Sonntag, 31. Januar 2016

"Letzte Lockerung": Abwechslungsreiche Annäherung an Dada

Die Dadainen Katrin Osbelt, Anette Struck, Birgit Rumpel
und Regine Anacker (v.l.)
ACHTUNG: Wegen technischer Probleme im Schauspielhaus ist die Premiere von „Letzte Lockerung“ auf den 20. Februar, 22 Uhr, verschoben worden.
-----------------

Vier Mitglieder des Dortmunder Sprechchors, der bekanntlich Teil des Schauspiels ist, haben nun ein eigenes Stück auf die Beine gestellt. „Letzte Lockerung“ heißt es und widmet sich dem Aufkommen der Dada-Bewegung vor ziemlich exakt 100 Jahren. Der Dortmunder Kulturblog hatte Gelegenheit, die Generalprobe mit Katrin Osbelt, Regine Anacker, Birgit Rumpel und Anette Struck im Guitar Hospital von Matthias Schulze in Hörde zu sehen.

In eine Art Sack gehüllt, sitzen die vier Akteurinnen an einem mit allerlei Krimskrams bedeckten Tisch, der zwischen ihnen und dem Publikum steht, darunter allerlei Lämpchen, ein uraltes Telefon und kleine Tröten. Das etwa einstündige Programm ist eine Art Collage rund um Dada. Die Akteurinnen zitieren Theoretisches zum Thema – etwa von Hugo Ball, der mit der Eröffnung seines „Cabaret Voltaire“ im Februar 1916 als Dada-Urvater gilt, von Hans Arp oder Kurt Schwitters. Sie sagen auswendig – sicherlich eine besonders hervorzuhebende Leistung 
 die typischen lautmalerischen und sinnfreien Gedichte auf, die man wohl am ehesten mit Dada assoziiert. Christian Morgenstern ist Autor eines solchen Werkes.

Witzig: Auch der Bewerbungstext einer russischen Frau um einen deutschen Ehepartner, wie man ihn heute gelegentlich im Internet findet, findet Eingang ins Programm. Das passt: „Anastasyas“ Text ist mindestens so sinnfrei wie die lautmalerischen Gedichte.

„Letzte Lockerung“ ist weit davon entfernt, eine bloße Lesung oder ein Rezitationsabend zu sein. Die vier „Dadainen“, wie sie sich selbst nennen, kriechen auf dem Boden herum, essen eine Wurst, spielen Banjo oder – sehr zur Freude des Publikums 
 auf einem zuvor für 15 Euro bei E-Bay gekauften und heute sehr antiquiert wirkenden 40 Jahre alten elektrischen Harmonium. Sie haben kleine Choreographien eingeübt und zeigen, dass sie – in Anlehnung an ihre gemeinsame Herkunft  auch das Sprechen im Chor beherrschen. Zwischendurch schenken sie dem Publikum sogar Hochprozentiges ein.

Fazit: Auch wenn Katrin Osbelt, Regine Anacker, Birgit Rumpel und Anette Struck ein paar Tipps vom Profi bekommen haben – dem Dramaturgen Thorsten Bihegue am Dortmunder Schauspiel – ist es absolut erstaunlich und bewundernswert, was ein solche Hobbygruppe mit sprachlichem Talent und ganz viel Lust und Engagement auf die Beine stellen kann.

„Letzte Lockerung“ hat Premiere am Freitag (20.2.) um 22 Uhr im Schauspiel-Institut. Die Vorstellung ist ausverkauft. Eine weitere Vorstellung findet am Freitag, 8. April, 19.30 Uhr, im Bodo-Buchladen, Schwanenwall 36-38, statt. Die Dadainen sind auf der Suche nach weiteren Aufführungs-Möglichkeiten.

Mehr Infos über das Projekt gibt’s hier

Andreas Schröter

Filmbegeisterte Jugendliche für deutsch-belgisches EU-Projekt gesucht

Animationsfilm und Dokumentarfilm – wie lassen sich diese Genres kreativ kombinieren? Ab Ende Februar haben Dortmunder Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren gemeinsam mit zehn belgischen Jugendlichen die Möglichkeit, genau das auszuprobieren und im Dortmunder U kurze Filme zu produzieren. Professionelle Hilfe bekommen sie dabei vom belgischen Animationsfilmstudio KIDSCAM und der Jungen Akademie für Dokumentarfilm YOUNG DOGS. Inhaltlich beschäftigt sich das Projekt namens „Beyond Boundaries“ mit den Grenzen, die in Europa gerade immer strikter gezogen werden. Auch geflüchtete Jugendliche sind eingeladen, sich zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 12. Februar. Das Angebot gehört zum Programm ERASMUS+ der Europäischen Union.

Nach einem Vorbereitungstreffen am 13. Februar startet der Dortmunder Workshop am 27. Februar und geht bis 5. März. Der Workshop im belgischen Turnhout geht vom 23. bis 30. April. Anschließend werden die Filme in beiden Städten vorgeführt. Falls Schulbefreiungen für die Workshopwochen nötig sind, organisiert YOUNG DOGS dies in Absprache mit den Schulen. Für die Reisekosten fällt ein Beitrag von 100 Euro an, Ermäßigungen oder Erstattungen sind möglich.

Anmeldung bis 12. Februar an post@youngdogs.org.

Weitere Infos: www.youngdogs.org

YOUNG DOGS ist ein gemeinsames Projekt der U2_Kulturelle Bildung am Dortmunder U, der BAG Kulturpädagogische Dienste Ruhrgebiet e.V. und des kreativen Netzwerks SCREENAGERS.

Samstag, 30. Januar 2016

Magazin „Theater trifft Aktion – Ein Update zum Verhältnis von Darstellender Kunst und Aktivismus“ ist da

Anlässlich der ersten Premiere des Peng!-Kollektivs hat das Schauspiel Dortmund im November 2015 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung dreißig Aktivisten mit Hang zum Theater und Theatermacher mit Hang zur Aktion zu einem Workshop-Wochenende eingeladen. Unter dem Motto „MOBILIZE! Theater trifft Aktion – Neue Bühnen der Subversion“ haben die Teilnehmer drei Tage lang über ein Politisches Theater der Zukunft debattiert. Jetzt bringen Schauspiel Dortmund und die Heinrich-Böll-Stiftung das gleichnamige Magazin zur Konferenz heraus mit Beiträgen von 12 Teilnehmern, unter anderem von Kai van Eikels, Tools for Action, Sophie Diesselhorst, Alexander Kerlin, Christian Römer, Martin Kaul und David Schraven. Das Magazin ist kostenlos erhältlich im Schauspiel Dortmund und kann unter www.boell.de/de/2016/01/26/theater-trifft-aktion-update-zum-verhaeltnis-darstellende-kunst-aktivismus kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.

„Das Menschenschlachthaus“: Lesung im Westfälischen Schulmuseum

Wilhelm Lamszus
Wilhelm Lamszus (1881-1965) war Lehrer, Reformpädagoge, Pazifist - und der einzige deutsche Schriftsteller, der schon vor dem Ersten Weltkrieg die zu erwartenden Schrecken eines Krieges auf dem erreichten Stand der Waffentechnologie schilderte. In seinem Antikriegsbuch „Menschenschlachthaus. Visionen vom Krieg“ aus dem Jahr 1912 nimmt Lamszus die Schrecken der Schützengräben vorweg. Rüdiger Wulf, Leiter des Westfälischen Schulmuseums, liest aus dem Buch am Sonntag, 31. Januar, 14.30 Uhr, An der Wasserburg 1. Zuvor gibt er einen kurzen Einblick in die aktuelle Ausstellung „,... und stricken für's liebe Vaterland'. Schule im Ersten Weltkrieg". Der Eintritt ist frei.

Freitag, 29. Januar 2016

Ausstellung in der Berswordthalle würdigt „Rettungswiderstand“ im Nationalsozialismus

In der Zeit des Nationalsozialismus leisteten einige Menschen so genannten „Rettungswiderstand“: Sie versteckten von den Nazis verfolgte Mitbürger und bewahrten sie vor der sicheren Verhaftung und Deportation. So überlebte in Dortmund eine jüdische Frau den Krieg, weil sie im September 1944 kurz vor ihrer Deportation bei der später im Rombergpark ermordeten Widerstandskämpferin Martha Gillessen untertauchen konnte. Diese und andere historische Beispiele für Zivilcourage und Menschlichkeit würdigt die Ausstellung „Rettungswiderstand in Dieulefit“, die vom 2. bis 19. Februar in der Berswordthalle zu sehen ist.

Der Titel bezieht sich auf die südfranzösische Kleinstadt Dieulefit, deren Bewohnerinnen und Bewohner während der deutschen Okkupation viele Verfolgte versteckten und retteten, insbesondere jüdische Kinder und Kinder von Emigranten und Widerstandskämpfern aus Frankreich, Polen, Spanien und Deutschland. Weder Schutzsuchende noch Helfende wurden damals denunziert. Woraus sich solche Beispiele humaner Widerständigkeit speisten, ist auch heute angesichts des Umgangs mit Fremden und Geflüchteten eine wichtige Frage in Europa. Im Deutschen Reich gab es vergleichbare Fälle selten und vor allem auf individueller Ebene.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Topographien der Menschlichkeit“. Sie ist vom 2. bis 19. Februar täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Veranstalter sind die Vereine „Courage gegen Fremdenhass“ und „Deutsche Gesellschaft“ in Kooperation mit der Dortmunder Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, unterstützt durch die Auslandsgesellschaft NRW e.V.

"Die Show" gehört zu den Besten

Szene aus der DIE SHOW
Kay Voges’ Inszenierung der "DIE SHOW" ist zu den 10 besten Inszenierungen im deutschsprachigen Raum beim Theatertreffen von nachtkritik.de gewählt worden.

Zur Auswahl standen 47 herausragende Produktionen, die von der nachtkritik-Redaktion vorgestellt wurden. Neben "DIE SHOW" zählte mit "Eine Familie" in der Regie von Sascha Hawemann eine weitere Dortmunder Inszenierung zu den vorgeschlagenen.

"DIE SHOW" wird nach 13 fast immer ausverkauften Vorstellungen, nach dem Werkstattumbau, voraussichtlich ab Mitte Dezember 2016 wieder im Schauspielhaus Dortmund zu sehen sein.

nachtkritik
Theater Dortmund

Donnerstag, 28. Januar 2016

RuhrHOCHdeutsch 2016 zeigt Kabarett im Spiegelzelt

Im Spiegelzelt an den Westfalenhallen treten
 auch in diesem Jahr wieder
herausragende Kabarettisten und Comedians auf.

Bild: Theater Fletch Bizzel
"Ruhrdeutsch ist der märchenhafteste aller deutschen Dialekte": Diesem Motto fühlt sich 2016 das Kabarett- und Comedy-Festival RuhrHOCHdeutsch in Dortmund im bereits sechsten Jahr verpflichtet.

Im historischen Spiegelzelt an den Westfalenhallen (A40/B1) treten an 110 Tagen über 130 Künstlerinnen und Künstler auf die Humorbühne. Highlights der Kabarett- und Comedy-Szene, aus dem Ruhrpott und von anderswo. Aus der Region sind u.a. dabei: Fritz Eckenga, Frank Goosen, Jochen Malmsheimer, Lioba Albus, Torsten Sträter, Hennes Bender, René Steinberg, Carmela de Feo, der Dortmunder Lokalmatador Bruno "Günna" Knust und Fred Ape.

Neben den "Ruhrpott-Heroen" sind aber auch viele Künstler aus dem "befreundeten Inland" eingeladen. So ist mit Max Uthoff (ZDF-Anstalt) einer der brillantesten und bissigsten politischen Kabarettisten dabei. Christian Ehring, Wilfried Schmickler, Jürgen Becker, Stunk Unplugged 2016, Sebastian Pufpaff und viele andere geben sich danach die Klinke des Spiegelzelts in die Hand. Zum ersten Mal beim Festival RuhrHOCHdeutsch dabei sind Guido Cantz, Django Asül und Rüdiger Hoffmann.

Daneben gibt’s die legendären "..immer-Reihen", die Revue "Best Of Klopp kommt nicht" lindert die fußballarme Sommerzeit nach Bundesliga und Olympischen Spielen, außerdem das Standup-Festival "Germany steht up" und der LateNight-Comedy Club "Night Wash" .

Premiere ist am 28. Juni, der letzte Vorhang fällt am 9. Oktober und der Vorverkauf startet am 31. Januar.

Sternmarsch des Schauspiels Dortmund zum Megastore

Szene aus der DIE SHOW. Foto: Hupfeld
Mehr Theater auf Phoenix-West! Unter dieser Forderung veranstaltet das Schauspiel Dortmund einen „Sternmarsch“ genannten Zug vom Schauspielhaus am Hiltropwall zur Ausweichspielstätte Megastore in Hörde am Montag, 1. Februar – einen Tag nach der letzten Vorstellung im Schauspielhaus. Alle Dortmunderinnen und Dortmunder sind herzlich eingeladen, sich dem Zug anzuschließen, bei dem das Ensemble, Mitarbeiter des Schauspiels, Mitglieder des Sprechchors und der Theaterpartisanen sowie Freunde des Schauspiels mitlaufen, begleitet von Musik des Musikalischen Leiters Tommy Finke. Mit dabei sind Kostüme und Figuren aus bekannten Inszenierungen, unter anderem das beliebte Moderatoren-Duo Bodo Aschenbach und Ulla aus der „DIE SHOW“ sowie der rosa Hase, der in „Das Goldene Zeitalter“ auf der Bühne stand und überlebensgroß an der Schauspiel-Fassade prangt. Grund für den Umzug des Schauspiels sind die erforderlichen Umbaumaßnahmen am Theaterkarree. Der symbolische Umzug beginnt um 15.30 Uhr auf dem Vorplatz des Schauspiels, die Ankunft am Megastore in der Felicitasstraße 2 wird gegen 17.30 Uhr erwartet.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Kulturbüro präsentiert Highlights 2016

Am 21. Februar ist das Montenegrin Guitar Duo
 (Goran Krivokapic & Danijel Cerovic) bei der Reihe
 Gitarrenmusik im Torhaus im Rombergpark zu sehen

Bild: Montenegrin Guitar Duo
Im Jahr 2016 plant das Kulturbüro 19 Programme mit mehr als 400 Einzelveranstaltungen und 23 Förderprogramme. Dabei kooperiert es mit zahlreichen lokalen bis internationalen Partnern.

Besondere Akzente setzt die Emscherkunst ab Juni 2016: Renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland realisieren eine 50 Kilometer lange Open-Air-Ausstellung von Holzwickede über Dortmund bis Herne, die ungewöhnliche Einblicke gibt in den Emscherumbau und den Strukturwandel der Region. "Emscherkunst" entstand als eines der Leitprojekte der Ruhr.2010 und findet alle drei Jahre statt.

Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund stellen ihre Arbeiten in den Offenen Ateliers erstmals an zwei Wochenenden im ganzen Stadtgebiet vor. Termine sind der 21./22. und der 28./29. Mai.


Theater, Literatur und Tanz

Für theatralische Überraschungen sorgt im September/Oktober das Festival freier Theater "favoriten", das erstmals sein Zentrum im Union-Quartier hat. Es findet alle zwei Jahre statt.

Literarischen Genuss in der ganzen Region versprechen die "Chamisso-Tage an der Ruhr" - ein ruhrgebietsweites Literaturprojekt in Kooperation mit dem Literaturfestival Les Art mit deutschsprachigen Autoren, deren Werk von einem Sprach- oder Kulturenwechsel geprägt ist.

Das erste Quartal 2016 startet mit dem Jugendtanzfestival Get on stage (29. bis 31. Januar). Mit dabei sind rund 700 junge Tänzerinnen und Tänzer zwischen 6 und 27 Jahren aus Dortmund und weiteren Städten in NRW. Es wird veranstaltet vom "theater im depot" unter Leitung der Tänzerin und Choreografin Birgit Götz in Kooperation mit der LAG Tanz NRW, dem Land NRW und dem Kulturbüro Dortmund. Das Festival hat sich seit 2005 zu einem der erfolgreichsten Jugendtanzprojekte in NRW entwickelt. Es findet in der Aula am Ostwall statt.


Tradionsveranstaltungen und Nachwuchstalente

Im Februar geht es weiter mit der Gitarrenmusik im Torhaus. Die Konzertreihe findet seit 19 Jahren im Torhaus Rombergpark statt und ist damit eine der traditionsreichsten Gitarrenkonzert-Reihen in Deutschland. In intimer Atmosphäre und einem historischen, akustisch perfekt klingenden Raum erlebt das Publikum an acht Sonntagen das ganze Spektrum konzertanter Gitarrenmusik - von zarten Klangzaubereien bis zu explosiver Expressivität. Das Programm für 2016 steht im Zeichen der Gitarren-Duos mit überregional bis international bedeutenden Künstlern, darunter im September Lulo Reinhardt, einer der gefragtesten Gypsy-Gitarristen.

Aber auch der Nachwuchs hat weiterhin an zwei Konzertabenden seinen festen Platz. Im Juni kommt eine Auswahl der besten Absolventen der Musikhochschulen in NRW ins Torhaus. Im Dezember tritt der lokale Gitarrennachwuchs der Musikschule Dortmund zusammen mit Lehrkräften und Gästen in einem "Adventskonzert für Gitarrenmusik" auf.


Grafik aus Dortmund

Bis Mitte März können sich professionelle bildende Künstlerinnen und Künstler für den Kalender "Grafik aus Dortmund" bewerben. Eine Auswahl der Arbeiten wird im Juni in einer Ausstellung in der Berswordthalle präsentiert (3. bis 26. Juni). Eine Jury wählt daraus Werke aus, die im Grafikkalender 2017 vertreten sein werden.

Das Kulturbüro bereichert das Kulturleben aller Kunstsparten, indem es veranstaltet, fördert, organisiert, berät und koordiniert.

„Geschichten im blauen Salon“: Ein Erzähl-Abend über Anfänge

Der Blaue Salon im Schulte-Witten-Haus
„Aller Anfang“ ist der nächste Erzählabend im Haus Schulte-Witten überschrieben: Im „Blauen Salon“ der Villa an der Wittener Straße 3 geht es am Freitag, 29. Januar, 19.30 Uhr um Schöpfungsmythen ebenso wie um Liebesgeschichten und den berühmten Zauber, der allen Anfängen innewohnt. Susanne Tiggemann vom Touché Erzähl Theater aus Schwerte hat diesmal Julia Klein zu Gast. Die Bremerin nennt sich „Geschichtenhändlerin“ und bringt Geschichten von Ort zu Ort. Die Frauen spannen den Bogen zwischen Schauspiel und Erzählkunst. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Besucherinnen und Besucher sollten sich vorab einen Platz reservieren (telefonisch unter 171809 oder per Mail: jugendstil@stadtdo.de.

„Geschichten im blauen Salon“ ist eine Veranstaltungsreihe der Stadt-und Landesbibliothek Dortmund.

Dienstag, 26. Januar 2016

Lesung am Montag: Der Verleger, der seinen Verstand verlor

Achim Albrecht
In der nächsten Lesung am Montag in der Stadt- und Landesbibliothek geht es um einen „Verleger, der seinen Verstand verlor und sich auf die Suche machte“: Autor Achim Albrecht liest aus seinem Briefroman am Montag, 1. Februar, 19.30 Uhr im Studio B, Max-von-der-Grün-Platz 1-3. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro.

In dem Roman geht es um einen Verleger, der an seinen eigenen Ansprüchen scheitert, und um einen aus den Fugen geratenen Kunstbetrieb. Peter Korff ist auf dem besten Weg zu scheitern: als Ehemann, Verleger und Aktionskünstler. Ein Kunst- und Literaturfestival soll ihn retten. Also schreibt er Briefe: ans Finanzamt, den Polizeipräsidenten, die Medien, seine Frau, das Ordnungsamt, die Telekom, Sascha Lobo und Clint Eastwood. Mit jedem Brief scheint sich die Realität ein Stück weiter von Korff zu entfernen – bis dieWelt die Bedeutung seines Lebenswerks zu erkennen glaubt.

Neues Stück im Kinder- und Jugendtheater

Das Kinder- und Jugendtheater an der Sckellstraße
Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund nimmt mit „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf ein neues Stück in seinen aktuellen Spielplan auf. Das Roadmovie feiert am 20. Mai in der Regie von KJT-Direktor Andreas Gruhn in der Sckellstraße Premiere und ersetzt damit die geplante Produktion „Infinity“. Aus organisatorischen Gründen wird diese Koproduktion mit dem Consol Theater Gelsenkirchen auf die kommende Spielzeit verschoben. „Tschick“ beschreibt den Beginn einer großen Freundschaft zwischen zwei Außenseitern, den Schmerz des Erwachsenwerdens, den Wunsch nach Abenteuer und immer währenden Sommerferien und ist für Zuschauer ab 14 Jahren geeignet. Der Roman von Wolfgang Herrndorf erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Gespielt wird die Bühnenfassung von Robert Koall. Karten gibt es ab sofort an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222. Gruppenvorbestellungen für Schulen können unter 0231/50-22442 vorgenommen werden.

Montag, 25. Januar 2016

Mitmach-Aktion im Haus der Vielfalt

Bild aus der Ausstellung "Onkel Hasan und
die Generation der Enkel" - hier: die Familie von Hasan Kosan
Bild: ©Hasan Kosan
Ein "Regenwaldkonzert" erwartet große und kleine Besucherinnen und Besucher am Dienstag, 26. Januar, 15 Uhr im Haus der Vielfalt. Die Gruppe "Karibuni" wendet sich mit ihren Mitmach-Konzerten an die ganze Familie und lädt ein zum Singen, Tanzen und Mitmachen.

Das Konzert gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung "Onkel Hasan und die Generation der Enkel", die derzeit im Haus der Vielfalt sowie im Hoeschmuseum zu sehen ist.

Karibuni bedeutet "Willkommen" in der afrikanischen Sprache Kiswahili. Für das Regenwald-Konzert hat die Gruppe Lieder und Klänge aus den Regenwäldern dieser Erde gesammelt und mit heimischen Instrumenten wie Gitarre und Flöte verbunden. Bei Karibuni-Konzerten taucht das Publikum Kinder spielerisch ein in andere Welten und Kulturen. Die Lieder werden in den Originalsprachen und ihren deutschen Übertragungen gesungen; an jedem Programm sind Musikerinnen und Musiker der entsprechenden Kulturen beteiligt. So ist eine Musik entstanden, die es den Kindern ermöglicht Melodien und Lieder aufzunehmen, selbst zu singen und zu tanzen.
Der Eintritt ist frei.

Neu-Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“: Herausgeber stellt kritische Edition im Stadtarchiv vor

Anfang Januar erschien Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ in einer wissenschaftlich kommentierten, neuen Ausgabe. Der Historiker Dr. Thomas Vordermayer gehört zu den Herausgebern der Edition. Am Donnerstag, 28. Januar, 19 Uhr kommt er nach Dortmund und stellt sie im Stadtarchiv (Märkische Straße 14) vor. Der Eintritt ist frei. Für die Veranstaltung kooperiert das Stadtarchiv mit dem Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.

70 Jahre nach Hitlers Todesjahr sind die Urheberrechte an dessen Buch „Mein Kampf“ erloschen. Das Institut für Zeitgeschichte (München/Berlin) hat daher eine wissenschaftlich kommentierte Edition vorgelegt, die am 8. Januar erschien. Die kritische Kommentierung verfolgt das Ziel, die Entstehung von Hitlers Weltbild und die Absichten hinter seiner Schrift aufzuzeigen und einzuordnen. Die Neuauflage soll aufzeigen, welchen Rückhalt Hitlers Behauptungen unter seinen Zeitgenossen hatten, welche Folgen seine Ankündigungen nach 1933 hatten – und was sich aus heutiger Sicht Hitlers unzähligen Behauptungen, Lügen und Absichtserklärungen entgegensetzen lässt.

Dr. Thomas Vordermayer war von 2012 bis 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München-Berlin und ist seit 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Sonntag, 24. Januar 2016

Elfte Ausgabe von "Get on Stage" läuft in der Aula am Ostwall

Die 11. Ausgabe des Kinder- und Jugendtheaterfestival NRW "Get on Stage!" geht vom 29. bis 31. Januar in der Aula am Ostwall über die Bühne.

GET ON STAGE! ist seit 2005 eine Tanz-Plattform für Kids, Jugendliche und junge Erwachsene und in den letzten 10 Jahren von einer kleinen Dortmunder Sonntagnachmittag-Veranstaltung zu einem Tanzfestival für junge Gruppen und Ensembles aller Stilrichtungen aus ganz NRW gewachsen.

Mehr als 40 Kinder- und Jugendtanzgruppen jeden Tanzstils aus ganz NRW präsentieren Urbanen Tanz (Hip Hop, Breakdance, uvm.), Zeitgenössischen Tanz, Ballett, Folklore, Tanztheater und vieles mehr, dazu sind internationale Gäste eingeladen.

GET ON STAGE! ist eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW und des Theater im Depot Dortmund gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund.

Das Programm:

Freitag, 29.01. ab 20.00 Uhr

Eröffnung und Block 1: 15-27 Jahre

Samstag, 30.01. ab 15 Uhr

Block 2: 10 - 13 Jahre und Block 3: 13 - 15 Jahre

Sonntag, 31.01. ab 11 Uhr

Block 4: 6 - 10 Jahre und Block 5: 10 - 13 Jahre

Eintritt: je Block 3,- € / Tageskarte 5,- €

Ort: Aula am Ostwall, Ostwall 36, 44135 Dortmund

sweetSixteen-Kino: Kölner Dokumentarfilmfestival ist zu Gast

Szene aus "Der Kuaför aus der Keupstrasse"
Vom 29. Januar bis zum 7. Februar ist das Kölner Dokumentarfilmfestival STRANGER THAN FICTION zu Gast im sweetSixteen-Kino.

Die Kino-Mitarbeiter  haben eine vielfältige Auswahl an gesellschaftlich relevanten, aber auch alltäglichen, ungewöhnlichen und selten-gesehenen Themen zusammengestellt und zeigen Alltagswelten und Besonderheiten aus dem Ruhrgebiet & NRW, den europäischen Nachbarländern, den USA und Kuba. Zwei Regisseure werden zudem ihre Filme bei uns präsentieren. Mehr zum Programm weiter unten und auf UNSERER Website: http://sweetsixteen-kino.de/programmkategorien/dokumentarfilmfestival-stranger-than-fiction-2016/

Es gelten unsere regulären Eintrittspreise

Sa, 30. Januar 2016 um 15:00 Uhr
DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE + Regisseur
Wir zeigen die Doku in Anwesenheit des Regisseur mit anschließendem Filmgespräch

Im Mittelpunkt des Films stehen die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße. Am Nachmittag des 9. Juni 2004 explodierte die Bombe vor dem Geschäft des Frisörs Özcan Yildirim. Schnell wird er in den Augen der ermittelnden Behörden zum potentiellen Täter mit Verbindungen zur Schutzgeld- oder Drogenmafia. Er wird kriminalisiert und mit ihm eine ganze Straße, eine Gemeinschaft mit Migrationshintergrund. Erst sieben Jahre später werden die wahren Täter enttarnt, die Rechtsterroristen des selbsternannten National-sozialistischen Untergrunds. Die Ermittlungen gegen die Opfer werden eingestellt, aber es haben sich tausende Seiten Ermittlungsakten angehäuft, die das skandalöse Vorgehen der Behörden dokumentieren.

Der Kölner Filmemacher Andreas Maus hat Zugang zu diesen Akten und dokumentiert die Originalverhöre der Opfer und Ermittler in seinem Film. Die Befragungen der Bewohner der Keupstraße werden aus den Originalprotokollen der umfangreichen Ermittlungsakten mit Schauspielern szenisch nachgestellt.

Zu Gast im sweetSixteen-Kino: Andreas Maus

1986-1993 Autor und Regisseur beim KÖLNER Ensemble, Theater
1985 Waldkanon, Köln
1988 Transit, Westfälisches Landestheater 1991 Olga Ivanovna, Köln/Moskau
1993 Die Reise des Spatzen, mit Karmen Frankl (Radioart) und dem amerikanischen Komponisten Malcolm Goldstein, in der Schienenhalle Köln
seit 1995 – Arbeit als Journalist und Autor für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für ARD, WDR, SWR, DRADIO


+++
Das Stranger Than Fiction - Programm im sweetSixteen-Kino:

Laurie Anderson erzählt in ihrem Essayfilm HEART OF A DOG von existentiellen Themen zwischen Leben und Tod
in der französischsprachigen Doku LA MARCHE À SUIVRE bekommt der Zuschauer Einblicke in eine kanadische Oberschule
ABOVE AND BELOW lässt uns staunend zurück nach einer unglaublichen Reise in die Welt von Überlebenskünstlern in den USA
selbiges passiert in SOMOS CUBA, einer aus dem Land geschmuggelten Doku über den Alltag in Kuba
und mit FAMILY BUSINESS zeigen wir ein Portrait einer deutsch-polnischen „Austauschfamilie“ und bekommen die Frage gestellt, wie man sich fühlt, wenn man in einer fremden Familie einen Platz einnimmt, und dafür den in der eigenen verlässt.
Und wir zeigen auch FRANCOFONIA, die frenetisch gefeierte Doku-Fiktion des russischen Altmeister Alexander Sokurov, in welcher er über die Rettung der Louvre-Schätze vor dem deutschen Zugriff im Zweiten Weltkrieg erzählt.
Besonders hervorheben möchten wir die Vorstellung von DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE – in Anwesenheit des Regisseurs. Andreas Maus hat in seiner Doku die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße in den Mittelpunkt gestellt und dokumentiert anhand der Originalverhöre die sieben Jahre anhaltende Verfolgung – bis zum Zeitpunkt, als sich die NSU auch zu diesem Anschlag bekannte.
Und auch zur Ruhrgebiets-Doku ENTSCHEIDEND IS AM BECKENRAND wird Regisseur Stefan Eisenburger zu Gast bei uns sein. Er hat drei Seniorenschwimmer aus dem Ruhrgebiet, die nationale und internationale Erfolge erleben und feiern, begleitet. Die Protagonisten schildern ihre Lebensgeschichten in allen Höhen und Tiefen.
Und in KÖNIGE werden Menschen der Bielefelder Straßenszene protraitiert (in Anwesenheit des Regisseurs)

+++

Spielzeiten
Fr 29.01., 21h – Könige (in Anwesenheit des Regisseurs)
Sa 30.01., 15h – Der Kuaför aus der Keupstrasse (in Anwesenheit des Regisseurs)
Sa 30.01., 21h – Heart of a Dog
So 31.01., 15h – La marche à suivre
So 31.01., 19h – Above and Below
Do 4.02., 17h – Somos Cuba – We are Cuba
Sa 6.02., 17h – Entscheidend is am Beckenrand (in Anwesenheit des Regisseurs)
Sa 6.02., 21h – Family Business
So 7.02., 17h – Above and Below
So 7.02., 19U – Francofonia

Samstag, 23. Januar 2016

Krimi-Premiere und Feierstunde: 30 Jugendliche erhalten ihren „Kompetenznachweis Kultur“

Der Adlerturm spielt in einem Krimi
eine Rolle, den Jugendliche konzipiert haben.
Krimischreiben oder Gitarrespielen, Bilderbücher konzipieren oder bildende Kunst entdecken: 30 Jugendliche, darunter junge Flüchtlinge, haben sich in den vergangenen Monaten mit Kunst und Kultur befasst. Sie stellten ihr Können unter Beweis und entdeckten und verfeinerten neue Fähigkeiten. Dafür händigt ihnen Kulturdezernent Jörg Stüdemann nun ihre „Kompetenznachweise Kultur“ (KNK) aus.

Der Kompetenznachweis Kultur ist ein Bildungspass, den Jugendliche z.B. bei Theater-, Film-, Kunst- oder Literaturprojekten erhalten können. Die Jugendlichen nutzen den Kompetenznachweis Kultur unter anderem für Bewerbungen, weil er Stärken dokumentiert, die in einem Schulzeugnis nicht auftauchen.

Zuvor feiert um 15.30 Uhr der Dortmund-Krimi „Die dritte Hand“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte seine Premiere. Es geht um den Fall eines mysteriösen Knochenfundes am Adlerturm, den Jugendliche phantasievoll lösen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Der Kompetenznachweis Kultur wurde von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), Remscheid, ins Leben gerufen und wird in ganz Deutschland nach einheitlichen Kriterien vergeben. Er macht auch für berufliche Perspektiven deutlich, wo Stärken der Jugendlichen liegen und zeigt abseits des schulischen Wissens weitere Facetten einer Persönlichkeit.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler:

• Anette Göke, Bildende Künstlerin (Kunstprojekt)

• Eva Helmsorig, Lese- und Literaturpädagogin (Bilderbuch-Projekt)

• Ute Mittelbach, Theaterpädagogin (Theaterprojekt)

• Noel Thieme, Musiker (Gitarrenprojekt)

• Heike Wulf, Autorin und Daniela Brechensbauer, Museumspädagogin (Krimi-Projekt)


HMKV gibt Publikation zu "Böse Clowns" heraus

Die von der HMKV-Ausstellung „Böse Clowns“ (27. September 2014 bis zum 08. März 2015) angeregte Publikation zu grausigen Spaßmachern ist nun erschienen.

Die 256 Seiten umfassende und von Inke Arns herausgegebene Publikation widmet sich ausführlich der Clownsfigur, die in letzter Zeit eine „unheimliche“ Karriere gemacht hat. Die künstlerische Leiterin des HMKV und Kuratorin, Inke Arns beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem Social Media Hack des Netzkünstlers Constant Dullaart. Der Katalog enthält mit „Zuckerwatteautopsie: Dekonstruktion der PsychoKiller-Clowns“ einen Aufsatz eines der weltweit besten Kenner der Figur des bösen Clowns: des USamerikanischen Kulturwissenschaftlers Mark Dery. Marie Lechner geht in ihrem Essay „The Cacophony Society: Totales Chaos“ der Figur des „Klowns“ in der Cacophony Society auf den Grund. Die Bochumer Film- und Kulturwissenschaftlerin Judith Funke setzt sich in ihrem Beitrag „Im Tal des Unheimlichen“ mit Clowns, Zombies und Automaten auseinander. Ergänzt wird die Publikation durch zwei Interviews mit der Kuratorin Inke Arns in der taz und Le Monde sowie durch eine Dokumentation aller künstlerischen Arbeiten und begleitenden Materialien der Ausstellung.

Die deutsch/englischsprachige Publikation ist in der Ausstellungsfläche des HMKV auf der Ebene 3 des Dortmunder U erhältlich oder kann unter bookshop@hmkv.de bestellt werden. Die ersten 15 Käufer erhalten exklusiv ein Clowns-Plakat dazu.

„Böse Clowns“, herausgegeben von Inke Arns, Hartware MedienKunstVerein, deutsch/englisch, 256 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Verlag Kettler, Dortmund 2016, ISBN 978-3-86206-541-7, 26€

Freitag, 22. Januar 2016

Offene Ateliers 2016: Letzter Aufruf zur Anmeldung

Unter anderem diese Künstlerinnen beteiligten sich
im vorigen Jahr an den Offenen Ateliers 
Nur noch bis zum 31.01.2016 können sich Künstler/innen und Galerien zu den stadtweiten Offenen Ateliers Dortmund 2016 anmelden.

Um Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit zu bieten, möglichst viele der zahlreichen Orte in ganz Dortmund zu besichtigen, finden die stadtweiten Offenen Ateliers erstmals an zwei Wochenenden (21./22.5 und 28./29.5.2016) statt.

Alle zwei Jahre bieten ca. 150 Kunstschaffende und Kreative im Rahmen der Offenen Ateliers
Dortmund einen Blick hinter die Kulissen – in Arbeitsräume und Ateliers, auf Werke und Arbeitsweisen. Das Publikum erhält dabei einen eindrucksvollen Einblick in die Dortmunder Kreativ- und Kunstszene, deren Arbeiten und Projekte. Abseits vom Arbeitsalltag haben Interessierte die Möglichkeit zum Dialog mit den Gastgeber/innen und zum Erwerb von Erzeugnissen und Werken.

Die Gäste erwartet ein vielfältiges Angebot an Begegnungen und Einblicken in unterschiedlichste Räume und Orte, beschauliche Hinterhöfe und besondere Atelierhäuser. Renommierte und noch weniger bekannte Kreativ- und Kunstschaffende verschiedenster Genres geben Einblicke in ihre persönliche Schaffenskultur und freuen sich auf interessierte Besucher/innen.

Veranstaltungszeitraum:
Östlich der B54: 21./22. Mai 2016
Westlich der B54: 28./29. Mai 2016

Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen unter www.offene-ateliers-dortmund.de

Die stadtweiten Offenen Ateliers Dortmund werden 2016 zum dritten Mal veranstaltet.

Stück über rechten Terror in Dortmund

Das Gastspiel ist Teil der Auseinandersetzung
 mit dem rechten Terror in Dortmund und darüber hinaus. 

Bild: Volker Beushausen
Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel gastiert mit der Produktion "Schmerzliche Heimat" am Dienstag, 9. Februar, um 20 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund.

Das Stück von Semiya Şimşek und Peter Schwarz erzählt die Geschichte einer Familie in Deutschland, die Opfer einer rechtsextremen Vereinigung geworden ist und ebenso Opfer deutscher Behörden.

Enver Șimșek, Semiyas Vater, wurde im September 2000 das erste Opfer der rechtsradikalen Terror-Zelle NSU. Das Gastspiel ist, wie die Inszenierung "Das schweigende Mädchen" von Elfriede Jelinek im Megastore, Teil der Auseinandersetzung mit dem rechten Terror in Dortmund und darüber hinaus.

"Schmerzliche Heimat" und das anschließende Nachgespräch eignen sich ebenfalls für Schulklassen. Karten für 15,- Euro (10,- Euro ermäßigt) gibt es ab sofort an der Vorverkaufskasse im Opernhaus unter 0231/50-27222 oder

Donnerstag, 21. Januar 2016

Theater im Depot zeigt das Tanztheaterstück "Kontraste"

Foto: Oliver Eltinger
Das Theater im Depot zeigt am Sonntag (24.1.) um 18 Uhr das Tanztheaterstück "Kontraste".

Nach dem großen Erfolg von Trias, der Neuinterpretation des triadischen Balletts, ist nun endlich wieder ein Werk der Choreografin Jacqueline Fischer (Theater der Klänge) auf der Bühne des Theater im Depot.

Das Tanztheaterstück »Kontraste« widmet sich dem Frei-Sein in Leistungsgesellschaften wie der deutschen. Frei im Sinne von kulturell oder ethnisch anderer Herkunft, frei im Sinne von »nicht leistungs- und konkurrenzfähig« durch Krankheit, Alter oder mangelnde Bildung.
Ein internationales Ensemble mit Interpreten aus Deutschland, Griechenland, den USA, Japan und dem Kongo erarbeitet zu dieser Fragestellung ein Musik- und Tanztheaterprogramm, welches neben Schauspiel, Gesang und Tanz auch eine Videoszenografie und elektronische Livemusik einsetzen wird.

Vorstellung: SO 24.01.2016 um 18 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Produktion: THEATER DER KLÄNGE
Choreografie: Jacqueline Fischer
Ausführender Produzent/Komponist: J.U. Lensing
Videoszenografie/Fotos: Oliver Eltinger
Kostüme: Caterina di Fiore
Interpreten: Léonor Clary, Yuta Hamaguchi, Arnoud Samba Nkassa, Ilya Parenteau, Phaedra Pisimisi, Barbara Schachtner


Theater verkauft Kostüme

Das Theater Dortmund verkauft in seinem Fundus in Wischlingen Kostüme aus vielen Jahren Theatergeschichte - der erste Termin ist am Donnerstag, 21. Januar.

Bis Weiberfastnacht und Rosenmontag ist es nicht mehr lange hin. Fans der jecken Zeit stellt sich unweigerlich die Frage nach der diesjährigen Kostümierung. Wer die Prinzessinnenkrone langsam satt hat, oder wessen Verkleidungskiste nichts als ein Paar Katzenohren bereit hält, hat nun die Chance, ein außergewöhnliches Outfit zu ergattern.

Im derzeitigen Fundus des Theater Dortmund auf der Höfkerstraße 22a in Wischlingen können Verkleidungsfreudige einmalige Kostüme für Karneval oder die nächste Motto-Party erwerben. Verkaufstermine sind jeweils donnerstags, am 21. und 28. Januar und am 4. Februar von 10 bis 16 Uhr. Die Preise hängen davon ab, wie aufwändig die jeweiligen Stücke verarbeitet sind. Bezahlung ist nur mit EC-Karte möglich.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Ravel-Musik war Höhepunkt beim 5. Philharmonischen Konzert

Dirigentin Julia Jones. Foto: Maurice Korbel
Ein bisschen Liebe in den kalten Januar brachte das 5. Philharmonische Konzert – war es doch mit „Amour Fou“ (Unvernünftige Liebe) betitelt. Höhepunkt dabei war sicherlich die 2. Suite aus Ravels "Daphne et Chloe" ganz am Schluss. Dabei konnte das Orchester unter dem Dirigat von Julia Jones – ihr erstes Engagement in Dortmund – so richtig zeigen, was in ihm steckt.

Das war zu Beginn, in Faurés „Pelléas et Mélisande“, noch nicht der Fall. Betrachtet man es wohlwollend, dann versetzt dieses Stück die Zuhörer wegen seiner Gleichförmigkeit in eine angenehm meditative Stimmung. Etwas negativer: Es könnte auf manchen auch etwas langweilig gewirkt haben. Julia Jones gab im Vorgespräch „Wir stimmen ein“ mit Orchestermanager Michael Dühn unter dem Gelächter der Zuhörer selbst zu, dieses Stück nicht besonders zu mögen. An ein Orchester stelle es keine besonders hohen Anforderungen, erklärte sie weiter in angenehm offener Art.

Mehr als ausgeglichen wurde der ruhige Beginn durch den spritzigen Mozart mit seiner Pariser Sinfonie vor der Pause. 

Nach der Pause ging‘s weiter mit Tomasis „Konzert für Trompete und Orchester“, einer Musik, die vor allem deshalb interessant ist, weil sie Klassik mit Jazzelementen verbindet. Solotrompeter Balázs Tóth allerdings hatte beim Konzert am Dienstag nicht seinen allerbesten Tag. Interessant für die Zuschauer war jedoch, ihn beim rasanten Wechsel der verschiedenen Trompeten-Aufsätze zu beobachten.

Das nächste Philharmonische Konzert findet am 23. und 24. Februar, jeweils 20 Uhr, im Konzerthaus statt. Dann gibt‘s Musik von Ravel, Saint-Saens und Rachmaninow unter dem Dirigat von GMD Gabriel Feltz.

Andreas Schröter

"Zwischenlandung": Museum Ostwall präsentiert Werkvorträge

Jasmine Justice, Domestic Surveillance, 2015
Am Donnerstag, 21. Januar, veranstaltet das Museum Ostwall in Kooperation mit dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund um 18:30 Uhr die ZWISCHENLANDUNG mit der amerikanischen Künstlerin Jasmine Justice.

Der Vortrag bietet die Möglichkeit die Künstlerin und ihr Werk kennenzulernen. Was sind ihre Themen und Techniken? Was inspiriert sie? Im Anschluss an die Präsentation darf diskutiert werden…

Los geht's am Donnerstag um 18:30 Uhr im MO Foyer, der Eintritt ist frei.

ZWISCHENLANDUNG im Museum Ostwall

Dienstag, 19. Januar 2016

Alexandra Gaida-Steingaß hat Dortmunder interviewt, der Frau im Wachkoma pflegt

Alexandra Gaida-Steingaß
Alexandra Gaida-Steingass hat unter dem Titel "Anders als erwartet - Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase" ein Buch herausgebracht, das zwölf Interviews mit Menschen enthält, die besondere Herausforderungen meistern müssen - unter anderem den Dortmunder Ingo Dahmer, der seit einigen Jahren seine im Wachkoma liegende Frau zu Hause pflegt und Kindererziehung und Haushalt parallel dazu stemmt. Ingo wurde bereits in der ZDF-Sendung 37 Grad portraitiert und beeindruckt durch seine Entschlusskraft und seinen Mut.

In weiteren Interviews erzählen betroffene Mütter und Väter ihre Geschichte. Sie berichten, wie sie ihre persönlichen Herausforderungen annehmen konnten und Kraft und Mut zum Weitermachen aufbrachten, um das Beste aus ihrer neuen Familiensituation zu machen. Und diese Eltern zeigen vor allem eins: Es gibt viel mehr Helden im Alltag, als wir sie manchmal wahrnehmen.

Bibiographische Angaben:
„Anders als erwartet –
Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase“
Autor: Alexandra Gaida-Steingaß
Verlag Accepta Kommunikation, Ebersbach an der Fils
ISBN: 978-3-9815651-2-6
245 Seiten, gebunden, 24 Euro, 12 Abbildungen


Blackbox im Schauspiel: Diskussion und Lesung mit Klaus Theweleit

Klaus Theweleit
Das Schauspiel Dortmund bietet eine neue „Blackbox“-Veranstaltung am kommenden Donnerstag, 21. Januar, um 20 Uhr im Studio an. Zu Gast ist diesmal der Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Querdenker Klaus Theweleit. Berühmt wurde er 1977 mit seinem umfassenden Werk „Männerphantasien“, das von Rudolf Augstein im Spiegel als "aufregendste Publikation des Jahres" gefeiert wurde. Mit seinem 2015 erschienenen Buch „Das Lachen der Täter“ kehrt er fulminant zurück zur Faschismustheorie und der Theorie der Gewalt – und stellt entlang von aktuellsten Gewaltexzessen die zeitlos schmerzhafte Frage: Wie wird ein Mensch zum Killer? Und wieso gibt es so viele Zeugnisse darüber, dass Mörder nach der Tat in Lachen ausbrechen? Theweleit stellt im Rahmen der „Blackbox“-Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Straßenmagazin „Bodo“ und der Offenen Fachhochschule der FH Dortmund entsteht, seine überraschenden Antworten vor und diskutiert mit dem Publikum. Der Eintritt ist frei!

Montag, 18. Januar 2016

Auslandsgesellschaft: eine "Weltreise" im Botanischen Garten

Patrick Knopf und Caroline Keufen.
Zu einer "Weltreise unter Glas" lädt die Auslandsgesellschaft für Sonntag (24.1.), 17.30 Uhr, in die Pflanzenschauhäuser des Botanischen Gartens an der Mergelteichstraße 40 ein.

An diesem Nachmittag erleben die Besucher einen literarischen Spaziergang in den Treibhäusern des Botanischen Gartens im Rombergpark. Mit der Schauspielerin Caroline Keufen und Patrick Knopf (Leiter des Botanischen Gartens) machen sie eine Welt-Entdeckungsreise unter Glas mit Anekdoten des tollen Bomberg, Alexander von Humboldt oder Georg Forster zwischen Kakteen und Palmen – sachkundig, hintergründig und humorvoll zwischen Wahrheit und Fiktion.

€ 15 / 12 für Mitglieder und Sprachkursteilnehmer

Vorverkauf erforderlich: Zuzana Kourilova, kourilova(at)agnrw.de, Tel. 0231 8380054

In Kooperation mit Melange e.V. Mehr Infos zur Veranstaltung: www.melange-im-netz.de
Weitere Termine: 6.3. und 3.4. jeweils um 17.30 Uhr

Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen, 16.-31.1.2016 (Programm)

Subrosa im Februar: The Trillionairs und The Urban Turbans

The Urban Turbans
Hier kommt das Subrosa-Konzertprogramm im Februar:
---------------

Donnerstag, 04.02., 19:30 Uhr: Joseph Parsons - Solo-Tour 2016

Joseph Parsons ist ein amerikanischer Independent Singer/Songwriter. Seit 2007 lebt der aus Philadelphia stammende Musiker in Europa. Parsons hat sich seinen Namen durch das konsequente Schreiben außergewöhnlicher, Song-getriebener Alben sowie lange Tourneen gemacht. Schon lange Zeit Fan vom mehrdimensionalen Aufnahme-Prozedere, schreibt Parsons unverwechselbare Songs, die oft jeglichen Schubladen Kategorien trotzen. Er bewegt sich durch verschiedene Genres und lässt Spuren von EmoRock, Soul & Folk verschmelzen, um seinen eigenen und einzigartigen Stil von Rock & Roll zu kreieren. Energetisch wütend und zerbrechlich ruhig: Joseph Parsons kann beides! Und während die Studio-Alben immer emotional und energiegewaltig sind, werden seine Live-Auftritte stets zu dynamischen, temperamentvollen und sehr persönlichen Erfahrungen.

Die SOLO TOUR 2016 wird ein aufregendes Abenteuer, eine Zeitreise durch Joseph’s Songs: beginnend mit Songs seines selbstproduzierten "Breathe"-Albums von 1989, wird er Lieder seines BlueRose-Katalogs spielen, dazu Kompositionen anderer Projekte wie 4 Way Street, HARDPAN, US Rails & PARSONS THIBAUD. Außerdem gibt es neue Songs zu hören, die erst Mitte 2016 veröffentlicht werden. Joseph Parsons wird verschiedene Gitarren spielen, z.B. seine Gibson Hummingbird Acoustic, seine Vintage Cherry Red Gibson ES-335 und eine Fender Jaguar Baritone Electric. Und nicht zu Vergessen: diese einzigartige, unendlich geschmeidige Stimme - Konzerte zum Zuhören!

Einlass: 18:00 Uhr,

Beginn: 19:30 Uhr,

Eintritt: AK 13 Euro,
VVK 10 Euro - Informationen hierzu unter > http://hafenschaenke.de/events/370
---------------

Samstag, 06.02, 20:00 Uhr: The Trillionairs (D) - Psychobilly

Seit 2010 ist diese wilde Combo zwar schon deslängeren nicht mehr in der Urbesetzung, doch immer wieder unterwegs, um dem Publikum vor Acts wie den Meteors, Guana Batz und Coffin Nails einzuheizen oder auch den ein oder anderen Abend alleine zu bestreiten. Der Stil des Quartetts geht von boppin' bis wreckin' - anhören und geil finden ist angesagt:

"Bei den Jungs juckts mir die Brosche!" meint Galaxia vom Escortservice, "Ich konnte die noch nie leiden, damn Fashionbillys!" urteilt Psychobilly-Urgestein Beule und Hausmeister Günther findet: "Spielt mal was von Elvis!"

Nachdem zuletzt auch der gute Happ an den Drums das verschwitzte Handtuch werfen musste, nimmt Alessio (seines Zeichens auch an der Schießbude der Cunnybugs) nun die Sticks in die Hand - man darf sich also auf weiteren frischen Wind freuen, wenn er heute mit Bihle (voc/guit), Paolo (guit/voc) & derPsücho (doublebass) zur offenen Turbojugend-Geburtstag's'Sause aufmuckt.
Einlass: 19:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr - Eintritt frei.
---------------

Montag, 08.02., 19:30 Uhr RESISTANZEN 2 (D) - The Pirate's Choice!

Spelunken-Polka auf knarrenden Holzdielen und Umpa-Songs vom wilden Mann, wie sie sonst nur in verruchten, tschechischen Hospodkas zu finden sind: ein Schlagzeug, eine Gitarre, ein Bass sowie ein singender, ächzender, flüsternder und grölender Mann am Akkordeon - in dieser Konstellation vereinigen die resistanzen2 immer wieder überraschende Musikstile aus allen Ecken des Kontinents (Russland, Tschechien, Norwegen, Frankreich, England etc) zu einem handgemachten, transeuropäischen Sound, der nur ein Ziel kennt: das Publikum in biergeschwängerter Luft tanzend, singend und schwitzend völlig in der Ekstase des Moments aufgehen zu lassen und mit ihm eine wüste Party zu feiern.

Wie fing das an? Nachdem ihre Energien in zahlreichen Bandprojekten (zB Seething Floors, Die Weißmann’s?!, His Girl Friday, Poppy Daze) immer noch nicht genug gefordert waren und sind, taten sich Martin Kaufmann (Gesang / Akkordeon), Jörg Leineweber (Gitarre / Gesang), CP Bergmann (Bass / Gesang) und Jörg Maier (Drums / Gesang) Anfang 2005 zusammen, um die rauen Stürme und Häfen der Welt in die Clubs und Kneipen der Republik zu bringen. Dass das gelingt, haben sie seitdem bei zig Auftritten im Ruhrpott und darüber hinaus bewiesen.

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 19:30 Uhr,

Eintritt: AK 8 Euro (ermäßigt 5 Euro).
---------------

Donnerstag, 11.02., 19:00 Uhr: THE CRADLEY HEATH 

2014 als Quartett in klassischer Rockbesetzung (voc/guit, guit/voc, bass, drums) gegründet, präsentierte sich die junge Band aus Dortmund von Beginn an mit eigenem, ehrlichem Sound. Ihr Mix aus Spirit der 60ies/70ies und dreckigem Morast der 90er ist irgendwo im Delta *Alternative - Indie Rock - Ska* einzuordnen.

Nach einer Auftrittspause wollen Diddie, Johnny, Troy & Herbie jetzt samt Neuzugang David am Saxophon wieder auf die Bühne, Spaß haben und ihre nagelneuen Aufnahmen unter die Leute bringen: THE CRADLEY HEATH take a bit of punk rock into the pot...
---------------

Dienstag, 23.02., 19:30 Uhr: Nordgarden (NOR) - Sunny Scandinavian Roots-Pop

Terje Nordgarden: seit Jahren tourt dieser sympathische Songwriter mit Wohnsitz auf Sizilien durch Europa und Amerika, hat hunderte von Solo-Shows gespielt und dabei viele Alternativ-Versionen seiner Lieder entwickelt. Einige mit anderen Akkorden, sich unterscheidender Dynamik und gegensätzlichem Gefühl, andere wurden mit Looper arrangiert, um einen vollen Band-Sound zu suggerieren. Die vielfältige Herangehensweise gibt den Songs des Skandnaviers ein ganz anderes Gesicht, als man es von seinen Studioaufnahmen kennt - und immer wieder fragte das Publikum, wo diese Versionen zu finden seien: "We want that, the live, the real, the moment!"

Ob mangelner Soundqualität oder auch der eigenen Performance wegen mit den bisherigen Recordings seiner Shows nie zufrieden, wurde schließlich sein Auftritt in der Dreikönigskirche in Dresden am 2.Februar 2014 so aufgezeichnet, dass auch Nordgarden selbst von dem Ergebnis überzeugt war: "I listened to the tapes and found that this was something unique - the sound, the atmosphere, the naked versions and the crowd - a very warm thing altogether."

Jetzt präsentiert der Norweger also sein erstes Live-Album, mit all der intensiven Energie und Spontanität, die im Studio nahezu unmöglich zu reproduzieren sind. Wer Nordgarden bereits auf der Bühne erlebt hat, wird sich freuen, dieses alles andere als traurige Erlebnis nun auch mit nach Hause nehmen zu können: "Live in Dresden" - keep it shining on the inside!

Presse:

"The closest a new Norwegian singer/songwriter has come the timeless qualities of Ryan Adams"
(Stein Ostboe, VG, Norway)

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 19:30 Uhr,

Eintritt frei - mit freundlicher Unterstützung DEW21 Kultur.
-----------------

Freitag, 26.02., 20:00 Uhr : The Urban Turbans - turbanize!

Die Münster'sche Global-Sounds-Formation "The Urban Turbans" gründete sich 2008 als Weltmusik-Projekt und erfand sich immer wieder neu. Trotz verschiedener Sound- und Personalveränderungen blieben Martin Rott (Saxophon), Daniel Rudolph (Schlagzeug) und Felix Hartwig (Gitarre) der eingeschlagenen Linie treu. Seit 2011 leiht Sängerin Lena Muer der Formation ihre Stimme. Zuletzt stieß Bassist Lukas Hülsermann zur Band. Und nun lautet das Motto: turbanize!

Dank einer wandlungsfähigen Stimme sowie Songs in acht Sprachen, treibenden Grooves und dem musikalischen Blick über den Tellerrand verschmelzen Reggaejazz, Ska und Balkanswing zu einer energiegeladenen, multikulturellen Mischung, die sich in keine Schublade zwängen lässt. Das Quintett präsentiert Musik von Orient bis Okzident und nimmt die Zuhörer mit zu den Schmelztiegeln der Welt. Mal orginial, mal adaptiert. Turban grooves, extrem tanzbar!

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 20:00

Sonntag, 17. Januar 2016

Fletch Bizzel im Februar: Von Emscherblut bis "Dreimal Leben"

Szene aus "Gatte gegrillt"
Hier kommt das Februar-Programm im Theater Fletch Bizzel:
----------------

Mi. 03. Febr. 20:00 Uhr € 17,- / 8,- (erm.)
Emscherblut: Mittwoch-Special-Improshow
SchauspielerInnen und ein Musiker stellen sich dem Unvorhersehbaren und spielen nach Ihren Vorschlägen. Spontane Geschichten, spannende Charaktere und überraschende Ereignisse – ein Feuerwerk an Stories, Sketchen und Songs.
Nehmen Sie Einfluss auf das Geschehen und genießen Sie ungebremste Spielfreude und Situationskomik.
Kurz: Geben Sie uns Ihr Wort – wir machen Ihnen eine Szene!
----------------

Fr. 05. + Sa. 06. Febr. 20:00 Uhr € 19.- / 13.- (erm.)
Lioba Albus "Königin von Egoland“
Die Costa Alemannia ist auf einen Schuldenberg aufgelaufen! Der Überfluss ist fast ausgetrocknet, der Luxusliner sitzt fest. Angela Merkel und ihre Führungscrew haben sich mit dem letzten Rettungsboot abgesetzt. Aber die Passagiere der Alemannia haben Glück. Mit an Bord befindet sich Mia Mittelkötter, der fleischgewordene Rettungsschirm. In gewohnt handfester Art krempelt sie die Ärmel hoch, erklärt die Demokratie als gescheitert und übernimmt als KÖNIGIN VON EGOLAND das Kommando. Während das Publikum von Majestät Mia kräftig durchregiert wird, reden und trinken sich Regierungssprecher Detlev, Kantinenchefin Witta und die Unwahrsagerin Madame Esméé um Kopf und Kragen.
KÖNIGIN VON EGOLAND ist eine kabarettistische Luxusdampferfahrt der Extraklasse. Denn wenn alles schief geht, dann ist Mia ein Fels in der Brandung. Ihr Redefluss versiegt garantiert nie!
----------------

Do. 11. + Fr. 12. Febr. 20:00 Uhr € 17.- / 8.- (erm.)
Ensemble Fletch Bizzel "Gatte gegrillt“
Eine schwarze Komödie mit viel englischem Humor von Debbie Isitt.
Regie: Jens Wachholz, Kostüme: Rada Radojcic
Mit: Bettina Stöbe, Bianka Lammert und Hans-Peter Krüger
Bei Kenneth, einem in die Jahre gekommenen Macho, bricht der zweite Frühling aus; nach langjähriger Ehe nimmt er sich eine hübsche, junge Frau. Grund genug für die Verlassene, ihre Kochkünste endlich sinnvoll anzuwenden: Sie lädt die beiden ein und tischt eine wahre Überraschung auf! In skurrilen, comicartigen Bildern entlädt sich nicht nur die Frustration einer kaputten Ehe sondern auch die Unmöglichkeit eines Neuanfangs ohne loslassen zu können. Wer alles will, bekommt am Ende nichts.
"auf solche Weise inszeniert wird das Stück zu einem genial-surrealen Theaterspaß. ••••• Die drei tollen Mimen spielen in einer gezeichneten Welt ••••• und bringen mit Spiel und Sprache eine Comic-Ästhetik auf die Bühne...“ (RN)
----------------

Sa. 13. Febr. 20:00 Uhr € 17.- / 08.- (erm.)
Trias Theater-Ruhr "Der Kleine Prinz“ Mit Vassily Kazakos und Ulrich Penquitt
Es ist eine schöne Erzählung.
Wer in die Geschichte eintaucht, bekommt ein modernes Märchen mit Tiefgang geboten.
Passend zu einer Geschichte, die durch ihren Inhalt bereits reich ist, musste das Bühnenbild nicht mehr besonders sein. Ein paar Requisiten da, einige hübsche Kostüme dort – und schon war der Rahmen für eine Aufführung perfekt, die nicht auf Lacher abzielte, sondern Klein und auch Groß mit auf eine Reise nahm, zu der sich der kleine Prinz aufmachte. www.triastheater.de
----------------

So. 14. Febr. 18:00 Uhr € 17,- / 08,- (erm.)
Kai Bettermann Solo "René Reloaded“ Schlager, Strom und Watt von Liebe
Eigentlich soll René auf der Bühne eines Varietés nur die Beleuchtung reparieren, aber es geschehen unheimliche Dinge. Die Geister großer Stars scheinen die Bühne besetzt zu haben. Wenn René etwas berührt, verwandelt er sich in Johnny Cash, Gilbert Bécaud, Elvis Presley, Dalida und viele mehr. "René reloaded" heißt die musikalische wie darstellerische Paradenummer für den Schauspieler Kai Bettermann.
Kritiken Rheinische Post Duisburg: "René reloaded" ist ein Theater-Solo von und mit dem virtuosen Schauspieler Kai Bettermann, Das sind 70 Minuten reiner und nur halb ironischer Schlagerspaß. Das Publikum sang in der Premiere manchmal mit - und lachte sich dabei halb tot, zum Beispiel bei "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" (als Jürgen Marcus). Kein Auge bleibt mehr trocken, wenn René zu Elvis wird.
WAZ Duisburg: 70 Minuten problemlose Unterhaltung.
----------------

Fr. 19. + Sa. 20. Febr. 20:00 Uhr € 17.- / 8.- (erm.)
Ensemble Fletch Bizzel "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“
Von Ali Jalaly mit Hans-Peter Krüger & Kai Bettermann
"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ erzählt die Geschichte der wunderbaren Freundschaft zwischen Momo, dem jüdischen Jungen, und Monsieur Ibrahim, dem Kolonialwarenhändler in der Rue Bleue, den alle herablassend nur den ?Araber an der Ecke“ nennen.
Nun erobert dieser ?Nathan mit heiteren Zügen“ (WR) auch die Bühne, eine wahrhaft herzerwärmende Komödie, eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, schlitzohrig inszeniert von dem Iraner Aly Jalaly als orientalisches Schelmenstück. Die Inszenierung überzeugt mit "großem schauspielerischem Können“(RN). Momo wird ?souverän gespielt“ von Kai Bettermann und ?Hans-Peter Krüger zuzusehen ist ein wahres Vergnügen“, titelte die WAZ.
----------------

So. 21. Febr. 20:00 Uhr € 17.- / 8.- (erm.)
Theater Fletch Bizzel Produktion "Kunstseidenes Mädchen“
Von Gottfried Greiffenhagen - nach einem Roman von Irmgard Keun
Regie: Hans-Peter Krüger. Mit: Bianka Lammert. Musikalische Begleitung: Oleg Bordo
Bianka Lammert spielt das kunstseidene Mädchen als eindrucksvolle Geschichte einer wilden Sehnsucht nach selbstbestimmtem Glück und der prallen Fülle des Lebens, die den Zuschauer, wie Kurt Tucholsky bemerkte, ?unwiderstehlich in einen Wirbel von toller Laune, tiefem Gefühl und tragischer und komischer Verstrickung hineinzieht.” Begleitet wird sie dabei von dem Pianisten Oleg Bordo, der mit den Evergreens der ausgehenden Weimarer Republik - von Friedrich Holländer bis zu den Comedian Harmonists - den Musik-Revue-Soundtrack der 30er Jahre beisteuert und damit den atmosphärischen Background für ein faszinierendes Theatersolo liefert.
----------------

Fr. 26. + Sa. 27. Febr. 20:00 Uhr € 17.- / 8.- (erm.)
Ensemble Fletch Bizzel "Dreimal Leben“
Komödie der Erfolgsautorin Yasmina Reza
Mit: Thomas Gramen, Marco Rudolph, Bettina Stöbe und Christiane Wilke
Die Finidoris kommen zum Abendessen. Allerdings – was für eine Katastrophe - einen Abend früher als geplant. Der Kühlschrank ist leer, das Wohnzimmer nicht aufgeräumt, Sonja im Morgenrock und Henri beschäftigt mit dem Sohn, der lautstark einen Keks fordert – und das nach dem Zähne putzen ! Dabei soll doch Kosmologieexperte Finidori die eingeschlafene Karriere von Henri wieder in Schwung bringen. Das Paar kämpft mit Knabbereien, Keks und Alkohol darum, vor den Gästen das Gesicht zu wahren. Doch statt Eindruck zu schinden, stellt man sich gegenseitig bloß und provoziert in einem entlarvenden Showdown die Gäste ...
Die Finidoris kommen drei Mal. Drei Variationen eines Abends. Jedes Mal komisch. Und jedes Mal katastrophal.

"Die Reise nach Petuschki" im Schauspiel: Uwe Rohbeck in Höchstform

Uwe Rohbeck in "Die Reise nach Petuschki" Foto: Hupfeld
Einen Uwe Rohbeck in Topform erlebten die Zuschauer am Samstag bei der Premiere von Wenedikt Jerofejews „Die Reise nach Petuschki“ im Schauspielstudio. Es ist immer wieder erstaunlich, welche unterschiedlichen Gefühlswelten dieser Mann durch seine bloße Mimik zum Ausdruck bringen und welche Stimmungen er heraufbeschwören kann. In einer Szene vergießt er sogar echte Tränen. Wie geht das auf Kommando? Hatte er irgendwo eine aufgeschnittene Zwiebel versteckt?

In diesem Ein-Schauspieler-Stück, das 1973 zum ersten Mal veröffentlicht worden ist, reist Wenja von Moskau nach Petuschki, wo er seinen Sohn und seine Geliebte zu treffen hofft. Unterwegs genehmigt er sich einen Wodka nach dem anderen. Manchmal sind es auch fantasievolle Eigenkreationen – halb Wodka, halb Rotwein – die er zu sich nimmt. Die Folgen sind absehbar: Wenja wird immer betrunkener – und kommt nie in Petuschki an. Kurz vor dem Ende der Fahrt – wieder in Moskau – spielt ihm der Alkohol immer mehr Streiche. So begegnet er einer Sphinx, die ihm ein unlösbares Rätsel stellt, oder den apokalyptischen Reitern.

„Die Reise nach Petuschki“ ist lustig – zum Beispiel wenn Wenja die Katastrophen und Schicksalsschläge, die einen Menschen im Laufe seines Lebens ereilen, mit einem schlichten Schluckauf vergleicht. Man weiß nicht, wann er kommt und wann er wieder geht. Oder wenn er sich fragt, was er denn wohl beim Gang über eine bestimmte Brücke getrunken haben mag, „denn man kann ja schlecht über eine Brücke gehen, ohne etwas zu trinken“.

Aber es hat natürlich auch einen ernsten Hintergrund, wenn Wenja sagt: „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" Eine deutliche Kritik an den tristen Zuständen in der Sowjetunion zur Zeit der Entstehung des Textes, weswegen er dort auch zunächst nur als Untergrundliteratur weitergereicht werden konnte. Diesen gesellschaftskritischen Aspekt des Stückes vermittelt gut das Bühnenbild, für das Tobias Schunck verantwortlich war: die Ansicht eines vollkommen trostlosen Stadtbildes in Form eines abgerissenen Plakats.

Sympathisch an dieser nur etwas über eine Stunde dauernden Inszenierung von Katrin Lindner (ihre erste Regiearbeit am Schauspiel Dortmund) ist, dass sie gänzlich ohne Flaschen und weitgehend ohne die üblichen lallenden und schwankenden Darstellungen von Betrunkenen auskommt. Uwe Rohbeck gelingt es auch ohne diese oft bemühten Zutaten, den Zustand der Hauptfigur glaubhaft rüberzubringen. Am Ende gibt’s den verdienten langen Applaus.

Übrigens: Mittlerweile gibt’s in Moskau auf dem Platz des Kampfes sogar ein Denkmal für den Roman von Wenedikt Jerofejew.

Andreas Schröter

Samstag, 16. Januar 2016

Baby Kreuzberg zu Gast im Sissikingkong

Baby Kreuzberg ist am Donnerstag (21.1.), 20 Uhr, zu Gast im Sissikingkong an der Landwehrstraße.

R'n'R, Americana, Blues, Country und sogar Bluegrass. Genres, die bei LA BOUM, der Party im Sissikingkong, immer mal wieder auf dem Plattenteller landen, werden jetzt live zu Gehör gebracht. Von Baby Kreuzberg aus Berlin.
„Dass er nebenbei Gitarre spielt wie ein Gott, tritt neben diesem Organ fast in den Hintergrund“, urteilt rocktimes.de und hat absolut recht damit.
Sieben Solo-Alben hat der Gitarrist und Sänger Baby Kreuzberg (alias Marceese) seit 2010 veröffentlicht. Im Oktober 2014 legte er seinen Longplayer "A-Ramblin' And A-Howlin'" vor und ging noch mehr zurück zu den Wurzeln des R'n'R.
Mehr oder weniger ständig auf Tour zieht der "handsome fellow" nun mit seiner Gitarre durchs Land, um sein Erlebtes zu erzählen. In unzähligen Shows spielte er u.a. Supportslots für Chadwick Stokes (us), Gaz Coombes (uk), Christopher Paul Stelling (us), The Handsome Family (us) und Go Go Berlin (dk) und auf dem Pure & Crafted Festival. Live spielt er mittlerweile seit über 20 Jahren, man nimmt es ihm ab.
Der Weg ist sein Ziel. Ein Storyteller der nicht zur Ruhe kommt, und ein Gitarrist der seinen Weg gehen muss, weil er nicht anders kann.
Weitere Urteile der Fachpresse:
„Die musikalische Bandbreite des Mannes ist schlicht verblüffend.“ laut.de
“…Und dann gibt es Künstler, die so einzigartig sind, dass man ihnen schon fast die Füße küssen muss. Einfach weil sie sich nicht verbiegen lassen und ihr eigenes Ding machen. 10/10“ albumcheck.de

Theater im Depot zeigt "Schlachthof 5"

Szene aus "Schlachthaus 5"
Das Theaterstück "Schlachthof 5" nach dem Kultroman von Kurt Vonnegut ist am Samstag (23.1.), 20 Uhr, im Theater im Depot an der Immermannstraße zu sehen.

Billy Pilgrim, die Hauptfigur des Romans, hat sich von der Zeit losgelöst. Sein Leben ist ein wildes, unkontrollierbares Kopfkino, bei dem der Film vorwärts und rückwärts läuft.

Begleiten Sie ihn auf seiner Reise durch die Zeit und lassen Sie sich mit ihm von kleinen grünen Männchen auf einen fremden Planeten entführen!
Erleben Sie ein Science-Fiction-Abenteuer zwischen 2. Weltkrieg, dem bürgerlichen Nachkriegsamerika und dem sagenumwobenen Planeten Tralfamadore, das Anfang der 70er in den Kultstatus erhoben wurde.

„Hardt und ihren Performerinnen ist so etwas Seltenes wie eine von Tragik und Leid durchschossene Farce gelungen. Sie erzählen von einem, der mehr schlecht als recht ausgerüstet über die Kriegsbühnen stolpert und der so desolat wird, dass sogar sein Zeitempfinden sich auflöst. Pointiert gespielt, ohne falsches Pathos, ohne billige Anklagen, aber mit einer pragmatischen Gelassenheit, die umso schwärzer wirkt, je pragmatischer und gelassener sie wird “ (Zitty Juni 2013)

„Monika Wiedemer hüllt sich in jede Rolle wie in ein maßgefertigtes Kleidungsstück. Und Claudia Wiedemer weiß die chaotisch anmutende Abfolge von galaktischen Auftritts- und Handlungsorten ihres von Zeitsprüngen heimgesuchten Protagonisten als geradezu zwangsläufig darzustellen. Eine gelungene szenische Studie zu Zeitstrukturen im Krieg“ (ND Juni 2013)

„…eine herausragende Romanadaption und ein aufwühlender Einblick in eine historische Zeitspanne“. (hamburgtheater 24.4.15)

DER ROMAN

Der Roman von Kurt Vonnegut "Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug" handelt von der Frage, wie man mit einem nicht bewältigbaren Trauma umgehen kann. Vonnegut hat mehr als zwanzig Jahre darüber gerätselt, in welcher Weise er - in einer Art autobiographischen Schreibens - seine Erlebnisse in der Bombennacht von Dresden romanhaft werde bewältigen können. In dem Roman von Imre Kertesz "Fiasko", in dem der halbe Roman von der Frage handelt, wie es überhaupt möglich ist, über ein unvorstellbares Trauma zu schreiben, wird der Weg aufgezeigt, den Modus des konkret Konkreten des Lebens im "Hier und Jetzt" als haltgebende Lebensform zu verwenden, um hieraus zur Romandarstellung zu gelangen. Bei Vonnegut entsteht nun die Idee, dass es um die Generierung von etwas geht, das der Welt des Traumas entgegensteht, ihr aber doch anverwandt ist. Hier wird das den Trauma-Flashbacks entnommene aber doch quasi diesem entrückte mentale Leben in Zeitreisen verwandelt, in denen das Science-fictionhafte konkret Konkrete so erlebt werden kann, dass es sich von dem Trauma der eigenen Vergangenheit völlig ablöst: Tausende von Lichtjahren entfernt ergibt sich plötzlich eine faktische fiktionale Konkretheit von "realer" Liebe in einem Universum der Erreichbarkeit des Unzugänglichen. Und darum geht es auch in der (dialektischen) Inszenierung von Wenke Hardt. (Prof. Hinderk Emrich)

Wenn Gott heute noch leben würde, wäre er Atheist. (Kurt Vonnegut)

Vorstellung:
SA 23.01.2016 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Regie: Wenke Hardt
Dramaturgie: Daniela Holtz
Choreografie: Eli Ho
Ausstattung: Alexander Schulz
Mit: Claudia Wiedemer,
Monika Wiedemer

Freitag, 15. Januar 2016

Literatur mit Migrationsgeschichte: Deutsch-türkische Autoren lesen im „Haus der Vielfalt“

Selim Özdagan
Literatur mit Migrationsgeschichte, erzählt von Autoren zweier Generationen – das bietet am Dienstag, 19. Januar, 18 Uhr ein Literaturabend im „Haus der Vielfalt“ an der Beuthstraße 21. Zu Gast sind Selim Özdagan und Yüksel Pazarkaya, zwei prominente Vertreter der deutsch-türkischen Literaturszene. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Dortmund gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“, die derzeit im Hoesch-Museum und im Haus der Vielfalt zu sehen ist.

Yüksel Pazarkaya (Jahrgang 1940) kam zum Studium der Chemie und Germanistik aus Izmir nach Stuttgart. Nach seiner Promotion wurde er Fachbereichsleiter an der Volkshochschule in Stuttgart, Redaktionsleiter beim Westdeutschen Rundfunk in Köln und „Writer in Residence“ an der Washington University St. Louis in den USA. 2006 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Çanakkale. Seit 1960 schreibt er Gedichte auf türkisch und deutsch und lebt heute als freier Schriftsteller in Bergisch-Gladbach. 2010 wurde sein Theaterstück „40 yil – dile kolay oder 40 Jahre – leicht gesagt“ am Gallus-Theater in Frankfurt am Main aufgeführt.

Selim Özdagan (Jahrgang 1971) wurde in Köln-Mülheim geboren und ist seit 1995 ist er als Autor tätig. Sein erster Roman „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“ (1995) gilt als Kultbuch. 1996 erhielt Özdoğan den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler und 1999 nach weiteren Werken den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Özdoğans vierter Roman „Im Juli“ (2000) basiert auf dem Drehbuch des gleichnamigen Kinofilms von Fatih Akın. Sein 2005 veröffentlichter Anatolienroman „Die Tochter des Schmieds“ wiederum spielt eine Rolle in Akıns 2007 erschienenem Film „Auf der anderen Seite“. Sein Buch „Zwischen zwei Träumen“ wurde für den Deutschen Science Fiction Preis 2010 als bester Roman nominiert. 2016 erscheint sein neuer Roman „Wieso Heimat, ich wohne zur Miete“.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem literaturhaus.dortmund.

„The Rest is Noise“: Schauspiel Dortmund kooperiert mit der Ruhrtriennale

Schauspielhaus Dortmund
Alex Ross’ Weltbestseller „The Rest is Noise“ geht als Kooperation der Ruhrtriennale mit Theatern des Ruhrgebiets auf Lesereise. Nach den ersten beiden Etappen im Schauspiel Essen und im Schlosstheater Moers macht die Reise am kommenden Donnerstag, 21. Januar, Station im Schauspiel Dortmund. Regie führt Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons, auf der Bühne stehen Schauspieler des Dortmunder Ensembles (Andreas Beck, Frank Genser, Bettina Lieder, Carlos Lobo, Uwe Schmieder, Julia Schubert und Friederike Tiefenbacher) gemeinsam mit Musikern der Bochumer Symphoniker. 

„The Rest is Noise“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch das 20. Jahrhundert, anhand seiner Musik. Die dritte Etappe des Romans, die in Dortmund auf die Bühne kommt, beginnt im Januar 1936. Joseph Stalin besucht "Lady Macbeth von Mtsensk", eine düstere, sexuell explizite und gewalttätige Oper von Dmitri Schostakowitsch - im dritten Akt verlässt Stalin erbost das Theater. Mit Schostakowitsch betritt eine emblematische Figur die europäische Bühne, und mit ihm die Frage nach dem Verhältnis zwischen Musik und Ideologie.

Im zweiten Teil dieser Lesung begegnet der Zuschauer den Exilkomponisten im Amerika Franklin D. Roosevelts: Hans Eisler, Douglas Coupland, Arnold Schönberg. Sie versuchen sich in Hollywood und prägen die Film- und Zeichentrickfilmmusik grundlegend. Die Vorstellung beginnt am 21. Januar um 19.30 Uhr und findet im Schauspielhaus on stage statt. Restkarten für 15,- Euro gibt es nur noch an der Abendkasse.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Buchhandlung transfer zeigt "Ich geh' tanzen"

Die Hör-Spiel-Lesung "ICH GEH' TANZEN" findet am Samstag (23.1.), 17 Uhr, in der Buchhandlung "transfer", Schlanke-Mathilde 3 statt.

ICH GEH' TANZEN ist eine Hommage an die Lebensfreude: Klarissa sitzt am Grab ihres Goldemar, der gerade nach über 60 Ehejahren das Zeitliche gesegnet hat. 

Seine Stimme - gesprochen von Claus Dieter Clausnitzer, dem "Vadder Thiel" aus dem Tatort Münster - kann sie noch hören.

Sie spricht mit ihm über das, was während ihrer Ehe ungesagt geblieben ist. Es entsteht ein Dialog zwischen Diesseits und Jenseits - mit anrührenden, skurrilen Momenten und unerwarteten humorvollen Wendungen.

Immer wieder wird die merkwürdige Zweisamkeit durch Trauergäste unterbrochen, als da wären: die Nachbarin, die gerne mit Goldemar angebändelt hätte, Herr Henselhuber, der Klarissa zum Seniorentanzkurs der AWO einladen möchte, der Pfarrer, der nicht immer die passenden Worte findet und eine andere Friedhofsbesucherin, die mit Klarissa über die Erfüllung von Lebensträumen philosphiert. Es sind Menschen, die ihren ganz eigenen Blick auf die Dinge des Lebens haben. Dabei offenbaren sich ebenso kurzweilige wie tiefsinnige Einblicke in Lebenslügen und Zukunftsträume.
Alle sechs Figuren des Stückes werden als Karikaturen auf eine Leinwand projiziert (Illustrationen von Sonja Morisse). Jule Vollmer haucht ihnen mittels ihrer wandelbaren Stimme und szenischem Geschick Leben ein. Die musikalischen Akzente setzt Elmar Dissinger am Piano.
Mehr Info: http://www.jule-vollmer.de/index.php/unser-repertoire/ich-gehe-tanzen

Schauspiel: "Die Reise nach Petuschki" hat Samstag Premiere

Szene aus "Die Reise nach Petuschki". Foto: Hupfeld
Wenja, Alter Ego des Autors Wenedikt Jerofejew, ist auf dem Weg zum Moskauer Kursker Bahnhof, auf Gleis 4 fährt gleich der Zug nach Petuschki ab. Dort, in Petuschki, ist die Welt noch in Ordnung: hier wohnt seine Geliebte und sein Sohn, und es „verblüht nie der Jasmin und verstummt nie der Vogelgesang.“ Das Paradies!

Doch von Beginn der Erzählung an nimmt Wenja den ersten Schluck aus der Flasche – und wird auch nicht mehr mit dem Trinken aufhören. Verschiedenste Alkoholika rinnen seine Kehle hinunter, von Wodka bis Rosé, von Koriander-Schnaps bis zu so klangvollen Eigenkreationen wie „Die Idee von Genf“. Und je mehr Wenja trinkt, desto gesprächiger wird er - Jerofejew nimmt uns mit auf eine feuchtfröhliche Reise ins Unterbewusste des Alkohols. Mit der Zeit werden Wenjas Erlebnisse immer diffuser und phantastischer, es ist die Vermessung des Deliriums: Ein zum Sprung aus dem Waggon lockender Satan, eine verstümmelte Sphinx, die unlösbare Rätsel stellt, oder eine Horde Erinnyen. Was soll das bloß? Wenja wollte doch nur nach Petuschki fahren…

Und am Ende? Steht er plötzlich wieder in Moskau, vor dem Kreml, wo er auf vier merkwürdige Gestalten trifft. Sind es apokalyptische Reiter? Und wie ist er überhaupt hierher gekommen?

Wenedikt Jerofejews Erzählung, 1973 erstmals erschienen, ist voll mit burlesken, satirischen Zügen, er erschafft ein groteskes Bild der metaphysischen Atmosphäre des russischen Alkoholismus. Nicht nur in Russland hat das Buch Kultstatus, auch im Rest der Welt erfreut sich „Die Reise nach Petuschki“ großer Beliebtheit.

Es spielt Uwe Rohbeck, die Regie übernimmt Katrin Lindner, die Ausstattung Tobias Schunck. Als Dramaturg ist Dirk Baumann dabei.

Premiere: 16. Januar 2016, 20 Uhr, weiterer Termin: 22. Januar, 20 Uhr