Samstag, 31. Oktober 2015

Die Roboter: Eröffnungskonzert mit Karl Bartos

Vor der stilechten Kulisse des Stahlofens wird
 Bartos auf einem Leinwand-Triptychon
 eigene Filme zu seinem Live-Programm zeigen

Bild: Patrick Beerhorst
Der Super-Gig vor der gigantischen Kulisse des Stahlkochers in der DASA. Karl Bartos kommt am 20. November nach Dortmund - und eröffnet damit die Ausstellung "Die Roboter"!

Der Urvater der Maschinen-Musik beginnt seine Tour am Freitag, 20. November, um 20 Uhr vor der gigantischen Kulisse eines Stahlkochers in der DASA Arbeitswelt Ausstellung mit dem einzigen Konzert in NRW. Wo vor 20 Jahren noch bei ohrenbetäubendem Lärm Schrott zu Stahl wurde, hämmert Karl Barots seinen Fans nun stilecht ein.

Seine Werke haben Musikgeschichte geschrieben: Mit der legendären Elektro-Band "Kraftwerk" zeigte Karl Bartos, wie Mensch und Maschine zusammen Melodien spielen. Vor der stilechten Kulisse des Stahlofens wird Bartos auf einem Leinwand-Triptychon eigene Filme zu seinem Live-Programm zeigen. Dazu gibt er Hits aus seiner Zeit als Kraftwerk Co¬Autor wie "The Model", "Tour de France", "Computerliebe" und "The Robots" zum Besten. Außerdem spielt er die aktuellen Singles "Atomium", "Without a Trace of Emotion", "Nachtfahrt" und "Musica ex Machina" sowie Tracks der früheren Solo¬arbeiten wie "15 Minutes of Fame", "Life", "I'm the Message" und "The Camera".

Auf das Publikum wartet ein Abend voller pulsierender Energie, voller Dynamik zwischen Mensch und Maschine.

Ab sofort sind Karten erhältlich. Karten gibt es nur im Vorverkauf über www.eventim.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Die Ausstellung "Die Roboter" ist fürs Publikum ab Samstag, 21. November, 10 Uhr geöffnet.

Westfalen-Ausstellung im MKK: pattu bringt Blues und Plattdeutsch zusammen

Die Gruppe pattu
Samstag, 7. November 2015, 19 Uhr
„Früher war alles besser – und aus Holz!“
pattu bringt Blues und Plattdeutsch zusammen - ein echt westfälisches Konzert!
Am 7. Nov. im Museum für Kunst und Kulturgeschichte. 

Neue plattdeutsche Lieder? „Nostalgie ist gar nicht unsere Sache“ sagen die Musiker von pattu. Aber: Könnte man das münsterländische Dorf- und Landleben besser darstellen als in dieser alten Regionalsprache? In ihren Liedern werden – liebevoll, mit leichter Ironie und viel Humor – skurrile Gestalten besungen: knorrige Dickköpfe, unnahbare Frauen, kunstsinnige Bäuerinnen oder Trecker-Zombies, dazu in Folk- und Blues-Rhythmen auch Tiefsinniges oder die Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten. Zwischendurch gibt’s Anekdoten und typisch plattdeutsche Witze – so dass am Ende der Zuhörer ahnt, was pattu längst weiß: das Münsterland ist die Toskana Westfalens und der Münsterländer der Italiener des Nordens. Nu kümms Du! Und lern ein plattdeutsches Lied … 

GEORG BÜHREN, Gitarre und Gesang
ALEXANDER BUSKE, Gitarre
PETER EGGER, Bass
JÜRGEN MÖNKEDIEK, Saxophon und Gesang

Und hier kann man mal reinhören: www.pattu.de

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, 44137 Dortmund, Hansastr. 3
Eintritt: 6 €, ermäßigt: 3 €, am Tag der Veranstaltung inkl. Besuch der Sonderausstellung bis 19 Uhr.

Freitag, 30. Oktober 2015

KJT: "Das Gespenst von Canterville" ist in diesem Jahr das Weihnachtsmärchen

Szene aus "Das Gespenst von Canterville"
Foto: Hupfeld
"Das Gespenst von Canterville" nach einer Erzählung von Oscar Wilde bildet in diesem Jahr das Weihnachtsmärchen des Kinder- und Jugendtheaters. Regie führt wieder KJT-Leiter Andreas Gruhn. Das Stück, das ab 26. November im Schauspielhaus läuft, ist geeignet für Kinder ab sechs Jahren.

Ein englisches Schloss mit einem Gespenst. Das Gespenst versucht die neuen Bewohner zu verunsichern, aber die sind hartgesotten und glauben nicht an Spuk. Selbst als klar wird, dass das Gespenst existiert, reagieren die neuen Bewohner nicht nur gelangweilt, sondern sie machen sich auch noch über den Geist lustig. Das Gespenst gerät in eine emotionale Krise – da nimmt sich Virginia, die Tochter der Familie, seiner an…

Der Klassiker von Oscar Wilde erschien 1887 als seine erste veröffentlichte Erzählung. Andreas Gruhn greift den Stoff auf und verspricht ein Weihnachtsmärchen, in dem der Spaß nicht zu kurz kommen wird.

Uraufführung am 26.11.2015, 19 Uhr – im Schauspielhaus Dortmund

HMKV: Video des Monats zeigt eine Pizzabestellung aus dem Jahre 1974



In der Serie HMKV Video des Monats präsentiert der amerikanische Künstler Brendan Howell im Rahmen der Ausstellung „(Artificial Intelligence) Digitale Demenz“ von November 2015 bis Februar 2016 Videos, die er für die Website www.ddai.de ausgewählt hat.

Brendan Howell präsentiert:
Donald Sherman orders a pizza using a talking computer, Dez 4, 1974
1974, Video, 07:11 Min.

Alljährlich feiern die ForscherInnen, Studierenden und NutzerInnen des Michigan State University Artificial Language Laboratory den Jahrestag des weltweit ersten Einsatzes einer ‘Sprech-Prothese’: Ein Mann mit einer Sprechstörung bestellt mit Hilfe eines Stimmsynthesizers über Telefon eine Pizza. Dieses soziolinguistische High-Tech-Experiment wurde am Abend des 4. Dezember 1974 im Artificial Language Lab der Michigan State University durchgeführt. Donald Sherman, der an einer beidseitigen Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur litt und der vorher noch nie eine Pizza am Telefon bestellt hatte, verwendete ein von John Eulenberg und J. J. Jackson entwickeltes System, das auch einen Votrax Stimmsynthesizer umfasste (hergestellt von den Federal Screw Works Co. of Troy, Michigan). Der Votrax Stimmsynthesizer ist eine Erfindung von Richard Gagnon aus Birmingham (Michigan).

Das HMKV Video des Monats wird im Foyer des HMKV gezeigt und ist kostenfrei zugänglich.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Revierkunst im ehemaligen Ostwallmuseum

Revierkunst von Susanne Zagorni
Bild: Susanne Zagorni
An zwei Wochenenden im November 2015 präsentiert die Revierkunst 78 herausragende Künstler aus dem Ruhrgebiet sowie Gastkünstler aus anderen Bundesländern, der Schweiz und den Niederlanden.

Nach drei erfolgreichen Ausstellungen in Essen und Bochum findet die Revierkunst dieses Jahr in Dortmund statt. Im spannenden und stimmungsvollen Ambiente des alten Museums am Ostwall treffen Künstler, Sammler, Galeristen und kunstinteressiertes Publikum aufeinander. Alle Künstler werden anwesend sein!

Die Revierkunst hat zum Ziel, viele Kunstszenen aus dem Ruhrgebiet unter einem Dach zu vereinen - sich kennenzulernen - zu vernetzen und ein breites Publikum zu erreichen. Bei der Auswahl der Künstler spielt es keine Rolle, ob jemand Student, Absolvent, Autodidakt, Kunstprofessor oder arrivierter Künstler ist, entscheidend bei der Auswahl ist - die Werke müssen überraschen und eigensinnigkraftvoll überzeugen – Revierkunstpower eben.

Auf der Revierkunst kommen das interessierte Publikum in direkten Kontakt mit den Künstlern – zwischengeschaltete Ebenen wie auf vielen Kunstmessen oder Vermittlung durch Galerien entfallen. Spontankäufe sind möglich und gewollt! Die Künstler zahlen keine Provisionen – gut für den Künstler und Käufer! Die Revierkunst nimmt auch eine begrenzte Anzahl von Gastkünstlern von außerhalb des Ruhrgebiets auf. Durch dieses Konzept soll eine zusätzliche Vernetzung für die Künstler entstehen. In einigen Jahren ist geplant, die Revierkunst auch zusätzlich außerhalb ihrer Grenzen zu präsentieren!


Künstler

Die Revierkunst versteht sich als Plattform für Künstler, die im Ruhrgebiet leben und oder arbeiten. Es werden außerdem Gastkünstler ausgewählt, die einen besonderen Bezug zum Revier haben, hatten oder aufbauen möchten.

Die Revierkunst zeigt in einem Raum eine Sonderausstellung – die Künstlerfreunde Willy Thomczyk und Klaus Riechmann (1940 – 2010).

Location

Die Revierkunst findet dieses Jahr im ehemaligen Museum am Ostwall statt. Die Location liegt im Herzen von Dortmund am Ostwall Das Museum ist fußläufig von der Hauptfußgängerzone Ostenhellweg und dem Dortmunder Hauptbahnhof zu erreichen. Das 1949 gebaute Museum ist mit seiner klaren Architektur die ideale Kulisse für die Revierkunst. Das Museum war bis 2013 überregional bekannt für seine Ausstellungen im Bereich Expressionismus und der klassischen Moderne bis zur aktuellen Gegenwart. Nach dem Umzug des Museums in das Dortmunder U stand das Gebäude leer. In Zukunft wird das Baukunst-Archiv NRW in das alte Museum einziehen. Die Ausstellung findet im gesamten Museum (Erdgeschoss und Obergeschoss) statt. Die Gesamtausstellungsfläche beträgt ca. 2200 qm und bietet großzügigen Raum für jeden Künstler. Es werden keine Stellwände eingesetzt, mit über 30 Räumen sind genügend Wände im Museum vorhanden. Da schlägt das Herz eines jeden Künstlers höher.
Revierkunstpreis

Der Revierkunstpreis ist als Publikumspreis konzipiert. Jeder Besucher kann also mitbestimmen, welcher Künstler am Ende die Nase vorne hat.

Der Revierkunstpreis 2015 wird am Sonntag, dem 15. November 2015 von der Dortmunder Bürgermeisterin Birgit Jörder übergeben.

Termine

Samstag, 7. Nov., 10 - 19 Uhr | Sonntag, 8. Nov., 10 - 17 Uhr

Freitag, 13. Nov., 10 - 19 Uhr | Sonntag, 15. Nov., 10 - 17 Uhr

Der Eintritt ist frei!

Pop-Oratorium "Luther": Uraufführung am Samstag in der Westfalenhalle

Dieter Falk, Komponist des Pop-Oratoriums,
 dirigierte den Chor. 
Bild: Creative Kirche
Zwölf Musical-Solisten, 3.000 Chorsänger und ein Symphonie-Orchester bringen das Wirken des Reformators und seinen Kampf gegen Obrigkeit und Kirche auf die Bühne.

Das Pop-Oratoriums "Luther" der Wittener Stiftung Creative Kirche feiert am 31. Oktober seine Uraufführung in der Dortmunder Westfalenhalle. Autoren des Werks sind Michael Kunze, der u.a. die Musicals "Elisabeth" und "Tanz der Vampire" schrieb, sowie Dieter Falk, Produzent von Bands und Künstlern wie Pur, Monrose und Paul Young.

"Luther" wurde anlässlich des Reformationsjubiläums von der Stiftung Creative Kirche zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kirche von Westfalen angestoßen. Bereits 2010 wurde das Chor-Projekt "Die zehn Gebote" mit einer ähnlichen Größenordnung in Szene gesetzt.

Pop-Oratorium "Luther"
Westfalenhallen Dortmund

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kreuz4tel-Live - Musiknacht in Lokalen des Dortmunder Kreuzviertels

Die Wohnzimmerband
Am Samstag (31.10.) ist es endlich wieder soweit. Dann kann man genüsslich durchs Kreuzviertel ziehen, lecker Essen und Trinken und gute handgemachte Musik hören. Erleben sie 8 sehr abwechslungsreiche Musikgruppen aus den Genres: Oldies, Covers, Rock'n'Roll, Blues, Rock, Folk, Singer/Songwriter.

Lokale & Bands:
Allegro - Hatton Cross
Hotel Drees "Alte Gasse" - Daniel Gardenier
Bieder & Meier - "Huggy" J.B. Trio
Bürgermeister Lindemann - Herr Meier
Esquina Central - Reset
Kumpel Erich - Sunflames
Lokales - Wohnzimmerband
Meisterhäuschen - Just4Oldies
Zorbas - Griechischer Abend

Samstag, den 31. Oktober 2015 ab 20 Uhr - Eintritt Frei!

Schauspiel Dortmund beim FIKTIVA-TheaterFilmFest2015 dabei

Szene aus "Die Möglichkeit einer Insel"
Foto: Hupfeld
Das Schauspiel Dortmund kooperiert mit dem diesjährigen FIKTIVA-TheaterFilmFest und ist mit drei Veranstaltungen am kommenden Wochenende vertreten: An der Podiumsveranstaltung „Filme im Theater – Warum entsteht Filmkunst im Theater, und warum ist sie wichtig?“ am Samstag, 31. Oktober, von 11 bis 13 Uhr im Dortmund U beteiligen sich unter anderem auch Schauspielintendant Kay Voges und Videokünstler Mario Simon. Außerdem ist der mehrfach international preisgekrönte Film „Einige Nachrichten an das All“ von Kay Voges ebenfalls am Samstag, 31. Oktober, um 16 Uhr im Kino im Dortmunder U zu sehen. Der Eintritt für diese beiden Veranstaltungen im U ist kostenlos. Im Dortmunder Schauspielhaus ist die Inszenierung „Die Möglichkeit einer Insel“ am Sonntag, 1. November, um 18 Uhr im Rahmen der FIKTIVA zu sehen. Die Karten hierfür kosten 9,- bis 23,- Euro und sind an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222 erhältlich. Für „Die Möglichkeit einer Insel“ wird darüber hinaus auch ein Vor- sowie ein Nachgespräch im Schauspiel Dortmund angeboten.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Franco Rest liest in der Pauluskirche

Franco Rest
Franco Rest, bekannt als Mitbegründer der Hospizbewegung in Deutschland und Professor für Erziehungswissenschaften / Sozialphilosophie an der Fachhochschule Dortmund, hat seit 10 Jahren seine Wissenschaft von Sterben und Tod mit Gedichten und Erzählungen abgerundet. In seiner Dichterlesung am 7. November um 19 Uhr in der Pauluskirche wird er den Bogen spannen von der Besinnung des Lebens über Krisen und Krankheiten zu Sterben, Tod und Trauer.

Maik Hester (Bandoneon) und Thilo Champignon (Gitarre) umrahmen den Abend als Duo "Get in touch ..." (Foto unten) mit eindrucksvollen und einfühlsamen Kompositionen von Astor Piazzolla.

Samstag, 7.11.2015 | PAULUSKIRCHE | Schützenstr. 35
Einlass: 18:30 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: AK: 10,00 EUR (kein Vorverkauf)

Kammerkonzert: Barockmusik um 1700

Die Musiker des 1. Kammerkonzerts
 „Barockmusik um 1700“: Luca Quintavalle,

Tomoko Tadokoro, Birgit Welpmann,
 Stefanie Dietz und Minori Tsuchiyama.
 © 
Dortmunder Philharmoniker
Eine wahre Perle im Saisonprogramm der Dortmunder Philharmoniker erwartet das Publikum beim Kammerkonzert „Barockmusik um 1700“, das am Montag, 2.11.2015 um 20 Uhr im Orchesterzentrum stattfinden wird.

Birgit Welpmann und Stefanie Dietz (Oboen), Minori Tsuchiyama (Fagott), Tomoko Tadokoro (Kontrabass) und Luca Quintavalle (Cembalo) entführen in verschiedenen Konstellationen in die Welt der Barockmusik und zeigen die Vielfalt dieser kontrastreichen Epoche. Im Mittelpunkt des Konzerts steht die Kammersonate, die als Form der Instrumentalmusik im Barock erblühte. Es erklingt Musik der „wiederentdeckten“ Meister Johann Friedrich Fasch, Arcangelo Califano und Jan Dismas Zelenka zusammen mit Werken dreier großer Namen, die zum Synonym für Barockmusik wurden: Telemann, Vivaldi und Bach.

In der Kammerkonzert-Reihe präsentieren sich Musiker der Dortmunder Philharmoniker und Gäste auf eine musikalisch sehr intime Art. Gerade das Mit- und Füreinander, das ganz besonders Barockmusik von den Spielern fordert, wird bei diesem Ensemble hörbar zur Freude.

Birgit Welpmann und Stefanie Dietz, Oboe
Minori Tsuchiyama, Fagott
Tomoko Tadokoro, Kontrabass
Luca Quintavalle, Cembalo

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Termin: 02.11.2015, 20 Uhr, Orchesterzentrum NRW
Kartenbestellung: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de
Weitere Infos: www.doklassik.de

Montag, 26. Oktober 2015

Deutsches Fußballmuseum: Eröffnung mit großem Vorplatzfest

Das Band ist durch (v.l.):
 Helmut Sandrock (DFB-Generalsekretär),
 Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Maskottchen Paule,
 Museumsgeschäftsführer Manuel Neukirchner
und Dr. Reinhard Rauball (Ligaverbands-Präsident)

Bild: Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann
Das Deutsche Fußballmuseum ist eröffnet.: Oberbürgermeister Ullrich Sierau zerschnitt am Sonntag, 25. Oktober, das rote Band. Innerhalb kurzer Zeit waren die Ausstellungsebenen ausgelastet.

Pünktlich um 11:03 Uhr zerschnitt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Sonntag, 25. Oktober, das rote Band und gewährte gemeinsam mit DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und Ligaverbandspräsident Dr. Reinhard Rauball den ersten Besuchern Zugang zu der neuen Erlebniswelt des deutschen Fußballs. Museumsdirektor Manuel Neukirchner und Geschäftsführer Michael Keßeler hatten zusammen mit den Menschen auf dem Vorplatz den Countdown heruntergezählt und das Museum für eröffnet erklärt.

Ausstellungsebenen innerhalb kurzer Zeit ausgelastet

Für den Eröffnungstag war das Online-Kontingent fast zu 100 Prozent abgerufen worden, zudem strömten die Besucher an die Tageskasse. Aus Sicherheitsgründen wurden pro Stunde jeweils 300 Menschen in die Ausstellung gelassen. Insgesamt waren alle Zutrittszeiträume ausverkauft, so dass am ersten Tag über 1500 Menschen die Ausstellung besucht haben.

"Wir sind mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Die logistischen und technischen Prozesse haben gut funktioniert. Die Menschen, die sich vorab im Internet die Tickets gekauft hatten, sind per Fast-Lane direkt in die Dauerausstellung gekommen. Und die Menschen, die in der Schlange vor der Tageskasse standen, wurden durch das Bühnenprogramm bestens unterhalten", freute sich Manuel Neukirchner.

Großes Vorplatzfest mit vielen Aktionen

Live-Band, Comedy und Ballkünstlern sowie Gewinnspiele, Foto- und Schminkstationen hatten dem Vorplatzfest einen stimmungsvollen Rahmen gegeben. Ullrich Sierau: "Das Deutsche Fußballmuseum ist eine Attraktion für unsere Stadt und die Region. Es wird sich auszahlen, dieses Projekt mit Alleinstellungsmerkmal nach Dortmund geholt zu haben. Es ist ein offenes, kommunikatives Museum und eine attraktive Erlebniswelt, in die es sich lohnt einzutauchen."

Für Helmut Sandrock ist der Standort des Deutschen Fußballmuseums "eine sehr gute Wahl. Ich komme aus der Region und weiß, wie emotional der Fußball hier gelebt und geliebt wird. Die Besucherinnen und Besucher werden erfahren, dass die 140-jährige deutsche Fußballgeschichte reichlich Stoff für ein großartiges Museumserlebnis bereithält."

Das sah Dr. Reinhard Rauball ähnlich: "Der Fußball bietet seit Generationen dank herausragender Stars und Typen tolle sportliche Leistungen und spannende Unterhaltung. Er liefert unendlich viel Gesprächsstoff, steht für Leidenschaft und Emotion und sorgt für unvergessliche Momente. All das spiegelt sich auch in der Ausstellung des Deutschen Fußballmuseums wider."

Die Stadt Dortmund hatte im Rahmen der Standortvergabe für das Fußballmuseum das Grundstück in zentraler Innenstadtlage zur Verfügung gestellt. Der von HPP Architekten errichtete Neubau fügt sich in prominenter Lage gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof als Ergänzung der Kunst- und Kulturmeile in das städtebauliche Umfeld ein. In Wechselwirkung mit dem vom Szenografie-Büro TRIAD Berlin umgesetzten Ausstellungskonzept präsentiert sich ein neues Kulturformat für den deutschen Fußball.

Seitens des Deutschen Fußball-Bundes sind Mittel aus dem Überschuss der WM 2006 und Sponsorengelder in Höhe von zusammen 17,5 Millionen Euro in das Projekt eingeflossen. Die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt 18,5 Millionen Euro, insgesamt belaufen sich die Realisierungskosten auf die ursprünglich veranschlagten 36 Millionen Euro. Betreiberin des Deutschen Fußballmuseums ist die gemeinnützige DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum, deren Gesellschafter zu gleichen Teilen die Stadt Dortmund und der DFB sind.

Das Museum hat dienstags bis sonntags von jeweils 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten sind an der Tageskasse und online erhältlich. Im Ticketpreis ist die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) inbegriffen.

Neue Open Stage im KJT: Poetry Slam U20

In der “Open Stage”-Reihe im KJT Dortmund gibt es wegen der großen Nachfrage eine neue Poetry Slam-Veranstaltung. Die besten Nachwuchspoeten der Region präsentieren sich in der „Poetry Slam U20“ am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr im Café des Kinder- und Jugendtheaters und stellen sich dem literarischen Wettstreit. Mit dabei sind unter anderem Jan Bühlbecker und Valentin Greve. Es moderieren Tobi Katze und Fatima Talalini. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der Gruppe WortLautRuhr, die regelmäßig Slams und Lesungen im Ruhrgebiet veranstaltet. Karten für 5,- Euro (3,- Euro ermäßigt) gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Schwelgen in menschlichen Abgründen: "Eine Familie" im Schauspiel

Szene aus "Eine Familie" mit (v.l.) Bettina Lieder,
Julia Schubert und Merle Wasmuth. Foto: Hupfeld
Seit Samstag hat das Schauspiel einen Dreieinhalb-Stunden-Koloss im Programm: „Eine Familie“ nach dem mehrfach ausgezeichneten Bühnenstück „August: Osage County“ von Tracy Letts aus dem Jahre 2007, das 2013 (u.a. mit Meryl Streep und Julia Roberts) auch verfilmt worden ist.

Nachdem der alkoholabhängige Beverly (Andreas Beck) verschwunden ist, ruft seine tablettenabhängige und von Krebs befallene Frau Violet (Friederike Tiefenbacher) die Familie zusammen. Das sind die drei Töchter Barbara, Karen (beide mit Anhang) und Ivy sowie Schwester Mattie Fee mit Anhang. Doch das Wiedersehen wird alles andere als harmonisch. Verschüttete Konflikte kommen ans Tageslicht, Geheimnisse werden gelüftet, und mehr und mehr wird klar, wie zutiefst zerrüttet diese Familie ist.

Regisseur Sascha Hawemann inszeniert diesen Stoff für Dortmunder Verhältnisse fast klassisch. Er setzt Videos nur dezent ein, und auch das Bühnenbild mit einer Reihe von Sesseln und einem mit Klarsichtfolie umspannten Holzgestell kommt eher spartanisch daher. Es wirkt fast unfertig und ein wenig deprimierend und unterstreicht damit den desaströsen Zustand der Familie. Havemann verlässt sich in erster Linie auf die Schauspielkunst seines Teams. Und dass er da auf jede Menge Können bauen kann, ist nicht erst seit dieser Produktion bekannt. Vor allem Friederike Tiefenbacher und Merle Wasmuth scheinen die Rollen der Violet beziehungsweise der Tochter Barbara auf den Leib geschrieben zu sein. Einmal mehr erstaunt es, wie überzeugend und mit welchem körperlichen Einsatz die beiden zu Werke gehen. Auch dem neuen Mitglied im Dortmunder Ensemble, Marlena Keil, gelingt die Darstellung der wild pubertierenden 14-jährigen Enkelin Jean äußerst glaubhaft.

Für eine ebenfalls dezente musikalische Untermalung sorgt Alexander Xell Dafov.

Auch wenn diese Produktion vielleicht letztlich nicht ganz so beeindruckend, mitreißend und überraschend daherkommt wie ein Stück aus dem Jahre 2013 zu einem ähnlichen Thema unter der Regie von Kay Voges, „Das Fest“, bietet „Eine Familie“ mit seinem Schwelgen in menschlichen Abgründen doch einen sehr sehenswerten Theaterabend, der trotz seiner Länge an keiner Stelle langweilig wird.

Andreas Schröter

Kunstausstellung im Ballettzentrum Westfalen

Nicoletta Tomas: El regreso del emigrante
Zum dritten Mal kooperiert das Ballett Dortmund mit der spanischen Kuratorin Mercedes Abad Lázaro. Die Kunstausstellung "De todo corazón" (Von ganzem Herzen), zeigt Werke der Malerinnen Nicoletta Tomas und Olga Esther.

Die Ausstellung hängt im Ballettzentrum Westfalen, Florianstraße 2, 44139 Dortmund. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Helene Mahnert-Lueg, die auch als Mäzenin für das Ballett Dortmunds tätig geworden ist.

Werke erstmals in Deutschland zu sehen

Nicoletta Tomas und Olga Esther gehören zu den wichtigsten Vertreterinnen der figurativen Malerei Spaniens. Ihre Werke befinden sich in privaten sowie öffentlichen Sammlungen auf der ganzen Welt. Zum ersten Mal sind ihre Werke nun in Deutschland zu sehen. Für Kuratorin Abad Lázaro steht fest, dass die unverblümte, leidenschaftliche und hinreißende Ästhetik der Werke berauschend ist.

Mercedes Abad Lázaro: "Nicoletta Tomas' und Olga Esthers Tugend ist nicht das Porträtieren, sondern das Konstruieren einer neuen Realität durch ihre kritischen und wahrhaftigen Augen. Neben der Ausstellung zweier bedeutenden Künstlerinnen ist es mir aber auch wichtig zu betonen, dass wir mit der Ausstellung auch einen guten Zweck erfüllen. Ein bedeutender Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Kunstwerke geht an die Stiftung 'Herzenswünsche', die schwer kranken Kindern und Jugendlichen besondere Wünsche erfüllt und ihnen damit neuen Lebensmut geben soll. Ich freue mich deswegen, dass die Gründerin der Stiftung, Frau Wera Rötting, bei der Ausstellungseröffnung zu unseren Gästen gehören wird."

Verbindung zweier Kunstformen

Auch für Ballettmanager Tobias Ehinger ist die Ausstellung und die Zusammenarbeit mit Mercedes Abad Lázaro ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Arbeit. "Ballett, Tanz und Malerei leben stark von visuellen Impulsen. Von daher gehen beide Kunstformen hier bei uns im Ballettzentrum eine wundervolle Verbindung ein. Uns freut es besonders, dass wir zusammen mit Frau Abad Lázaro unser Ballettzentrum inhaltlich ein kleines Stück erweitern und damit einen weiteren künstlerischen Beitrag für Dortmund und das Ruhrgebiet leisten", so Ehinger.

Die Ausstellung "De todo corazón" ist seit Samstag, 24. Oktober, von 11 bis 18 Uhr, außer sonntags, für die Öffentlichkeit zu sehen.

Samstag, 24. Oktober 2015

Humorvoll und blutig: "Besessen" im Schauspielstudio

Blutige Szene mit Sarah Sandeh und Ekkehard Freye
Foto: Hupfeld
Horrorspezialist Jörg Buttgereit hat wieder zugeschlagen. Nach dem großen Erfolg solcher Stücke wie zuletzt „Nosferatu lebt!“ hatte seine neueste Produktion „Besessen“ Freitag Premiere im Schauspielstudio – ein Werk, das Motive und Handlungsstränge aus bekannten Horrorstreifen wie „Der Exorzist“ oder „Rosmaries Baby“ aufgreift.

Zwei Freunde (Ekkehard Freye und Björn Gabriel) treffen sich bei Bier und Pizza zu einem Videoabend. Doch dann erwacht das Grauen in Gestalt des Mädchens Linda (Sarah Sandeh) nicht nur auf dem Bildschirm zum Leben ... Es ist herrlich, wie die Maske Ekkehard Freye mit Jogginghose, bedrucktem T-Shirt, langen Haaren und weißen Socken in einen typischen Video-Freak der 80er-Jahre verwandelt hat.

Linda (in Anlehnung an Exorzist-Hauptdarstellerin Linda Blair) schreit, tobt und wälzt sich auf dem Bett, und es ist beeindruckend zu sehen, wieviel körperlichen Einsatz Sarah Sandeh in diese Szenen legt. Die beiden Jungs beschließen, einen Exorzismus durchzuführen …

Sympathisch an dieser Produktion ist, dass sie sich selbst nicht bierernst nimmt. Vor allem im ersten Teil haben die Zuschauer viel zu lachen – und das ist schließlich etwas, das man bei diesem Genre nicht unbedingt erwartet. Für Lacher sorgte Björn Gabriel auch, als er einem Zuschauer, der offenbar von einem dringenden Bedürfnis geplagt zum Ausgang eilte, mitten in seinem Monolog von der Bühne aus nachrief: „Man kann doch auch vorher auf Toilette gehen.“ Mit wachsender Dauer wird’s dann blutig und durchaus manchmal ein bisschen ekelig, besonders als ein Horrorbaby geboren wird, womit die Handlung übrigens auch Motive aus dem Film „Die Wiege des Bösen“ aufnimmt. Nicht umsonst lässt das Schauspiel nur Zuschauer ab 18 Jahren hinein. Doch selbst in dieser Phase verliert es nicht seinen augenzwinkernden Charakter.

Uwe Rohbeck kommt als sinister schauendes „Das Böse“ ebenfalls noch zu seinem Auftritt. Sein Outfit erinnert an den Teufel in einem weiteren Genre-Klassiker: „Angel Heart“ von 1987.

„Besessen“ ist ein Stück, an dem all jene ihre Freude haben dürften, die sich erstens für Horror-Klassiker a la „Der Exorzist“ interessieren und zweitens nicht allzu zart besaitet sind.

Andreas Schröter

www.theaterdo.de




Theatre du pain gastiert im Theater im Depot

Nach langer Zeit endlich wieder in Dortmund: Das theatre du pain! Am 31.10. präsentiert das bekannte Bremer Trio im Theater im Depot sein neues Programm „Lust auf Schuld - oder das Tamtam der Leidenschaften“ und das verspricht großartig zu werden…

„Lust auf Schuld“ ist eine furiose Mischung aus NeuDada, Barocktheater, philosophischem Kabarett und Rock’n’Roll-Show.

Wer sie zum ersten Male sieht, diese preisgekrönten, seit über 30 Jahren über deutschsprachige Bühnen marodierende Herren in Schlips und Kragen, wird einen anderen Blick auf die Wirklichkeit bekommen.

Die, die sie bereits kennen und lieben, werden staunen, weil alles so ist, wie man es nicht erwartet und doch ganz anders.

Pollkläsener, Suchner und König geben drei ergraute Erben eines Firmenkonsortiums, Geschäftsführer der gepflegten spätkapitalistischen Art. Hobbymäßig überfallen sie nach Dienstschluss maskiert die Filialen ihres eigenen Unternehmens. Ihre sehr akkurat geplanten Beutezüge, die ihre fest verschweißten Lebensgleise auf genussvolle Weise erbeben lassen, gefährden alsbald das Unternehmen. So muss das Trio am Mittwoch retten, was es Dienstag an den Abgrund gebracht hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Geht es um freudscheTodessehnsüchte? Um die, unserem ökonomischen System innewohnenden Triebkräfte? Etwa um die Lebenserfahrungen des Normaleuropäers, der seine Widersprüche nie und nimmer übereinanderkriegt? Nach dem Motto: „Wenn die Zusammenhänge unübersichtlich werden, sollte man aufhören, sie Zusammenhänge zu nennen“ untersuchen die tdpisten den modernen Vernunftsbegriff, irrige Glücksvorstellungen, Denkmuster- und Gewohnheiten.

Und das kann niemand so radikal, so unterhaltsam und nachwirkend denkwürdig wie dieses Trio. „ Wenn mit den Mitteln der Sprache vor ihrem endgültigen Versagen noch ein letztes Wort über das "theatre du pain" gesagt werden darf, dann kann es nur eines geben: Großartig!" (Göttinger Tageblatt).

Das theatre du pain wäre nicht das theatre du pain, wenn sich die Handlung nicht irgendwann hinter den Sieben Bergen verlöre, um von dort als ein elegischer, fischessender Zwerg auf Plateausohlen oder als kochender Affe zurückzukehren.

Wenn dann der Albdruck es Paradoxen, den wir für unsere Realität halten, wie einst die Riemen des Kutschers Heinrich von unseren Brustkörben springen, erklingt ein befreites, anarchistisches Lachen. Ein Lachen, ohne zu wissen. Ein Lachen, in dem nicht der Sarkasmus, der Neid, der Schmerz und der Zorn ventiliert, sondern sich die Seele freut! Garantiert.

Vorstellung: SA 31.10.2015 um 20:00 Uhr

Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.

AK 15 € / 10 € erm.

Ort: Theater im Depot

Mit: Hans König, Mateng Polkläsener, Wolfgang Suchner

Text/Musik: Hans König

www.theatredupain.de

Freitag, 23. Oktober 2015

Schauspiel: Zweites “Mundorgel Project”

Nach der erfolgreichen Premiere im September kommt jetzt die zweite Ausgabe der neuen musikalischen Reihe „Mundorgel Project“ am Freitag, 30. Oktober, um 22 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund. Tommy Finke, neuer Musikalischer Leiter am Schauspiel Dortmund, nimmt sich mit seinen Gästen Daniel Brandl, Pele Caster und Hannes Weyland wieder das Urgestein des deutschen Liedguts vor. Rund 14 Millionen Mal wurde die Mundorgel verkauft – wer trotzdem kein Exemplar mehr zuhause hat, wird im Schauspiel Dortmund am Abend mit Noten versorgt. Denn Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht. Karten für 15,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222.

Philharmoniker: Es wird groophy

Dirigent Philipp Armbruster
mit Alec Troniq und Gabriel Vitel.

Foto: © Christoph Müller-Girod
DJing und Songwriting treffen auf Klassik – das ist das Erfolgsrezept der 3. Groove Symphony der Dortmunder Philharmoniker. Diese Auflage heißt „Neue Welt“. Alec Troniq und Gabriel Vitel remixen Dvoraks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Über die Bühne geht das Event am 26.10.2015 um 19 Uhr im Konzerthaus Dortmund – und es gibt nur noch Restkarten!

Jedes Jahr verspricht die „Groove Symphony“ eine spannende musikalische Begegnung, jedes Jahr trifft eine „alte“ auf eine „neue Welt“. Die Grundlage ist in diesem Jahr Antonin Dvoraks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“, eine der populärsten Sinfonien der Musikgeschichte. Was damit passiert, erklärt Alec Troniq so: „Wir nehmen uns einzelne Teile davon vor, zerhäckseln sie und setzen sie komplett neu zusammen.“ Das Ergebnis wird vielfältig, spannend und neu – ein klassisches Orchester mischt sich mit Elektro-Sounds und Live-Gesang.

Dortmunder Philharmoniker
Philipp Armbruster, Dirigent
Alec Troniq & Gabriel Vitel, Live-Elektronik, Gesang
Matthias Grimminger & Henning Hagedorn, Arrangements
Telekollegen, Lightdesign

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Termin: 26.10.2015, 19 Uhr, Konzerthaus Dortmund
Kartenbestellung: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de
Weitere Infos: www.doklassik.de

Donnerstag, 22. Oktober 2015

HMKV wird zur Bibliothek

Am Samstag, den 24. Oktober 2015, dem bundesweiten Tag der Bibliotheken, wird der HMKV im Dortmunder U von 14 bis 18 Uhr zur „Bibliothek für einen Tag“.

Die Mitarbeiter erweitern das ständige Leseangebot und den Bookshop um HMKV-relevante Literatur aus eigenen Beständen und der Mediathek im Dortmunder U. Bescher können in der Leseecke schmökern und sich in gemütlicher Atmosphäre zu den vielfältigen HMKV-Themen informieren.

Zusätzlich können Interessierte an diesem Tag viele HMKV-Publikationen zu reduzierten Preisen erwerben. Vorbeischauen lohnt sich.

Mayersche: Reinaldo Coddou H. & Jan-Henrik Gruszecki präsentieren "Heimat. Zuhause im schönsten Stadion der Welt"

Reinaldo Coddou H. & Jan-Henrik Gruszecki präsentieren in der Mayerschen Buchhandlung ihren neuen Bildband "Heimat. Zuhause im schönsten Stadion der Welt".

„Keine Frage“, antwortet Reinaldo Coddou H. auf die Frage, welches denn das herausragende Motiv in seinem neuen Bildband „Heimat“ ist. „Die Aufnahmen von der Südtribüne des Westfalenstadions“, sagt Coddou. „Die habe ich senkrecht von der Dachreling – die sie in Dortmund übrigens ‚Catwalk‘ nennen – geschossen. Das war großartig, zugleich auch ein wenig beängstigend, weil ich nicht schwindelfrei bin. Und als die BVB-Fans unten auf der ‚Süd‘ dann angefangen haben zu hüpfen, habe ich hoch oben zwischen Kabeln, Scheinwerfern und W-Lan-Routern fürchterlich mitgewackelt.“ Das Schwitzen hat sich mehr als gelohnt, und natürlich untertreibt Coddou wieder einmal maßlos. Denn „Heimat“ ist weit mehr als nur der offenbarende Einblick ins Herz der Südtribüne. Tatsächlich ist Reinaldo Coddou H. mit diesem Bildband Einzigartiges gelungen: Nie ist jemand dem Phänomen Westfalenstadion näher gekommen als Coddou mit seinem Aufnahmen, die eine Arena in all ihren Facetten zeigt: leer, voll. Vor dem Spiel, danach. Von ganz tief drinnen und ganz weit weg. „Heimat“ ist das beste Porträt eines ganz besonderen Stadions. Man fühlt sich „zu Hause im schönsten Stadion der Welt“, wie das BVB-Ikone Nobert Dickel mal so treffend formuliert hat.

Reinaldo Coddou H. wurde 1971 in Santiago de Chile geboren und wuchs im ostwestfälischen Bielefeld auf. Er studierte an der FH Bielefeld das Fach „Foto-/Film-Design“ und war einer der beiden Mitbegründer der Fußball-Zeitschrift „11 Freunde“, die er acht Jahre lang als Bildredakteur und Fotograf entscheidend prägte. Heute lebt und arbeitet Reinaldo Coddou H. in Berlin.


Jan-Henrik Gruszecki wurde im September 1984 in Herford geboren und wuchs ebenfalls in Ostwestfalen auf. In Bielefeld und Buenos Aires absolvierte er die Studiengänge Medienkommunikation/Journalismus und „Historia“. Er ist seit 1989 BVB-Fan und war schon früh ein aktiver Teil der BVB-Fanszene. Darüber hinaus hat er sich als Herausgeber diverser Fanpublikationen einen Namen gemacht und war an diversen Film- und Printprojekten federführend beteiligt. Heute lebt und arbeitet Jan-Henrik Gruszecki in Dortmund, direkt am Borsigplatz, der Wiege des BVB.

Dortmund . Am: Samstag, 07.11.2015
Um: 14.00 Uhr
Wo: Mayersche Buchhandlung, Westenhellweg 37-41, 44137 Dortmund
Eintritt: frei

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Philharmoniker: Mahlers Auferstehungs-Sinfonie geriet zum grandiosen Konzertabend

In Topform: die Philharmoniker beim Konzert am Dienstag.
Foto: Christoph Müller-Girod
Die Dortmunder Philharmoniker haben sich für ihr 2. Philharmonisches Konzert, temperamentvoll dirigiert von GMD Gabriel Feltz, an einen Koloss der Musikgeschichte gewagt. Mahlers Zweite, die
„Auferstehungs-Sinfonie“. Und um es gleich vorweg zu sagen: Der Abend am Dienstag im Konzerthaus geriet zu einem berauschenden Höhepunkt in der jüngeren Konzertgeschichte des Orchesters. Obwohl das Werk mit über 90 Minuten relativ lang ist und GMD Gabriel Feltz auf die sonst meist übliche Pause verzichtete, kam an keiner Stelle Langeweile auf. Im Gegenteil: Man lauscht gebannt und begeistert diesem Musikerereignis und kann am Ende kaum glauben, dass es schon vorbei ist.


Grund für diesen Eindruck ist die enorme Vielseitigkeit dieses Werkes. Es ist dramatisch, lustig, heroisch, intim und transportiert auf diese Weise via Musik all das, was das menschliche Leben ausmacht. Und den Dortmunder Philharmonikern gelingt es, all das in hervorragender Weise über die Bühne zu bringen. Man merkt ihnen an, dass sie sich selbst für diese Musik begeistern.

Beeindruckend sind dabei nicht nur die ganz lauten Stellen, sondern vor allem die enorm leisen, in denen die Musik fast flüsternd wirkt. Diese Stellen fordern eine hohe Präzision, um wirklich sauber zu klingen. Klippen, die die Musiker gekonnt umschiffen. Schön in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass die Erkältungswelle in Dortmund offenbar noch nicht ausgebrochen ist: Es gab trotz des gut gefüllten Hauses ungewöhnlich wenige Huster, die sonst oft gerade die leisen Stellen zunichte machen.

An diesem Konzertereignis waren rund 200 Akteure beteiligt, darunter auch der Tschechische Philharmonische Chor Brno, dessen Gesang sich harmonisch in die Musik einfügte, und die Solistinnen Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran) und Lavinia Dames (Sopran). Letztere vertrat die erkrankte Chen Reiss, die eigentlich vorgesehen war.

Andreas Schröter

Oper: "Hänsel und Gretel" hat bald Premiere

Was ursprünglich nur aus vier kleinen Musikstücken für ein Theaterstück im Familienkreis gedacht war, wurde zum Inbegriff der Weihnachtsoper. Pünktlich zur beginnenden Weihnachtszeit wird Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel" am Sonntag, 8. November 2015, um 16 Uhr im Opernhaus Premiere haben. Erik Petersen wird nach seinem gefeierten Regiedebüt mit Rossinis „Aschenputtel“ abermals ein Märchen für die ganze Familie an der Oper Dortmund inszenieren.

„Hänsel und Gretel“ war schon im 19. Jahrhundert eines der bekanntesten Märchen, verbreitet durch die Grimmsche Sammlung, der das Libretto jedoch nicht immer folgt. In der Oper gibt es keine böse Stiefmutter, die die Kinder im Wald aussetzen will. Es ist stattdessen eine über die Armut verzweifelnde Mutter, die Hänsel und Gretel zum Erdbeerpflücken in den Wald schickt und überglücklich ist, als sie ihre Kinder nach banger Suche wieder in die Arme schließen kann. Der Reiz dieser Fassung liegt in dem Gegensatz von ungeschminktem Realismus, mit dem die soziale Not der Familie gezeigt wird, und dem phantastischen Märchenstoff, der mit der Hexe, einem Sandmännchen und einem Taumännchen aufwartet.

Regisseur Erik Petersen setzt bei seiner Inszenierung auf große Bilder und kleine Details – und hat das Opernpublikum von morgen im Blick. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina hat bereits mit „Aschenputtel“ oder „Der gestiefelte Kater“ an der Oper Dortmund ihr Talent für wirkungsvolle Phantasiewelten unter Beweis gestellt. In ihrem Wald, in den sich Hänsel und Gretel verirren, wohnen nicht nur die böse Hexe oder Sand- und Taumännchen, sondern auch andere skurrile Waldwesen, die die Geschwister begleiten und beschützen.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

Dienstag, 20. Oktober 2015

Großes Familiendrama im Schauspielhaus: Eine Familie

Szene aus "Eine Familie". Foto: Hupfeld
Am 24. Oktober feiert das große Ensemble-Stück im Schauspielhaus Premiere: Eine Familie (August: Osage County) von Tracy Letts.

Lebenslügen, Drogen, Inzest, und verbale Schlachten: Das sind die Zutaten für Tracy Letts tragikomisches Familiendrama, das unter die Haut geht!

Hochsommer, Osage County, Oklahoma, im mittleren Westen der USA. Violet und ihr Mann Beverly leben alleine in einem einsamen Haus im Nirgendwo. Doch Violet ist inzwischen ein Wrack: krebskrank, tablettensüchtig, cholerisch. Der selbst alkoholabhängige Beverly engagiert eine Pflegekraft für Violet – doch die ist davon alles andere als begeistert. Wenige Tage darauf verschwindet Beverly spurlos, Violet bestellt ihre Familie ein: ihre drei Töchter – Ivy und Karen sowie Barbara mit Mann und Tochter – und ihre Schwester Matti Fae mit Ehemann. Als sich herausstellt, dass Beverly tot ist und Violet nicht mehr alleine im Haus bleiben kann, brechen verdrängte Konflikte auf: Keines der Kinder will die Bitten Violets erhören, die vor nichts mehr Angst hat als der Einsamkeit – und die umso mehr Mittel der Manipulation einsetzt, je aussichtsloser es erscheint, dass eine der Töchter bei ihr bleibt. Was heißt Familie, was Verantwortung? Es entspinnt sich eine Schlacht um Schuldzuweisungen, alte Narben, gekränkte Eitelkeiten und unangenehme Wahrheiten. Alle rechnen mit allen ab.

Nach dem Erfolg von Das Fest folgt mit Eine Familie das nächste große Familien-drama: ein packendes und tragikomisches Ensemblestück über eine Familie im Auflösungszustand, über Bedeutung und Stellenwert von Familie, Verantwortung, Zusammengehörigkeit und Individualität. Tracy Letts’ mit dem Pulitzer-Preis und dem Tony-Award ausgezeichneter Broadway-Hit atmet den Geist von Tennessee Williams, Edward Albee und Anton Tschechow und ist doch einzigartig.

Regie führt Sascha Hawemann, der nach Stationen in Leipzig, Berlin und Hannover erstmals in Dortmund arbeitet. Auf der Bühne können die Zuschauer zahlreiche Ensemblemitglieder in großen Rollen erleben: Andreas Beck, Frank Genser, Marlena Keil, Bettina Lieder, Carlos Lobo, Peer Oscar Musinowski, Julia Schubert, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth und als Gäste Janine Kreß sowie Alexander Xell Dafov. Die Bühne entwirft Wolf Gutjahr, die Kostüme Hildegard Altmeyer.

2013 wurde die Stückvorlage unter dem Titel August: Osage County verfilmt – mit einem Starensemble um Meryl Streep, Julia Roberts, Juliette Lewis, Ewan McGregor und Benedict Cumberbatch.

Premiere: 24. Oktober, 19:30, Schauspielhaus

weiterer Termin: 30. Oktober, 19:30, Schauspielhaus

Galerie Dieter Fischer im depot: Werkschau der WAM-Studenten

Michael Thiele, Kopf und Kreativ-Stratege der TRANSFORMER, leitet den Fachbereich Illustration an der Medienakademie WAM und unterrichtet dort selbst Konzeptionelle Illustration.
In einer Werkschau zeigt eine handverlesene Schar seiner StudentInnen aus dem diesjährigen Abschluss-Semester noch schnell ihre Arbeiten, bevor sie sich aufmachen, die Welt aus den Angeln zu heben. Das Zeug dazu haben sie allemal, davon kann man sich in der Ausstellung überzeugen…
(Malerei, Zeichnung, Collage, Animation, Objekt)

Termin: FR 23.10. bis SO 08.11.2015
Vernissage: FR 23.10. von 19 bis 22 Uhr
Öffnungszeiten Ausstellung: DO 17 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Galerie Dieter Fischer

Montag, 19. Oktober 2015

Schauspiel: "Besessen" hat Freitag Premiere

Szene aus "Besessen" Foto: Hupfeld
Das neue Stück von Horrorspezialist Jörg Buttgereit, "Besessen",  hat am Freitag (23.10.), 20 Uhr, Uraufführung im Schauspielstudio.

Als sich 1973 der Kopf der jungen Schauspielerin Linda Blair teuflisch auf den Rücken dreht, stockt der Welt der Atem: Der Exorzist von William Friedkin und William P. Blatty ist Hollywoods bis dato sensationellster Angriff auf die Herzen und Hirne seiner Zuschauer. Die Geschichte des ultimativen Kampfes Gut gegen Böse, ausgetragen im Körper einer 12-Jährigen, von der ein Dämon Besitz ergreift, gewinnt zwei Oscars und verzückt und verstört Millionen weltweit: Ohnmachts- und Herzanfälle während des Filmes, danach glauben Hunderte von Zuschauern, ebenfalls besessen zu sein. und lassen an sich Exorzismen durchführen. Nicht nur Linda Blair erlangt über Nacht weltweite Aufmerksamkeit, sondern auch das uralte religiöses Ritual der Austreibung des Bösen. Was ist diese Finsternis jenseits von Wissenschaft und Logik, die sich in uns einzunisten droht? Und wie gefährdet ist unsere geistige Gesundheit?

Deutschland, 1984. Als das ZDF den Horrorfilm-Aufklärungs-Ratgeber „Papa, Mama, Zombie“ ausstrahlt, ist es bereits zu spät. Eine neue Technik hat staatliche Schutzmauern gegen „sozial-ethische Desorientierung“ längst unterwandert: Die VHS-Kassette verleiht Filmen eine neue Mobilität. Jenseits von Zensur und Altersfreigaben gibt es nun Terror für alle – direkt für die heimische Couch.

Und heute? Verfilmte Alpträume von Dämonen jeder Art sind inzwischen Bestandteil des kulturellen Mainstreams. Dennoch – eins bleibt: Das Unbehagen vor dem, was da jenseits der Vernunft lauert. Wenn das Unfassbare plötzlich Gestalt annimmt und das Adrenalin Amok läuft: Inspiriert von Der Exorzist lädt Horrorspezialist Jörg Buttgereit (u.a.  Nekromantik“, „NOSFERATU LEBT!“, „GERMAN ANGST“) in seiner neuen Dortmunder Arbeit ins Wohnzimmer von Horrorfan Gerd Friedekind, der mit seinem Freund Marian zu einem schaurigen Videoabend verabredet ist. Doch lässt sich die unfassbare Finsternis so einfach in die Flimmerkiste einsperren? Regie führt Jörg Buttgereit, der auch das Autor des Theaterstücks ist (Mitarbeit: Anne-Kathrin Schulz), Bühne und Kostüme entwirft Susanne Priebs, den Soundtrack arrangiert und komponiert T.D. Finck von Finckenstein, die Special Effects sind von Lucas Pleß, die Dramaturgin ist Anne-Kathrin Schulz. Es spielen: Ekkehard Freye, Björn Gabriel, Uwe Rohbeck und Sarah Sandeh.

Uraufführung am Freitag, 23. Oktober 2015 im Studio, weitere Vorstellungen am 30. Oktober und 11. November.

Ballett: "Nussknacker" als bunte Comic-Welt

Auch eine verkappte Conchita (Dann Wilkinson)
hat im Zweiten Akt ihren Auftritt.
Foto: Bettina Stoess
Das Ballett geht in diesem Herbst auf Nummer Sicher und bringt den Genre-Klassiker schlechthin auf die Bühne – zumal in der Zeit vor und nach Weihnachten: Tschaikowskys „Nussknacker“. Und zwar in einer Version, die Weltstar Benjamin Millepied bereits 2005 entwickelt hat. Dortmund-Premiere war am Sonntag.

Bühnenbild und Kostüme stammen von dem Kinderbuch-Illustrator Paul Cox – und so kommt dieser „Nussknacker“ folgerichtig sehr bunt und comichaft daher. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch kompatibel für die ganze Familie, auch wenn diese Version nicht mehr viel mit der typischen geheimnisvollen und leicht gruseligen Grundatmosphäre in der literarischen Originalvorlage von E.T.A Hoffmann aus den Serapionsbrüdern gemeinsam hat („Nussknacker und Mäusekönig“). Macht nichts – als Zuschauer hat man an diesem Ballettabend auch abseits des Tanzes viel zu gucken, egal ob es ein auf dem Kopf stehendes Haus oder der Nussknacker mit Froschgesicht ist (das passt, schließlich verwandelt sich der Nussknacker wie der Froschkönig in einen Prinzen).

Abwechslungsreicher und ansprechender ist der erste Akt mit dem Weihnachtsfest in Claras Familie. Hier glänzt nicht nur die Compagnie mit gut einstudierten Bewegungsabläufen, die das ganze Gewusel nicht – wie bei der Uraufführung im 19. Jahrhundert – zum Chaos werden lassen, auch streuen Millepied und Cox hier in tänzerischer und bühnenbildnerischer Hinsicht viele kleine lustige und überraschende Ideen ein, wie das Alphorn, das Drosselmeier aus einem kleinen Hut zaubert. Der zweite Akt dagegen im Traumreich der Zuckerfee ist etwas statisch geraten, was auch an der Vorlage liegt. Clara (Sarah Falk) und ihr verwandelter Nussknacker-Froschkönig-Prinz (Alysson da Rocha Alves) sitzen fast die ganze Zeit auf einer mit allerlei Kuchen und Süßigkeiten vollgestellten Bühne und verfolgen die (Volks-)Tänze, die ihnen geboten werden.

Millepieds „Nussknacker“, der in großer Besetzung plus Kinderchor der Chorakademie daherkommt, bietet ein hervorragendes Ziel, um sich mit der ganzen Familie vor Weihnachten ein wenig in Stimmung zu bringen und eine zweistündige Auszeit vom üblichen Stress in dieser Jahreszeit zu nehmen. Echte Tanzfreaks dagegen dürften mehr Spaß an Abenden wie zuletzt zum Beispiel „Drei Streifen: Tanz“ haben.

Andreas Schröter


Sonntag, 18. Oktober 2015

Sissikingkong: Carsten Wunn liest aus "Kniesel und ich - ein Pelztierroman”

Carsten Wunn
Mit “Kniesel und ich - ein Pelztierroman” hat Carsten Wunn eine herrlich abgedrehte, skurrile Geschichte über eine Katze/Mensch-WG geschrieben. Er stellt sie am Donnerstag (22.10.) um 20 Uhr im Sissikingkong an der Landwehrstraße 17 vor.

“Kniesel und ich” ist absolut (nun ja) realistisch, wie's eben so geht, wenn eines Tages eine sprechende Katze vor der Tür steht und einziehen will. Die beiden erleben die unglaublichsten und witzigsten Abenteuer. Und es ist gut, dass Kniesel, die Katze, mehr als nur sprechen kann.
Carsten Wunn wurde 1967 in Meerbusch-Büderich geboren und wuchs in Korbach, der Metropole des Landkreises Waldeck-Frankenberg, sowie in Hannover auf. Er studierte Sozialarbeit in Heidelberg und veröffentlichte Kurzgeschichten in Zeitschriften und im Internet. Mit dem von ihm in seinem ersten Roman “Kniesel und ich” beschriebenen Pelztier ist er weder verwandt noch verschwägert, so aber doch persönlich bekannt. Trotzdem und zum Glück ist sein Buch jedoch keinesfalls autobiographisch.

Depot: Ausstellungsperformance "50 Menschen"

In der Halle im Depot an der Immermannstraße ist am 31. Oktober, 20.30 Uhr bis 22.30 Uhr, eine Ausstellungs-Performance unter dem Titel "50 MENSCHEN - Du bist ein Kunstwerk" zu sehen.

Der Regisseur Rolf Dennemann gestaltet mit artscenico e.V. einen Ist-Zustand, den Blick auf andere und deren Blick auf uns. Die Bewusstmachung des temporären Seins ist ein ebenso banales wie klares Ziel des Projektes.


Die „Menschen-Exponate“ lassen sich in Rundgängen wie in einer Ausstellung betrachten. Minimale, synchrone oder solistische Orts- und Haltungswechsel vermitteln ein Bild von "Ver-rückungen". Lichtwechsel ändern die Atmosphäre. Doch das Spiel geht noch weiter…

Blicke, kleine Bewegung, die Haltung der Hand, Gesichter, Kleidung, Gegenstände, Licht, Ton, Atmen, Ruhe, Konzentration, Entspannung, sitzen, stehen, liegen.

Artscenico zeigt, leicht ironisch, aber dennoch mit ernstem Hintergrund, welche Möglichkeiten es gäbe, Ausstellungen anders zu gestalten und Bevölkerung, um die es geht, miteinzubeziehen. Hier kommt besonders das Zusammenspiel von gelebter Realität, hergestellter Kunst und Präsentationsraum in verschiedenen sozialen Umfeldern ins Spiel. Wann ist wer und wo noch authentisch?

Künstlerische Leitung: Rolf Dennemann
www.artscenico.de

Samstag, 31. Oktober um 20.30 Uhr
und Sonntag, 1. November um 18.00 Uhr in der Halle

Eintritt 10,00 € / erm. 7,00 €

Samstag, 17. Oktober 2015

Kino sweetSixteen setzt seine Reihe "Flucht - Damals und Heute" fort

In der Reihe "Flucht - Damals und Heute" zeigt das Kino sweetSixteen im Depot an der Immermannstraße am Montag (26.10.), 19 Uhr, den Film "Neuland".

Seit dem Frühling 2015 widmen sich das Multikulturelle Forum und das sweetSixteen-Kino dem Thema Flucht / Migration & Vertreibung mit einer eigenen Filmreihe: Flucht – Damals und Heute. Mit Neuland zeigen die Veranstalter eine mehrfach preisgekrönte und sehr einfühlsame Dokumentation über persönliche Schicksale junger Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenländern, die im Klassenzimmer eines Schweizer Lehrers zusammenkommen und einen Neuanfang wagen.

Regisseurin Anna Thommen (“Ein Stück Wahnsinn”) verknüpft in ihrer Dokumentation auf einfühlsame Weise die persönlichen Schicksale junger Menschen, die im Klassenzimmer von Herrn Zingg zusammen kommen. Dabei konfrontiert sie den Zuschauer auch mit seinen eigenen Vorurteilen, um sie dann schnell aufzulösen. Thommens Film wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. als bester Dokumentarfilm beim First Steps Award Berlin und beim Zürich Filmfestival oder mit dem Publikumspreis beim Berner Filmpreis 2013.

Christian Zingg ist Lehrer in Basel. In seiner Klasse sitzen junge Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenländern, die er in zwei Jahren auf das Leben in einem fremden Land vorbereiten soll: Sprache, Landeskunde und Kulturgeschichte. Doch eigentlich geht es darum, traumatisierten Jugendlichen auf ihrem Weg in ein besseres Leben zu begleiten – z.B. Ehsanullah, der mit einem Schlauchboot das Meer und zu Fuß das Gebirge überquerte. Oder die albanischen Geschwister Naslije und Ismail, die aus schwierigen Familienverhältnissen entflohen sind. (kino.de)

Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten jedoch um Spenden, da es keine Sponsoren für diese Veranstaltung gibt.

Chansonabend im KJT: „Paul & Manon“

Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund zeigt an zwei Terminen ein musikalisches Gastspiel: „Paul & Manon“ mit Désirée von Delft und Peter Sturm. Der Abend mit bekannten Chansons ist am Samstag, 24. Oktober, um 20 Uhr, und Sonntag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Theatercafé in der Sckellstraße zu sehen. Désirée von Delft und Peter Sturm erzählen die Geschichte des Vagabunden Paul, der gerade schnatternd aus Griechenland zurückgekehrt ist und Unterschlupf in der Marionettenkneipe seines alten Busenfreundes Mario sucht. Doch der scheint ausgeflogen. In seiner Mitteilungsnot spricht, singt und spielt Paul mit den herumhängenden Marionetten, doch sämtliche Künste, die er sonst auf Jahrmärkten feilbietet – Bauchrede, Puppenspiel, Pantomime, verschiedene Instrumente bedienen – greifen nicht. Es bleiben Einsamkeit und abgrundtief leere Taschen. Bis Paul die singende Marionette Mademoiselle Manon entdeckt… Karten für 12,- Euro (8,- Euro ermäßigt) gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

Freitag, 16. Oktober 2015

Schauspiel stellt Spielplan und neue Spielstätte "Megastore" vor

Das Schauspiel Dortmund erhält
 für die Zeit des Werkstattumbaus
 eine Außenspielstätte: den ehemaligen
 BVB-Megastore in Dortmund-Hörde.

Bild: Kay Voges
Das Schauspiel Dortmund hat seinen kompletten Spielplan für die Saison 2015/16 veröffentlicht und die neue Spielstätte "MEGASTORE" vorgestellt. Die letzte Vorstellung im Schauspielhaus ist Ende Januar 2016.

Einige Produktionen waren bis zur Zusage der Ausweichspielstätte im MEGASTORE in Dortmund-Hörde im Juni 2015 noch unsicher. Nach dem Zuschlag konnte das Schauspiel Dortmund die Planung weiterführen und präsentiert nun acht neue Premieren für die beiden Hallen im MEGASTORE sowie für das Studio am Hiltropwall.

Acht neue Premieren im Spielplan

Die letzte Vorstellung im Schauspielhaus wird Ende Januar 2016 stattfinden, bereits am 11. Dezember kommt die erste Premiere im MEGASTORE heraus: "Das schweigende Mädchen" von Literaturnobelpreis-Trägerin Elfriede Jelinek, inszeniert von Michael Simon. Ab Februar 2016 folgen im MEGASTORE das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Stück "Geächtet (Disgraced)" in Regie von Kay Voges, die Uraufführung "Die Liebe in Zeiten der Glasfaser - Ein Stück Skype von Ed Hauswirth", die Uraufführung "Die Borderline Prozession" sowie "Das Bildnis des Dorian Gray" nach Oscar Wilde, dem neuesten Stück des Dortmunder Sprechchors.

Studio bis Sommer 2016 in Betrieb

Das Studio am Hiltropwall wird bis Sommer 2016 in Betrieb bleiben - für alle Repertoire-Vorstellungen sowie vier neue Premieren: "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew (Regie: Katrin Lindner), der neue Live-Film von Klaus Gehre "RAMBO plusminus ZEMENT" (nach Heiner Müller und Sylvester Stallone), das neueste Stück des Jugendclubs "Die Theaterpartisanen" und die Uraufführung "Der goldene Schnitt - Ein Fest rund um die Vorhaut" von Tuğsal Moğul.

Ab Februar 2016 ziehen auch die Büroräume des Schauspiel Dortmund um in den MEGASTORE.

Viele weitere Programmhöhepunkte

Auf dem Spielplan 2015/2016 stehen viele weitere Specials: Ab 6. November 2015 steht im Schauspielhaus "DIE POPULISTEN" - Eine PR-Agentur für die Zivilgesellschaft von Peng! Collective auf dem Programm.

Vom 6. bis 8. November 2015 heißt es im ganzen Schauspielhaus: Mobilize! Theater trifft Aktion - neue Bühnen der Subversion.

Die Blackbox Diskussionsreihe zu Flucht, Einwanderung und rechtem Terror findet statt ab ab 6. November 2015 im Institut und mit "Szene Istanbul" sind ab Februar 2016 Gastspiele aus Istanbul im Studio zu sehen.

Die Konferenz des medienwerk.nrw am 14. und 15. November 2015 im Institut steht unter dem Motto "Every Step You Take" - Kunst und Gesellschaft im Datenzeitalter.

Das Schauspiel Dortmund erhält für die Zeit des Werkstattumbaus eine Außenspielstätte. Der Rat der Stadt Dortmund hat in der Sitzung vom 25. Juni die Finanzierung der Mehrkosten für die Außenspielstätte genehmigt. Nach Prüfung verschiedener Vorschläge ist nun mit dem ehemaligen BVB-Megastore in Dortmund-Hörde eine Spielstätte mit sehr flexiblen Nutzungsmöglichkeiten gefunden worden. Das Schauspiel Dortmund hatte den Ort vorgeschlagen. Die letzte Vorstellung im Schauspielhaus ist am 31. Januar 2016. Zuvor wird der Megastore am 11. Dezember 2015 feierlich eröffnet.

Ballett: "Der Nussknacker" hat Sonntag Premiere

Benjamin Millepieds "Der Nussknacker" hat Sonntag (18.10.), 18 Uhr, Premiere im Opernhaus. Die Einführung beginnt bereits um 17.15 Uhr.

Weihnachten. Clara bekommt von ihrem Patenonkel einen Nussknacker geschenkt. Nach dem Fest schläft sie ein und träumt: Eine Schlacht muss der Nussknacker gemeinsam mit Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs ausfechten. Natürlich eilt ihm Clara zu Hilfe, und siehe da – die Holzfigur ist in Wahrheit ein Prinz! Mit ihm zusammen gelangt das Mädchen, von einem Wirbel singender Schneeflocken getragen, schlussendlich ins Reich der Zuckerfee…

Als skurril-surreales Märchen hat E.T.A. Hoffmann 1816 die Geschichte ersonnen. Alexandre Dumas (Die drei Musketiere) hat sie für die Bühne bearbeitet. In dieser Version lernte sie Tschaikowsky kennen. Nach der französischen Vorlage schuf er sein be- wie verzauberndes Ballett, das 1892, ein Jahr vor dem plötzlichen Tod des Komponisten, am Mariinski-Theater in der Choreographie von Marius Petipa seine Uraufführung erlebte.

Benjamin Millepied schuf 2005 seine hinreißende Inszenierung dieses Ballettklassikers. Gemeinsam mit dem Designer Paul Cox lässt der heutige Ballettdirektor der Pariser Oper und Ehemann von Natalie Portman (Black Swan) die phantastische Welt des Märchens auf der Bühne entstehen. Millepieds atemberaubende Tanzsprache verwischt die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit: „Überall funkelnde Weihnachtswälder, durchsichtige Marzipanschlösser, kurz, die allerherrlichsten wunderbarsten Dinge kann man erblicken“, so hat es E.T.A. Hoffmann allen großen und kleinen Träumern versprochen,„wenn man dafür ein Auge hat…“

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Theater im Depot präsentiert Jörg-Schultze-Neuhoff-Special

Szene aus "Götz"
Das Theater im Depot präsentiert ein Jörg-Schultze-Neuhoff-Special! Am 23.10. und 24.10. zeigt das Theater im ehemaligen Straßenbahndepot gleich zwei beeindruckende Solo-Stücke unter der Regie von Stefan Meißner: „Der Bau – Nach der Erzählung von Franz Kafka“ und „GÖTZ - Nach J.W. von Goethe“. Beide Stücke nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Seelen und Leben der Protagonisten, jeder ein Individuum das aneckt mit seiner Umwelt und irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.

In ihrer ersten gemeinsamen Produktion Kafka//Der Bau, mit der sie im ROTTSTR5 Theater! debütierten und drei Jahre durch die Spielstätten zogen, machten sich Stefan Meißner und Jörg Schulze-Neuhoff aus Bielefeld daran, mit wenigsten Mitteln die relativ unbekannte, unvollendete letzte Erzählung Kafkas auf die Bühne zu bringen. Unbeirrt von dem, was es an Interpretationen gab und ebenso unbeeindruckt von dem, was und wie andere Theater inszenieren. Dabei entstand ein Solostück, in dem tiefe Einblicke in die Seele einer gequälten Kreatur sichtbar und spürbar wurden.

Jörg Schulze-Neuhoff nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, mit in die Tiefen seines Baus. Klar geht es dabei „kafkaesk“ zu, bisweilen absurd. Doch die Erzählung, die in den 1920er Jahren entstand, führt zur Identifikation mit dem Hier und Jetzt, führt zum self-monitoring und zur digitalen Gesellschaft. Was bleibt ist ein mulmiges Gefühl. Doch keine Angst: Bisher ist noch jeder Zuschauer aus dem Bau zurückgekehrt.

„Jörg Schulze-Neuhoff führt den Zuschauer tief in die albtraumartige Gedankenwelt Kafkas“ –Theater Pur

„Zwei Sätze genügen, um sich in den einzigen Darsteller der Inszenierung zu verlieben.“ – Hildesheimer Allgemeine Zeitung

„90 Minuten Gänsehaut.“–Die Glocke

GÖTZ, frei nach Goethes „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“, ist die zweite Eigenproduktion der Beiden. Ein Mann auf der Bühne allein - die eiserne Hand zur Faust geballt. Der Originaltext steht in einer modernen Inszenierung. Zeitlos und zeitgemäß? Götz ist Mittelalter. Götz ist Faust- und Fehderecht. Naturrecht und Treue. Götz ist Rebell und Reaktionär. Ein Reichs- und Raubritter. Götz ist Postmoderne. Und Götz ist soviel mehr als sein schwäbischer Wutbürgergruß.

Wie in Kafka//Der Bau, geht es in ihrer Version des GÖTZ darum, den Konflikt des Protagonisten in seiner Welt, dessen Ideale, seinen Kampf und sein Scheitern darzustellen. Freiheit! Die restliche Interpretation obliegt dem mündigen Publikum.

Dieses Werk zu einem Solostück zu verarbeiten und somit ins Kleine zu übertragen ist eine Herausforderung. Dabei kann naturgemäß der Anspruch weder darin bestehen, möglichst viel der literarischen Vorlage zu präsentieren noch etwa der, mit erhobenem gesellschafts-politischen Zeigefinger waghalsige Parallelen zwischen Gestern und Heute zu ziehen. Meißner und Schulze-Neuhoff bleiben ihrem Konzept jedoch treu, große Literatur gerade auch für Nicht-Theatergänger anschaulich und spannend zu machen.

Entstanden ist das lebendige Porträt einer polarisierenden Person seiner Zeit – wie Goethe es gemeint haben könnte – 90 Minuten zeitgemäßen Theaters mit starken Bildern und starken Texten.

Informationen unter: www.götz-theater.com

„… Diese Inszenierung ist nicht Drama, sondern Leben, wirres, buntes und wechselvolles, sprühendes Leben,…durchdachte One-Man–Show…“ U. Meyer, Neue Westfälische

„Der brillante Jörg Schulze Neuhoff verhilft seiner Figur zu atemberaubender Präsenz.“ K. Flau, Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Weit weg von klassischen Inszenierungen haben Schulze-Neuhoff und Regisseur Stefan Meißner ein Stück geschaffen, das fesselt […]Schulze-Neuhoff […] besticht das Publikum durch Wandlungsfähigkeit und Intensität.
WESTFALEN-BLATT

Mayersche: Musikcafé mit GMD Gabriel Feltz und Solo-Trompeter Balázs Tóth

Informativ und unterhaltsam spricht der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz im MUSIKCAFÉ am Montag (19.10.), 17.30 Uhr, in der Mayerschen Buchhandlung mit verschiedenen Gästen über seine Konzertprogramme sowie über musikalische und persönliche Hintergründe. In der 2. Veranstaltung in dieser Spielzeit unterhält er sich mit dem Solo-Trompeter der Dortmunder Philharmoniker Balázs Tóth. Gustav Mahlers 2. Sinfonie, die an den folgenden beiden Abenden zur Aufführung kommt, stellt hohe Ansprüche an die Musiker, vor allem aber an das hohe Blech. Außerdem wird Tóth im 5. Philharmonischen Konzert im Januar auch als Solist zu hören sein.

Im Anschluss an jedes Musikcafé sind alle Besucher herzlich eingeladen, den ersten Teil der Orchesterprobe zum Philharmonischen Konzert im Konzerthaus zu besuchen. Der Eintritt hierzu ist frei.
………………..
Termin:
19.10.2015, Mayersche Buchhandlung, Westenhellweg Dortmund, 17.30 Uhr, anschließend gemeinsamer Probenbesuch möglich (1. Probenhälfte)

Weitere Termine:
22.02.2016
18.04.2016
04.07.2016
(jeweils 17.30 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

„Hate Poetry“ am Schauspiel

Hassmails haben Hochkonjunktur. Die „Hate Poetry“ am Samstag, 14. November, um 20 Uhr im Schauspiel Dortmund macht sie öffentlich. Bekannte Journalistinnen und Journalisten lesen aus Hassmails und aus den derbsten, vulgärsten und dümmsten Leserbriefen, die sie bekommen haben. Am Ende der großen Show mit Mely Kiyak, Özlem Topçu, Mohamed Amjahid, Ebru Taşdemir und anderen dürfen die Zuschauer abstimmen, wer den besten Hassbrief bekommen und vorgetragen hat. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Türkischen Filmfest Ruhr statt. Karten für 12,50 Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222.

Bundeskonferenz Jazz: domicil und Evinger Schloss erhalten Programmpreis

Hans Schreiber vom Archiv für populäre Musik
im Evinger Schloss freut sich über den
 Spielstätten-Programmpreis "applaus" der Bundeskonferenz Jazz.
 Foto: Schröter
Die Veranstaltungshäuser domicil und Evinger Schloss gehören zu den diesjährigen Preisträgern des Spielstätten-Programmpreises "Applaus". Die Bundeskonferenz Jazz zeichnete in diesem Jahr bundesweit 36 Clubs und 28 Veranstaltungsreihen mit dem Förderpreis aus.

Der Bund fördert die Preisträger mit insgesamt 905.000 Euro. Neun Preisträger kommen aus NRW, zwei davon aus der Metropole Ruhr.

"Applaus" wird organisiert durch die Initiative Musik zusammen mit der Bundeskonferenz Jazz und der LiveKomm. Der Preis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, die kulturelle Leistung der kleinen Spielstätten des Jazz, Rock und Pop zu würdigen und zu fördern.

Dienstag, 13. Oktober 2015

The Autumn Sense im Salon Fink

The Autumn Sense spielt am  am Samstag (17.10.) ab 20.30 Uhr im Salon Fink am Nordmarkt. Atmosphärischer Indierock, vielseitig und abwechslungsreich, schräg, dreckig, schön, anders.

Für Fabian, Frank, Ingo und Olaf aus Dortmund und Unna funktioniert anspruchsvolle Musik auch ohne großes Tamtam und Star-Allüren - dafür aber mit Sinn für Melodie- und Klanggebilde....

Vintage Sounds, abgeranzte Gitarren, Schlagzeuggewitter, roh und fragil zugleich.

Rock, Folk, Singer/Songwriter, in-the-face, ein bisschen Melancholie – irgendwo dazwischen findet ihr uns. Ist wohl am einfachsten, das Ganze Indierock zu nennen. Ihr wisst schon…

Autumn Sense: Diese Band steht vor allen Dingen für Abwechslungsreichtum. Die Songs der 4 Jungs aus Dortmund und Unna sind gespickt mit Anleihen aus Folk, Post, Indie und Punk, frei nach musikalischen Vorbildern von Radiohead über The White Stripes bis Death Cab For Cutie. Und auch live versteht die Band dies umzusetzen und bringt ein Programm auf die Bühne, das mal leise, melancholisch und nachdenklich, mal laut, ausartend, schräg und dreckig ist. Für jeden etwas dabei. Seit 2013 machen Frank, Olaf, Ingo und Fabian zusammen unter dem Namen Autumn Sense Musik und spielen seitdem regelmäßig in verschiedenen Clubs und Bars in Dortmund und Umgebung.

Neue „Heiner Müller Factory“

Uwe Schmieder auf dem Dach des
Schauspielhauses
Das Schauspiel Dortmund lädt zur achten „Heiner Müller Factory“ in diesem Jahr ein. Diesmal geht es um Müllers assoziativen Text „Mommsens Block“. Die Veranstaltung findet am kommenden Freitag, 16. Oktober, um 22 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund statt. Nach einer Lesung des Textes analysiert das Team live und gemeinsam mit dem Publikum Zeile für Zeile. Neben Uwe Schmieder sind diesmal auch Chefdramaturg Michael Eickhoff, Regieassistentin Wiebke Rüter und Schauspielkollege Björn Gabriel mit dabei. Karten für die "Heiner Müller Factory" sind für 5,- € an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de erhältlich.

Montag, 12. Oktober 2015

2. Philharmonisches Konzert: GMD Feltz dirigiert Mahlers Auferstehungssinfonie

Die Sopranistin Chen Reiss
 (c) Paul_Marc_Mitchell
60 Streicher, 46 Bläser, 9 Schlagzeuger, 2 Harfen und Orgel, 2 Solistinnen sowie der Tschechische Philharmonische Chor Brno stehen beim 2. PHILHARMONISCHEN KONZERT „gott_selig“ neben Generalmusikdirektor Gabriel Feltz am 20. und 21. Oktober auf der Bühne des Dortmunder Konzerthauses – die Besetzung für Gustav Mahlers 2. Sinfonie c-Moll, die „Auferstehungssinfonie“.

„Die 2. Sinfonie von Mahler vereint religiöse Aspekte des Auferstehungsgedankens mit ‚dem Tod eines geliebten Menschen’, das war Mahlers Kommentar zum 1. Satz, der ursprünglich als sinfonische Dichtung mit dem Titel ‚Todtenfeier’ einzeln erscheinen sollte, und berührt damit zentrale Fragen unsere thematischen Ausrichtung für diese Saison“, erklärt GMD Feltz die Werkauswahl des 2. Philharmonischen Konzerts „gott_selig“. Hierfür hat er sich seine persönliche Wunschbesetzung nach Dortmund eingeladen. Schon bei seinem Stuttgarter Mahler-Zyklus arbeitete er bei dieser Sinfonie mit Chen Reiss (Sopran) und Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran) zusammen. Auch mit dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (Brünn), der in der Chorlandschaft seinesgleichen sucht, verbindet den Dortmunder GMD eine lange und herzliche Zusammenarbeit.

„König der Revolutionäre“ wurde Gustav Mahler von seinem Kollegen Johannes Brahms genannt, nachdem der dessen 2. Sinfonie gehört hatte. Und wirklich sprengt Mahler mit diesem Werk, das später „Auferstehungssinfonie“ genannt wurde, viele Konventionen. Nach Beethovens 9. Sinfonie ist sie geradezu ein Befreiungsschlag. Keiner hatte es seither gewagt, Sinfonie und Chor wieder so zu vereinen – bis Gustav Mahler es dann tat. Auch wenn die Sinfonie bei der Uraufführung 1895 bei der Kritik durchfiel, auf das Publikum hatte und hat das Werk eine unglaublich emotionale Wirkung und es feiert Komponist und Schöpfung – bis heute ist die „Auferstehungssinfonie“ Mahlers wahrscheinlich beliebteste. Inhaltlich führt der Komponist den Hörer von den Klängen der „Dies Irae“-Sequenz der Totenmesse bis hin zum erlösenden Chorfinale im fünften Satz: „Aufersteh‘n, ja aufersteh’n wirst du, mein Herz, in einem Nu! Was du geschlagen, zu Gott wird es dich tragen!“
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Termine: 20. + 21.10.2015, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund, 19.15 Uhr
Einführung mit GMD Feltz
Kartenbestellung: 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de
Weitere Infos: www.doklassik.de

Vorab: 19.10.2015, 17.30 Uhr, Musikcafé mit GMD Feltz, Mayersche
Buchhandlung, Dortmund