Freitag, 5. Februar 2016

Junge Oper Dortmund erstmals mit mobilem Musiktheaterstück

Erstmals produziert die Junge Oper Dortmund ein mobiles Musiktheaterstück, mit dem sie in Schulen und Kindergärten (Vorschulkinder) auftreten wird. Die mobile Kinderoper HERR ORPHEUS GEHT ZUR SCHULE von Wiebke Hetmanek erzählt mit wenigen Mitteln und viel Musik die Geschichte des antiken Mythos um den Sänger Orpheus. Die Uraufführung findet am Dienstag, 16.2.2016, um 10 Uhr in der Peter-Vischer-Grundschule Dortmund unter der musikalischen Leitung von Ingo Martin Stadtmüller statt. Inszeniert wird die Oper für Kinder ab fünf Jahren von Opernintendant Jens-Daniel Herzog.

HERR ORPHEUS GEHT ZUR SCHULE ist eine Klassenzimmeroper mit dem Ziel, Kinder an das Musiktheater heranzuführen. Das unmittelbare Erleben der Musik, die Nähe von Sängerdarstellern und Instrumentalisten, das Einbeziehen in die Handlung soll Lust und Neugierde auf die Kunstform Oper wecken. Erzählt wird die Geschichte von Orpheus und Eurydike, von dem legendären Sänger also, der nach dem frühen Tod seiner Frau in die Unterwelt hinabsteigt und Eurydike zurückholen darf – unter einer Bedingung: Während des Aufstiegs aus dem Totenreich darf er sich nicht umdrehen.

Orpheus´ Gesang ist so betörend, dass ihm der Gott der Unterwelt erlaubt, seine geliebte Frau Eurydike aus dem Totenreich wieder in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Ob ihm das tatsächlich gelingt, entscheiden die Kinder selbst. Schließlich stellt die griechische Mythologie viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie es mit Orpheus und Eurydike weitergeht, nachdem sich der Sänger zu früh zu seiner geliebten Gattin umgeschaut hat. Per Mehrheitsbeschluss wird das Finale festgelegt.

Der Unterricht beginnt zunächst wie eine „normale“ Schulstunde, zu der Gäste aus der Oper Dortmund eingeladen wurden: Eine „Theaterpädagogin“ und ein „Musikprofessor“ erklären, was eine Oper ist. Allmählich schlüpfen die zwei Sänger dabei in diverse Rollen der Orpheusgeschichte, die einer der ersten Opern überhaupt und zahlreichen späteren Werken zugrunde liegt. Die Erzählung wird dabei zunehmend musikalischer, die Sänger steigen immer mehr in die Geschichte ein. Sie werden dabei von Violoncello und Klavier begleitet.

Die Musik ist zusammengestellt aus Orpheus-Vertonungen verschiedener Jahrhunderte – von Komponisten wie Claudio Monteverdi, Fernando Bertoni, Christoph Willibald Gluck und Jacques Offenbach – und wurde teilweise mit neuen Texten unterlegt.

In einer knappen Schulstunde erleben die Kinder in ihrem eigenen Klassenzimmer nicht nur eine spannende Geschichte – bei der sie auch immer wieder mitspielen können –, sondern erfahren dabei zudem, was eine Oper ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen