Montag, 29. August 2016

"Blasphemie eines Irren": Carsten Bülow im Theater im Depot

Carsten Bülow
"Blasphemie eines Irren" nach einer Erzählung von Franz Werfel heißt das Programm des Dortmunder Schauspielers und Rezitators Carsten Blow, das er am Donnerstag (1.9.), 20 Uhr im Theater im Depot an der Immermannstraße zeigt.

Ein Mann empfängt Besucher in bescheidenem Rahmen; sie nennen ihn den „Irren", doch er möchte lieber, in aller Zurückhaltung, „Herr Gott" genannt werden: Denn, ja, er ist Gott, und ihm liegt viel daran, dass das Publikum dies nicht bezweifeln möge, auch wenn Ort und Anlass es vielleicht nicht nahelegen. Wer oder was er ist, dieser außergewöhnliche Herr mit dem selbstbewussten Auftreten und der eindrucksvollen Kenntnis über Menschen, Welt und Werte ist die entscheidende Frage in Franz Werfels Erzählung „Blasphemie eines Irren" von 1914: Zu sagen, dass es in diesem Text um „alles" ginge, wirkt untertrieben, hat doch Werfels „Irrer" eine komplexe Sicht auf die Welt, in der er nun einmal, man glaube ihm oder nicht, als Gott tätig ist; und das immerhin seit Jahrtausenden, in denen er alles sah, alles hörte, ihm nichts erspart blieb ... was für eine Lebensklugheit.
Werfels monologisch verfasste Erzählung ist wie gemacht für eine Theaterinszenierung: dicht und vielfältig, komisch und ernsthaft, sinnlich und musikalisch.

Vorstellung:
DO 01.09.16 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 14 € / 8 € erm.
AK 16 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Regie: Stefan Schroeder
Mit: Carsten Bülow

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