big Band" der Musikschule Dortmund hat ein Konzert-Programm zu Ehren von Meinhard Puhl gestaltet. Kompositionen und Arrangements des Dortmunder Musikers stehen im Mittelpunkt eines Konzertabends am Freitag, 27. Mai, 20 Uhr im Fritz-Henßler-Haus.

Unterstützt durch musikalische Gäste und Weggefährten wie Klaus Heimann (Trompete) und Bernd Adamkewitz (Gitarre) taucht die Stone Street Big Band unter der Leitung von Ilona Haberkamp in die musikalische Welt Meinhard Puhls ein. Der Eintritt ist frei.

Meinhard Puhl (1942-2013) hat sich als Musiker und Musikpädagoge für den Jazz und dessen Etablierung in der Dortmunder Szene stets eingesetzt. Er studierte Posaune und Kontrabass am Dortmunder Konservatorium. Ende der 1960er-Jahre spielte er im Wolf Escher Quintett, mit dem erste Aufnahmen entstanden, und in Eschers Band Time in Space. 1971 entstand um ihn die Jazzrockband Strinx. Zwischen 1969 und 1981 war er an mehreren Aufnahmesessions beteiligt, u.a. mit dem Dortmunder Jazzensemble. Mit Waldo Karpenkiels Supersession war er Anfang der 1980er Jahre auf Tournee. Puhl gehörte mit Glen Buschmann, Wolf Escher und Wolfgang Breuer 1975 zu den Gründungsmitgliedern des JugendJazzOrchesters NRW und bis 1995 zum künstlerischen Leitungsteam. Für dieses Orchester schrieb er zahlreiche Kompositionen und Big Band-Arrangements.

Musikschule
Fritz-Henßler-Haus

Kaiserkrönung beim ROXY-SLAM!

Beim ROXY-SLAM! im Roxy-Kino an der Münsterstraße 95 steht steht nach drei erfolgreichen Runden im Laufe der letzten zwölf Monate am 4. Juni um 21 Uhr die Kaiserkrönung 2016 an. Mit einem hochkarätigen Line-Up aus Finalisten zuvoriger Slams präsentiert sich den Besuchern ein Angebot aus Erzählung, Wortwitz, Poesie, Lyrik und Rhetorik.

Wer wird den Vorjahressieger, Kaiser Stefan Fischer I., beerben? :)

Das Publikum wählt aus allen Teilnehmern das Dreier-Finale, um dann die ROXY-SLAM!-Kaiserin oder den ROXY-SLAM!-Kaiser zu krönen. Mit dabei sind:

Sven Hensel
Zwergriese
Tuna Turette
Hendrik Schilling
Stefan Fischer
Achim Leufker
Tobias Reinartz
Valerie Bayina

Moderation: Björn Rosenbaum

Beginn ist um 21:00 Uhr.
Der Eintritt kostet 4,- Euro.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Internationaler Museumstag: Museen bieten vielfältiges Programm

Die Rotunde im MKK
Am Sonntag, 22. Mai, ist Internationaler Museumstag: Unter dem Motto "Museen in der Kulturlandschaft" bieten Ausstellungshäuser in ganz Deutschland ein vielfältiges Programm.

Der Internationale Museumsrat ICOM ruft den Aktionstag jährlich seit 1978 am dritten Sonntag im Mai aus. Die städtischen Museen in Dortmund beteiligen sich mit einem vielfältigen Angebot aus Führungen, Mitmach-Aktionen für Kinder und Familien und einer Luftballon-Aktion.

In diesem Jahr haben sich Dortmunder U, MKK und das Deutsche Fußballmuseum als "Museumsmeile" zusammengeschlossen: Kinder können den farblich markierten Weg zwischen den Museen und die Vorplätze mit Sprühkreide bemalen, und auch in den Häusern gibt es Programm. Wer sich in allen drei Häusern einen Stempel abholt, kann freien Eintritt für die drei Museen gewinnen.

Das Programm im Einzelnen: 



Theater im Depot: Jule Vollmer präsentiert "Amors verirrte Pfeile"

Jule Vollmer
"Amors verirrte Pfeile" ist der Titel einer musikalischen Lesung mit Jule Vollmer am Samstag (21.5.) um 20 Uhr im Theater im Depot.

Mit Geschichten und Chansons über die erfüllte und unerfüllte Liebe - vom Mittelalter bis zur Gegenwart – von Giacomo Casanova bis Gabriel Garcia Marquez zieht Jule Vollmer Bilanz über ein Thema, das alle/s bewegt - mal frech und skurril, mal pikant und humorvoll. Dabei werden die Klippen der Schlüpfrigkeit mit viel Charme und Witz umschifft. Mit virtuosem Klavierspiel unterstreicht Elmar Dissinger die literarischen Leckerbissen. Bis zur letzten Minute wird das Spiel mit der Phantasie ausgereizt und dem Zuschauer ein vergnüglicher knisternder Abend bereitet.

Vorstellung:
SA 21.05.2016 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Mit: Jule Vollmer, Elmar Dissinger
Dauer: 75 Minuten

Mittwoch, 18. Mai 2016

Internationales Tanzfestival im Dietrich-Keuning-Haus

Auch die 'Amigos de Bolivia' sind beim Tanzfolk 2016 dabei.
Bild: DKH
Am 21. Mai wird es fröhlich-bunt vor dem Dietrich-Keuning-Haus: Ab 14 Uhr laden mehr als 20 Folklore-Gruppen und Kulturvereine zum 7. Internationalen Tanzfestival "Tanzfolk" ein.

Bei dem interkulturellen Fest präsentieren die Gruppen traditionelle Tänze ihrer Herkunftsländer - von A wie afrikanisch oder argentinisch über K wie koreanisch bis V wie venezuelanisch. Farbenfrohe Trachten, temperamentvolle Tänze und Spezialitäten aus aller Welt garantieren ein buntes Fest der Kultur und der Kulturen. Wie in den Vorjahren hofft das Kultur- und Begegnungszentrum in der Nordstadt auf weltoffene Begegnungen und einen lebendigen Austausch.

Die Besucher lernen unter anderem den "Festejo Chinchivi" kennen, einen peruanischen Tanz, dargeboten von der Gruppe "Color Peru2. Aus Kolumbien kommt der "Abozao", die palästinensische Gruppe tanzt "Dabkeh" und aus Bolivien kommt der "Caporales2 in die Nordstadt. Außerdem gibt es Tango, tamilische Tänze, afrikanische Trommeln und vieles mehr. Doch die Gäste dürfen nicht nur zuschauen: Das Festival wird musikalisch von Havana Son begleitet. Die vier kubanischen Musiker spielen internationale Rhythmen und traditionelle kubanische Lieder - und laden zum Mittanzen ein.

Der Eintritt zum Tanzfestival ist frei, alle interessierten Besucher sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt. Sie wird dann vom Vorplatz in die große Halle des Dietrich-Keuning-Hauses verlegt. Veranstalter ist das Dietrich-Keuning-Haus in Kooperation mit den beteiligten Folkloretanzgruppen.

Filmfestival zur "Arbeit 4.0" im Kino im U

Ben Paul, digitaler Nomade - Filmstill aus
 'Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus'

Bild: Bildlizenz: Alle Rechte vorbehalten BMAS
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeigt vom 19. bis 22. Mai im Kino im U sieben Dokumentarfilme zur Zukunft der Arbeit. Am 19. Mai eröffnet Bundesministerin Andrea Nahles das Filmfestival.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales möchte mit Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern zu allen Themen rund um "Arbeiten 4.0" ins Gespräch kommen und veranstaltet dazu vom 19. bis zum 22. Mai das Filmfestival Futurale im Kino im U in Dortmund.

Am 19. Mai eröffnet Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, das Filmfestival und führt ein Publikumsgespräch. Im Anschluss wird der Eröffnungsfilm "Deine Arbeit, Dein Leben!" gezeigt.
An jedem Festivalabend wird ein Film gezeigt, der einen Aspekt des "Arbeitens 4.0" näher beleuchtet. Im Anschluss an jeden Film diskutieren Expertinnen und Experten aus der Region mit dem Publikum. Das Festival startet am 19. Mai mit dem Film "Deine Arbeit, Dein Leben". Dieser Film zeigt anhand von hunderten privat gedrehten Sequenzen, was moderne Arbeit in einem traditionellen Industrieland bedeuten kann.

Das Filmfestival Futurale ist Teil des Dialogprozesses Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Fachleute einlädt, ihre Ideen zur Gestaltung von Arbeit in der Zukunft einzubringen. Die Ergebnisse werden in einem Weißbuch zusammengefasst, das Ende 2016 veröffentlicht wird.

Filmprogramm:

Donnerstag, 19. Mai

19 Uhr: DEINE ARBEIT, DEIN LEBEN! Regie: Luzia Schmid, Deutschland 2015, 60 Min., Deutsche Fassung. Vor dem Film: Eröffnung durch Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Nach dem Film haben Zuschauer die Gelegenheit mit Regisseurin Luzia Schmid zu diskutieren.

Freitag, 20. Mai

17 Uhr: DIGITALE NOMADEN - DEUTSCHLAND ZIEHT AUS, Regie: Tim Jonischkat, Deutschland 2015, 70 Min., Deutsche Fassung

20 Uhr MEIN WUNDERBARER ARBEITSPLATZ, Regie: Martin Meissonnier, Frankreich 2014 , 85 Min., Deutsche Fassung

Samstag, 21. Mai

14 Uhr: PRINT THE LEGEND, Regie: Luis Lopez, Clay Tweel, USA 2014, 98 Min., Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

17 Uhr: PLEASE SUBSCRIBE, Regie: Dan Dobi, USA 2013 , 77 Min., Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Sonntag, 22. Mai

16 Uhr: IK BEN ALICE (Ich bin Alice), Regie: Sander Burger, Niederlande 2015, 80 Min., Niederländische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

19 Uhr: SILICON WADI, Regie: Daniel Sivan, Yossi Bloch, Israel 2014, 90 Min., Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dienstag, 17. Mai 2016

Dortmunder U: Veranstaltungsreihe ".PROCESS" diskutiert Fragen rund um digitale Technologien


Wie entsteht eigentlich Innovation - und was haben 3D-Drucker mit Knete zu tun? Werden wir bald alle unseren Kühlschrank ans Internet anschließen - und wer hätte dann mehr davon, der Kühlschrank oder wir? Und: wer sollte all diese Fragen überhaupt beantworten - Designer? Ingenieure? Oder sogar wir alle, die Nutzer?

.PROCESS ist der Versuch, diese Fragen offen zu diskutieren und gemeinsam Antworten darauf zu entwickeln. Die neue Veranstaltungsreihe rund um Innovation und Design im Zeitalter digitaler Technologien findet am 28. Mai, 14 bis 22 Uhr, erstmalig im Dortmunder U statt. Sie beleuchtet Entwicklungsschritte hinter kreativen Projekten und fragt, wie Produkte, Ideen und Netzwerke Stück für Stück entstehen und sich weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch und die Frage, wie Technologie unseren Alltag und unsere Welt wirklich verbessert, erweitert, verbindet und greifbar machen kann - und nicht noch komplizierter. Dabei geht es ebenso um Wissensnetzwerke und Open Source Projekte wie um Datenschutz, um neue Technologie, Werkzeuge und Prototypen wie um die Grenze von digitalen zu physischen Erfahrungen, um flexible und agile Start Ups wie um unsere Rolle und unsere Verantwortung als engagierte Nutzer und Bürger.

Dazu stellen internationale Redner aus verschiedensten kreativen Disziplinen Ansätze und Beispiele aus ihrer Arbeit vor, um diese gemeinsam mit dem Publikum zu diskutieren. Bei offener Atmosphäre gibt es ausreichend Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen und auch Gleichgesinnte aus Dortmund, dem Ruhrgebiet und darüber hinaus kennenzulernen.

Details und aktuelle Informationen gibt es unter www.dotprocess.org

Kunstbonbon zeigt Werke von Bettina Köppeler und Claudia König

Ein Jahr Kunstbonbon an der Chemnitzer Straße 11 und die zehnte Ausstellungseröffnung! Am 20. Mai um 18 Uhr eröffnet eine Gemeinschaftsausstellung. Es gibt Malerei in teilweise relativ großen Formaten von Bettina Köppeler zu sehen, die begleitet werden von den Figuren von Claudia König.

Bettina Köppeler ist in Lünen geboren, hat zunächst Kunst und Theologie in Münster studiert, eine Ausbildung zur Goldschmiedin gemacht und dann Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Bochum studiert. Sie lebt als freiberufliche Künstlerin in Dortmund und ist seit 2000 Mitglied im BBK – Ruhrgebiet. Die von ihr bevorzugte Ausdrucksform war lange eine informelle, monochrome Malweise mit figürlichen Elementen. Aus dieser Vielfalt des Gelernten und Erprobten und der Bereitschaft Neues zu entdecken ergibt sich ein großes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, die Bettina Köppeler gekonnt miteinander verbindet. Ihre neuen Bilder überraschen mit einer teilweise stark realistischen Bildsprache.

Claudia König ist Dortmunderin, diplomierte Designerin und hat an der FH Dortmund Objektdesign studiert und ist nun freiberuflich tätig in den Bereichen Design, Grafik, Illustration, experimenteller Malerei und Bildhauerei. Sie sagt, dass nicht die Harmonie im Sinne einer regulären Ausgewogenheit das Ziel ihrer Arbeiten ist, sondern die Balance zwischen Träumen und Wünschen auf der einen Seite und den Kanten und Kratzern andererseits. Also das Unvollkommene und Gebrochene, welches uns im täglichen Leben stets begegnet.

Beide Künstlerinnen haben sich dem Thema „Mensch“ zugewandt. Claudia König beobachtet die Haltung der Menschen und was diese über die Stimmung oder die Situation aussagt, in der sie sich befinden.

Bettina Köppeler beschäftigt sich mit dem Thema „Mensch + Natur“ und fragt sich, ob das überhaupt noch „zusammen passt“.

Im Laufe der Jahre geht die Naturverbundenheit immer weiter zurück und statt dessen ist ein Zustand eingetreten, in dem entweder eine Nutznießer-Mentalität überwiegt oder schon fast eine Verfremdung vorliegt. Die Menschen sehen Natur nicht unbedingt mehr als Teil ihrer Umwelt, sondern oft als Lieferant für Nahrung oder die passende Umgebung für sportliche Höchstleistungen. Und wenn es nicht „von Natur aus“ passt, dann wird „optimiert“. Die Natur ist seit langem etwas, das bezwungen werden muss oder ausgebeutet werden kann – sie einfach so zu genießen und zu schützen, wie sie sich uns darbietet scheint mittlerweile kaum noch möglich.

Und mit all diesen Erkenntnissen geht Bettina Köppeler an ihre Malerei. So entstehen Bilder mit großen Gegensätzen: es gibt häufig Partien, die sehr klar erkennbar und gegenständlich sind und dagegen stehen Flächen, die eher abstrakt gehalten sind.

Mal ist die Natur sehr realistisch und die Personen nur zu erahnen, mal sind die Menschen ganz präzise gemalt, aber die Umgebung nur mit wenigen, schnellen Pinselstrichen angedeutet. Und wir fragen uns beim Betrachten wie das Kräftemessen ausgeht...

Claudia König ist dieses Mal ausschließlich mit ihren Figuren vertreten und auch sie macht sich Gedanken über die Natur: die Natur des Menschen. Was für Träume hat er? Was bewegt ihn? Wie reagiert er? Ihr „Personal“: schmale – meist androgyne - Figuren, die mit sparsamer Gestik oder Mimik doch so viel ausdrücken. Sie zeigen auf etwas und wollen ihre Entdeckung mit Anderen teilen, sie stehen still und denken ungestört über irgendetwas nach, sie sehen auffordernd oder fragend zur Seite, sie beobachten unauffällig...es ist erstaunlich, wie gut wir sie verstehen und wissen, was sie von uns wollen.

Die Ausstellung ist vom 20.05.2016 bis zum 25.06.2016 zu sehen.

Öffnungszeiten: Di 13 - 18 Uhr, Fr 15 – 20 Uhr, Sa 12 – 15 Uhr

Am Wochenende 28./29.05.2016 nimmt das Kunstbonbon an den „Offenen Ateliers“ teil. Geöffnet ist dann Sa.15 – 20 Uhr und So. 11 – 18 Uhr. Samstag ist Bettina Köppeler dort und am Sonntag sind beide Künstlerinnen anwesend.