Montag, 15. Februar 2016

Landsleute in Ost und West: Fotografien von Rudi Meisel im Studio des MKK

Bild von Rudi Meisel
Bis zum Fall der Mauer war der westdeutsche Fotograf Rudi Meisel im Auftrag des ZEITmagazins regelmäßig unterwegs in Ost und West, um das alltägliche Leben der „kleinen Leute“ zu fotografieren. Trotz unterschiedlicher Systeme und Ideologien, trotz Mauer und Stacheldraht: In ihrer Kleinbürgerlichkeit, Uniformität, Architektur und ihrem Habitus ähneln sich BRD und DDR ungemein, wie seine Bilder beweisen. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) zeigt die Foto-Ausstellung „Rudi Meisel. Landsleute 1977-1987. Two Germanys“ vom 20. Februar bis 8. Mai 2016 im Studio.

Die Ausstellung wurde 2015 für C/O Berlin von Felix Hoffmann kuratiert. Sie zeigt zum Teil nie ausgestellte Fotografien von Rudi Meisel. Zur Ausstellung erschien eine Publikation im Kehrer Verlag Heidelberg.

Rudi Meisel (Jahrgang 1949) studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule Essen und gründete 1975 zusammen mit André Gelpke und Gerd Ludwig die Fotografengruppe VISUM. Seit 1971 arbeitete er als freier Reportagefotograf u.a. für Spiegel, ZEIT, stern, Time, Newsweek, Merian, GEO, ZEITmagazin. Von 1982 bis 1991 fotografierte er für Projekte mit Otl Aicher und war von 1991 bis 2005 für die Architektur- und Reportagefotografie bei Projekten von Norman Foster zuständig. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet. Seine Reportagen wurden in Publikationen sowie weltweit in Ausstellungen gezeigt, u.a. im Museum Folkwang Essen, auf der Triennale der Photographie Hamburg und in Goethe-Instituten. Rudi Meisel lebt und arbeitet in Berlin.

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