Sonntag, 31. Juli 2016

Massimo Bartolinis Kunstwerk „Black Circle Square“ wird am 14. August eingeweiht


Das Emscherkunst-Werk „Black Circle Square” am großen Hochwasserrückhaltebecken der Emschergenossenschaft in Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern wird am Sonntag, 14. August, in Anwesenheit des Künstlers Massimo Bartolini eingeweiht. Anlässlich der Fertigstellung des Kunstwerks finden an diesem Nachmittag „Performances“ am und im (!) Becken statt: Ein an einen Bergmann erinnernder älterer Herr säubert das weiße Plateau, während eine Synchronschwimmerin sich wiederholende Bewegungsabläufe vorführt. Außerdem lädt ein „Artist Talk“ ein, das Kunstwerk und seinen Künstler näher kennenzulernen. Im Dialog mit Co-Kuratorin Dr. Simone Timmerhaus spricht der italienische Konzeptkünstler über die ortsspezifische Konzeption seines Werks und erläutert, welche Bedeutung das berühmte „Schwarze Quadrat“ des Konstruktivisten Kasimir Malewitsch für sein Werk hat. Beginn der Veranstaltung ist 15 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Massimo Bartolini zieht mit seiner Arbeit Black Circle Square eine Verbindung zwischen der historischen Geschichte der Emscher und der Industrialisierung des Ruhrgebiets zu den rund hundert Jahre alten Werken von Kasimir Malewitsch. Am Hochwasserrückhaltebecken an der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel baute Bartolini eine Art skulpturale Nachbildung und Weiterentwicklung des Gemäldes „Schwarzer Kreis“ (engl. „Black Circle“): Als Blow Up im Maßstab 1:10 ist in das große weiße Plateau ein schwarzer Kreis eingeschrieben – ein Pool, der Wasser führt. Das weiße Quadrat mit schwarzem Pool stellt für Bartolini eine Art Garten ohne Bäume dar, der in einem performativen Akt während der Ausstellungsdauer regelmäßig gesäubert werden soll. Ganz so, als handle es sich dabei um eine spirituelle Aufgabe, von der die Reinlichkeit der ganzen Welt abhinge.

Hintergrund-Information für Besucher:

Die Ausstellung Emscherkunst 2016 ist täglich bis auf montags geöffnet (10 bis 18 Uhr), an vielen Kunstwerken stehen Emscherkunst-Scouts bereit – sie geben Auskunft über die sieben unterschiedlichen Kunstareale und insgesamt 24 Kunstwerke.

Die Emscherkunst

Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begleitet die internationale Ausstellung als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Bei ihrer Erstauflage im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die Emscherkunst mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Im Jahr 2013 kamen bereits 255.000 Besucher zu den temporären Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, des Dänen Tue Greenfort, der Schwedin Elin Wikström oder des Belgiers Hans op de Beeck.

Als Veranstalter kooperieren auch 2016 abermals Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert wie auch schon 2010 und 2013 die Ausstellung im öffentlichen Raum entlang der Emscher.

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