Freitag, 15. Januar 2016

Literatur mit Migrationsgeschichte: Deutsch-türkische Autoren lesen im „Haus der Vielfalt“

Selim Özdagan
Literatur mit Migrationsgeschichte, erzählt von Autoren zweier Generationen – das bietet am Dienstag, 19. Januar, 18 Uhr ein Literaturabend im „Haus der Vielfalt“ an der Beuthstraße 21. Zu Gast sind Selim Özdagan und Yüksel Pazarkaya, zwei prominente Vertreter der deutsch-türkischen Literaturszene. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Dortmund gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“, die derzeit im Hoesch-Museum und im Haus der Vielfalt zu sehen ist.

Yüksel Pazarkaya (Jahrgang 1940) kam zum Studium der Chemie und Germanistik aus Izmir nach Stuttgart. Nach seiner Promotion wurde er Fachbereichsleiter an der Volkshochschule in Stuttgart, Redaktionsleiter beim Westdeutschen Rundfunk in Köln und „Writer in Residence“ an der Washington University St. Louis in den USA. 2006 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Çanakkale. Seit 1960 schreibt er Gedichte auf türkisch und deutsch und lebt heute als freier Schriftsteller in Bergisch-Gladbach. 2010 wurde sein Theaterstück „40 yil – dile kolay oder 40 Jahre – leicht gesagt“ am Gallus-Theater in Frankfurt am Main aufgeführt.

Selim Özdagan (Jahrgang 1971) wurde in Köln-Mülheim geboren und ist seit 1995 ist er als Autor tätig. Sein erster Roman „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“ (1995) gilt als Kultbuch. 1996 erhielt Özdoğan den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler und 1999 nach weiteren Werken den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Özdoğans vierter Roman „Im Juli“ (2000) basiert auf dem Drehbuch des gleichnamigen Kinofilms von Fatih Akın. Sein 2005 veröffentlichter Anatolienroman „Die Tochter des Schmieds“ wiederum spielt eine Rolle in Akıns 2007 erschienenem Film „Auf der anderen Seite“. Sein Buch „Zwischen zwei Träumen“ wurde für den Deutschen Science Fiction Preis 2010 als bester Roman nominiert. 2016 erscheint sein neuer Roman „Wieso Heimat, ich wohne zur Miete“.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem literaturhaus.dortmund.

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