Montag, 30. Mai 2016

World Press Photo 2016 eröffnet Samstag im Depot

Foto: ® Rohan Kelly, Australia, 2015, Daily Telegraph, 
Storm Front on Bondi Beach
Vom 4.-26. Juni zeigt der Kulturort Depot in Kooperation mit DEW21 die World Press Photo Ausstellung. Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografien aus. In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos rund um den Globus gezeigt und ziehen mehrere Millionen Besucher an. Die World Press Photo umfasst über 150 Fotos – es gibt spektakuläre Aufnahmen aus dem Sport, stille, poetische Naturbilder und Fotoreportagen, die ganz intime Einblicke in persönliche Geschichten gewähren. Da alle wichtigen nachrichtenbezogenen Ereignisse des Vorjahres abgebildet sind, bietet die Ausstellung außerdem einen Rückblick auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres.

Das Hauptziel der World Press Photo Foundation ist die internationale Unterstützung und Förderung professioneller Pressefotografen. Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 41 Fotografen aus 21 Nationen ausgezeichnet.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm für Schulklassen, u.a. ein Kombibesuch der Ausstellung und der Filmdokumentation "Finding Vivian Maier". Nähere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0231-900 806 oder unter depot@depotdortmund.de.

Sondertermine:

SA 11.06. und SA 18.06. um 15.00 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung.
Eintritt 6 € / 4 € erm.; zzgl. 3 € für die Führung

MO 06.06. um 19.00 Uhr:
Vortrag von Christoph Bangert. Der Fotojournalist und Fotograf berichtet über seine Arbeit in Krisen- und Kriegsregionen, über Selbstzensur und warum er all die bislang unveröffentlichten Fotos aus zehn Jahren in seinem Buch „War Porn“ publiziert hat. Christoph Bangert arbeitete u.a. in Palästina, Japan, Darfur, Afghanistan, Indonesien, Pakistan, Nigeria. Für die New York Times dokumentierte er den Krieg im Irak. Er ist Preisträger des World Press Photo Wettbewerbs.

Nutze ich die Menschen in meinen Bildern aus? Ist es moralisch vertretbar, als Fotograf in Krisengebieten zu arbeiten? Warum sind wir alle von Bildern des Elends anderer angezogen? Produziere ich Kriegs-Pornographie?

Diese Fragen stellte sich der deutsche Fotograf Christoph Bangert immer wieder. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er in Krisenregionen und versucht die Geschehnisse wahrheitsgetreu abzubilden. Seine Bilder zeigen Folter, Leid und Tod. Dinge, die wir beim Frühstück in der Zeitung nicht sehen möchten. Und doch hat sich Bangert 2014 dazu entschieden genau diese nicht veröffentlichten Fotos aus den Krisenregionen Afghanistan, Irak, Indonesien, Libanon und Gaza zu publizieren.
Eintritt frei

DO 09.06. bis MI 22.06. im sweetSixteen-Kino zu versch. Uhrzeiten (Infos siehe hier: SweetSixteen Kino)
Dokumentation „FINDING VIVIAN MAIER". Das faszinierende Porträt über die geheimnisvolle Fotografin Vivian Maier, die sich als Kindermädchen ihr Geld verdiente und in ihrer Freizeit das Alltagsleben in New York und Chicago in den 50er und 60er Jahren fotografierte. Erst 2007, Jahrzehnte nach ihrem Tod, wurde bei einer Zwangsversteigerung eine Kiste mit rund 100.000 ihrer brillianten schwarz-weißen-Fotoabzüge durch Zufall gefunden – und zeigt: eine der besten Fotografinnen der USA wäre beinahe nie entdeckt worden.
(Doku, USA 2014, 84 Min, FSK: ab 0 Jahren, Regie: John Maloof)
Eintritt 7 € / 6 € erm.

Termin: SA 04.06. bis SO 26.06.2016
Öffnungszeiten Ausstellung:
MO – MI: 11.00 – 19.00 Uhr
DO: 11.00 - 20.00 Uhr
FR – SA: 11.00 – 22.00 Uhr
SO: 11.00 – 19.00 Uhr

Eintritt:
6 € / 4 € erm.

Die World Press Photo Foundation empfiehlt den Besuch der Ausstellung ab 14 Jahren.
Führungen für Gruppen können extra gebucht werden.

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