Mittwoch, 20. Juli 2016

Mehr als 2 Millionen Euro Fördergelder für Dortmund - auch für Theater und Orchester

Regierungspräsidentin Diana Ewert
und Oberbürgermeister Ullrich Sierau
 bei der Übergabe der Förderbescheide

Bild: Bezirksregierung Arnsberg
Dortmund bekommt mehr als 2 Millionen Euro Fördergeld für Projekte in der Stadt: 1,5 Millionen Euro für Theater und Orchester, 341.000 Euro für "Quartierskümmerer" und 530.400 Euro für den Heisterbach.

Die Stadt Dortmund erhält für 2016 erneut gut 1,5 Mio. Euro aus Mitteln der Kunst- und Kulturförderung NRW als Personalkostenzuschuss für das Stadttheater (1.046.000 Euro), Kinder- und Jugendtheater (300.000 Euro) und Orchester (220.000 Euro). Die aktuellen Bescheide übergab Regierungspräsidentin Diana Ewert am Mittwoch, 20. Juli, in Dortmund an Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Dortmund profitiert damit auch in 2016 von Mitteln aus dem Etat des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW. Die Fördergelder werden seit dem Jahr 2011 konstant in dieser Höhe ausgezahlt. Die verlässliche Förderung ist nicht zuletzt ein Ergebnis des Theaterpaktes NRW. Durch diesen war sichergestellt worden, dass ab 2011 für die Personalkostenzuschüsse der Theater und Orchester im Land insgesamt zusätzlich 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Infolge dessen hatte sich der Personalkostenzuschuss des Landes für das Stadttheater und Orchester in Dortmund 2011 gegenüber 2010 entsprechend erhöht - beim Theater von 825.400 auf 1.046.000 Euro, beim Orchester von 147.000 auf 220.000 Euro. Der Zuschuss für die Personalkosten des Kinder- und Jugendtheaters lag hingegen schon 2010 bei 300.000 Euro und ist seitdem ebenso konstant geblieben.

Rund 530.000 Euro für Bach-Renaturierung

Weiteres Fördergeld steht für die Renaturierung des Heisterbachs im Dortmunder Süden zur Verfügung. Der Heisterbach im Dortmunder Süden ist kaum noch als natürliches Gewässer erkennbar. Nun soll der Bach auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern renaturiert werden. Für dieses Projekt erhält die Stadt Dortmund eine Förderung in Höhe von 530.400 Euro.

Derzeit ist das Gewässer technisch ausgebautes offenes Gerinne. In drei Teilabschnitten fließt der Bach sogar nur in einem Rohr unterhalb der Oberfläche. Im Rahmen der nun geplanten Maßnahmen soll eine ökologische Verbesserung des Heisterbaches erreicht werden. Dazu soll unter Beachtung der örtlich gegebenen Restriktionen wieder ein natürlicher Gewässerlauf hergestellt werden.

Mit der Maßnahme erfolgt nun die strukturelle Verbesserung und ökologische Aufwertung des bisher stark ausgebauten Gewässers. Durch den Rückbau wird auch eine Durchgängigkeit für Fische erreicht, die derzeit nicht gegeben ist. Die Maßnahme wurde im Vorfeld intensiv mit den betroffenen Grundeigentümern und den Landschafts- bzw. Wasserbehörden abgestimmt. Das Projekt dient der Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf 663.000 Euro.

"Quartierskümmerer" in Aktionsräumen


Außerdem erhält die Stadt Dortmund Fördergelder in Höhe von gut 341.000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln, um 20 ausgewählte Langzeitarbeitslose zu "Quartierskümmerern" in städtischen Aktionsräumen zu qualifizieren.

"Eine bewährte Maßnahme kann jetzt in die dritte Runde gehen. Es freut mich, dass damit weitere Langzeitarbeitslose eine realistische Chance bekommen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Denn die Qualifizierung kann ein Sprungbrett sein - das zeigen Vermittlungsquoten von über 30 Prozent bei dem Vorläuferprojekt", betont die Regierungspräsidentin.

OB Ullrich Sierau: "Jeder Langzeitarbeitslose ist einer zu viel. Es ist sehr gut, dass wir diese Maßnahme fortführen können. Qualifizierung ist für den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit der richtige Schlüssel."

Die dritte Auflage der Maßnahme "Quartierskümmerer/in" in Aktionsräumen der Stadt Dortmund läuft vom 01.06.2016 bis 31.05.2018 - gefördert mit 251.197 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 90.567 Euro aus Mitteln des Landes NRW. An der Finanzierung ist zudem das Jobcenter Dortmund beteiligt, das auch die Auswahl der 20 Projektteilnehmer vornimmt. Die Zielgruppe der Qualifizierung sind Langzeitarbeitslose mit verschiedenen Vermittlungshemmnissen.

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