Donnerstag, 31. März 2016

Schauburg zeigt Ruhrgebiets-Trilogie von Adolf Winkelmann

Maloche, Kohle, Fußball und echte Typen zwischen Zechen und Stahlwerken: Mit der legendären Ruhrgebiets-Trilogie verlieh Adolf Winkelmann der Region und seinen Menschen ein authentisches und humorvolles Gesicht. In DIE ABFAHRER klauen drei junge Arbeitslose einen LKW und fahren planlos in die Nacht. Bergmann Katlewski durchquert den Pott Untertage und taucht auf, um auf seine Weise abzurechnen. In NORDKURVE stehen ein Fußballverein und seine Fans vor dem finanziellen oder persönlichen Ruin. Authentische Einblicke ins Milieu und markante Sprüche wie „Es kommt der Tag, da will die Säge sägen“ wurden Winkelmanns Markenzeichen!

Im Mai erscheint sein jüngstes Ruhrpott-Werk JUNGES LICHT in den Kinos. Im April erscheint (zu seinem 70. Geburtstag) die Trilogie neu auf DVD und erstmals auf Blu-ray. Neben den Trailern und Audiokommentaren gibt es über zwei Stunden brandneues Material, mit Drehortbesuchen des Regisseurs und einem wundervollen Kneipen-Gespräch des Abfahrer- Teams über „damals“. Auch die BANG BOOM BANG-Macher Peter Thorwarth und Christian Becker kommen zu Wort und erzählen von ihrer Begeisterung für die Trilogie. Auf einer CD befinden sich die Soundtracks von DIE ABFAHRER und JEDE MENGE KOHLE.

Die Blu-ray-Edition erscheint exklusiv in einer auf 1000 Stück limitierten Deluxe-Edition im Hartkarton mit DIE ABFAHRER-Das Drehbuch, ABFAHRER-Lederschwamm, Poster-Set, Postkarten-Set und Aufkleber-Set. Ein Rundum-sorglos-Paket, das die Herzen eines jeden Ruhrpottlers und Cineasten höher schlagen lässt.

Im Rahmen dieser Veröffentlichung von Turbine Medien präsentiert das Lichtspiel + Kunsttheater Schauburg in Dortmund am Freitag, den 08. April 2016 ab 20 Uhr die "Adolf Winkelmann´s Ruhrgebietstrilogie Kino Nacht". In Zusammenarbeit mit Turbine Medien und der Winkelmann Projekt GmbH, in Anwesenheit des Regisseurs und geladenen Gästen aus den Filmen werden "DIE ABFAHRER", "JEDE MENGE KOHLE" und "NORDKURVE" erstmals in den restaurierten Fassungen präsentiert. Ein Highlight der besonderen Art. Der Eintritt beträgt 18,00 € für die Filmnacht. 

Adolf Winkelmann

Adolf Winkelmann, geboren 1946, Kunststudium in Kassel. Ende der 60er Jahre galt er als einer der Protagonisten des Europäischen Experimentalfilms. Für „Adolf Winkelmann Kassel 9.12.67“, „31 Sprünge“ und „Es spricht Ruth Schmidt“ erhielt er 1968 in Mannheim den Josef-von-Sternberg-Preis und ein Jahr später für „Heinrich Viel“ den Großen Preis von Oberhausen. Er vertrat den deutschen Experimental- und Dokumentarfilm unter anderem bei Festivals in Knokke, Rotterdam, New York, Paris.

1975 kehrt Winkelmann zurück ins Ruhrgebiet. Nach einer Reihe von Fernseharbeiten entstand 1978 sein erster Kinospielfilm „Die Abfahrer“, kurz danach der Kultfilm „ Jede Menge Kohle „ gedreht in Cinemascope im Ruhrgebiet und Untertage. Für den Deutschen Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover portraitiert Winkelmann auf 35 Leinwänden in seiner Film-Installation DEUTSCHLAND.PICT die 16 Deutschen Länder.

Große Popularität und Anerkennung erhielt sein Film „Contergan – Eine einzige Tablette “, der u.a. 2008 als Bester Film mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldenen Kamera und dem Bambi ausgezeichnet wurde.

28. Mai 2010 Uraufführung seiner dreiteiligen Filminstallation „ Fliegende Bilder/Flying Pictures“ für das Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund. 2015 Dreharbeiten seines neuen Kinofilms“ Junges Licht“ nach dem gleichnamigen Roman von Ralf Rothmann.

Adolf Winkelmann ist Mitglied der European Filmacademy, der Deutschen Filmakademie und der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Dortmund.

Reisefilmfestival zu Gast in Dortmund

Der Filmklub Dortmund e.V. präsentiert vom 8. bis 10. April zum zehnten Mal das Bundesfilmfestival REISEFILM. Im großen Werkssaal der DSW21 heißt es dann "An einem Wochenende um die Welt".

Der Filmklub Dortmund e.V. führt zum zehnten Mal das Bundesfilmfestival Reisefilm durch. Das Festival ist eine Veranstaltung des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA). Die Veranstaltung findet unter dem Motto "An einem Wochenende um die WELT" im Werkssaal der DSW21 AG, Von-den-Berken-Str. 10, 44141 Dortmund vom 8. bis 10. April 2016 statt.

Von Grönland bis zur Antarktis, von Alaska bis Neuseeland, aber auch mit Schwerpunkten in Europa und Afrika: Auf dem Programm stehen 34 Reisefilme, die von den jeweiligen Landesfilmfestivals weitergemeldet wurden und von einer Fachjury öffentlich diskutiert und bewertet werden. Im Foyer präsentieren sich Firmen für Tonbearbeitung, Filmschnitt, Bildbanderstellung und Reisebücher.

Das Festival präsentiert die besten und interessantesten Reisefilme von nichtkommerziellen Filmemacherinnen und Filmemachern aus allen 16 Bundesländern. Zwei Dortmunder Klubmitglieder haben sich qualifiziert: Helga Momper mit "östliches Mittelmeer" und Michael Preis mit "Ägyten - von Leben und Tod".

Programmablauf

Freitag, 8. April, 15:30 Uhr: Empfang im Foyer, der Filmklub lädt alle Gäste zu einem Sektempfang ein, anschließend im großen Werkssaal der DSW21 AG Eröffnung der Veranstaltung und Beginn der Projektion bis ca. 22:30 Uhr

Samstag 9. April, 10 Uhr im großen Werkssaal der DSW21 AG: Fortsetzung der Projektion anschließend Jurydiskussion bis 18:15 Uhr, ab 19:30 Uhr Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein mit Abendessen

Sonntag 10, April, 10 Uhr im großen Werkssaal der DSW21 AG: Fortsetzung der Projektion, Jurydiskussion, Abstimmung, feierliche Preisverleihung bis 16:15 Uhr

Mittwoch, 30. März 2016

8. Philharmonisches Konzert setzt auf einen melodien_rausch

Johannes Moser. Foto: Uwe Arens
Ein großer „melodien_rausch“ erwartet die Besucher am 19. und 20. April beim 8. Philharmonischen Konzert der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus. Dafür sorgt ein durch und durch romantisches Programm mit Werken von Weber und Franck sowie Dvořáks großem Cellokonzert: Starcellist Johannes Moser gibt unter GMD Gabriel Feltz sein Debüt mit den Philharmonikern.

Als Gipfelpunkt der Celloliteratur gilt das Solokonzert von Antonín Dvořák.Mit diesem Höhepunkt des romantischen Repertoires gibt einer der Stars derheutigen Tage endlich sein Debüt mit den Dortmunder Philharmonikern: Johannes Moser. Gemeinsam mit GMD Gabriel Feltz und dem Dortmunder Orchester wird er dieses große Werk in all seinen Facetten durchleuchten: Melancholische und dramatische Passagen, resignative und tänzerische Momente stellt Dvořák in ein großes Wechselspiel. Als zweites großes Werk erklingt die Sinfonie d-Moll von César Franck.Desse n Kollege Charles Gonoud bezeichnete diese nach ihrer Uraufführung als ein „bis zum Dogma getriebenes Bekenntnis zur Impotenz“. Doch schnell hat sich die breite Ablehnung gewandelt, heute erfreut sich diese französische Sinfonie großer Anerkennung. Franck knüpft an Beethovens Werke an, findet zugleich aber zu einer ganz eigenen Musiksprache, die nach einem von Harfen umflorten zweiten Satz in ein hymnisches Finale mündet. Als Auftakt erklingt Webers stürmische Ouvertüre „Beherrscher der Geiste“. Das einzig verbliebene Stück aus der frühen Oper über Rübezahl ist ein wildes Konzertstück zwischen furiosen Presto-Passagen, lyrischen Melodien und choralhaften Gipfelpunkten. Ein echter melodien_rausch eben!
………………..

Termine: 19.+20.04.2016, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund, 19.15 Uhr Einführung mit GMD Gabriel Feltz.

Karten kosten zwischen 19 und 42 Euro, erhältlich an der Theaterkasse im Opernhaus, unter Tel: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

Weitere Infos: www.doklassik.de

Oper: Matinee zu "Peter Grimes"

Emily Newton
Am Sonntag, 3. April 2016, 11.15 Uhr, führen Regisseur Tilman Knabe sowie der musikalische Leiter Generalmusikdirektor Gabriel Feltz in die Oper PETER GRIMES von Benjamin Britten im Foyer des Opernhauses ein. Zum ersten Mal wird damit eine große Oper des englischen Komponisten in Dortmund zu erleben sein. Brittens Musik, die die Errungenschaften der Moderne aufnimmt, verbindet sich mit einer dichten, packenden Handlung und überzeugenden, psychologisch fein entwickelten Figuren. Sopranistin Emily Newton, Mezzosopranistin Martina Dike und Bassbariton Morgan Moody werden musikalische Kostproben vorstellen. Moderiert wird die Matinee von Georg Holzer, Chefdramaturg der Oper Dortmund.

Benjamin Britten (1913-76) ist der meistgespielte im 20. Jahrhundert geborene Opernkomponist. In Dortmund jedoch wurde noch nie eine seiner großen Opern gegeben. Opernintendant Jens-Daniel Herzog hat nun erstmals eine Britten-Oper auf den Spielplan gesetzt.

Der Fischer Peter Grimes gilt unter den Menschen in seinem Dorf als Sonderling. Berüchtigt sind seine Gewaltausbrüche gegen seine Lehrjungen. Zwar wird er zu Beginn des Stücks von dem Vorwurf freigesprochen, seinen jungen Gehilfen während eines Fischfangs bewusst durch Erschöpfung in den Tod getrieben zu haben, doch als auch John, sein neuer Lehrknabe, spurlos verschwindet, wird die Dorfgemeinschaft zur Meute, die Grimes in den Todhetzt.

Mit Benjamin Brittens Erstlingswerk PETER GRIMES aus dem Jahr 1945 schlug die Geburtsstunde der modernen und international gespielten englischen Oper. Nicht nur PETER GRIMES eroberte binnen kurzer Zeit die Bühnen der Welt, auch Brittens weitere Opern waren große Erfolge und sichern ihm bis heute hohe Aufführungszahlen.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

Dienstag, 29. März 2016

Schauspiel: Gastspiel "Einstein" hat Samstag Premiere

Szene aus "Einstein".   Foto: Oskar Neubauer
Das Gastspiel "Einstein" hat Premiere am Samstag (2.4.) um 20 Uhr Premiere im  Schauspielstudio.

Zwischen Darstellung und Abstraktion ausgewählter Aspekte der Einsteinschen Relativitätstheorie spannt das Kollektiv I CAN BE YOUR TRANSLATOR in seinem zweiten Musiktheaterprojekt „Einstein“ assoziative Felder zwischenmenschlicher Beziehungen von Harmonie und Differenzen auf. Innerhalb dieser wird bei der Suche nach Berührungspunkten von objektiver und subjektiver Zeit – von Theorie und Lebenswirklichkeit – von Wirklichkeiten und Inszenierung visuell und akustisch, mit künstlerisch-spielerischen Mitteln der Musik und der Sprache eine Gleichung aus wissenschaftlichem Tutorial und biographischen Fragmenten mit diversen Unbekannten erzeugt. Die Gleichung zu lösen, ist ein herausfordernder Prozess, der auf verschiedenen Ebenen variierender Geschwindigkeiten passiert. Das Ergebnis? Offen.

Gefördert von: Aktion Mensch, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, DEW 21, Kulturbüro der Stadt Dortmund

von und mit:

Kathrin Eckhoff, Linda Fisahn, Julia Hülsken, Bastian Ostermann, Anna Reizbikh, Christian Schöttelndreier, Laurens Wältken

Künstlerische Leitung: Lis Marie Diehl, Christoph Rodatz
Musikalische Leitung: Christian Fleck
Kostüm: Julia Strauß

www.icanbeyourtranslator.de

Premiere am 2. April 2016, 20 Uhr

Weiterer Termin: 30. April 2016, 20 Uhr

Mehmet Akbas Trio im Theater im Depot

Mehmet Akbas
Das Mehmet Akbas Trio tritt am Freitag (1.4.), 20 Uhr im Theater im Depot auf.

Die Musik von Mehmet Akbas ist Avantgarde, ohne die Wurzeln zu verleugnen. Westliche und östliche Instrumente, Belcanto und das einfache Hirtenlied finden durch die Improvisationsfähigkeit des Sängers wie selbstverständlich zueinander.

Mehmet Akbas nimmt seine Zuhörer mit auf die Reise in seine individuelle Klangwelt aus kurdischer Musik in ihrer zeitgemäßen Interpretation. Sein Repertoire umfasst nicht nur Stücke in den kurdischen Sprachen Zazaki, Kelhori, Kurmanci und Sorani, auch türkische, armenische Stücke und persische Kompositionen in Farsi sind selbstverständlich Teil seines Programms.

Veranstalter: Dost Kitabevi Dortmund in Kooperation mit dem Theater im Depot

Vorstellung:
FR 01.04.2016 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 12,00 € / AK 15,00 €
Ort: Theater im Depot
Gesang: Mehmet Akbas
Geige: Nurê Dilovani
Oud, Clarinet, Gitarre: Koray Berat Sari

Montag, 28. März 2016

Fletch Bizzel: Uta Rotermunds "Tarzan spült nicht!" hat Premiere

Uta Rotermund
Hier kommt das Fletch-Bizzel-Programm vom 1. bis 10. April:

Fr. 01. + Sa. 02. April 20:00 Uhr €19,- / 13,- (erm.)
Uta Rotermund "Tarzan spült nicht!" Premiere
Jahrzehnte war man Frau, plötzlich ist man ein Mensch mit Menstruationshintergrund. Da nutzen alle Betäubungsmittel nichts. Am nächsten Morgen steht das Grauen wieder am Bett und schreit: Morgen! Willkommen in der Wirklichkeit! Und dann guckt man auf den Kalender und sieht: Das eigene Haltbarkeitsdatum läuft ab! Von nun an lautet das wichtigste Wort: Nein! Ohne Danke. Das kann weg, der kann weg, die kann weg. Sicher können sich Menschen ändern, aber nicht mehr in meiner Wohnung. Männer, wenn überhaupt, nur noch ambulant, nicht mehr stationär. Die Queen ist nicht mehr amüsiert und Jane will die Liane nicht mehr greifen. Denn das ist sicher: "Tarzan spült nicht!"

Mi. 06. April 20:00 Uhr €17,- / 8,- (erm.)
Emscherblut: Mittwoch-Special-Improshow
SchauspielerInnen und ein Musiker stellen sich dem Unvorhersehbaren und spielen nach Ihren Vorschlägen. Spontane Geschichten, spannende Charaktere und überraschende Ereignisse - ein Feuerwerk an Stories, Sketchen und Songs.
Nehmen Sie Einfluss auf das Geschehen und genießen Sie ungebremste Spielfreude und Situationskomik.
Kurz: Geben Sie uns Ihr Wort - wir machen Ihnen eine Szene!

Fr. 08. + Sa. 09. April 20:00 Uhr €17.- / 8.- (erm.)
Ensemble Fletch Bizzel "Die Nervensäge"
Von Francis Veber Regie: Matthias Kutschmann
Mit: Murat Kayi, Hans-Peter Krüger, Angelo Micaela, Sandra Schmitz und Betty Stöbe
Ralph, ein Profi-Killer, soll im Auftrag der Mafia einen unbequemen Kronzeugen umnieten.
Vis-a-vis vom Gericht checkt er in ein Hotel ein. Von dort will er den Verräter mit einem präzisen Schuss erledigen. Das Nebenzimmer aber hat ausgerechnet der spleenige Pignon gemietet. Seine Frau hat ihn verlassen und er will sich umbringen. Der Versuch sich in der Dusche zu erhängen geht gründlich schief und alarmiert den Killer nebenan. Ralph will natürlich jede Unruhe vermeiden, ein Selbstmörder würde seinen schönen Plan zerstören. Widerwillig spielt er den Therapeuten und versucht Pignon zu beruhigen. Der Irrsinn nimmt seinen Lauf ...
"Die Nervensäge" ist eine rasante Komödie, sie wurde unter dem Titel "Buddy,Buddy" mit Walter Matthau und Jack Lemmon verfilmt. Das turbulente Drama lebt vom urkomischen Verwirrspiel der beiden Protagonisten, sie verwickeln nicht nur sich selbst, sondern auch das Hotelpersonal, die Ehefrau, einen Arzt und die Polizei in ein quirliges Slapstickspektakel, an dessen Ende die Nerven blank liegen und die Lachmuskeln einen Kater haben.

So. 10. April 18:00 Uhr €17,- / 08,- (erm.)
Kai Bettermann Solo "René Reloaded" - Schlager, Strom und Watt von Liebe
Eigentlich soll René auf der Bühne eines Varietés nur die Beleuchtung reparieren, aber es geschehen unheimliche Dinge. Die Geister großer Stars scheinen die Bühne besetzt zu haben.
Wenn René etwas berührt, verwandelt er sich in Johnny Cash, Gilbert Bécaud, Elvis Presley, Dalida und viele mehr. "René reloaded" heißt die musikalische wie darstellerische Paradenummer für den Schauspieler Kai Bettermann und den Gitarristen Rainer Vollmer.
Kritiken Rheinische Post Duisburg: "René reloaded" ist ein Theater-Solo von und mit dem virtuosen Schauspieler Kai Bettermann, Das sind 70 Minuten reiner und nur halb ironischer Schlagerspaß. Das Publikum sang in der Premiere manchmal mit - und lachte sich dabei halb tot, zum Beispiel bei "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" (als Jürgen Marcus). Kein Auge bleibt mehr trocken, wenn René zu Elvis wird.
WAZ Duisburg: 70 Minuten problemlose Unterhaltung.

Kartenreservierung
Über das weitere Programm des Theaters Fletch Bizzel können sich alle Interessierten informieren im Internet auf unserer Homepage www.fletchbizzel.de
oder www.geierabend.de oder www.ruhrhochdeutsch.de . Karten können sie komfortabel und bequem kaufen oder reservieren lassen über die Homepage bzw. im TicketShop des Theaters kaufen: mo. - fr. von 10 - 18 Uhr bei unseren freundlichen und kompetenten ServicemitarbeiterInnen.

Theater Fletch Bizzel
Humboldtstraße 45 · 44137 Dortmund
Tel. 0231 - 14 25 25 · Fax 0231 - 14 17 19
Email: karten@fletch-bizzel.de

Thomas Glavinic liest bei transfer

Thomas Glavinic
Thomas Glavinic liest am 5. April um 20 Uhr in der Buchhandlung transfer an der Schlanken Mathilde in Hörde. Dazu schreiben die Veranstalter:

"Im März erscheint der neue Roman von Thomas Glavinic, "Der Jonas-Komplex". Wir haben den Autor sofort zu einer Lesung eingeladen. Alle, die ihn kennen, wissen warum und alle, die ihn noch nicht kennen, sollten die Gelegenheit nutzen, diesen tollen österreichischen Autor live zu erleben."

Der Roman schildert ein Jahr im Leben eines Wiener Schriftstellers, zwischen Drogen, Alkohol und Frauen. Ein Abenteuer, das Jonas und seine große Liebe Marie bis zum Südpol führen soll. Dazu Nebenfiguren wie aus einem Tarantino-Film: Ein Anwalt der Hells Angels, ein WingTsun-Großmeister und eine Mörderin, die die Leichen ihrer Liebhaber mit einer Kettensäge zerlegt. Die wirkliche Welt trifft auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Thomas Glavinic gelingt das große Kunststück, all das in einen mitreißenden Roman über die entscheidenden Fragen zu verwandeln: Wer will ich sein? Und habe ich den Mut, die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen?

Zahlreiche seiner Romane wurden für die Bühne adaptiert und verfilmt. Zuletzt erschien "Das größere Wunder" - wozu es im April 2014 bereits eine Lesung bei transfer. gab. Thomas Glavinics Werke sind in 20 Sprachen übersetzt. Er lebt in Wien und Rom.

Quelle: S. Fischer Verlag

Beginn: 20:00 Uhr
€ 16,00 / erm. € 14,00

Sonntag, 27. März 2016

domicil: "Robert Glasper Experiment" kommt

Robert Glasper Experiment. Foto: Janette Beckman
Mit "Black Radio" landete der texanische Pianist und Keyboarder Robert Glasper 2012 das wohl aufregendste und zugleich erfolgreichste "Jazzalbum" des Jahres. Jazz? Ja, und Hip-Hop, Pop, Black Beat.

Neben "Experiment" unterhält der studierte Jazzmusiker und zugleich freigeistige Hip-Hop-Künstler auch noch ein akustisches Piano-Trio, erhielt 2012 den Rising Star Award als Jazzmusiker des Jahres in den Down Beat Kritikerpolls[5] und 2013 den "Grammy Award for the best R&B Album". Einen weiteren Grammy brachte ihm 2015 das Album "Jesus Experiment" in der Kategorie "Best Traditional R&B Performance" ein.

Mit „Black Radio 2“ (Blue Note Records) ist ihm vor kurzem abermals eine überzeugende Mischung aus Jazz, Hip-Hop, Soul und R&B gelungen. Für das Album konnte er Sänger und Rapper wie Dwele, Common, Anthony Hamilton, Faith Evans, Norah Jones und Emeli Sandé gewinnen und Snoop Dogg und Lupe Fiasco rappen darüber, in einer schnelllebigen, mitunter kaum noch zu verstehenden Welt Widerstand zu leisten und durchzuhalten. Lalah Hathaway singt bewegend "Jesus Children of America, einem Song, der den Opfern des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School in Newtown gewidmet ist.

Dazu spielen Derrick Hodge am Bass, Mark Colenburg am Schlagzeug, Casey Benjamin Vocoder und Saxophon. Letzere werden als "Experiment" zusammen mit Glasper auch live im domicil zu hören sein.

John Fordham (The Guardian):
„Als Jazzvirtuose, der sich geschickt verstellt, als HipHop-Künstler, der selten laut wird, und als Improvisator mit dem Bewusstsein eines klassischen Pianisten für die Abwägung eines jeden Klangs, besitzt Glasper sowohl die Disziplin wie auch die Fähigkeit zum freigeistigen Über-den-Teller-Schauen, um mit dem Elder Statesman dieser Tugenden, Herbie Hancock, mithalten zu könne.“

Wir empfehlen: Tickets im VVK sichern!

Raum: Saal
Einlass: 20:00 Uhr
Eintritt: 33 €
Eintritt VVK: 28 € (zzgl. Gebühren)
Ermäßigung: 30%
domicilcard

Kostenlose Stadtrundfahrt mit dem "Kulturrucksack"

Zu einer kostenlosen Stadtrundfahrt durch Dortmund am Samstag, 16. April, von 11:30 bis 17 Uhr, lädt das Kulturbüro der Stadt Dortmund Zehn- bis 14-Jährige ein.

Ziele sind ausgewählte Kulturorte, an denen es etwas zu entdecken oder auszuprobieren gibt. Ein eigens für den Kulturrucksack gecharterter Bus startet und endet am Dortmunder U. Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Stadtrundfahrt findet im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW in Dortmund statt und wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Dortmund.

Anmeldungen per Telefon 0231 50-25375 oder per E-Mail: kulturrucksack@stadtdo.de

Samstag, 26. März 2016

Depot: Heide Kemper eröffnet Ausstellung "Das kleine Format" am "ErstenWerktagDonnerstag"

Zahlreiche Ateliers und Werkstätten sind am ErstenWerktagDonnerstag eines Monats geöffnet. Schauen Sie hinter Türen und Kulissen von Kunst und Handwerk und erleben Sie die Vielfalt des Depot!

Am 7. April eröffnet Heide Kemper die Ausstellung "Das kleine Format" im 10-Meter-Stahlträger ihres Ateliers. Er stand lange Zeit störend im Raum - jetzt ist er Ausstellungsfläche.

Öffnungszeiten: DO 07.04.2016 / 17 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Depot

Themenabend zu den Cityring-Konzerten

Alexander Klaws tritt bei den Cityring-Konzerten auf
Der Cityring Dortmund veranstaltet für seine Mitglieder sowie interessierte Einzelhändler am Dienstag, 5. April, um 19 Uhr einen Themenabend zum Open-Air-Event "Cityring-Konzerte 2016".

Der Themenabend findet statt im Operntreff, im Untergeschoss des Opernhauses, Theaterkarree 1-3, ehem. Kuhstraße 12. Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden die Cityring-Konzerte stehen.
Open-Air-Event im August

Vom 26. bis 28. August 2016 verwandelt sich der Dortmunder Friedensplatz zur Festival-Bühne des Reviers. Der Initiativkreis veranstaltet am letzten Wochenende des Monats vier Open-Air-Konzerte. Mit einer Operngala, einem Musicalabend mit Alexander Klaws als Stargast, einem Familienkonzert und einer "Groove Symphonie" für Junge und Junggebliebene werden die Cityring-Konzerte zu einem weiteren Höhepunkt im Stadtleben.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Orchester der Stadt, die Dortmunder Philharmoniker. Zusammen mit Solisten der Oper Dortmund und hochkarätigen Star-Gästen repräsentieren sie die Vielfalt Dortmunds. Beim Themenabend des Cityrings erhalten die Gäste ausführliche Hintergrundinformationen zur Idee und Veranstaltung sowie weitere Programmdetails.

Die Teilnahme am Themenabend ist kostenfrei. Interessenten sind gebeten, sich verbindlich per E-Mail anzumelden: huebner@weckbacher.com

Freitag, 25. März 2016

50 Jahre Opernhaus: die Entstehung einer Ausstellung

Gerhard Langemeyer, Dominik Olbrisch,
Marie König, Jens-Daniel Herzog, Bettina Pesch
und Michael Petmecky bei der Eröffnung der Ausstellung

Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Eine Ausstellung im Foyer des Opernhauses erzählt die Geschichte der Planung und Entstehung des Bauwerkes.

"Den Blick auf etwas lenken, was vorher noch nicht so betrachtet worden ist, den Fokus verändern und Zusammenhänge zeigen: Das sind einige der Beweggründe, aus denen heraus die Jubiläumsausstellung 'Gestaltung und Erlebnis - Das Opernhaus 1966' entstanden ist."

So formuliert es Marie König im Programmheft "50 Jahre Opernhaus", das anlässlich des Jubiläumsfestaktes am 12. März 2016 und der Aufführung von Richard Strauss' "Der Rosenkavalier" an die Gäste verteilt wurde.

Die Ausstellung, die am selben Abend im Foyer des Opernhauses eröffnet wurde, erzählt die Geschichte der Planung und Entstehung des Dortmunder Bauwerkes. Gezeigt werden Bilder und Fotos, Zeichnungen und Zeitungsartikel: Kuriositäten, die einen schmunzeln und staunen lassen - und allerlei Wissenswertes, das in Bücherkisten und Aktenordnern Jahrzehnte geschlummert hat.

Zutage gefördert, sortiert und ausgewertet hat die Dokumente Dr. Gerhard Langemeyer. Der Kunsthistoriker und Oberbürgermeister a.D. hat die Jubiläumsausstellung kuratiert. Mit einem kleinen Team, dem auch Dramaturgieassistentin Marie König und der Student Dominik Olbrisch angehörten, hat er in nur drei Monaten eine beeindruckende Schau zusammengestellt, die den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die elf Jahre dauernde Planungs- und Umsetzungsphase bis hin zur Eröffnung des Opernhauses gibt

Titus Waldenfels und Jens Pollheide im Sissikingkong

Titus Waldenfels
Täglich, so heißt es, grüße das Murmeltier, zumindest jährlich einmal gastieren Titus Waldenfels (München) und Jens Pollheide (Dortmund) am elektrischen Kamin im Sissikingkong. Ihr 2016er Termin fällt auf den kommenden Donnerstag,den 31. März, 20 Uhr, wobei Pollheide dann erstmals im Rahmen von Ekamina sein musikalisches Projekt JeLoPoSta präsentieren wird.

Titus Waldenfels stellt für sich allein bereits ein kleines Ensemble dar. Er spielt gleichzeitig diverse Saiteninstrumente, mit den Füssen einen Basssynthesizer, eigene Percussionskonstruktionen und auch noch die Bassmundharmonika. Damit erzeugt er unerhörte Klänge, die manchmal an die Klangcollagen Pascal Comelades, manchmal an den virtuosen David Lindley, aber auch an den Urgründer der one-man-band, Jesse Fuller, erinnern.
 
Musik als Theater für die Ohren. Genres wie Blues, Jazz oder Country klingen an, Texte und deren Inhalte spielen eine große Rolle, ebenso wie Improvisation und der Mut, eigene und teils neue Wege zu gehen. Der Zuhörerschaft wird keine Ware serviert, sondern sie ist herzlich eingeladen, an einem Prozess der musikalischen Entwicklung teilzunehmen, der ganz maßgeblich von direkter Verständigung zwischen Spieler und Hörer lebt. 

Titus Waldenfels spielte mit den legendären Embryo, mit Mal Waldron und dem New Yorker Saxophonisten Monty Waters.
 
JeLoPoSta - hinter diesem obskuren Bandnamen verbergen sich Lothar Stahl und Jens Pollheide, die jahrelang die Rhythmsection der Münchener Ur-Weltmusik Band Embryo waren.
So entwickelten sie ein Zusammenspiel, das es ihnen erlaubt, über die rhythmischen Strukturen bulgarischer Volksweisen genauso zu improvisieren wie über orientalische Makams und Jazz.
Im März/April sind die beiden Musiker mit dem Baritonsaxophonisten Giuseppe Doronzo auf Tour.

Donnerstag, 24. März 2016

Kunstbonbon zeigt Bilder von Gudrun Kattke

Marländler Essenz ist – richtig geraten – kein Magenbitter, sondern Gudrun Kattkes wunderschöne, teils rätselhafte Interpretation des Märchenlandes oder ähnlicher Gegenden, die ab 9. April im Kunstbonbon an der Chemnitzer Straße 11 zu sehen sind.

Wir sehen „Schneeweißchen und Schneerosenrot“: Schicht um Schicht entsteigen sie etwas verschwommen und unwirklich aus dem Bild dem Betrachter entgegen und entsprechen so dem irritierten Gefühl „Moment mal – das hieß doch irgendwie anders...und worum ging es da noch mal?“ Dann sehen wir u.A.“Des Kaisers neue Kleider“ und erleben wieder dieses unklare Gefühl...der Kaiser ist fast transparent - weil aus Folie und Klebeband gefertigt. Das verleiht ihm eine Art Gespensterhaftigkeit, die allerdings durch die sehr männlichen Attribute sofort wieder zunichte gemacht wird. Und gerade dadurch, dass er nicht nur nackt ist, sondern nicht „nackig-rosa“, kommt in die Mär oder Parabel noch eine weitere Erkenntnis dazu: er ist noch nicht einmal als nackter Mensch so richtig erkennbar, sondern lediglich ein Schemen, ein „Fast-Nichts“...(Evtl. Ähnlichkeiten mit zeitgenössischen Regenten oder Staatsoberhäuptern sind rein zufällig und nicht beabsichtigt!) Und so geht es weiter im Märchenland: ist es jetzt nur die altbekannte Geschichte oder sind da noch andere Hinweise?

Noch dazu hat Gudrun Kattke sich frei gemacht von Einschränkungen wie zusammen „passenden“ Materialien, Bildern oder Objekten. Sie schichtet, stapelt, steckt, klebt, drahtet alles zusammen, was ihr in die Finger kommt und ihrer momentanen Vorstellung entspricht. So entstehen opulente Bilder, Collagen und Objekte, Installationen und dreidimensionale Stillleben, die den Betrachter irgendwie nicht loslassen. Selbst wenn sich manchmal keine fassbare Bedeutung ergeben wird – man kann sich auch in Betrachtung der Einzelteile ergehen, das Wiedererkennen genießen und den dadurch ausgelösten Gedankengängen folgen. Gerade durch die häufige Widersprüchlichkeit oder Unlogik mit der die einzelnen Teile zusammengefügt sind, erhält jedes Werk die volle Aufmerksamkeit.

Da die Künstlerin sich gerade bei Objekten oder Installationen überwiegend an Fundstücken bedient, die den Weg zu ihr finden, ist es das Eintauchen in eine frühere Welt oder die Welt der eigenen Kindheit. Und genau das will Gudrun Kattke damit erreichen: die „WeltErinnerung“! Mit ihrer schon fast archäologischen Vorgehensweise bezweckt sie die Darstellung des Gewesenen.

So wie Märchen, Fabeln und Sagen von einer Generation an die nächste weitergegeben wurden, so gibt sie die Erinnerung an Dinge und Ereignisse weiter, die früher unseren Alltag begleitet haben oder noch immer täglich präsent sind. Erzählt Geschichten in ihren Arbeiten und entführt den Betrachter in eine Art Märchenland...

„Märländler Essenz“: eine Essenz ist in der klassischen Philosophie das Wesen eines Dings. Und im Allgemeinen ist eine Essenz etwas Hochkonzentriertes, das man pur kaum genießen kann und das erst wohlschmeckend wird, wenn man es verdünnt. Aber Gudrun Kattke ist nicht die Künstlerin, die verdünnt und dann „Wohlschmeckendes“ serviert! Also wenden wir uns besser der philosophischen Deutung zu – das tut man bei Märchen ja auch, wenn man sie als Erwachsener noch mal liest oder hört. Und erschrickt bei den Grausamkeiten, die man da entdeckt und die man als Kind nicht als erschreckend empfunden hat. Und auch das ist „WeltErinnerung“: Altbekanntes und Überliefertes aus der Kindheit und Jugend noch einmal betrachten und reflektieren. Vielleicht sogar die bisherige Meinung, die man zu einigen Dingen oder Vorkommnissen hatte überdenken und ggf. anpassen? Und so die „WeltErinnerung“ ein bisschen besser machen?!

Gudrun Kattke ist schon als Kind eine Entdeckerin gewesen: in Alltagssituationen hat sie ihre „Schätze“ entdeckt und in einen ihr genehmen Kontext gestellt. Hat sich eine eigene kreative Kinderwelt erschaffen u.A. mit vom Schuster geschenkter „Beute“: Lederresten. Und so war es eigentlich völlig klar, dass sie sich der Kunst zuwandte.

Nach dem Studienabschluss 1998 trat sie 1999 dem Vestischen Künstlerbund bei, 2000 war die Aufnahme in die „Dortmunder Gruppe“ und seit 2011 ist sie Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund. So bestückt sie seit vielen Jahren mit ihren Bildern, Objekten, Installationen und Performances Ausstellungen quer durch Deutschland über die Niederlande, Frankreich, Großbritannien bis nach Korea.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann besuchen Sie doch die Vernissage am 09.04.2016 um 15.00 Uhr. Dann können Sie Gudrun Kattke „live“ erleben, denn es gibt eine Welturaufführung: „Märländler Gstanzl mit Gundl und dem Icki Bua“! Und eine Ukulele ist auch mit im Spiel...

Gudrun Kattke ist auch am 26.04. und am 03.05. im Kunstbonbon anwesend – falls jemand noch Fragen hat...

Die Ausstellung dauert bis Freitag den 13.05.2016 (wie passend für Märchen und Mythen)

Depodest: eine Kooperation von Depot und FH Dortmund

Vom 7.-10. April 2016 findet die von Studierenden organisierte Ausstellung PODEST in der Mittelhalle des Depot statt. Die PODEST ist eine halbjährlich stattfindende Ausstellung des Fachbereichs Design. Dieses Mal zeigen 160 Nachwuchsdesigner aus den Bereichen Szenografie, Objekt- und Raumdesign, Kommunikationsdesign, Film und Fotografie mit ihren Arbeiten das vielfältige Studienangebot der Fachhochschule Dortmund.

Zusätzlich zur Ausstellung gibt es jeweils um 19 Uhr ein Abendprogramm:

DO 7.04. - Vernissage mit DJ-Set
Nicht nur auf der Bühne mit seiner Band „The Rival Bid“, sondern auch an den Plattenspielern beweist Maurice Margraf einen nostalgischen Musikgeschmack, dem man ohne jeden Zweifel das Attribut „very british“ zusprechen kann. Von „Kennst Du den noch?“ bis hin zu aktuellen Schätzen der Musikszene zwischen Indie und minimalistischen Electronics lässt er jedenfalls nichts aus …
Eintritt frei

FR 8.04. - Open Stage:
Wir laden alle kreativen Köpfe zur offenen Bühne ein. Du wolltest schon immer zeigen was Du kannst, aber bisher noch nicht die Möglichkeit und Plattform gehabt Dich zu präsentieren? Alles kein Problem! Ganz egal ob Musik, Poetry Slam, Sketch oder einfach nur die Präsentation von Deiner kreativen Arbeit. Der Open Stage sind keine Grenzen gesetzt. Davor und danach spielt Black Rust Sänger und Gitarrist Jonas Künne ein Soloset. Da wir nur 6 Startplätze von maximal 10 Minuten vergeben können, meldet Euch bitte vorab unter:
depot@depotdortmund.de
Eintritt frei

SA 9.04. – Doppellesung mit Patrick Salmen und Sascha Bisley:
Sascha Bisley, ein Typ, der polarisiert. Früher gewalttätiger Hooligan, heute Künstler und Multitalent. Er fotografiert, schreibt Drehbücher und Theaterstücke. Patrick Salmen ist ein Wuppertaler Autor, Slam Poet und Lese-Kabarettist, der humoristische Kurzgeschichten auf die Bühne bringt. Erstmalig sind sie als Doppelpack auf der Bühne!
Eintritt 5 €

SO 10.04. - aniYo kore Live:
Die beiden Dortmunder von [aniYo kore] wollen in keine Schublade passen. Hier treffen handgefrickelte BrokenBeat/TripHop Drums auf minimalistische Lo-Fi Gitarren. Neo-elektronische Orgeln und E-Pianos paaren sich mit Dub-echoes und bilden die ausufernde Fläche für einen pulsierenden Vocal. Ein Voodoo in Mono. Tiefe Bässe durchdringen die Physis und lassen die Stimme des Duos vor dem Geist des Zuhörers schweben.
Eintritt frei
-------------------

Termin: DO 07. bis SO 10.04.2016
Vernissage: DO 07.04. um 19 Uhr
Öffnungszeiten Ausstellung:
Do.07.04. / Fr. 08.04.: 19-22 Uhr
Sa. 09.04. / So. 10.04.: 11-22 Uhr
Finissage: SO 10.04. um 17 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Halle im Depot
Kontakt: depot@depotdortmund.de, Tel. 0231-900 806

Mittwoch, 23. März 2016

Flash-Dance-Woche im Dietrich-Keuning-Haus

Namhafte Choreografen aus dem In- und Ausland kommen nach Ostern ins Dietrich-Keuning-Haus. Sie bieten tanzbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen 13 Workshops zu verschiedenen HipHop-Tanzstilen an.

Von Breakdance und Streetstyle über Popping, New Style, House, Ragga Dancehall bis zu Lyrical Hip Hop, Commercial Jazz und Contemporary Mix. Bei dieser ersten "Flash Dance Week" vom 29. März bis 1. April können Anfängerinnen und Anfänger Neues lernen und Fortgeschrittene ihre Kenntnisse vertiefen oder perfektionieren.

Die Workshops beginnen an allen Tagen (Dienstag bis Freitag) um 15 Uhr, 16:15 Uhr und 18:15 Uhr. Die Workshops jeweils um 15 Uhr sind für Anfänger gedacht und für alle unter 15 Jahren kostenfrei. Ab 19 Uhr geht es täglich weiter im Afterworkshop-Partykeller. Am Samstag, 2. April, gibt es nur einen Workshop von 14 bis 15:30 Uhr.

Am Ende steht eine große HipHop-Party "Flash-Back to the Roots" am Samstag, 2. April im Partykeller des Dietrich-Keuning-Hauses, bei der von der Live-Band über DJs und MCs bis zu Tänzern, Graffiti-Künstlern und Skateboardern alle gemeinsam feiern (Einlass ab 16 Uhr, Eintritt 4 Euro). Die Party ist eine Kooperation mit der Skateboardinitiative Dortmund e. V., DEW21, dem Verein junger Deutsch-Afrikaner e.V., den Choreographen Jay Jay Jermain und David Smith/Move & Soul Company.

Die beteiligten Choreografinnen und Choreografen sind:

Anna Miller (Dancehall)
Jay Jay, Baiba Klints, Johnny Vongratsavai und Kenzo Alvares (HipHopNewstyle)
Kuya (Breakdance)
Sergey Mishchurenko (Contemporary)
Christian Titz (HipHop Lyrical)
Pam Balz (Streetstyle)
Lisa Kluver (Commercial Jazz)
Cleopatra (Popping)
David Smith (Contemporary HipHop)
und als Special Guest Mec Giasar

Zum Thema

Die Tageskarte kostet 20 Euro, ein FlashPass für alle Tage und Workshops 75 Euro. Die Flash Dance Woche ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturrucksack NRW, den Choreographen Jay Jay Jermain und David Smith/Move & Soul Company.

HMKV: "Whistleblower & Vigilanten" eröffnet am 8. April

Die Ausstellung "Whistleblower & Vigilanten. Figuren des digitalen Widerstands" im Hartware Medienkunstverein im Dortmunder U eröffnet am 8. April um 19 Uhr und ist dann bis zum 14. August zu sehen.

Um was geht es? Um 1996 begannen die ersten KünstlerInnen und NetzaktivistInnen (wie Electronic Disturbance Theater und etoy), mittels „elektronischem zivilen Ungehorsam“ z.B. auf die zunehmende Kommerzialisierung des Netzes hinzuweisen. Seitdem hat sich mit dem sogenannten „Internet Vigilantism“ (oder „Digilantism“) ein radikaler Online-Aktivismus entwickelt. Die Ausstellung “Whistleblower & Vigilanten. Figuren des digitalen Widerstands“ fragt, was Hacktivisten, Whistleblower und (Internet-)Vigilanten verbindet. Wie sehen die Rechtsvorstellungen der unterschiedlichen Akteure aus? Gibt es Gemeinsamkeiten? Wer spricht und handelt für wen und im Sinne welches (höheren) Rechts? Ein Schwerpunkt der Ausstellung wird insbesondere auf den unterschiedlichen Rechtsvorstellungen und Selbstlegitimierungsstrategien liegen, mit denen die Akteure – seien es Aktivisten, Whistleblower, Hacker, Onlineaktivisten oder Künstler – ihr Handeln begründen.

Eine Ausstellung mit Arbeiten von 419eater.com, !Mediengruppe Bitnik, Anonymous, Julian Assange, John Perry Barlow, William Binney, Critical Art Ensemble, Cypherpunks, Lutz Dammbeck, DIS, Thomas Drake, Electronic Disturbance Theatre, Daniel Ellsberg, Etoy, Omer Fast, Dominic Gagnon, Ted Kaczynski (a.k.a. Unabomber), Neo-Luddism, LulzSec, Chelsea Manning, Tim May, Metahaven, Netzpolitik / #Landesverrat, Trevor Paglen, Peng! Collective, Jesselyn Radack, Milo Rau / IIPM - International Institute of Political Murder, Edward Snowden, Clark Stoeckley, Telecomix, UBERMORGEN, WikiLeaks, u.a.

Kuratiert von Inke Arns und Jens Kabisch

Eintritt: 5 € / 2,50 € ermäßigt

Dienstag, 22. März 2016

Oper: Benjamin Brittens "Peter Grimes" hat Premiere am 9. April

Benjamin Britten
Zum ersten Mal in Dortmund: "Peter Grimes" von Benjamin Britten hat Premiere am Samstag, 9. April 2016, im Opernhaus Dortmund.

Benjamin Britten (1913-76) ist der meistgespielte im 20. Jahrhundert geborene Opernkomponist. In Dortmund jedoch wurde noch nie eine seiner großen Opern gegeben. Nun hat Opernintendant Jens-Daniel Herzog eine Britten-Oper auf den Spielplan gesetzt. PETER GRIMES hat in der Inszenierung von Tilman Knabe am Samstag, 9. April 2016, um 19.30 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere. Peter Marsh aus dem Ensemble der Oper Frankfurt singt die Titelpartie. Als Ellen Orford wird Emily Newton zu sehen sein. Des Weiteren werden Ks. Hannes Brock, Judith Christ, Martina Dike, Thomas Günzler, Sangmin Lee, Karl-Heinz Lehner, Morgan Moody, Fritz Steinbacher, Ashley Thouret und Tamara Weimerich zu sehen sein.

Den Stoff zu seiner ersten Oper fand Britten in der Verserzählung „The Borough“ von George Crabbe. Der menschenscheue Fischer Peter Grimes träumt von einer Heirat mit der gutmütigen Lehrerin Ellen Orford. Zwischen den beiden steht jedoch Peters Obsession, Gewalt gegen seine Lehrjungen zu gebrauchen. Zu Beginn des Stücks wird er von dem Vorwurf freigesprochen, seinen Lehrjungen während eines Fischfangs bewusst durch Erschöpfung in den Tod getrieben zu haben, doch als auch John, sein neuer Gehilfe, spurlos verschwindet, wird die Dorfgemeinschaft zur Meute, die Peter in den Tod hetzt.

Auch wenn dieser Peter Grimes sicher kein Sympathieträger ist: Britten hat sein Schicksal mit viel Mitleid und Einfühlungsvermögen gezeichnet und dadurch eine der großen, unergründlichen Figuren der Operngeschichte geschaffen. Grimes ist beides, Täter und Opfer. Einer, der weiß, wo sein Weg hinführen müsste, aber gegen seine eigene dunkle Seite nicht ankämpfen kann.

Mit Benjamin Brittens Erstlingswerk PETER GRIMES aus dem Jahr 1945 schlug die Geburtsstunde der modernen und international gespielten englischen Oper. Brittens Musik, die die Errungenschaften der Moderne aufnimmt, verbindet sich mit einer dichten, packenden Handlung und überzeugenden,
psychologisch fein entwickelten Figuren. Nicht nur PETER GRIMES eroberte binnen kurzer Zeit die Bühnen der Welt, auch Brittens weitere Opern waren große Erfolge und sichern ihm bis heute hohe Aufführungszahlen.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

Mayersche: Hubertus Meyer-Burckhardt liest aus "Meine Tage mit Fabienne"

Hubertus Meyer-Burckkardt
In der Mayerschen Buchhandlung am Westenhellweg 37-41 liest Hubertus Meyer-Burckhardt am 14. April um 20.15 Uhr aus seinem neuen Roman "Meine Tage mit Fabienne".

Das Buch: Mal ein Käsegeschäft, mal ein Plattenladen. Nun ein Hutgeschäft. Es waren schon immer Bereicherungen für die Straße mitten in Berlin, die im Erdgeschoss des Hauses ein- und auszogen. Simon hat sie alle geschätzt. Fabienne, die charmante und lebensfrohe Elsässerin und Hutmacherin, stellt sie nun aber alle in den Schatten. Mit ihrem Hutgeschäft - und noch mehr mit ihrem Temperament und Charme - mischt sie die acht Parteien des Hauses fröhlich auf, insbesondere jedoch Simons Leben...

Der Autor: Hubertus Meyer-Burckhardt, 1956 in Kassel geboren, betrat bereits im Alter von 15 Jahren die Bühne des dortigen Staatstheaters und wusste gleich, dass er einmal "irgendetwas mit Unterhaltung" machen wollte. Was lag da näher, als in München die Hochschule für Fernsehen und Film zu besuchen. Er wurde TV-Produzent. Es folgten viele Filme - und viele Preise, und danach Jahre im Vorstand der "Axel Springer AG" sowie bei "ProSieben Sat1" und später eine Professur an der Hamburg Media School. Er hofft, seinen beiden Kindern bisher ein guter Vater gewesen zu sein und empfiehlt im Übrigen die Liebe nie und nimmer zu suchen, sofern man sie finden möchte. Er wohnt in Hamburg und ist dauernd unterwegs.
Eintritt: 12,-€

Montag, 21. März 2016

Jetzt für Förderpreis der Stadt Dortmund 2016 bewerben

Der Förderpreis der Stadt Dortmund für junge Künstler soll in diesem Jahr an Autorinnen oder Autoren vergeben werden. Die Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert und kann unter mehreren Künstlern aufgeteilt werden.

Bewerberinnen und Bewerber können sich ab sofort bis zum 15. Mai beim Kulturbüro bewerben.

Mit dem Preis sollen Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren gefördert werden, die in Dortmund wohnen, geboren oder der Stadt bzw. Westfalen durch ihr Werk verbunden sind. Voraussetzungen sind erste Veröffentlichungen, öffentliche Lesungen oder Auftritte sowie ein charakteristisches sprachliches, inhaltliches oder strukturelles Profil ihrer Texte. Die einzureichenden Arbeiten sind an keine literarische Gattung gebunden. Auch thematisch gibt es keine Begrenzung.

Bewerbung mit Lebenslauf und Arbeitsproben

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören ein Bewerbungsschreiben, ein Lebenslauf mit Darstellung der künstlerischen Entwicklung sowie Arbeitsproben in Form von Texten, Manuskripten oder Buchveröffentlichungen aus den vergangenen drei Jahren. Die Bewerber verpflichten sich, im Falle ihrer Prämierung an der Preisverleihung teilzunehmen.

Bewerbungen gehen bis zum 15. Mai 2016 unter dem Stichwort "Förderpreis 2016" unterschrieben an das Kulturbüro Stadt Dortmund, Brückstraße 45, 44122 Dortmund.

Weitere Informationen bei Katrin Gellermann, Telefon 0231 50-25177.

Atelier Anschnitt zeigt Ausstellung "unterwegs"

Im Anschnitt_Atelier für Kunst&Design, Hombrucher Str. 59, ist noch bis zum 10. April die Ausstellung »unterwegs« zu sehen - eine Gemeinschaftsausstellung des BBK Ruhrgebiet.

Mit dabei sind: Hans-Jürgen Thiel, Annika Karacic, Jutta Hellweg, Ulla Kallert, Andreas Rzadkowsky, Marc Bühren, Karin Jessen, Heide Möller, Annelie Sonntag, Monika Pfeiffer, Karla Christoph und Tanja Melina Moszyk.

Im Bus fahre ich eine lange Strecke durch die Steinwüste. Da ich der Landessprache nicht mächtig bin, zeige ich dem Busfahrer bei Fahrtantritt ein Stück Papier mit dem Namen des Ortes, den ich erreichen will. Nach etlichen Stunden bedeutet mir der Helfer des Busfahrers, dass ich hier aussteigen müsse. Die vordere Tür zischt auf, ich steige aus und der Gehilfe stellt mein Gepäck auf die Straße. Türen werden geschlossen und der Bus verschwindet hinter einer Anhöhe. Nun stehe ich da. Die vergessene Straße hinter mir, das zukünftige Nichts vor mir. Und plötzlich entsteht ein magischer Moment. Ich bin „unterwegs“.

Das Wort „unterwegs“ wird oft flankiert vom Wort „sein“ und zeigt schon an, dass es sich um eine Seinsform handeln muss. Um „unterwegs“ zu sein bedarf es eines Ichs, das dieses „unterwegs“ empfindet und sich in Beziehung setzt zu einem Weg. Auch die Wahrnehmung der Zeit -Vergangenheit und Zukunft- sind Komponenten, die zu einer persönlichen Art des „unterwegs“ verschmelzen. (Andreas Rzadkowsky)

Öffnungszeiten:

Dienstags 16-19 Uhr,
Sonntags 11-13 Uhr (außer an Feiertagen)

Sonntag, 20. März 2016

Philharmoniker: 3. Kammerkonzert - Schlagzeug und mehr

Rhythmisch wird es beim 3. Kammerkonzert am 04.04.2016 um 20 Uhr im Orchesterzentrum | NRW. Im klassischen Orchester-Repertoire fristet das Schlagwerk oft ein Schattendasein, positioniert in der letzten Orchesterreihe. Doch dieses Mal ist alles anders, denn hier erwartet die Zuhörer ein Feuerwerk des Rhythmus. Unter dem Titel Schlagzeug und mehr! stehen die Schlagzeuger ganz im Mittelpunkt.

„Das Schlagwerk hat viel mehr zu bieten, als man oft meint“, erzählt Lorris Dath, Solo-Pauker der Dortmunder Philharmoniker, begeistert. „Natürlich ist viel Rhythmus zu erwarten und an der ein oder anderen Stelle kann es durchaus auch etwas lauter werden... Aber es wird auch ein Programm mit vielen Überraschungen!“ Besonders spannend wird für das Publikum dabei die musikalische Begegnung von Schlagzeugern aus anderen Orchestern NRWs: zum Dortmunder Schlagzeuger Lorris Dath gesellen sich Kollegen der Philharmonie Südwestfalen, der Nordwestdeutschen Philharmonie und der Bielefelder Philharmoniker!

Neben einem vielfältigen Instrumentarium, das schon allein optisch viel zu bieten hat, erwartet den Kammerkonzert-Besucher auch ein vielfältiges und spannendes Programm: bekannte Kompositionen in neuem Gewand, aber auch zeitgenössische Originalwerke.

„Felix Reimann, unser Soloflötist, und ich hatten den Wunsch, die ‚Suite en concert’ von André Jolivet für Flöte und vier Schlagzeuger zu spielen, so ist der Plan zu diesem Kammerkonzert entstanden“, erzählt Dath weiter. Das Werk von Jolivet ist einer der wenigen originalen Klassiker der Kammermusikliteratur für Schlagzeuger und Flöte. Aber auch klassische Bearbeitungen fanden beide Philharmoniker sehr reizvoll. Begleitet von zwei Marimbaphonen spielt Reimann unter anderem eine Flötensonate von Johann Sebastian Bach: In dieser spannenden Fassung kann man den altvertrauten Bach ganz neu erleben!
………………..
Termin: 04.04.2016, 20 Uhr, Orchesterzentrum NRW
Einheitspreis: 20 €
Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27
222 oder auf www.theaterdo.de

Zweiter Dortmunder BierSlam im Dortmunder U

Was haben Bier und Slams gemeinsam? Beide sind in aller Munde! Höchste Zeit also, das beliebte Getränk und den Vortragswettbewerb miteinander zu verbinden. Das Dortmunder U bietet mit dem 2. Dortmunder BierSlam am Donnerstag, 28. April, 20 Uhr das perfekte Format für alle Bier-Liebhaber und Liebhaberinnen. Jeweils zwei Poetry-Slammer treten an gegen zwei Wissenschaftler und versuchen, das Mysterium des Bieres zu entschlüsseln – jeder auf seine Weise.

Ob mit wissenschaftlichem Fachwissen, mit poetischen Anekdoten oder mit kuriosen Eigentümlichkeiten aus der Welt des Bieres – beim BierSlam dreht sich alles um die schönste Nebensache der Welt. Dazu gibt es spannende Bier-Experimente und allerlei Wissenswertes über das leckere Getränk.

Um die Krone des Dortmunder Bierkönigs bzw. der Dortmunder Bierkönigin treten an:

• Björn Gögge (Essen) - einer der erfolgreichsten Poetry Slammer NRWs, Musiker, Journalist und Bartträger

• Bo Wimmer (Marburg) - Der Pate des Poetry Slams, Veteran des Preacher Slams und Stil-Ikone.

• Maximilian Dietz (Lebensmittelchemie/ München) - Was braucht man für eine gelungene Schaumparty? Und was hat das mit Daniel Düsentrieb zu tun?

• Reinhard Remfort - promoviert in Physik über Störstellen in Diamanten, hat zusammen mit seinem Chef Nicolas Wöhrl den Podcast „Methodisch Inkorrekt“ gegründet und mag keinen Fußball, dafür aber sehr gerne Bier. Er wird das Publikum mit Experimenten aus seinem reichen Fundus an Bier-wissenschaftlichen Studien beglücken.

Der Eintritt kostet 6 Euro zzgl. Gebühren, ermäßigt 4 Euro bei Vorlage der Eintrittskarte zur Ausstellung. Der Einlass beginnt um 19.30 Uhr. Tickets gibt es unter www.science-slam.com/termine.htm und im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse.

Samstag, 19. März 2016

nachtfrequenz für Kulturpreis nominiert

Jugendliche beziehen Position und fordern zum Dialog auf.
Bild: Dirk Vogel
Als eines von bundesweit 10 Projekten wurde die nachtfrequenz - Nacht der Jugendkultur jetzt vom Bundesministerium für Kultur für den BKM-Preis für Kulturelle Bildung 2016 nominiert.

Die Nacht der Jugendkultur nahm ihren Anfang im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 und findet seitdem jährlich am letzten September-Wochenende in über 60 Städten in ganz Nordrhein-Westfalen statt. Sie bietet eine Bühne für die Talente und Fähigkeiten von Jugendlichen im ganzen Land Nordrhein-Westfalen – und für deren Anliegen und Botschaften. Die Angebote sind extrem unterschiedlich – mancherorts taucht die ganze City in die nachtfrequenz ein; andernorts reicht das Programm von diversen Theateraufführungen über Workshops, Shows, Poetry Slams bis zu Konzerten. Jugendliche beziehen Position und fordern zum Dialog auf. Entwickelt werden die Programme von Jugendlichen, gemeinsam mit Jugend- und Kultureinrichtungen. Die nachtfrequenz 15 war auf über 150 Einzelveranstaltungen angewachsen, 11 Städte waren neu hinzugekommen.

Veranstalterin ist die Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V., die ihren Sitz in Dortmund hat; gefördert wird das Großprojekt vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW.

Für die Vorauswahl des Preises wurden Projekte nominiert, die Kunst und Kultur innovativ und nachhaltig vermitteln - und bislang unterrepräsentierte Zielgruppen besonders berücksichtigen. Nominiert sind Projekte aus Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Ausgewählt wurden sie von einer Fachjury aus rund 100 Vorschlägen, die von Stiftungen, Dachverbänden und gemeinnützigen Vereinen eingereicht wurden. Jede Nominierung ist mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden, die drei Preisträger erhalten jeweils 20.000 Euro.

"Die zehn diesjährigen Nominierungen zeigen, mit welcher Energie, welchem Ideenreichtum, welcher Lebensfreude, aber auch mit welcher Ernsthaftigkeit viele Engagierte daran mitwirken, unser Leben reicher, anregender und lebenswerter zu machen", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie wird die Preisträger am 7. Juni in der Stiftung Genshagen auszeichnen.

Nacht der Jugendkultur in Dortmund

"Hungernde Hunde": Gastspiel im Rahmen der Szene Istanbul im Schauspiel

Kumbaracı50, das freie Theater aus Istanbul, ist im Rahmen der Szene Istanbul am Sonntag, 10. April zu Gast im Studio des Schauspiel Dortmund mit einem Stück des Schauspielers und Dramatikers Mirza Metin. „Hungernde Hunde“ zeigt die berührende Geschichte der so gegensätzlichen kurdischen Zwillingsbrüder Beşer und Beşir und ihren ganz alltäglichen Überlebenskampf. Der großartige Sermet Yeşil (Foto) spielt beide Brüder; zuletzt war er, bekannt aus diversen Filmen und Serien, in Lars Noréns „Savaş“ (Krieg) im April 2015 in Dortmund zu sehen. Das Gastspiel wird auf türkisch gespielt und deutsch übertitelt. Karten für 15,- Euro (10,- Euro ermäßigt) gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222.

Freitag, 18. März 2016

Erste Koproduktion des Schauspiel Dortmund mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Claudia Bauer. Foto: Hupfeld
Bei den diesjährigen Ruhrfestspielen Recklinghausen wird erstmals eine Koproduktion mit dem Schauspiel Dortmund zu sehen sein. Zum 70jährigen Bestehen inszeniert Claudia Bauer „Die Simulanten“ des Schweizer Autors Philippe Heule in der Sparte „Festival der Uraufführungen“ in der Halle König Ludwig. Premiere ist am Dienstag, 7. Juni, um 20 Uhr. Im Zentrum des Stückes stehen fünf „Digital Natives“, Flexibilität und Mobilität ist ihre zweite Natur, doch zwischen Fernbeziehung und Karriereoptimierung ist ihnen die Fähigkeit zu ‚echten’ Begegnungen verloren gegangen. Sie finden sich in einem abgeschlossenen Raum wieder, von dem sie nicht wissen, wie sie dorthin gekommen sind: Gemeinsam simulieren sie Orte und Situationen, die sie im echten Leben nicht mehr finden – und warum dann nicht auch einen UN-Weltklimagipfel simulieren, um allem einen Sinn zu verleihen? Autor Philippe Heule entwirft Figuren, die das Ideal des flexiblen, jungen Menschen der Gegenwart auf die Spitze treiben. Wenn nichts von Dauer und alles austauschbar ist, was bleibt dem Individuum außer der Konzentration auf sich selbst? Die in Dortmund durch ihre gefeierten Inszenierungen „REPUBLIK DER WÖLFE“, „Szenen einer Ehe“ und „Welt am Draht“ bekannte Regisseurin bringt das Stück als Kammerspiel der verlorenen Seelen mit den Dortmunder Ensemblemitgliedern Ekkehard Freye, Björn Gabriel, Sebastian Kuschmann, Bettina Lieder und Julia Schubert auf die Bühne. Bühnenbildner ist Andreas Auerbach, die Kostüme entwirft Patricia Talacko, als Musiker ist Smoking Joe dabei. Nach der Premiere am 7. Juni gibt es noch zwei weitere Vorstellungen in Recklinghausen am 8. und 9. Juni, jeweils um 20 Uhr. Karten können über die Ruhrfestspiele reserviert und erworben werden unter 02361 – 92 180 oder unter www.ruhrfestspiele.de.

„Die Simulanten“ werden anschließend in das Repertoire des Schauspiel Dortmund übernommen und sind ab Ende September im Megastore in Dortmund-Hörde zu sehen.

Baukunstarchiv: Jeannette Unite präsentiert Arbeiten zur Bergbaugeschichte

Jeanette Unite (2.v.r.) zeigt ihre Arbeiten.
Vom 20. März bis 10. April 2016 präsentiert die aus Südafrika stammende Künstlerin Jeannette Unite ihre Arbeiten im Baukunstarchiv NRW, dem ehemaligen Museum am Ostwall. Auf Einladung von Hans-Jörg Hübner, Konsul h.c. der Republik Südafrika, zeigt sie Exponate, die die Industrielandschaft und die Bergbaugeschichte ihres Heimatlandes großformatig nachzeichnen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 18. März, 18.30 Uhr durch Konsul h.c. Hans-Jörg Hübner. Kulturdezernent Jörg Stüdemann spricht ein Grußwort, anschließend führt Kunsthistorikerin Sirit Klimes in die Ausstellung ein.

Jeannette Unite reist in die entlegensten Gebiete Südafrikas, um ihren auf Leinwänden dargestellten Malereien, Zeichnungen und Radierungen eine beeindruckende Aussagekraft zu verleihen. In lange geschlossenen Minen, in veralteten Arbeitsgruben, verlassenen Häfen und Baustellen sammelt sie in akribischer Kleinarbeit Mineralien, Gesteinsproben, geschmolzene Industrie-Abfälle, Metalloxide und ortsspezifischen Sand.

Aus diesen Materialien stellt die visuelle Künstlerin eigene Pigmente und Farben her und zeichnet Hochöfen, Hafenkräne und Strommasten. Ihre kraftvoll-abstrakten, massiv-monumentalen Kunstwerke schildern dabei ihre unaufhörliche Liebe zu den Landschaften Südafrikas. Unite gehört zu den weltweit angesehensten Künstlern, wenn es um das Thema Bergbau geht. Sie wird aufgrund ihrer künstlerisch unkonventionellen Vorgehensweise oft auch mit einer Alchemistin verglichen. Bei der Erstellung und Fertigung ihrer Kunstwerke profitiert Unite in erheblichem Maße von ihren ausgeprägten physikalischen, chemischen, geologischen und historischen Kenntnissen.

Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet und in der Osterzeit vom 25. bis 28. März geschlossen. Führungen auf Anfrage bei Kunsthistorikerin Sirit Klimes, Tel.: 0231 - 50 232 47.

Donnerstag, 17. März 2016

Kölner Ensemblenetzwerk DRANGWERK zu Gast im Theater im Depot

Szene aus "SCHLAFOUT"
Das Kölner Ensemblenetzwerk DRANGWERK ist am WORLD-SLEEP-DAY, also am Freitag (18.3.) zu Gast im Theater im Depot.

Schauspiel, Tanz, Live-Musik und Videoprojektion - die interdisziplinäre Inszenierung „SCHLAFOUT und gewinne Zeit“ erzählt die Konsequenzen des Schlafentzugs in ebenso ernster wie grotesker Weise. Der Mensch im Jetzt. Immer erreichbar, fit und effizient. Da wird sogar der Schlaf zum Ballast: „Du passt nicht mehr in mein Leben. Ich brauch mehr Zeit. Schlaf, ich mach Schluss. Mit dir.“. Bereits das Alte Testament führt uns in die Leistungsgesellschaft: „Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm werdest“. Welch ein Zeitgewinn wäre es, ohne Schlaf auszukommen! In sechs Nächten kämpfen sich Mensch (Schauspiel) und Schlaf (Tanz) durch ihre dysfunktionale Liebesbeziehung. Das musikalische Gehirn (die erste Mundharmonikarockband des Universums) sendet live auf Hochtouren.

Endet der Drang nach von außen projizierter Perfektion im Burnout oder können Mensch und Schlaf sich versöhnen?

Lassen Sie Ihr Handy an!

„Vision der schlaflosen Leistungsgesellschaft“ (Deutschlandfunk / März 2015)

„Skurril-spannend“(Die Deutsche Bühne / April 2015)

Link zum Trailer:www.vimeo.com/drangwerk/schlafout

Weitere Infos:www.drangwerk.net / www.facebook.com/drangwerk

Vorstellung:
FR 18.03.2016 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot

Regie/Schauspiel/Stück: Elisabeth Pleß
Tanz: 
Jana Griess
Live-Musik: ZEHP –Eric Zeiler, Pipa Höhner
Video: Simon Howar, Stephanie Lieske
Sprecherin Video: Anna-Sophia Lumpe
Kindersprecherinnen: Raidun-Manolya, Ela, Lilly
Bühne/Kostüm: Viola Sophie Schuldner
Lichtdesign: Julia Marx
Lichttechnik: Thomas Mörl
Dramaturgie/Tontechnik: Volker Becker
Produktionsassistenz: Annika Weitershagen
Künstl. Beratung: André Jolles, Christiane Bruhn
Wissenschaftl. Beratung: Dr. Wolfgang Galetke (Schlaflabor KH Augustinerinnen Köln), Prof. Dr. Holger Pfaff (IMVR Uni Köln), Prof. Dr. med. Wilhelm P. Hornung (LVR Klinik Bonn/Bündnis gegen Depression)

Ermöglicht durch die Kooperation und Unterstützung von:

pronovaBKK,ecosofficecenter Leipzig, Bündnis gegen Depression Bonn/Rhein-Sieg, Luisenviertel, Kölner Wissenschaftsrunde, Orangerie – Theater im Volksgarten Köln und Jido Köln

Schauspiel: Neue Bloghouse-Lesung im Institut

Stefan Laurin
Die Kult-Reihe BLOGHOUSE im Institut des Schauspiel Dortmund ist zurück! Diesmal sind Jungle World-Gründerin Elke Wittich sowie Ruhrbarone-Ikone Stefan Laurin zu Gast. Es geht um Politik, Sport und Hetze gegen Journalisten. Die Lesung wird vom Internetblog ruhrbarone.de präsentiert und findet am Samstag, 19. März, um 20.00 Uhr im Institut am Hiltropwall statt. Karten kosten 5,- Euro und sind an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de erhältlich.

Mittwoch, 16. März 2016

Fluxus: Emmett Williams im Museum Ostwall

Emmett Williams: 13 Variations
 oJThe Estate of Emmett Williams

Bild: Juergen Spiler
Das Museum Ostwall im Dortmunder U (MO) zeigt bis 11. September grafische und poetische Arbeiten des Künstlers Emmett Williams unter dem Titel "Emmett Williams: Visuelle und Konkrete Poesie".

Emmett Williams gehört zu den Mitbegründern der Kunstrichtung Fluxus – jener Kunstbewegung, die heute im MO im Mittelpunkt steht. Emmett Williams ist in der Sammlung des Museums Ostwall vielfach vertreten: Einzelne seiner Werke tauchen in Fluxus-Publikationen der Sammlung auf, und auch an Arbeiten Dieter Roths, der der Fluxus-Bewegung nahe stand, ist Williams als Mitmusiker oder Autor beteiligt. Vor allem aber ist Emmett Williams in der Sammlung als Dichter der Konkreten Poesie vertreten. Die 18 Werke aus den Jahren 1958 bis ca. 1970, die nun im Museum Ostwall zu sehen sind, präsentieren vor allem die poetische Seite des Fluxus-Pioniers.

1925 in Greenville, South Carolina geboren, studiert Williams zunächst Poesie in Gambier, Ohio, und – nach seinem Umzug nach Europa 1949 – Anthropologie in Paris. Ende der 1950er Jahre, von 1957-1959, bewegt sich Williams im "Darmstädter Kreis", einer Gruppe von Dichtern, die mit Konkreter Poesie experimentieren. Zu diesem gehören auch Claus Bremer und Daniel Spoerri, dessen Arbeiten aus dem Kontext des Nouveau Réalisme und des Fluxus ebenfalls im MO zu sehen sind. Gemeinsam geben sie die Zeitschrift "Material" für zeitgenössische Dichtung heraus. Auch Dieter Roth, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbinden sollte, trifft Williams hier. 1962 ist Williams Mitorganisator der "Internationalen Festspiele Neuester Musik" in Wiesbaden und begründet hier eine neue, auf Performance, Publikumsbeteiligung und Alltagsbezügen basierende Kunst: Fluxus.

Die im Grafik-Kabinett des MO gezeigten Arbeiten aus den 1950er und 1960er Jahren zeigen jedoch seine fortwährende Auseinandersetzung mit Text und Sprache. Buchstaben- und Stempelbilder bilden teils geometrische, teils leichte, schwebende Kompositionen, in denen das einzelne Zeichen als reine Form erscheint; andere erinnern an Figurengedichte, in denen Form und textlicher Inhalt korrespondieren. Ein besonderes Blatt bezieht sich auf das "Fischgedicht" von 1970, bei dem Williams mit dem Alphabet markierte Karpfen in einem Becken immer wieder neue Buchstabenkonstellationen bilden ließ. So wurde aus dem konkreten Gedicht ein lebendiges Fluxus-Gedicht.

Nicht nur in seinen Fluxus-Performances, sondern auch in seinen Texten zeigt sich Williams’ Sinn für Humor. Seine 13-teilige Serie von Stempelbildern ("13 Variations") basiert auf Gertrude Steins "when this you see remember me”: Sechs Worte, die in jeweils einer bestimmten Farbe gestempelt zunächst einzeln, dann in Gruppen und schließlich als "Allover" das ganze Blatt bespielen. Williams schreibt hierzu:

"Das Gedicht gehört zu einer Gruppe, die ich "Universalgedichte" nenne. Mein geistiges Ohr hat es aber auch schon als Chorwerk für vierundzwanzigtausendfünfhundertsechsundsiebzig Stimmen gehört. […] Manchen Lesern mögen die fortschreitenden Variationen unpoetisch erscheinen. Diese gewissenhaften Leute möchte ich auf Diter Rots Experiment verweisen, ob ein Kaktus besser auf Camembert oder auf Kartoffelsalat wachse. Das Ergebnis ist unwesentlich; es ist die Suche, die uns aus der Wüste führt."

Die Suche, d.h. der aktive Gebrauch des Textes durch einen kreativen Leser, ist es denn auch, was Williams’ Dichtung mit Fluxus verbindet: Der passive Rezipient wird zum aktiven Teilnehmer.

Museum Ostwall im Dortmunder U

23-jährige Violinistin betört im 7. Philharmonischen Konzert das Publikum

Caroline Goulding
Foto: www.carolinegoulding.com
Diesmal verlangten die Philharmoniker ihrem Publikum einiges ab. Schostakowitschs Spätwerk aus dem Jahre 1971, die 15. Sinfonie, die nach der Pause erklang, mag zwar mit ihren Rossini- und Wagner-Anklängen oder dem ungewöhnlich leise ausklingenden Finale ihre Besonderheiten und durchaus auch Reize haben, aber insgesamt ist es doch ein etwas monotones, sprödes Stück Musik, das den Zuhörern einiges an Langmut abfordert.

In dem von Oleg Caetani dirigierten 7. Philharmonischen Konzert, das ein osteuropäisches Konzert war, gab’s vor der Pause Dvorak und Prokofjew. Dvorak hat Shakespeares „Othello“ 1891/92 vertont und bringt in seiner von den Dortmunder Philharmonikern gekonnt umgesetzten Ouvertüre sehr schön die emotionalen Gegensätze von Liebe und bis zum Tod eskalierender Eifersucht zum Ausdruck, um die es in diesem Drama geht. Schade, dass diese wunderschöne Musik bereits nach einer Viertelstunde zu Ende ist.

Die Solistin des Abends, die erst 23-jährige Violinistin Caroline Goulding, kam im zweiten Stück, Prokofjews 2. Violinkonzert, zum Einsatz, und ihr Auftritt wurde zum Höhepunkt des Abends. Mit viel Einfühlungsvermögen brachte sie die melodische und lyrische Musik des Komponisten aus dem Jahre 1935 zum Klingen. Caroline Goulding, die heute in New York lebt, stammt aus einer Musikerfamilie, wie sie im Vorgespräch „Wir stimmen ein“ mit Orchestermanager Michael Dühn erklärte, sodass auch ihr Weg als Musikerin vorgezeichnet war. Schon im Alter von dreieinhalb Jahren begann sie, Geige zu spielen. Heute tut sie das mit einer General Kyd Stradivarius aus dem Jahre 1720. Prokofjews 2. Violinkonzert habe sie abwechselnd geliebt und gehasst, sagte sie. In einem Wettbewerb, an dem sie zwar selbst nicht teilgenommen, den sie aber hautnah miterlebt habe, habe sie das Stück zigmal hintereinander gehört. Das habe zu dieser ambivalenten Haltung gegenüber dieser Musik geführt, die sie in Dortmund erstmals vor Publikum aufführte – und das mit großem Erfolg. Die Zuhörer entließen sie erst nach einer Zugabe.

Im 8. Philharmonischen Konzert wieder unter dem Dirigat von GMD Gabriel Feltz erklingt am 19. und 20. April, jeweils um 20 Uhr im Konzerthaus, Musik von Weber, erneut Dvorak und César Franck.

Andreas Schröter

Dienstag, 15. März 2016

Friedensplatz: Cityring-Konzerte machen Lust auf Musik

Stellten die Cityring-Konzerte vor:
 v.l.Sabine Gliniewicz (Sparkasse Dortmund),
 Dirk Rutenhofer (Vors. Cityring),
 Ashley Thouret (Sängerin),
 Gabriel Feltz (Generalmusikdirektor),
Frank Schulz (Gesellschaft für City-Marketing) 

Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador
Erstmals finden vom 26. bis 28. August 2016 auf dem Friedensplatz die Cityring-Konzerte statt - vier Veranstaltungen an drei Tagen für Opernliebhaber, Musicalfreunde, Clubgänger und Familien.

Im Mittelpunkt steht das Orchester der Stadt, die Dortmunder Philharmoniker. Zusammen mit Solisten der Oper Dortmund und hochkarätigen Star-Gästen repräsentieren sie die Vielfalt Dortmunds.

Drei Sommernächte gehören im August der Musik der Dortmunder Philharmoniker; als Bühne dient der Friedensplatz, architektonisch markant und der zentrale Platz der Stadt. Dieser Freiluft-Konzertsaal lädt alle Musikfreunde der Stadt sowie die ganze Region ein.
Sempre libera! - Die Sommernacht der Oper

Die Eröffnung der Cityring-Konzerte am 26. August gehört der Welt der italienischen Oper. Es erklingen eine Vielzahl bekannter Werke wie der "Zigeunerchor" oder der großen Arie "Sempre Libera" aus "La Traviata" - starke Leidenschaften, große Gefühle und viel Temperament! Dazu gesellen sich zu den Dortmunder Philharmonikern unter Leitung des Generalmusikdirektors Gabriel Feltz nicht nur der viel gelobte Dortmunder Opernchor, sondern auch einige Solisten des Ensembles wie Eleonore Marguerre, Emily Newton, Ileana Mateescu und Karl-Heinz Lehner.

Groove Symphony

Am Samstag, den 27. August, verwandelt sich der Friedensplatz mit Moonbootica feat. MIKI in einen bunten und tanzwütigen Freiluft-Club. Hier trifft das klassische Orchester auf einen perfekten Mix aus Soul, Elektro und Hip Hop.

Orchesterolympiade

Die "Orchesterolympiade" ist am 28. August das musikalische Sonntagsvergnügen für die Familie. Schwarzer Anzug? Krawatte? Nicht hier. Die Musiker erscheinen bei der Olympiade im Trainingsanzug und zeigen, was sie drauf haben.

A Night full of Stars


Ein Paukenschlag zum Abschluss der Cityring-Konzerte 2016: Die große Musicalgala "A Night full of Stars". Nach "Jesus Christ Superstar" stehen hier erstmals Alexander Klaws und Patricia Meeden wieder gemeinsam in Dortmund auf der Bühne. Zusammen mit dem Bariton Morgan Moody aus dem Dortmunder Opernensemble entführen sie auf eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch die Welt des Musicals: von den klassischen Anfängen bis zu den Hits der Gegenwart.

Titelpartner der Cityring-Konzerte ist die Sparkasse Dortmund. Klaus Steenweg, Bereichsleiter Vorstandsstab/Kommunikation der Sparkasse Dortmund: "Wir freuen uns, allen Dortmunderinnen und Dortmundern sowie der gesamten Region die Cityring-Konzerte 2016 präsentieren zu dürfen. Damit können wir unseren Kunden gleichzeitig etwas zurückgeben und bieten. Die Vorfreude auf diese neue Konzertreihe mit Beteiligung der Dortmunder Philharmoniker im Herzen Dortmunds ist groß. Das werden bestimmt drei abwechslungsreiche Tage mit musikalisch ganz unterschiedlichen und attraktiven Schwerpunkten."

Dirk Rutenhofer, Vorstand des Cityring Dortmund: "Die Cityring-Konzerte werden nicht nur DAS Open Air - Ereignis des Sommers in der City, sondern sind auch ein Meilenstein für die Anziehungskraft und die Attraktivität weit über Dortmunds Grenzen hinaus."

Veranstalter der Cityring-Konzerte ist die Gesellschaft für City-Marketing Dortmund mbH. Starke Partner stehen ihr zur Seite: der Cityring Dortmund, die Dortmunder Philharmoniker, das Veranstaltungsbüro Neovaude, die Agentur gestaltend. Neben Titelpartner Sparkasse Dortmund fördern die Thier Galerie, Juwelier Wempe, Motor Center Heinen, Hövels, die Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 die Cityring-Konzerte.

Der Vorverkauf läuft:
Cityring-Konzerte

Subrosa im April: Danny Dziuk und Desmond Myers kommen

Zwei Konzerte bietet das Subrosa an der Gneisenaustraße 56 im April an:
------------------------

Donnerstag, 21.04.2016 - 20:00 Uhr: Danny Dziuk & Freunde (D) - "Wer auch immer, was auch immer, wo auch immer" 

Danny Dziuk ist eine Ausnahme unter den deutschsprachigen Songschreibern und gehört ohne Zweifel zu den Besten seines Genres. Er wird nicht nur von Kollegen wie Sven Regener oder Wolfgang Niedecken empfohlen, sondern ist auch reichlich dekoriert:

* Liederpreis des SWR (2002)
* Deutscher Kleinkunstpreis (2004)
* Preis der deutschen Schallplattenkritik (2006, 2009)
* Jahrespreis der Liederbestenliste (2009)
* transVOCALE-Preis (2010)

Neben zahlreichen Filmmusiken, seiner Arbeit als musikalischer Leiter von Axel Prahls Inselorchester, für Annett Louisan, Stoppok u.v.a. gerät in der Öffentlichkeit fast ins Hintertreffen, welch großartiger Bühnenkünstler Danny Dziuk auch mit seinen eigenen Liedern ist. Nach 7-jähriger Veröffentlichungspause erscheint nun am 8.April endlich wieder ein neues, profund betiteltes Werk Danny Dziuks, welches er mit seinen beiden engsten Produktionsmitstreitern Karl Neukauf (keys/git/voc) und Achim Färber (dr/perc) präsentieren wird.

Gleichzeitig feiert der Ausnahmekünstler - dessen musikalische Vorlieben eher in der Nähe von Americana als der französischen Chanson-Tradition liegen, wobei auch Jazz- oder Weltmusik-Anklänge seine leicht daherkommende und die poetischen Texte unterstreichende Musik umkreisen - auf der aktuellen Tour sein 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr,

Eintritt: AK 15 Euro,
VVK 12 Euro - ua an der sub.Theke & im HEJ Store.
--------------------------

Donnerstag, 27.04.2015 - 19:30 Uhr: Desmond Myers

Desmond Myers - das sind Cowboystories über Heimatlosigkeit und die Mentalität eines spanischen Gitarreros, abgeliefert mit der Attitüde eines East Coast Rappers. Es ist es eine höchst eindrucksvolle Mischung aus Talent, Ausstrahlung und Menschlichkeit, die die Herzen des Publikums höher schlagen lässt. In seiner Musik drückt der 23-jährige 'experimental' Singer/Songwriter als Gitarrist, Sänger & MC aus, woher er kommt und wohin er will:

Als großer Fan traditioneller europäischer und südamerikanischer Musik wie Tango, Flamenco, französischem Chanson und Walzer, vermischt er viele Elemente dieser Genres in beeindruckender Perfektion mit der Musik seiner Heimat: Rock, Folk, Hip Hop. So wechselt Desmond Myers häufig

zwischen Rap & Gesang und beschreibt diesen Effekt der verschiedenen musikalischen Einflüsse auf ihn als Ergebnis der "shuffle-generation", welcher er entstammt. Seine Texte sind stark inspiriert von sozialen, politischen und kulturellen Bewegungen auf der ganzen Welt - ganz besonders aber in der Europäischen Union.

Bereits 2012 hatte Desmond - gerade aus seiner Heimatstadt Statesville (North Carolina) nach Deutschland gekommen, um seinen 'Europäischen Traum' zu leben - mit der EP "The Yellow Rose" im Gepäck über 100 Auftritte bestritten: zumeist solo, auch als Support, durch Deutschland, Österreich, die Schweiz. Sein Debüt-Album entstand 2013, inspiriert von den vielen unterschiedlichen Menschen und Kulturen, die er auf einer Reise durch Frankreich, Spanien und Italien als Straßenmusiker kennengelernt hatte.

Und der Myersche Traum geht weiter: nachdem er drei Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet hatte, ist Desmond im August 2014 in die Stadt seiner Träume gezogen: Paris - um nun mit frischen Songs und in Frankreich mit einem neuen Label produzierter, vorerst ausschließlich auf seinen Konzerten erhälticher EP für eine Club-Tour zurückzukehren.

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 19:30 Uhr,

Eintritt: frei.