Freitag, 22. Juli 2016

"Rundgang Kunst": Kunststudierende zeigen ihre Werke

Die Werke der Kunststudierenden der TU Dortmund
 lockten zahlreiche Besucherinnen und Besucher
 in die IDfactory und die Ateliers in der Emil-Figge-Straße 50. 

Bild: Nikolas Golsch/TU Dortmund
Grafiken, Gemälde und Installationen - bei der Ausstellung "Rundgang Kunst" zeigen Kunststudierende, wie vielseitig sie an der TU Dortmund künstlerisch tätig sind. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juli auf dem Campus zu sehen.

Grafiken, Gemälde und Installationen - bei der Ausstellung "Rundgang Kunst" zeigen Kunststudierende eindrucksvoll, wie vielseitig sie an der TU Dortmund künstlerisch tätig sind. Zur Vernissage am Mittwoch, 20. Juli, wurden die besten Arbeiten mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger sowie die gesamte Ausstellung sind noch bis zum 24. Juli auf dem Campus zu sehen.

Für die besten Ausstellungsstücke verlieh Rektorin Prof. Ursula Gather den Kunstpreis in vier Kategorien, der mit je 500 Euro dotiert ist, den IDfactory-Preis in zwei Kategorien sowie den Editionspreis.

Der Kunstpreis in der Disziplin "Graphik" ging an Jannis Sturm. Der Künstler arbeitet in seinem Werk "Sturmgebiete" an Köperlandschaften. "Rhythmik, Dynamik, Mut, die forschende Haltung, die Konzentration, der Ernst kombiniert mit Witz machen die Auseinandersetzung mit seinen Zeichnungen zu einem beeindruckenden Erlebnis", lautete die Begründung der Jury.

In der Disziplin "Fotografie" überzeugte Eleonora Bartel mit ihrer Arbeit "Projektionsstoff". Für dieses Werk projiziert die Künstlerin Fotografien massiver Betonarchitektur auf leichte Stoffbahnen aus Gaze, die sich im Wind bewegen. "Eleonora Bartel hinterfragt mit ihrer Arbeit die üblicherweise zweidimensionale Oberfläche der Fotografie und überführt sie in eine gelungene Rauminstallation", sagte Rektorin Ursula Gather bei der Laudatio.

Katja Mudraya, die ursprünglich aus dem Bereich Street Art kommt, erhielt den Kunstpreis in der Disziplin "Malerei". Sie verzichtet auf spektakuläre Motive und erhebt die alltäglichen Dinge zum Gegenstand ihrer Malerei: Ihr ausgestelltes Bild zeigt einen Müllplatz.

Für gleich drei Arbeiten in der Ausstellung erhielt Benedikt Wessel den Kunstpreis in der Kategorie "Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten". Wessels Formen wuchern in Räume und setzen sich aus erkennbaren Flächen zusammen, deren Schichtungen offen sichtbar bleiben. Die Jury lobte seine „inzwischen ganz eigene unverwechselbare Notierung.“
IDfactory-Preis zum 11. Mal verliehen

Der IDfactory-Preis wurde zum elften Mal für die besten Arbeiten zum Kunsttransfer vergeben. Die Künstlerinnen und Künstler standen in diesem Jahr vor der Aufgabe, mit ihren Werken eine Frage aus dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) zu beantworten: "Was ist eine Oberfläche?"

Die Hauptpreisträgerin ist Julia Batzdorf mit ihrer Arbeit "Gleam". Die Künstlerin erzeugt eine Oberfläche, die sich erst durch Bewegung und Geschwindigkeit zu einer solchen konstituiert. Motoren lassen grellgrüne Schläuche um ihre eigene Achse rotieren und erschaffen eine kaum sichtbare Oberfläche, die aus Fliehkraft und Geschwindigkeit resultiert. Der Hauptpreis ist mit 800 Euro dotiert.

Den Förderpreis erhielt eine Studentin aus dem zweiten Semester: Oanh Nguyen überzeugte mit ihrer Arbeit "Position: bezuglos" und einer verblüffend schlichten Antwort auf die Forschungsfrage: Ihr Werk ist ein freischwebendes Luftkissen, das die Schwerkraft und somit auch die Frage von oben und unten aufgelöst hat. Der Nachwuchsförderpreis ist mit 200 Euro dotiert.
Editionspreis wird Motiv der TU-Jahreskarte

Neben den Kunstpreisen wurde auch der Editionspreis der TU Dortmund verliehen. Die Auszeichnung ging an Sergej Davydov, der mit seiner Malerei "Erdbeer-Schnitte" überzeugte. Sein fröhliches und schmackhaft anmutendes Werk wird auf der Jahreskarte der TU Dortmund zu sehen sein. Zudem werden fünf Reproduktionen angefertigt, um diese an Freunde und Förderer der TU Dortmund zu verschenken.

Bei "Rundgang Kunst" zeigen Kunststudierende der Universität ausgewählte Arbeiten in den Räumlichkeiten der IDfactory, Leonhard-Euler-Straße 4, und im Gebäude an der Emil-Figge-Straße 50 (Räume 5.212, 4.108, 4.107). Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juli zu sehen.

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