Mittwoch, 20. Januar 2016

Ravel-Musik war Höhepunkt beim 5. Philharmonischen Konzert

Dirigentin Julia Jones. Foto: Maurice Korbel
Ein bisschen Liebe in den kalten Januar brachte das 5. Philharmonische Konzert – war es doch mit „Amour Fou“ (Unvernünftige Liebe) betitelt. Höhepunkt dabei war sicherlich die 2. Suite aus Ravels "Daphne et Chloe" ganz am Schluss. Dabei konnte das Orchester unter dem Dirigat von Julia Jones – ihr erstes Engagement in Dortmund – so richtig zeigen, was in ihm steckt.

Das war zu Beginn, in Faurés „Pelléas et Mélisande“, noch nicht der Fall. Betrachtet man es wohlwollend, dann versetzt dieses Stück die Zuhörer wegen seiner Gleichförmigkeit in eine angenehm meditative Stimmung. Etwas negativer: Es könnte auf manchen auch etwas langweilig gewirkt haben. Julia Jones gab im Vorgespräch „Wir stimmen ein“ mit Orchestermanager Michael Dühn unter dem Gelächter der Zuhörer selbst zu, dieses Stück nicht besonders zu mögen. An ein Orchester stelle es keine besonders hohen Anforderungen, erklärte sie weiter in angenehm offener Art.

Mehr als ausgeglichen wurde der ruhige Beginn durch den spritzigen Mozart mit seiner Pariser Sinfonie vor der Pause. 

Nach der Pause ging‘s weiter mit Tomasis „Konzert für Trompete und Orchester“, einer Musik, die vor allem deshalb interessant ist, weil sie Klassik mit Jazzelementen verbindet. Solotrompeter Balázs Tóth allerdings hatte beim Konzert am Dienstag nicht seinen allerbesten Tag. Interessant für die Zuschauer war jedoch, ihn beim rasanten Wechsel der verschiedenen Trompeten-Aufsätze zu beobachten.

Das nächste Philharmonische Konzert findet am 23. und 24. Februar, jeweils 20 Uhr, im Konzerthaus statt. Dann gibt‘s Musik von Ravel, Saint-Saens und Rachmaninow unter dem Dirigat von GMD Gabriel Feltz.

Andreas Schröter

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