Donnerstag, 29. September 2016

UZWEI-Projekt: Kinopremiere für preisgekrönte Filme

Am Sonntag, 2. Oktober, sind die
 preisgekrönten Filme aus dem
 UZWEI-Projekt im Kino im U zu sehen. 

Bild: Bildlizenz: Alle Rechte vorbehalten Young Dogs
Am Sonntag, 2. Oktober, feiern um 14 Uhr im Kino im U drei Filme junger Filmemacher Premiere. Entstanden sind sie in dem internationalen UZWEI-Projekt "Beyond Boundaries".

Deutsche, belgische und geflüchtete Jugendliche haben Animations- und Dokumentarfilm kreativ kombiniert - und dafür bereits zwei wichtige Preise gewonnen.


In dem Film "A good christian" (Ein guter Christ) erzählt der heute 18-jährige Friday seine Fluchtgeschichte und nutzt dafür ein breites Spektrum filmischer Möglichkeiten: Puppentrick, dokumentarische und inszenierte Szenen verzahnen sich, wie auch in Fridays Geschichte sein Leben in Deutschland von seinen Erfahrungen in Afrika beeinflusst ist und die Vergangenheit in die Gegenwart hineinspielt.

Für den Film konnten er und das Film-Team auf dem rec-Berlin, einem hochkarätigen Jugendfilmfestival, den "Goldenen Clip" mit nach Dortmund nehmen. In der vergangenen Woche erfuhren sie außerdem, dass sie den "Youth Cinema Network Award 2016" gewonnen haben, ausgewählt von über 30 Vertreterinnen und Vertretern von Jugendfilmfestivals und Medienzentren aus ganz Europa.


Tiefe Einblicke in das Leben der Anderen


Gemeinsamkeiten suchen, Verschiedenheiten kennen und nutzen lernen - das war die Devise des über 12 Monate laufenden Erasmus+ Projektes für Jugendliche von 15-20 Jahren, einem Kooperationsprojekt der Jungen Akademie für Dokumentarfilm "Young Dogs" auf der UZWEI im Dortmunder U mit dem belgischen Animationsfilmstudio "Kidscam". Mit dem jungen, internationalen Filmteam aus Deutschland, Belgien und anderen Herkunftsländern wie z.B. Albanien oder Bulgarien sind neben "A good christian" (14 min.) zwei weitere Filme entstanden, die sich mit Grenzen beschäftigen, wenn auch mit ganz anderen:

"I close my eyes" (4 min.) beschäftigt sich mit den Erfahrungen zwischen Träumen und Wirklichkeit einer Narkoleptikerin; "Crazy lying people" (14 min.) handelt von der Welt einer verwirrten alten Frau. Auch diese Filme nutzen verschiedene Techniken zur Visualisierung der Geschichten: Realfilm, Pixelation, Puppentrick und Greenscreen.

Durch die intensive gemeinsame Arbeit an konkreten Filmprojekten bekamen die Jugendlichen tiefe Einblicke in die Lebenswelten der jeweils anderen: Sich Menschen und Geschichten filmisch anzunähern, über die nicht in Zeitung oder Fernsehen berichtet wird, einen Blick zu tun in oft übersehene, manchmal regelrecht verborgene Bereiche der Wirklichkeit erweiterte das Blickfeld sowohl der Teilnehmenden als auch der Zuschauer und kann ein Verständnis entstehen lassen, das auf Kenntnis beruht.

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