Dienstag, 7. Juni 2016

"Coltan Fieber" im Theater im Depot

Szene aus "Coltan Fieber". Foto Nicolas Meisel
Mit „Coltan-Fieber“ kommt am Samstag (11.6.), 20 Uhr, ein Bildungs- und Theaterprojekt auf die Bühne des Theaters im Depot, das mit einer virtuosen Mischung aus Improvisation, Puppenspiel und Dokumentartheater eine tragische Geschichte erzählt.

Das Erz Coltan befindet sich in allen uns vertrauten elektronischen Geräten: Mobiltelefonen, Laptops, Herzschrittmachern usw. Vom Abbau des Rohstoffs in den Minen in Ost-Kongo bis zur Begegnung mit dem Endverbraucher im Geschäft wird Coltan über verschiedene Stadien der Verarbeitung um die ganze Welt transportiert – und häufig von Gewalt und Kinderarbeit begleitet.


Coltan-Fieber streift die lange Geschichte der Ausbeutung von Ressourcen im Kongo und schlägt den Bogen von der Kolonialzeit bis zu heutiger Zwangsarbeit und der Rekrutierung von Kindersoldaten. Symbolträger dieser konfliktbeladenen Reise ist die Puppe Leopold, benannt nach König Leopold II, der ein Terrorregime rund um die Ausbeutung von Elfenbein und Kautschuk installierte. Die Performance beruht auf Improvisationen und biographischen Erfahrungen der Mitwirkenden – so wird Yves Ndaganos persönliche Geschichte als Kindersoldat und Minenarbeiter in Goma (DR Kongo) erzählt. Coltan-Fieber ist eine Mischung aus Improvisation, Puppenspiel, Dokumentartheater und spielerischem Rollentausch.

Eine Veranstaltung von stimmen afrikas und Theater im Bauturm / africologne.

Das Bildungs- und Theaterprojekt Coltan Fieber wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein- Westfalen.

Coltan-Fieber ist eine Koproduktion des Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln mit dem Theater FALINGA und dem Festival Récréâtrales, Ouagadougou/Burkina Faso, dem Tarmac des Auteurs, Kinshasa/DR Kongo und dem Goethe-Institut Kigali/Rwanda. Die Produktion wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Bezirksregierung Köln, Kunststiftung NRW, DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH / KfW Bankengruppe, Kulturstiftung Matrong, Rudolf Augstein Stiftung sowie durch das Auswärtige Amt / Aktion Afrika. Schirmherrschaft Prof. Dr. Gesine Schwan und Prof. Dr. Peter Eigen.

Vorstellung:
SA 11.06.2016 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
Dramaturgie: Kerstin Ortmeier
Mit: Yves Ndagano, Gianni La Rocca, Patrick Joseph, Laurenz Leky/Michael Pietsch
Puppenbau: Michael Pietsch
Licht: Maman Iro Abdoul Aziz

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