Freitag, 2. September 2016

Tag des offenen Denkmals an über 40 Orten

Veranstalter, Förderer und ehrenamtlich Aktive
 haben im Nose Arboretum des Rombergparks
 eingeladen zum Tag des offenen Denkmals
 mit Öffel-Tag am Sonntag, 11. September 2016

Bild: Stadt Dortmund
"Gemeinsam Denkmale erhalten" – unter diesem Motto präsentiert sich bereits zum 23. Mal am Sonntag, 11. September 2016, in Dortmund der bundesweite Tag des offenen Denkmals.

Der Tag steht unter einem ganz besonderen Motto: Zum ersten Mal wird keine bestimmte Epoche, kein ausgesuchtes Baumaterial und keine bestimme Denkmalgattung in den Mittelpunkt des Denkmaltages gerückt, sondern die ehrenamtliche Beteiligung der vielen Vereine, Helfer, die für den Erhalt ihres Denkmals einen beispiellosen Einsatz zeigen. Akteure haben in allen Stadtbezirken an über 40 Orten ein kostenloses Kulturprogramm vorbereitet, das zum Schauen, Lernen und Mitmachen einlädt. Am 3. August 2016 ist bereits die Programmbroschüre erschienen, um Appetit auf die zahlreichen Highlights dieses Jahres zu wecken.


Schüler, Heimatpfleger und Kirchen im Fokus

Nur einzelne, teilweise neue Programmpunkte seien bereits an dieser Stelle angekündigt:

In und um die Werkssiedlung Oberdorstfeld wird das gemeinsame Handeln aufgezeigt wie an kaum einer anderen Stelle: Schüler des Fritz-Henßler-Berufskollegs, ehrenamtliche Mitglieder der Interessengemeinschaft Siedlung Oberdorstfeld, private Hauseigentümer und Mitarbeiter der Denkmalbehörde bieten ein informatives Programm zur Vergangenheit und Zukunft der ehemaligen Zechensiedlung.

Eine Wanderung durch Hörde zeigt an vielen Objekten das Engagement des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e.V. Hörde auf, beginnend an einem schönen Beispiel ehrenamtlichen Engagements: dem Freilichtmuseum an der Hörder Burg, dessen Erhalt in den ursprünglichen Planungen des Phoenixsees nicht vorgesehen war.

Zum ersten Mal dabei, obwohl nur als erhaltenswerter Bau und nicht als Denkmal eingestuft, ist das ehemalige Museum am Ostwall, dessen Erhalt und Nutzung als Baukunstarchiv NRW von vielen Förderern initiiert und unterstützt wurde.

Auch das Engagement der Kirchengemeinden und deren Gemeindemitglieder wird in diesem Jahr besonders in den Fokus gestellt: 20 Kirchen in Dortmund und Lünen präsentieren sich und ihre Helfer in diesem Jahr und zeigen die Erfolge bei der Sanierung und dem Erhalt ihrer Kirchen.


Öffel-Tag als Beispiel für gemeinsames Handeln

Eine Neuheit und ein ebenfalls gelungenes Beispiel für gemeinsames Handeln ist das Angebot von DSW21: Passend zum Tag des offenen Denkmals bietet DSW21 in diesem Jahr einen Öffel-Tag an, an dem Dortmunder ganztägig das Nahverkehrsangebot von DSW21 kostenfrei nutzen können. Ein Freiticket, mit dem zwei Erwachsene mit beliebig vielen eigenen Kindern unter 15 Jahren kostenfrei das Angebot der Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 nutzen können, findet sich als Postwurfsendung ab Montag, 5. September 2016, in den Briefkästen der Dortmunder Haushalte. Zusätzlich sind die Tickets an den externen Vertriebsstellen und KundenCentern von DSW21 ab Mittwoch, 7. September 2016, erhältlich.

Eröffnung im Rombergpark und Abschluss in Mengede

Die Eröffnungsveranstaltung findet um 11 Uhr im Nose-Arboretum des Botanischen Gartens Rombergpark statt. Nach der Eröffnung des Tags des offenen Denkmals durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau werden Dr. Patrick Knopf, Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark und Dr. Günther Spranke, Ehrenvorsitzender der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark e.V., in einem kurzen Vortrag zur Geschichte und zum Wandel des Nose-Arboretums erzählen.

Im Anschluss können Gäste unter fachlicher Leitung in einer Mitmach-Aktion ausgewählte Bäume, gespendet von der van Eupen Stiftung für Umweltschutz, im Nose-Arboretum einpflanzen oder am bunten Programm für Groß und Klein teilnehmen. Zwischen 12 und 16 Uhr werden Führungen zu wechselnden Themen am Stand der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark e.V. angeboten.

Die Abschlussveranstaltung findet ab 17 Uhr in der Ev. St. Remigius-Kirche in Mengede statt. Für die Moderation der alljährlichen Gesprächsrunde konnte WDR-Moderatorin Dr. Marion Grob gewonnen werden. Zum Thema "Gemeinsam Denkmale erhalten" sprechen die Gäste Dr. Mathias Austermann, Stadtheimatpfleger Dortmund des Westfälischen Heimatbundes, Dr. Christoph Hellbrügge, Restaurator und Kunsthistoriker, Prof. Oskar Spital-Frenking, Leiter des Aufbaustudiengangs Baudenkmalpflege an der Fachhochschule Trier und Svenja Schrickel, Leiterin der Denkmalbehörde der Stadt Dortmund. Mit einem kurzen Orgelkonzert und einem Umtrunk im angrenzenden Heimathaus des Heimatvereins Mengede e.V. wird der Tag des offenen Denkmals abgerundet.

Gemeinsam Bäume pflanzen im historischen Nose-Arboretum

Zum ersten Mal lädt der Botanische Garten Rombergpark Besucher zu einer großen Baum- und Strauchpflanzaktion im historischen Nose-Arboretum ein.

Der erste Leiter des Botanischen Gartens, Richard Nose (1881 - 1965), erweiterte den Schlosspark Brünninghausen durch die Anlage einer umfangreichen dendrologischen (baumkundlichen) Sammlung. Heute wird diese Sammlung Nose-Arboretum genannt. Der Begriff Arboretum leitet sich vom lat. arbor = Baum ab.

Richard Nose legte damit den Grundstein für ein formales und nach wissenschaftlichen Kriterien gegliedertes, repräsentatives Arboretum für die Stadt Dortmund. Die zeittypische Flächenaufteilung durch ein entsprechendes Wegesystem unterstrich die systematisch angelegten Bereiche, in denen nach und nach 1.500 Arten und Sorten von Laub- und Nadelgehölzen eine umfassende Sammlung bildeten. Die japanischen Zierkirschen der Stoffregen-Allee, die 1930 nach ihrem Spender, dem Dortmunder Gärtner Otto Stoffregen, benannt wurde, bildeten die Haupt-Sichtachse. Ab 1950 kam es unter der Leitung von Dr. hc Gerd Krüssmann zu einer Überpflanzung und Veränderung der ursprünglichen Intention Noses. Sowohl die alters- als auch krankheitsbedingte Ausdünnung des ursprünglichen Pflanzenbestandes sorgten für eine zunehmende Veränderung des Arboretums gegenüber der ursprünglichen Planung.

Jetzt soll durch eine Neukonzeption und Bepflanzung des Nose-Arboretums die ursprüngliche Zielsetzung Noses wieder erreicht werden. Durch diese zukunftsorientierte Maßnahme werden darüber hinaus die Möglichkeit zur Prüfung von Baumarten und -sorten, insbesondere im Zusammenhang mit den derzeitigen Klimaveränderungen, und die Wissensvermittlung von Artenvielfalt, Pflanzensystematik und evolutiven Abläufen wieder gewährleistet sein.

Seit vielen Jahren – und so auch in diesem Jahr – unterstützt die Sparkasse Dortmund durch eine großzügige Spende die Herstellung und Organisation der zentralen Programmbroschüre. Die Stadt Dortmund dankt herzlich für diese Förderung.

Die Broschüre ist an vielen Stellen im Stadtgebiet kostenlos erhältlich (zum Beispiel Rathaus, Bezirksverwaltungsstellen, Zentral- und Stadtteilbibliotheken, KulturInfoShop, Museen, Dortmund-Agentur am Friedensplatz, DORTMUNDtourismus am Bahnhof, Denkmalbehörde am Burgwall). Außerdem steht die Programmbroschüre als Download auf der Internetseite der Denkmalbehörde zur Verfügung. Auf diesen Seiten werden auch etwaige Aktualisierungen zum Veranstaltungsablauf bekannt gegeben.

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