Samstag, 4. Juni 2016

Drei Nadelköcher sind Objekte des Monats Juni im MKK

Nadelköcher in Form eines Ankers, um 1860;
 Stricknadelköcher in Pfeilform, Mitte 19. Jh.;
 Nadelköcher, vor 1900.
Foto: Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund.
Drei kunstvoll gearbeitete Nadelköcher sind die Objekte des Monats Juni im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Ausgestellt sind die filigranen Objekte im Foyer des Hauses an der Hansastr. 3 und können dort eintrittsfrei besichtigt werden. Für interessierte Besucherinnen und Besucher liegen detaillierte Informationen zum Mitnehmen bereit.

Die Nadelköcher stehen sinnbildlich für den demonstrativen Müßiggang gutbürgerlicher Damen im 19. Jahrhundert. Ihr ständiges Handarbeiten repräsentierte nach außen hin ihre gesellschaftliche Stellung und ihren Wohlstand. Die Nadelhersteller passten sich den sozialen Bedürfnissen an und nahmen neben ihren Standardangeboten auch Nadeln aus Gold und Silber sowie aufwendige Etuis, Nähutensilien und Accessoires in ihr Repertoire auf. Dem jeweiligen Zeitgeschmack und der Materialvorliebe entsprechend wurden Mehrzweck- und Spezialetuis gern verschenkt oder als Souvenirs erworben. Leisten konnte sich diesen Luxus allerdings nur ein kleiner Bruchteil der weiblichen Bevölkerung.

Zu Beginn jedes Monats werden Schätze aus den Depots des Museums als Objekt des Monats präsentiert und den Besuchern vorgestellt. Anregungen und Informationen dazu gibt es bei Cathleen Tasler, Tel. (0231) 50-25514, Mail: mkk@stadtdo.de.

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