Montag, 31. August 2015

Cabaret Queue: Peter Vollmer zeigt sein neues Programm

Die zweite Folge seines Programms "Frauen verblühen – Männer verduften" präsentiert Peter Vollmer am Freitag (4.9.) 20 Uhr, im Cabaret Queue an der Hermannstraße 74 in Hörde.

Viele Männer verduften, aber einer kommt – zum Glück! – immer wieder zurück. Diesmal mit der lang ersehnten Fortsetzung seines Erfolgsprogramms. Bei einem Mann in der Lebensmitte besteht allerdings weiterhin akute Fluchtgefahr. Er hat Altersgenossen wie Brad Pitt, Til Schweiger und Henry Maske vor Augen – also quält er sich im Hamsterrad der Fitnessmühle.

Samstag, 04.09.15, 20 Uhr und

VVK: € 21,-/19,-/17,-

AK: € 23,-/21,-/19,-

Beginn: 20:00 Uhr

Karten Info: 0231 41 31 46, www.cabaretqueue.de

Evinger Schloss: Improvisierte Musik mit Jörgensmann und Koltermann

Theo Jörgensmann und Eckard Koltermann.
In der Reihe "Improvisierte Musik / Musikszene Ruhrgebiet" steht das nächste Konzert im Evinger Schloss am Nollendorfplatz an - am Freitag (4.9.), 20 Uhr mit Theo Jörgensmann und Eckard Koltermann.

Das Klarinettenduo entstand aus der intensiven Zusammenarbeit der beiden Musiker und Komponisten Koltermann und Jörgensmann in verschiedenen Ensembles seit Anfang der 80er Jahre. Beide waren Gründungsmitglieder in Georg Gräwes Grubenklangorchester, gründeten 1984 das Klarinettenquartett CL-4 und spielten dreizehn Jahre gemeinsam in Willem van Manens 14-köpfiger Contraband in den Niederlanden.

Unter dem Namen German Clarinet Duo gastierten Koltermann und Jörgensmann auf vielen internationalen Festivals wie Nürnberg, Krakau, Konstanz etc. Ihre zahlreichen Konzerte führten sie an illustre Orte wie die Alte Oper Frankfurt sowie zu etlichen Rundfunkmitschnitten.
Das Duo gehört sicher zu den interessantesten Erscheinungen der deutschen Jazz- und Improvisationsszene, da sich hier zwei geistesverwandte Klarinettenvirtuosen gefunden haben, deren Musik die Eigenheiten des jeweils anderen herausstellt und im gleichen Augenblick die Kommunikation sucht und findet. Der avantgardistische Aspekt , musikalische Zeit in Intensitätszonen zu gliedern und die damit verbundene Gestaltung des musikalischen Raums sind ein wichtiges Merkmal ihrer Improvisationen. Auf der Basis einer jazzoiden Zeitempfindung entsteht eine expressive Kammermusik, in der Elemente zeitgenössischer europäischer Komposition und Improvisation gleichberechtigt miteinander verbunden werden.

Datum: 4.9.2015
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15.00 €
Reihe: Improvisierte Musik / Musikszene Ruhrgebiet

Theo Jörgensmann –B-Klarinette
Eckard Koltermann - Bassklarinette

Sonntag, 30. August 2015

Sissikingkong: Ekamina wird 15

Die Queen und der Schwede
Der elektrische Kamin feiert am Donnerstag (3.9.), 20 Uhr, im Sissikingkong an der Landwehrstraße 17  Geburtstag. Seinen fünfzenhten. 

Gebucht wurden, dem freudigen Ereignis angemessen, lokale Hochkaräte, nämlich 'Die Queen und Der Schwede', die nun ihrerseits laden. Zu ihrer Lesung, die garantiert mehr ist als das reine Vortragen selbstverfasster Prosa und Lyrik.

Hinter 'Die Queen und Der Schwede' verbergen sich zwei in der Dortmunder Szene sehr bekannte reale Personen. Wenn sie gemeinsam auftreten, inszenieren sie Texte lesen, die auf gemeinsamer WG-Erfahrung basieren. Wir dürfen uns auf einen Abend freuen, der gekonnt zwischen geistreich unterhaltsam, lakonisch, abgründig und trashig pendelt. Garantiert werden formal und inhaltlich Kapriolen geschlagen, die man in dieser Form so nicht serviert bekommen hat.

Wer die beiden kennt, der weiß das. Wer sie nicht kennt, sollte auf gar keinen Fall die Chance verpassen, das möglichst schnell nachzuholen.

Zur Einstimmung hier ein kleiner Dialog im O-Text:

„Schwede!“, brüllt die Queen begeistert. „Schwede, es gibt eine Party!“
„Hmpf“, macht der Schwede. „Ne Party gibt es dauernd. Nur dass wir sind im allgemeinen nicht eingeladen sind, wie du sehr wohl weißt.“
„Bitte?“, sagt die Queen so hoheitsvoll, dass sich augenblicklich eine Krone auf ihrem Kopf materialisiert.

Der Schwede schüttelt sanft den Kopf. „Ich weiß. Du bist die Queen- wer könnte DICH nicht dabei haben wollen, aber...“, er hebt einen Zeigefinger, bevor die Queen ihn unterbrechen kann, „aber- bedenke bitte, dass du immer rotzenvoll mit einem halbnackten Schweden und einem Einhorn aufkreuzt. Du stolperst über deine eigenen Füße, irgendwer verliert ein Auge, irgendetwas geht zu Bruch, das Einhorn tanzt auf dem Tisch, verspürt plötzlich Hunger auf Hände und ich- na ja- du kennst mich ja.“
Grinsend legt die Queen die Fingerspitzen aneinander, schließt kurz die Augen, öffnet sie wieder und wackelt mit den Ohren.
„Wie auch immer, Schwede. Die wollen uns wirklich dabei haben. Dem Graf sein Kamin hat nämlich Geburtstag und der mag uns wirklich. Sogar Hornst darf kommen- der Kamin findet Einhörner ganz toll und es gibt eh keinen Tisch zum drauf tanzen, alles wird gut verpackt und gesichert und du... Na ja- die wissen schon, was sie tun. Es wird Torte geben und Luftschlangen und Schokolade im Hinterzimmer und dann noch Partyhütchen und Feuerwerk. Wir müssen nur ein wenig aus unserem Leben erzählen. Bist du dabei?“
Der Schwede lehnt sich zurück, furzt ein kleines Lied der Vorfreude und zieht mit einer einzigen Handbewegung die Hose aus. „Oh ja, Queen. Ich bin dabei!“

Kunstverein: Ausstellung "Coming in Pieces" mit Werken von Angelika Loderer

Beim Dortmunder Kunstverein, Park der Partnerstädte 2, eröffnet am Freitag (11.9.), 19 Uhr, die Ausstellung "Coming in Pieces" mit Werken von Angelika Loderer.

Durch den spielerischen Umgang mit heterogenen Materialien und die ungewöhnliche Anwendung klassischer Bildhauertechniken schafft Angelika Loderer (*1984 in Feldbach (AT), lebt und arbeitet in Wien) Skulpturen, die sowohl ihren prozesshaften Charakter offenbaren als auch neuartige Spannungsverhältnisse von Oberflächen und Materialität, Schwerkraft und Leichtigkeit, Fragilität und Robustheit generieren.

Für ihre Ausstellung im Dortmunder Kunstverein hat Angelika Loderer unter anderem eine Serie entwickelt, die sich auf das Objekt des Aquariums formal sowie historisch bezieht. Dieses diente im 19. Jahrhundert als Dekor für Interieurs sowie dem Aufbau individueller Miniatur- und Phantasiewelten. WieFollies, die in der Landschaftsarchitektur sowie Gartenkunst exzentrische Bauwerke bezeichnen, die keine andere Funktion haben, als die Landschaft zu animieren und die Fantasie anzuregen, reagieren Loderers Objekte auf den kapselartigen Charakter des Kunstvereins. Sie verleihen ihm eine gewisse Absurdität und zeigen einen humorvollen Umgang mit seiner konstruktivistischen, klaren Architektur aus Metall und Glas.

Samstag, 29. August 2015

Roxy-Kino: D.J.A.N.G.O ist das Format für die Dortmunder Jazz-Avantgarde

Premiere der FreeImproSession
 im Roxy-Foyer. Rechts am Bass: Django Kroll (†)
D.J.A.N.G.O. ist der neue Name eines alten Formats im Roxy-Kino an der Münsterstraße.

Der Name der Reihe ersetzt den seit 18 Abenden bekannten Begriff der FreeImproSession und erinnert an den vor kurzem verstorbenen Bassisten und Kuratoren dieser Reihe Django Kroll. Die Sessionabende finden im Foyer des Roxy Kinos statt, der nächste Termin ist der 15. September 2015.

Das bekannte Konzept der Veranstaltung bleibt erhalten, so dass wir uns auf folgende Gäste freuen: MOO LOHKENN (Stimme), ERIC RICHARDS (Bass) und MICHAEL PETERS (Schlagzeug).

Beginn der Veranstaltung ist 22.00 Uhr, der Eintritt ist wie immer frei!

RuhrHOCHdeutsch: Christoph Sieber zeigt sein neues Programm

Christoph Sieber zeigt im
Spiegelzelt die Premiere seines
neuen Programms
"Hoffnungslos optimistisch"
Hier kommt das Programm von RuhrHOCHdeutsch im Spiegelzelt an der B1 in der kommenden Woche: 
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Dienstag, 01.09.2015 20 Uhr 22 €
Christoph Sieber Premiere

"Christoph Sieber ist die Stimme des jungen Kabaretts.“ So die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises bei der Verleihung im Februar 2015.

Der gebürtige Schwabe präsentiert mit "Hoffnungslos optimistisch"“ sein fünftes Soloprogramm und führt vor, wie Kabarett heute begeistern kann.

Mit großer Leidenschaft und einer gehörigen Portionden Zuschauer in die Verantwortung zu nehmen.
Er fokussiert sich dabei längst nicht mehr auf die Marionetten des Berliner Puppentheaters, sondern viel mehr auf die Strippenzieher und Lobbyisten im Hintergrund.
Siebers Texte sind gereift und man spürt in jederauszudrücken: Wir sind unglücklich, weil wir nicht wissen, dass wir glücklich sind.
Durch seine einzigartige Bandbreite von stilistischen und inhaltlichen Finessen gelingt es ihm mühelos, das Publikum mitzureißen und immer wieder zu überraschen.
Der sympathische Kabarettist bietet unter dem verheißungsvollen Titel "Hoffnungslos optimistisch"“ erneut einen kabarettistischen Rundumschlag der Extraklasse.
"Der Mann, der so aberwitzig zwischen scharfsinniger, pessimistischer Situationsdiagnostik auf der einen Seite und grandios komischer Unterhaltung auf der anderen jongliert, ist Christoph Sieber."
(Süddeutsche Zeitung)

"Der Galgenhumorist Christoph Sieber folgt in seinen Programmen den Spuren großer Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt und Georg Schramm.“
(Frankfurter Rundschau)

Weitere Infos unter: www.christoph-sieber.de
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Mittwoch, 20 Uhr 22 €
Horst Schroth "NULLFEHLER – Lehrer Laux. Das Comeback!“

1994 erschien er zum ersten Mal auf der Bühne,Jahren ist Lehrer Laux wieder da. Das Comeback. Turbulent, mitreißend, gnadenlos authentisch und natürlich – wie immer bei Horst Schroth – garantiert saukomisch!
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Donnerstag, 03. 20 Uhr 25 € - Ausverkauft

Hagen Rether, "Liebe"“
Hagen Rether, mit Preisen hochdekorierter Kabarettist am Klavier, tarnt sich als Charmeur. Im Plauderton bringt er böse Wahrheiten unters Volk – genau beobachtet und ohne Rücksicht auf Glaubenssätze oder politische Korrektheit.
LIEBE, so der seit Jahren konstante Titel des Programms, kommt darin nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher.
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Fr. - So., 04./05./06.09.2015 20 Uhr 22 €

Wilfried Schmickler "Das Letzte"
In seinem neuen Soloprogramm kümmert sich Schmickler um die letzten großen offenen Fragen: Wer ist der oder das Letzte, und wer mach dann eigentlich das Licht aus?

Was ist dann aber das Allerletzte??? Welche letzten Wirklichkeit weist ihn als kompromisslosen Moralisten aus.
Seine Opfer sind immer Täter. Allemal die Großen inund Sätze kleiden, die sich wie eine Naturgewalt über den Köpfen des Publikums entladen!“

Freitag, 28. August 2015

Theater im Depot: "Urlaub und Physik" als "Lautsprecherkonzert"

Sonntag (30.8.) läuft die 23. Ausgabe in der Reihe "ReihenWeise ... Konzerte" im Theater im Depot, den "Lautsprecher-Konzerten für seltene Musik". Das Motto diesmal lautet "Urlaub und Physik". 

Dazu schreiben die Veranstalter:

Die Physik des Urlaubs beginnt beim Otto-Motor. Primaten mit Ferienkalender rollen in bunten Blechdosen über Start-, Lande- und Autobahnen zu Traumstränden, denen die Physik der Abgase bald das Wasser bis Oberkannte Sonnenschirm stehen lässt. Und keine Optik von Sonnenbrillen verhindert braune Strahlungsschäden! Aber die Relativitätstheoretiker von Radio_Depotrocken das Hotel California: "you can check out anytime you like, but you can never leave". Also: Welcome to the machine!

Das Urlaubsprogramm von Radio-Depot bringt Physik und Sommer zur Klangfusion, setzt dabei aber auf Töne und Geräusche ohne Mallocra-Akne: gönnen Sie sich diese schattige Physik-Vertonung im Theater mit exquisiten Sounds zahlreicher (Urlaubs-) Zeiten und Länder!

Die "Radio_Depot"-Konzerte heißen "Radio_Depot"-Konzerte, weil sie funktionieren wie eine Radio-Show, nur ein bisschen anders. Die Musik spielt da, wo die Lautsprecher stehen. Klänge und Geräusche aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: brandneue Originalwerke, Schätze aus den Archiven der Avantgarde, das Knistern historischer Aufnahmen. Keine Musiker! Bilder nur im eigenen Kopf! "Radio_Depot"-Konzerte sind "akusmatische Konzerte": Vorhang zu - Augen zu! ... trauen Sie Ihren Ohren.

Eine Co-Produktion von Theater im Depot, Gesellschaft für Neue Musik Ruhr (GNMR) und Deutscher Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM).

Karten für die Veranstaltungen sind im Theater unter 0231 9822336 (AB) oder ticket@theaterimepot.de und an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich und kosten

VVK 8 €/ 5 € erm. / AK 8 € / 5 € erm.

Weitere Informationen finden Sie unter www.depotdortmund.de oder unter http://radio-depot.blogspot.de/

Vorstellung:

SO 30.08.2015 um 18 Uhr

Eintritt: VVK 8 € / 5 € erm.

AK 8 € / 5 € erm.

Ort: Theater im Depot

Dramaturgie & Klangregie:

Peter Eisold, Thomas Neuhaus, Frank Niehusmann

"Theater des Jahres": Schauspiel auf Platz zwei

Das Schauspiel Dortmund belegt bei der Wahl zum "Theater des Jahres" den zweiten Platz. Drei Journalisten stimmten bei der großen Kritikerumfrage in der Zeitschrift "Theater heute" für Dortmund.

Das Haus von Intendant Kay Voges liegt damit stimmgleich mit den drei Berliner Theatern Volksbühne, Maxim Gorki Theater und Schaubühne. Den ersten Platz macht mit sechs Stimmen das Wiener Burgtheater. Ebenfalls Platz zwei belegt das Schauspiel Dortmund in der NRW-Umfrage der "Welt am Sonntag".

Donnerstag, 27. August 2015

Kokerei Hansa: Ausstellung "Unter Tage sind wir alle queer"

„Unter Tage sind wir alle queer“ auf der Kokerei Hansa
Bild: Bande für Gestaltung
Am Sonntag, 30. August, wird um 11 Uhr die Ausstellung "Unter Tage sind wir alle queer" in der Waschkaue der Kokerei Hansa eröffnet. Bis zum 27. September zeigt sie einen ungewöhnlichen Blick auf den Kokereialltag.

Das Berliner Künstlerduo Lydia Hamann und Kaj Osteroth präsentiert farbenstarke, großformatige Malereien, die einen ungewöhnlichen Blick auf den Kokereialltag zulassen.

Die beiden Berliner Künstlerinnen Lydia Hamann und Kaj Osteroth haben sich auf den Weg gemacht, um die Kokerei Hansa zu erkunden und die gesammelten Eindrücke in ihrer Malerei aufzunehmen.

Dabei widmeten sie sich der Frage: Was entsteht, wenn wir uns Blicke fernab der konventionellen Geschichtsschreibung erlauben? Inspiriert von Orten, Figuren und Geschichten aus dem ehemaligen Kokereialltag haben die Malerinnen diejenige Arbeit unter die Lupe genommen, die meist unsichtbar oder verdeckt stattfindet. Mit einer dezidiert queer-feministischen Annäherung gehen sie in ihren Bildern den Aufständen aus der Küche, der Emanzipation der ArbeiterInnenklasse und dem eigenen feministischen Begehren auf den Grund.

Kokerei Hansa

Schauspiel: "Heinar Müllor" aus der Sommerpause zurück

Uwe Schmieder auf dem Dach
des Schauspielhauses. Bild: Philip Lethen
Das Schauspiel Dortmund lädt zum ersten Mal nach der Sommerpause zur „Heiner Müller Factory" ein. Uwe Schmieder bietet mit Müllers pornografischstem Stück „Quartett" am Freitag, 4. September, um 22 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund die siebte Auflage der beliebten Veranstaltung. Als Vorlage diente dem Dramatiker Choderlos de Laclos’ Briefroman "Gefährliche Liebschaften", in dem die Figuren des Stücks Liebe auf Sex und reine Körperlichkeit reduzieren. Neben Uwe Schmieder sind mit dabei: Ingeborg May vom Dortmunder Sprechchor, Schauspieler Frank Genser und Regieassistentin Wiebke Rüter. Karten für die "Heiner Müller Factory" sind für 5,- € an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de erhältlich.

Mittwoch, 26. August 2015

MKK: Eine Ausstellung feiert 200 Jahre Westfalen

Stifts-Export, Bierkasten mit Flaschen,
Verein zur Förderung der Heimatpflege e.V. Hörde,
 Foto: Jürgen Spiler
Es geht um Heimat und Identität, um Bilder im Kopf und gern zitierte Klischees, um (fast) vergessene Helden, große Geschichte und kleine Geschichten. Die Jubiläumsausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ (28.08.2015 - 28.02.2016) im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte fragt, was die Region heute ausmacht, was und wer sie geprägt hat. Rund 800 Exponate werden auf insgesamt 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche aufwändig inszeniert. Partner des Dortmunder Museums sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Westfälische Heimatbund, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Westfalens Aufschwung kam mit den Preußen

Es waren die Beschlüsse des Wiener Kongresses von 1815, die es ermöglichten, dass aus einem Flickenteppich von Territorien die preußische Provinz Westfalen entstehen konnte. Eine Zeit des Umbruchs begann: Neue Strukturen in Politik und Verwaltung, der Ausbau der Infrastruktur, Erfindungen und Innovationen veränderten Westfalen und den Alltag der Menschen.

Beständigkeit und Wandel 

„Es freut mich, dass wir diese Ausstellung in unserer Stadt präsentieren können. Dortmund ist ein wichtiger Teil Westfalens, und Westfalen ist wichtig für Dortmund. Die Ausstellung zeigt das. Um nur zwei der Ereignisse aus den letzten 200 Jahren zu nennen: 1899 weihte Kaiser Wilhelm II. den Dortmunder Hafen ein, bis heute ist er der größte Kanalhafen Europas. Und die Dortmunder Westfalenhalle ist nach wie vor ein Ort mit großer Strahlkraft. Unterdessen sind Menschen mit mehr als 180 Nationalitäten hier her gekommen und haben mit ihrer Kultur unsere Stadt und damit auch Westfalen bunter, spannender und reicher gemacht“, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Westfalen ist vielfältig 

… … und das westfälische „Who is Who“ ist beachtlich: Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff war Westfälin, Friedrich Harkort – der „Vater des Ruhrgebiets“ –, der Theologe Friedrich von Bodelschwingh ebenso wie der Computerpionier Heinz Nixdorf und auch der seltsame Freiherr Gisbert von Romberg II., der als der „Tolle Bomberg“ in die Annalen einging. Man produzierte hier Alu für das erste Luftschiff, baute die damals größte Talsperre Europas und die Köln-Mindener-Eisenbahn. Erze und Kohle, Salz aus den königlichen Salinen in Unna, feines Leinen, Wacholderschnaps oder Schrauben, Nägel und Aluminiumknöpfe – per Schiff, per Bahn und auf der Straße gelangten sie in alle Landesteile und manchmal in die ganze Welt. So lieferte man sogar Nähnadeln nach China und Sensen nach Südamerika.

Ein sinnliches Erlebnis.

 Für die Ausstellung wurden Objekten und Relikte zusammengetragen, die Veränderungen sichtbar machen, Meilensteine markieren oder den Menschen in Westfalen etwas bedeuten. Das Spektrum reicht vom „Spott-Tuch“ bis zum Grenzstein, vom Luftschiff aus dem 19. Jahrhundert bis zum hochmodernen Maisgebiss. „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ will zeigen, dass „Made in Westphalia“ auch in der globalisierten Welt noch eine Rolle spielt und fragt: Wie sieht es mit den gern zitierten Klischees aus? Westfalen sind stur, arbeitsam, humorlos und eher rückständig, sie essen Pumpernickel, Schinken und trinken Schnaps.

Die Ausstellung hat sechs Hauptbereiche: Den PROLOG, das GEWÄCHSHAUS, die SIEDLUNG, den HORIZONT und das TERRITORIUM, außerdem gibt es das ARCHIV. Während alle anderen Abteilungen permanent und unverändert zu sehen sind, ist das TERRITORIUM, der etwa 400 Quadratmeter große Hauptraum, eine wandelbare „Spielfläche“. Hier werden nacheinander drei verschiedene Themenfelder bearbeitet. Anfangs geht es um den „Aufbruch in die Moderne“. In preußischer Zeit entwickelten sich Bergbau, Stahlproduktion und Eisenbahn in rasantem Tempo und die Städte boomten. Ab November heißt es: „Industrie und Mobilität – Arbeit und Produktion mit Wasserkraft“. Aus Manufakturen wurden Fabriken, Unternehmen, sogar Weltmarktführer. Überall benötigte man Wasser und Energie. „Was uns bewegt - Gegensätze und Toleranz“ lautet das Thema ab Anfang 2016. Im dritten TERRITORIUM werden Migration, Integration, soziokulturelle Spannungen, Religionen, Fremde und Heimat über Exponate und ihre Inszenierung begreifbar. Damit den einmaligen Besucher/innen nichts entgeht, ziehen die wichtigsten Objekte des jeweils vorangegangenen TERRITORIUMS in ein begehbares ARCHIV um und bleiben so präsent und erfahrbar.

Stadt, Land, Heimat

 „Westfalen war von Beginn an vor allem eine politische Klammer für ein Gebiet mit großen Gegensätzen“ so Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes (WHB). „Das verlangte der Region viel Anpassung und Integrationsfähigkeit ab und hat sie umgekehrt durch Offenheit für andere und anderes zukunftsfähig gemacht. Diese Wandlungsfähigkeit ist der Wirtschaft in Westfalen bei Strukturkrisen sehr zugute gekommen. In der Gesamtregion gab es keine wirtschaftliche Monostruktur, so dass – mit unterschiedlichem Tempo in den Teilregionen – der Strukturwandel gelungen ist und noch gelingt. Die Teilregionen in Westfalen sind stark – und warum auch nicht: So wie es doppelte Staatsbürgerschaften gibt, so kann man sich gleichzeitig als Dortmunder, als Bürger des Ruhrgebietes und als Westfale fühlen. Diesem modernen Westfalenbewusstsein können Sie in der Ausstellung nachspüren. Darum ist dieses Jubiläum für uns ein willkommener Anlass, die historisch gewachsene Vielfalt unserer Region zu zeigen, deren verbindende Klammer heute der LWL ist. Auch der Westfälische Heimatbund, trägt – seit 100 Jahren – maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit zu vertiefen. Viele Heimatverbände haben die Ausstellung aktiv unterstützt und besondere Exponate beigesteuert: Dazu gehören unter anderem Produkte, die den Namen „Westfalia“ tragen, gerade davon gibt es nach wie vor erstaunlich viele.“

Selfie ohne Kaiser oder mach mit und mach dir dein eigenes Bild! 

Unter dem Motto „Mach dir dein eigenes Bild“ sind die Besucher/innen eingeladen – in der Ausstellung, bei Exkursionen und Veranstaltungen des vielfältigen Rahmenprogramms – Westfalen selbst zu erforschen. Und auf dem Dortmunder Königswall, direkt vor dem Museum, steht ein Nachbau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals der Porta Westfalica. Hier fehlt allerdings die Statue von Wilhelm I., an ihrer Stelle ist Platz für alle, die Selfies machen wollen, um Teil der Ausstellung zu werden – gern mit Geburtstagsglückwünschen für Westfalen: (bild@200jwj.de) Mehr dazu vor Ort und unter „Mach mit“ auf der Homepage: www.200JahreWestfalen.Jetzt

Es erscheint ein reichbebilderter Katalog (Aschendorff Verlag, 496 S., 19,90 €), ein Entdeckerhandbuch für Kinder und je eine Ausstellungszeitung für jedes Territorium. Die Ausstellung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Westfälischen Heimatbund, der 2015 sein 100-jähriges Bestehen feiert. Schirmherrin ist die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Für die großzügige Förderung dieses Projekts bedanken bedankt sich das MKK beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der LWL-Kulturstiftung, der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, den Sparkassen in Westfalen-Lippe, dem Westfälischen Heimatbund, der Westfalen-Initiative und der Kulturstiftung der Provinzial Versicherung. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund ist WDR3 Kulturpartner

Torhaus Rombergpark: Ausstellung "212 Schritte hinter’m Bahnhof"

212 Schritte hinter’m Bahnhof von Ulla Kallert
Bild: Ulla Kallert
Unter dem Titel "212 Schritte hinter’m Bahnhof!" ist die Ausstellung von Ulla Kallert, vom 30. August bis zum 20. September in der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark zu sehen.

Die in Dortmund geborene Künstlerin setzt sich seit 1984 aktiv mit der Malerei auseinander und ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zu sehen, außerdem ist sie dieses Jahr im Dortmunder Grafikkalender vertreten.

Veranstalter der Torhaus-Ausstellung ist das Kulturbüro der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit mit dem BBK Ruhrgebiet

Dienstag, 25. August 2015

Live Spot 15: Brückviertel wird zur Bühne

Die Gäste dürfen sich unter anderem
 auf soulige Klänge von Klangpoet freuen

Bild: Klangpoet
Am 29. August findet wieder das Kulturfestival LIVE SPOT statt. Zwischen 14:30 Uhr und 22 Uhr wird es an überraschenden Orten in der Brückstraße Programm unterschiedlichster Art geben.

Ob wummernde Bässe aus der Nachtszene, klassische Töne der Philharmoniker, oder groovige Soulmelodien. Alles das hört man oft und gerne im Brückviertel, an gewohnten Orten und zu bestimmten Zeiten. Der BRÜCK AUF e.V. möchte diese Stärken fördern und kann mittels Sponsoren und Mitgliedern bereits zum vierten Mal den LIVE SPOT – Das Kulturfestival in Dortmund auf überraschende Orte und regionale Künstler richten.

"Wir versuchen auf viele Interessen der Akteure vor Ort einzugehen: Das reicht vom Kindertheater bis zum Hard-Rocker, von klassischer Musik bis Comedy, vom erfahrenen Musiker bis zur Straßenmusik. Dieses Jahr werden wir von tollen Künstlern aus Dortmund und Umgebung unterstützt – die Gäste dürfen sich unter anderem auf soulige Klänge von Klangpoet, eine Lesung mit "Nordstadtkind" Sascha Bisley sowie rockige Einlagen von Edy Edwards und der Band Tony Gorilla freuen. Ein besonderes Highlight erwartet uns zudem beim Auftritt von Kabarettist C.-Heiland, ehemaliger Betreiber einer Dortmunder Traditionskneipe in der Brückstraße und mittlerweile Dauergast beim Quatsch Comedy Club sowie Dieter Nuhr." so Sebastian Schalkau, (Gründungsmitglied undVeranstaltungsleiter, MOSAIK MANAGEMENT).

"Das Theaterstück "Die Reise einer Wolke" wird zudem in der Schauburg zu sehen sein und spricht die ganze Familie an. Ich freue mich auf Lesungen und Gitarrenmusik des Singer und Songwriters C. Krüger in unserem Schaufenster. Herr Krüger hat seine jetzige Firma aus einem Start-Up aus der Brückstraße aufgebaut und ist hier verwachsen", so Maximilian van Bremen, Vorstandsmitglied des Vereins und Geschäftsführer des gleichnamigen Pianohauses auf der Hansastraße.

"Die Planungen laufen auf Hochtouren. Eine Livebühne auf dem Platz von Leeds, Straßenmusik mit akrobatischer Einlage der Gruppe "Querbeat" von der Volkshochschule und ein echter Geheimtipp für "Gin-Tonic und Stößchen" am Tresen wollen unter einen Hut gebracht werden. Es ist immer wieder spannend, so ein breites Programm zu planen.", sagt Meline Ebbinghaus (Gründungsmitglied und Werbegemeinschaft Brückstraße).

Der Verein BRÜCK AUF wurde 2011 mit dem Hintergrund gegründet, eine Brücke zwischen Kulturinstitutionen, Gastronomie und Handel im Viertel zu bilden und die Akteure vor Ort zu unterstützen. Die Gründungsmitglieder und Partner organisieren das Festival ehrenamtlich.

LIVE SPOT 2015

Deutsches Fußballmuseum: Rickens Jahrhunderttor kommt ins Museum

Lars Ricken übergibt an
 Museumsgeschäftsführer Manuel Neukirchner
 die Schuhe, die er im Champions-League-Finale 1997
 getragen hat

Bild: DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum
Ex-Nationalspieler und BVB-Legende Lars Ricken stellt seinen rechten Schuh aus dem Champions-League-Finale von 1997 gegen Juventus Turin für die Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum zur Verfügung.

Am Freitag übergab der damalige Torschütze zum 3:1-Endstand das besondere Exponat persönlich an Museumsdirektor Manuel Neukirchner. Rickens spektakulärer Heber aus knapp 30 Metern unmittelbar nach seiner Einwechselung in der 71. Spielminute wurde von den BVB-Fans zum Jahrhundert-Tor des Vereins gewählt.

"Ich bin nicht der große Utensilien-Sammler", gibt Lars Ricken zu. "Bei meinen Eltern standen die Schuhe in den vergangenen Jahren nahezu unbeachtet in einer Vitrine. Als dann die Anfrage vom Deutschen Fußballmuseum kam, musste ich nicht lange überlegen. Als gebürtiger Dortmunder, der sein ganzes Fußballer-Leben für den BVB gespielt hat, gibt es doch keinen würdigeren Platz als diese tolle Museum in Dortmund."

"Der deutschen Fußballgeschichte hat Lars Ricken einen magischen Moment beschert, der in unserer Ausstellung eine besondere Würdigung erfährt", ergänzt Museumsdirektor Manuel Neukirchner. "Mit dem Schuh wird die emotionale Inszenierung, die an den außergewöhnlichen Europapokalabend im Münchener Olympiastadion erinnert, noch einmal wunderbar aufgewertet."

Die Exponat-Übergabe in den Museumsräumlichkeiten fand exakt an der Stelle statt, wo der Schuh in Zukunft seinen dauerhaften Platz in der Ausstellung haben wird, die in zwei Monaten, am 25. Oktober 2015, für das Publikum eröffnet. Zurzeit werden insgesamt rund 1.600 Objekte als Bestandteile der multimedialen Erlebniswelt in die szenografische Darstellung integriert.

Deutsches Fußballmuseum

Montag, 24. August 2015

Schauspiel: "Die Show" lotet die Grenzen des Machbaren aus

Szene mit Frank Genser und Julia Schubert.
Foto: Hupfeld
Nach der Premiere von „Die Möglichkeit einer Insel“ Ende März mussten die Dortmunder Schauspielfans lange auf ein neues Stück warten. Dafür werden sie jetzt mit einem theatralen Drei-Stunden-Kracher belohnt, der an die Grenzen dessen zu gehen scheint, was Theater überhaupt für eine einzige Produktion imstande ist zu leisten. Von Machart und Professionalität her kann das Ergebnis locker mit teuren Samstagsabend-Fernsehproduktionen mithalten: „Die Show“ unter der Regie von Kay Voges hatte Sonntagabend Premiere.

Inhaltlich geht‘s um eine konsequente Weiterentwicklung solcher TV-Formate wie „Deutschland sucht den Superstar“, „Germany‘s next Topmodel“ oder „Dschungelcamp“: Ein Kandidat wird eine Woche lang von einem Killerkommando durch die Stadt gehetzt. Überlebt er, erhält er eine Million Euro, gelingt es dem Killerkommando ihn zu töten, erhalten dessen Mitglieder das Geld.
Die Message des Abends ist klar: Solche Fernsehsendungen sind menschenverachtend, und dennoch schalten die Zuschauer ein.

Aber um die Message geht‘s an diesem Abend nur in zweiter Linie. Im Mittelpunkt steht die überbordende Fülle an Sinneseindrücken, die diese Produktion auf die Zuschauer loslässt und die schier unglaublich ist: „Das ist im Theater möglich?“, fragt man sich, obwohl man in Dortmund durch Produktionen wie „Das Fest“, "Der Meister und Margarita“ oder auch Kay-Voges’ Tannhäuser-Inszenierung bereits einiges gewohnt ist.

„Die Show“ toppt all diese Inszenierungen: Sie ist allerbeste Unterhaltung, die dazu führt, dass man drei Stunden lang mit vor Staunen offenem Mund im Theatersessel sitzt und nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Nur ganz am Rande - und man verdrängt es auch lieber ganz schnell wieder - stellt man dabei übrigens fest, dass man sich gerade offenbar selbst von dieser Art der Unterhaltung faszinieren lässt, eine Haltung, die das Stück doch gerade kritisiert. Ein kleines Paradoxon.

Man glaubt sofort, dass diese Produktion einen Vorlauf gebraucht hat, der ganz weit in die vorige Spielzeit hineinragt. Es gibt vorproduziertes Videomaterial zu Hauf, es gibt beste Sprüche von dem wunderbar schmierigen Moderatorenteam Frank Genser und Julia Schubert, „Live-Schalten“ zu den Außenmoderatoren Carlos Lobo und Merle Wasmuth, es gibt perfekt vorgetragene Gesangsnummern von Eva Verena Müller und und und ...

Man weiß kaum, was man an dieser Fülle, an der mehr oder weniger das gesamte Schauspiel-Team beteiligt ist, zuerst loben soll: den einsatzfreudigen, weil um sein Leben rennenden Frank Kuschmann, das herrlich fiese Killerkommando mit Andreas Beck (im Disco-Türsteher-Look), Björn Gabriel (als irren Kinski-Verschnitt) und Bettina Lieder (als eiskalte Russen-Amazone) oder vielleicht einen der Video-Einspieler: zum Beispiel Ekkehard Freye als splitterfasernackter Oberbürgermeister Ullrich Sierau vor dem Rathaus.

Auch eine Experten-Runde mit Ekkehard Freye und Björn Gabriel soll hier nicht unerwähnt bleiben, weil sie ein wenig Medienschelte übt. Durch ihre permanenten Aufgeregtheiten schaffen die Medien erst eine Gesellschaft, die nach immer extremeren Reizen giert, heißt es da. Das kann schon sein.

Man könnte hier noch ewig lange weiterschreiben und loben - stattdessen möchte ich einfach eine Empfehlung aussprechen: So schnell wie möglich Karten kaufen und reingehen.


Andreas Schröter

Infos und Tickets: www.theaterdo.de

Ralf Rothmann liest bei transfer

© Heike Steinweg
Hier kommen die wichtigsten Termine in der Buchhandlung transfer an der Schlanken Mathilde in Hörde. Die Veranstalter schreiben dazu selbst:
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01.09.2015 vorstellung

An jedem 1. Dienstag in den Monaten März, Juni, September und Dezember stellen wir Ihnen neue und aktuelle Bücher vor - in gemütlicher Runde an unserem Lesetisch.
Nicht nur die Frankfurter Buchmesse, auch der Herbst steht vor der Tür, für viele die schönste Lesezeit des Jahres. Grund genug, Sie wieder mit vielen spannenden und interessanten Neuerscheinungen bekannt zu machen.

Zeit: 19:00 - 20:00 Uhr - kostenfrei – bitte anmelden, da wir nur begrenzte Plätze haben
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02.09.2015 Shumona Sinha liest bei transfer.

Wir freuen uns auf Besuch aus Frankreich: Shumona Sinha liest aus ihrem Roman "Erschlagt die Armen!", der 2011 in Frankreich erschienen ist und nun erstmals im Verlag Edition Nautilus auf Deutsch erscheint. Mit dabei ist ihre Übersetzerin Lena Müller, die auch die Moderation der Veranstaltung übernimmt (es wird im Original und auf Deutsch gelesen).

"Erschlagt die Armen!" ist Titel eines Prosagedichts von Charles Baudelaire, und die Protagonistin dieses Romans scheint ihn wörtlich genommen zu haben: Die junge Frau schlägt einem Migranten in der Metro eine Weinflasche über den Kopf und findet sich in Polizeigewahrsam wieder. Dort soll sie sich erklären: Was treibt eine dunkelhäutige Frau indischer Abstammung, die in der Asylbehörde als Dolmetscherin zwischen Asylbewerbern und Beamten vermittelt, zu einer solchen Tat? "Erschlagt die Armen!" ist ein zorniger Roman, der in kraftvoller, bilderreicher Sprache aufrüttelnde Fragen zu Identität und Zusammenleben in einer globalisierten Welt stellt.

Beginn: 20:00 Uhr - €12,00 / erm. € 10,00
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23.09.2015 Ralf Rothmann liest bei transfer

Wir freuen uns riesig: Ralf Rothmann ist zu Gast bei transfer. und liest aus seinem neuen Roman "Im Frühling sterben".

Der Roman hat für so viel Aufsehen gesorgt, dass wir schon seit Wochen ausverkauft sind (mit über 70 Plätzen). Ein weiterer Termin war leider nicht möglich, da der Autor auf großer Lesereise und ausgebucht ist.


Beginn: 20:00 Uhr

Sonntag, 23. August 2015

nachtfrequenz15: Nacht der Jugendkultur geht in neue Runde

Alles dreht sich um die Jugendlichen und das,
 was sie können, zeigen und teilen möchten

Bild: Dirk Vogel
Die Nacht vom 26./27. September wird ein Feuerwerk an Kreativität und ein Markt der unbegrenzten Möglichkeiten für Jugendliche in ganz NRW. Sie bieten ein facettenreiches Programm mit Workshops, Mitmach-Atkionen, Wettbewerben und Konzerten.

Auch in Dortmund lädt nachtfrequenz15 zum Schauen, zum Hören, zum Fühlen und vor allem zum Mitmachen ein – open stages, Workshops, Performances, Gigs, Club-Events, Kinonächte oder Filme direkt selbst produzieren, Bühnenshows jeglicher Couleur von Hip-Hop bis Metal. Aber auch Parkour, Scaten, Dirtbike, Klettern, Bungee Run, Street Ball stehen auf dem Programm. Die Orte sind Theater, Jugendkunstschulen, Museen, Bibliotheken, Schulen und Bürgerhäuser, aber auch Straßen, Plätze, graue Mauern, die bunt werden, Parks, und sogar im Wald machen Jugendliche Programm für Jugendliche.

61 Kommunen sind in diesem Jahr dabei!

Das Festival findet bereits zum sechsten Mal statt. NRW stärkt damit einmal mehr seinen Ruf als Kinder- und Jugendkulturland. Seit der Entstehung im Kulturhauptstadtjahr Ruhr2010 kommen jedes Jahr neue Standorte hinzu. 2015 beteiligen sich an diesem bundesweit einmaligen Kulturevent 61 Städte und Gemeinden in NRW mit insgesamt rund 150 verschiedenen Programmen. Und in manch einer Stadt wird in der Nacht der Jugendkultur – mal laut und mal leise – gleich die ganze City bespielt.

Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW zeigt sich begeistert: „Das gesamte Spektrum der innovativen Jugendkultur ist auf der 6. Nacht der Jugendkultur vertreten. Wieder ist es ein Programm von Jugendlichen für Jugendliche, an dem sich 61 Städte und Gemeinden beteiligen. Den Kommunen danke ich für ihr großes Engagement. Sie geben mit der nachtfrequenz15 wichtige Impulse für das Zusammenspiel von Jugend, Bildung, Kultur und Sport.“

Bei vielen der Angebote ist die Teilnahme kostenlos, teilweise sind Anmeldungen erwünscht. Das Programm ist ab sofort online zu entdecken unter

Doppelkonzert im Evinger Schloss

Shizuku Aosaki von KOMOREBI
Im Evinger Schloss am Nollendorfplatz 2 findet Mittwoch (26.8.), 20 Uhr, ein Doppelkonzert statt:

Cathy Heyden – saxes & Rogier Smal – drums
+
KOMOREBI (Shizuku Aosaki – celtic harp, vocal + Morihide Sawada – snare drum)

Cathy Heyden – Rogier Smal
Ein internationales Duo welches die beiden Musikszenen Paris – Amsterdam verbindet.
Noise und Punk - und der Spirit des Jazz.

Cathy Heyden (Paris) ist Autodidakt auf Ihrem Instrument und experimentiert mit Leidenschaft.
Sie genießt die Begegnungen mit anderen Musikern aus den verschiedensten Genres, sowie das Zusammenspiel mit Tänzern, Dichtern und anderen Künstlern wie z.B. Faust, Ganguru, Geoff Leigh, Jac Berrocal, Lost Woman, Morihide Sawada uvm.

Rogier Smal (Amsterdam) liebt Experimente mit freien Percussionssounds:
Er spielte u. a. mit Dagora, Marshall Allen, Dylan Carlson, David Birchall, Eugene Chadbourne, Stadt Hände, Sonnenbrand Hand des Mannes, Mik Quantius, Daevid Allen, Nora Mulder, Johannes Lunds, Maria Bertel, Don McGreevy.

Infos unter:
cathy.heyden.free.fr
rogiersmal.blogspot.com
soundcloud.com/heyden-smal-duo
www.youtube.com/watch?v=jzFW_xwrxYU

KOMOREBI (Shizuku Aosaki – celtic harp, vocal + Morihide Sawada – percussion)

KOMOREBI ist die Bezeichnung für "Lichtstrahlen die durch Baumkronen durchscheinen und sichtbar sind".
Ko = Baum, More = Lücke, Bi = Sonne
Sie sind stark inspiriert durch die Natur und deren Experimente.
Und so klingt auch ihre Musik.

Beide Duos werden jeweils ein komplettes Set spielen und nachher gemeinsam ein Experiment wagen.


Datum: 26.08.2015
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15.00 Euro

Samstag, 22. August 2015

RuhrHOCHdeutsch im Spiegelzelt: Tobias Mann und viele(s) mehr

Tobias Mann
Hier kommt das RuhrHOCHdeutsch-Programm für nächste Woche - Spiegelzelt an der B1:
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...immer montags - "Pommes, Currywurst und Bier"
Montag 24.08.2015 20 Uhr 22 €
Frank Fischer "Angst und andere Hasen"
Fühlen Sie sich beobachtet? Haben Sie Angst vorm Fliegen, vor Fliegen oder davor, dass Erdnussbutter an Ihrem Gaumen kleben bleibt? Willkommen im Club! Schließlich gibt es über 600 anerkannte Phobien - Grund genug für ein Kabarettprogramm.
Frank Fischer, selbst stolzer Besitzer verschiedener Ängste und bekennender Hypochonder, zeigt, dass in dem Thema mehr Komik steckt, als man vermutet.
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...immer dienstags - "Der Bauch lacht mit"
Dienstag, 25.08.2015 20 Uhr 49 €
"Die Kneipe - Kabarett von am Tresen"
Das einzigartige Erlebnis für Körper, Geist und Seele.
Ein 5-Gänge-Menü mit raffinierten kulinarischen Spezialitäten, absurden Sketchen und feuriger Musik, alles inklusive.
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Donnerstag 27.08.2015 20 Uhr 22 €
Christian Ehring "Anchorman - ein Nachrichtensprecher sieht rot"
Wie wirklich ist die Wirklichkeit? In "Anchorman - Ein Nachrichtensprecher sieht rot" ist Deutschlands schrägster Nachrichtensprecher auf der Suche nach den letzten Dingen.
Christian Ehring ist Elmar Stelzwedel - ein Nervenbündel mit Fönfrisur, ein Kommentator mit Persönlichkeitsspaltung, kurz: ein Wickert in witzig. Jahrelang war er die Nummer eins der Spätnachrichten, seriös, professionell und immer gut frisiert. Und jetzt: Wegen eines einzigen Kommentars gefeuert, fristlos entlassen, aus und vorbei. Und Elmar Stelzwedel, der immer alles verstanden hat, versteht plötzlich die Welt nicht mehr.
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Mittwoch, Freitag, Samstag, 26./28.29.08.2015 20 Uhr 22 € 
Bruno "Günna" Knust "POTTSEIDANK!"
Nach 4 Jahren Dauer-Camping mit seinen Kumpels von der Hartz-Vegas-Segers-Band ist Bruno ?Günna' Knust im Sommer 2015 im Spiegelzelt allein auf der Bühne. Er präsentiert - ohne seine urlaubende Band - exklusiv im Spiegelzelt das SOLO-Programm POTTSEIDANK, in dem er auch einige handverlesene Kostproben seiner unnachahmlichen Puppenspielkunst zeigen wird. Im Vordergrund des Abends wird jedoch ein Streifzug durch die unterschiedlichsten Ruhrpott-Charaktere als seine ganz persönliche kabarettistische Danksagung für inzwischen fast drei Jahrzehnte erfolgreicher Tätigkeit als "ambulanter Günnakologe" stehen. 
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So. 30.08.2015 20 Uhr 22€
Tobias Mann "VERRÜCKT IN DIE ZUKUNFT"
Nachhaltiger Humor und alternativloser Blödsinn - Im letzten Jahr stehende Ovationen im Spiegelzelt
Die globalen Ressourcen werden immer knapper! Dennoch weigert sich Tobias Mann auch in seinem neuen Programm standhaft dagegen, Energie zu sparen.
Deutschlands wohl flinkster Komiker schickt sich wieder einmal an, die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy genüsslich einzureißen. Im Schweinsgalopp und mit Gitarre, Klavier und Mundwerk im Anschlag rast er durch den Irrgarten unserer Informationsgesellschaft. Die Situation ist hoffnungslos, aber irre komisch: Wir ballern uns via WWW das Hirn mit dem Wissen der Welt voll und können uns anschließend die PIN Nummer der EC-Karte nicht mehr merken. Aber wozu auch?
Um Geld abzuheben, das morgen schon nichts mehr wert ist? Doch wie kann man die Zukunft retten?

Optimistische Eltern möchten ihren Nachwuchs mit Hilfe von pädagogisch wertvollem Spielzeug zu verantwortungsvollen Menschen erziehen und müssen schockiert erkennen, dass die lieben Kleinen das alte Holzgewehr von Opas Speicher offenbar doch viel faszinierender finden. Päpste sind mit ihrem Latein am Ende, Propheten fühlen sich missverstanden und selbst moderne Gurus wie Unternehmensberater und Work-Life-Balance-Trainer rufen ratlos aus: ?Was ist los mit Gottes (Er-)schöpfung?" Obendrein sitzt manch überforderter Politiker ohne es zu wissen im Glashaus und ist dann überrascht, wenn gläserne Bürger mit Steinen werfen.

Kurzum: Der Untergang des Abendlandes ist beschlossene Sache - also widmet sich Toby der Apokalypse einfach mit extrem guter Laune und spitzbübischem Charme.

Theater im Depot zeigt Tanztheater "Rock of You"

Am Sonntag (23.8.), 19 Uhr, zeigt die Tanzschule für Bühnentanz in Waltrop unter der künstlerischen Leitung von Andy Schickling, mit verschiedenen zeitgenössischen Tanzgruppen im Theater im Depot an der Immermannstarße das Tanztheater "Rock of You".

Ein Zeitsprung in das Jahr 1987: Es wird gerockt, es wird getanzt, es dreht sich alles um den Bourbon Room und den Rock-Superstar Stacee Jaxx.

Doch die konservative Bürgermeisterin der Stadt versucht mit allen Mitteln die legendäre Bar zu schließen.

Allerdings hat sie die Rechnung ohne die verrückten Freaks des Bourbon Rooms gemacht.

Seien Sie bei dieser Zeitreise in die verrückte Welt der 80er dabei und lassen Sie sich die außergewöhnlichen Choreographien und verrückten Dialoge nicht entgehen.

Karten für die Veranstaltungen sind im Theater unter 0231 9822336 (AB) oder ticket@theaterimepot.de und an allen bekannten VVK -Stellen erhältlich und kosten

VVK 14 € / 11 € erm. / AK 17 € / 14 € erm.

Weitere Informationen: www.depotdortmund.de

Freitag, 21. August 2015

Christopher Street Day in Dortmund

Auch in diesem Jahr will der CSD
wieder zu einem Fest
der Vielfalt und Toleranz einladen
Bild: Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann
Unter dem Motto "Deine Szene. Dein Revier. Dein CSD." findet der 19. CSD am 22. August in Dortmund statt. Auf dem Programm stehen auch ein Straßenfest, eine CSD-Woche und ein Demonstrationszug.

Der CSD Dortmund versteht sich als Demonstration für die gesellschaftliche, politische und soziale Forderung nach Gleichberechtigung und Toleranz für Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle Menschen. Ein buntes Straßenfest auf dem Dortmunder Friedensplatz für alle Dortmunder will ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Respekt setzen.

Veranstaltet wird der CSD Dortmund vom Dachverband der Lesben-, Schwulen- und Transidentenvereine in Dortmund - dem SLADO e.V.

Die Schirmherrschaft für den CSD 2015 in Dortmund hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau übernommen.

Buntes Programm am Samstag

Um 12 Uhr beginnt das Straßenfest, gefolgt von einem Gottesdienst um 13 Uhr in der Reinoldikirche mit Pfarrer Andreas Bäppler. Um 14 Uhr startet die Demonstration der Vielfalt. Treffpunkt ist unterhalb der Katharinentreppe (in der Nähe des Hauptbahnhofes). Am Nachmittag steht ein buntes Bühnenprogramm mit Open Air Disco und einer Abschluss Party auf dem Programm.

Rund um den CSD finden verschiedene Veranstaltungen statt: Von Filmvorführungen über Infoveranstaltungen bis hin zu einer Ausstellung.

Film-Premiere im Schauspiel: „Tristan und Isolde“

Merle Wasmuth spielt im Film des Schauspiels,
 "Tristan und Isolde" mit.
Das Schauspiel Dortmund präsentiert die Film-Premiere „Tristan und Isolde“ im Rahmen des Theaterfestes am kommenden Samstag, 22. August, um 17.30 Uhr im Institut. Der Film von Marcus Lobbes und Jan Voges stellt Wagners Libretto, das der 2. Szene des 2. Aufzugs zugrunde liegt, in den Mittelpunkt einer Betrachtung über die Liebe in digitalen Zeiten. Tristan und Isolde – das Liebespaar in Richard Wagners gleichnamigem Musikdrama kann nur im Tod zueinander finden. Außer sich selbst geratend heben die Liebenden alle Grenzen auf: Musikalisch und sprachlich verschmelzen sie in jener Liebesnacht, in der ihre verbotene Liebe entdeckt wird und sich ihr Tod ankündigt. Marcus Lobbes führt Regie, Jan Voges ist für Kamera und Video-Art zuständig, Mona Ulrich zeichnet für die Kostüme verantwortlich. In den Titelrollen sind Frank Genser und Merle Wasmuth zu sehen. Der Eintritt für die halbstündige Film-Präsentation ist frei.

Donnerstag, 20. August 2015

Schauspiel: "Die Show" hat Sonntag Uraufführung

Sebastian Kuschmann
"DIE SHOW – Ein Millionenspiel um Leben und Tod" von Kay Voges, Anne-Kathrin Schulz und Alexander Kerlin, hat Sonntag (23.8.), 19.30 Uhr, Uraufführung im Schauspielhaus - ein Stück frei nach Wolfgang Menge und Tom Toelle.

„Wetten dass..? war gestern - jetzt geht es um alles! Das deutsche Volk hat schon viel zu lange die schönste Saalwette gekürt, den Dschungelmonarchen gekrönt, das Topmodel gecastet, den Superstar gesucht oder den Raab geschlagen. Jetzt flüchtet ein Mensch um sein Leben und muss über alle Grenzen. Für eine Million Euro. Und Sie sind live dabei! Die spektakulärste Show der Gegenwart! Mit zahlreichen internationalen Showacts wie Baby Bengg aus Japan – moderiert wie immer von Ihrem geliebten Bodo Aschenbach und seiner reizenden Assistentin Ulla!“

So wirbt der Fernsehsender DIE-TV für die heftig umstrittene DIE SHOW. Wer riskiert für 1.000.000,- Euro sein Leben und tritt an gegen das gerissene Killer-Kommando? In der zehnten Staffel heißt dieser Mann Bernhard Lotz: Ein freundlicher Bäckergeselle aus Dortmund, durchtrainiert bis in die letzte Muskelfaser, wagemutig und vielseitig ausgebildet wie ein antiker Zehnkämpfer. Aber wird Lotz es schaffen, die fünf überharten Spiele zu durchstehen, die sich Bruno Hübner, Natascha Linovskaja und Howie Bozinsky vom Kommando für ihn ausgedacht haben? Und wird er den sechsten Tag überleben und es bis ans Ziel seiner Träume schaffen, wenn das Kommando ihn quer durch Dortmund treibt und nichts im Sinn hat als ihn zu töten? Wer bekommt am Ende den Geldkoffer, der im Schauspielhaus Dortmund deponiert ist – Flüchtling oder Jäger?

Die Regeln des Spiels (entwickelt in enger Abstimmung mit §22 des Gesetzes zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung vom 1. März 2014) sind wie folgt: Spielarena ist das gesamte Dortmunder Stadtgebiet. Der Kandidat ist unbewaffnet. Seine Jäger haben am sechsten Tag die Lizenz zum Töten. Je später sie ihn töten, desto höher ihr Preisgeld. Der Kandidat gewinnt das Spiel nur, wenn er während der Live-Show auf der Bühne eigenständig den roten Buzzer drückt.

Noch einmal aus dem Werbetext von DIE-TV: „Lassen Sie sich also prächtig unterhalten, wenn eine Kreatur um ihr Leben ringt. Das ist Ihr gutes Recht als Fernsehzuschauer. Und urteilen Sie selbst: Hat Bernhard Lotz ein besseres Leben verdient – oder den Tod?“

DIE SHOW ist ein Stück von Kay Voges, Alexander Kerlin und Anne-Kathrin Schulz, für das die drei Theatermacher u.a. die Mediensatire „Das Millionenspiel“ von Wolfgang Menge (1970) weiterentwickelt und um zahlreiche Gegenwartsbezüge erweitert haben: Flucht, Grenzen, die Zukunft Europas und des Nationalstaats Deutschlands sowie die medialen Diskurse und Vorurteile um diese Themen herum – eingefasst in ein Show-Format, dass so scheinbar harmlos und sexy daherkommt wie „Wetten Dass..?“ oder „Tutti Frutti“. Ist die DIE SHOW also Fernsehen at its best? Unterhaltung, Politik, Nationalgefühl, ungebremste Schaulust, populistische Vorurteile und Meinungsmache bauen sich in der DIE SHOW aneinander auf – und zwar wie so oft in der Betrachtung und Bewertung des Elends eines Einzelnen.

Bernhard Lotz steht exemplarisch für das menschliche Drängen hin zu einem besseren Leben – was vom Publikum bekanntlich so lange goutiert wird, bis es sich selbst davon bedroht fühlt. Denn der Spaß hört immer genau dort auf, wo sich das Gefühl ausbreitet, die eigenen Honigtöpfe seien in Gefahr. Wer um seinen Besitz bangt, wer in Sorge um die Sippe ist, macht bekanntlich die Schotten dicht, lässt die Rollläden herab, zieht kilometerlange Stacheldraht-Zäune und Mauern hoch und schaut dann nachdenklich dabei zu, wie sich die Elenden die Stirn an den selbst gezogenen Grenzen blutig schlagen. Ein Spiel? Auch für die DIE SHOW gilt die alte Weisheit: Nichts ist ohne Ambivalenz.

www.theaterdo.de




Harenberg: Westfälischer van Bremen Klavierwettbewerb geht in die 13. Runde

In der 18. Etage hoch über den Dächern der Stadt
zeigen die jungen Pianisten ihr Können.
Foto: van Bremen
Bereits zum 13. Mal sind Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 21 Jahren sowie Jung- und Vollstudierende an den Musikhochschulen aus ganz Nordrhein- Westfalen eingeladen, sich in vier Altersgruppen beim Westfälischen van Bremen Klavierwettbewerb zu messen.

Der Wettbewerb findet am 21. und 22. November 2015 in der 18. Etage des Harenberg City Centers statt. In vier Altersgruppen ist ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 4.500 Euro ausgeschrieben. Der Wettbewerb wird von der Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung, der Dortmunder Volksbank Stiftung, der Mozart Gesellschaft Dortmund, der Steuer- und Beratungskanzlei Audalis und dem Harenberg City Center gefördert. Die Wettbewerbsflügel der handgefertigten S- und CF-Serie werden von der Firma YAMAHA zur Verfügung gestellt.

Viele Preisträger haben diesen Wettbewerb als Stufe auf ihrer Karriereleiter genutzt. Sie sind jetzt erfolgreich im pädagogischen oder künstlerischen Studium, bei internationalen Wettbewerben, Festivals oder Konzertreihen.


Preisträgerkonzert am 28. November

Das Preisträgerkonzert findet am Samstag, den 28. November 2015 um 19:30 Uhr im Amphi Saal des Harenberg City-Centers statt. Der Eintritt ist frei. Begrenzte Sitzplätze, Anmeldung erwünscht.

Für die Jury haben sich zur Verfügung gestellt: Petra Riesenweber, Musikschule und Theater Dortmund; Julia Gass, Konzertkritikerin, Ruhr Nachrichten Dortmund; Prof. Georg Friedrich Schenck, Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf; Atsuko Seki, HfM Detmold; Prof. Michael Rische, Konzertpianist, Dozent HfM Köln; Prof. Werner Seiss (TU Dortmund), Rainer Maria Klaas, Konzertpianist und künstlerischer Leiter des Westfälischen van Bremen Klavierwettbewerbs.


Sonderpreise Ferruccio Busoni

Am Vorabend des 150. Geburtstages von Ferruccio Busoni am 1. April 2016 schreibt der 13. van-Bremen-Wettbewerb zwei Busoni-Sonderpreise in den Altersgruppen III bzw. IV für die Interpretation eines der Klavierwerke des Komponisten aus. In Frage kommen ausschließlich nach 1900 entstandene Werke, soweit sie nicht reine Transkriptionen (nach Bach, Liszt, Schönberg etc.) sind. Empfohlen werden insbesondere die sieben Elegien (1907-09), die sechs Sonatinen (1910-1920), die Vierte Ballett-Szene (1913), das Indianische Tagebuch (1915) die Toccata (1920) sowie die Chopin-Variationen (Fassung 1922). Diese Werke können im Pianohaus van Bremen eingesehen werden.

Mittwoch, 19. August 2015

Evangelische Kirche Sölde: Simone Fleck kommt

Simone Fleck
Am 28. August wird die Kirche an der Sölder Straße 84  um 19.30 Uhr wieder zur "Kulturkirche". Die Dortmunder Kabarettistin Simone Fleck ist mit ihrem Programm "Von Windeln verweht" zu Gast und startet damit das Georgsfest 2015.

„Von Windeln verweht“ - das ist die „Sandwich-Generation“ zwischen Kinder- und Elternbetreuung, die Zielgruppe pseudopädagogischer Fernsehsendungen über optimale Kinder- und Seniorenhaltung. „Vorsorge“ wird „Hauptsorge“, wir verbringen komplette Abende mit „Zahnzwischenraumbürsten“ in unserer Mundhöhle. Trendsetterinnen versorgen uns im Zumba - Rhythmus mit Heilsversprechen, ayurvedischen Eierstockpirouetten und linksdrehenden Mondwassern. Nach dem Motto: „Früher hatten wir Spaß – heute leben wir gesund“. Natürlich in vorderster Front: „Oma Wally“, Simone Flecks Lieblingsfigur. Gewohnt boshaft und charmant kommentiert sie aktuelle Entwicklungen und fetzt zu karibischen Klängen zügellos über die Bühne. „…Wer zuletzt in Windeln pennt, weiß wie schnell die Zeit verrennt!“

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf in den Gemeindebüros Sölde, Sölder Str. 84 (0231.222269-71) und Aplerbeck, Ruinenstraße 37 ( 0231.222269-11) zum Preis von 14 €. An der Abendkasse sind Karten zum Preis von 16 € erhältlich.

Oper: Matinee zu „Tristan und Isolde“

Opernintendant Jens-Daniel Herzog und Generalmusikdirektor Gabriel Feltz geben am Sonntag, 23. August 2015, um 11.15 Uhr eine Einführung zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“. Die Sopranistin Rebecca Teem (Isolde), die Mezzosopranistin Martina Dike (Brangäne) und der Tenor Lance Ryan (Tristan) werden musikalische Ausschnitte präsentieren. Moderiert wird die Matinee im Opernfoyer von Chefdramaturg Georg Holzer.

Regisseur und Opernintendant Jens-Daniel Herzog stellt sein Konzept zu Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ vor. Wagner hat das Kunststück geschafft, das ein Werk zum Mythos macht: Mit einer Handlung, die sich mühelos in zwei Sätzen zusammenfassen lässt, rührt er so an die Grundfesten der menschlichen Existenz, dass diese Geschichte zum unerschöpflichen Klassiker wurde. Und wie jeder Klassiker lässt sich auf verschiedenen Ebenen erzählen: als großen, symbolischen Kampf zwischen der unergründlichen Welt des Gefühls und den Kräften der Vernunft und der Ordnung, aber auch als konkretes Drama um zwei Menschen, deren Wünsche an gesellschaftlichen Zwängen scheitern. Das ist die Geschichte der mittelalterlichen Überlieferung, die Geschichte von Wagners Leben zur Zeit der Komposition von „Tristan und Isolde“ und unser aller Geschichte bis heute. Das macht die Oper bis heute lebendig.

Generalmusikdirektor Gabriel Feltz wird auf die Besonderheiten der Musik von „Tristan und Isolde“ eingehen und erklären, warum die Oper als Wagners Opus Magnum und eine als der einflussreichsten Kompositionen des 19. Jahrhunderts angesehen wird. Seine Ausführungen wird Feltz dabei am Klavier veranschaulichen.

Besucherinnen und Besucher der Dortmunder Oper haben die erste Gelegenheit, die Solisten Rebecca Teem, Martina Dike und Lance Ryan zu hören. Die Amerikanerin Rebecca Teem, die die Partie der Isolde übernimmt, war u.a. an Opernhäusern in New York und Berlin zu erleben. Auch die Schwedin Martina Dike und der Kanadier Lance Ryan treten zum ersten Mal in der Oper Dortmund auf. Beide standen bereits auf der Bühne des Bayreuther Festspielhauses und genießen als Wagner-Interpreten internationale Bekanntheit.

Karten für die Veranstaltung (7,35 Euro / erm. 4,15 Euro) an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

Dienstag, 18. August 2015

Dortmunder U: TU zeigt Ausstellung zum dreidimensionalen Denken

"Bauplan nicht vorhanden" heißt die Ausstellung, die die TU Dortmund ab dem 19. August auf der Hochschuletage im Dortmunder U präsentiert. Vier junge Künstlerinnen stellen ihre Werke aus, die Forschung und Studium verbinden.

Mit "Bauplan nicht vorhanden" ist die Ausstellung betitelt, die die TU Dortmund ab dem 19. August auf der Hochschuletage im Dortmunder U präsentiert. Die neue Ausstellung zeigt vier künstlerische Positionen mit unterschiedlichen Zugängen und spannt so einen weiten Bogen der Möglichkeiten der interdisziplinären Arbeit in der Kunst.

Vier junge Künstlerinnen stellen im Dortmunder U aus. Sie verbinden die Forschung in der [ID]factory, dem Zentrum für Kunsttransfer an der TU Dortmund, und das Studium bei Prof. Ursula Bertram, Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund.

Johanna Bielawski zeigt plastische Objekte in amorphen Formen und verweist gleichzeitig in ihren Videoarbeiten auf die Rezeption genau dieser Arbeiten. Dabei balanciert sie auf der Grenze zwischen Ironie und Kritik.

Bianca Luig folgt dem Prinzip des Kunsttransfers mit ihrer Arbeit zwischen Medizin und Kunst. Mit dieser intensiven künstlerischen Auseinandersetzung beansprucht Bianca Luig keinen Therapieansatz, sondern präsentiert eine Möglichkeit der Visualisierung des Unsichtbaren eines noch unerforschten Phänomens.

Julia Batzdorfs große Rauminstallation atmet im Raum. Auf der Basis von Motoren, Dehnungen und Stauchungen entsteht ein sich ständig veränderndes Raumgefüge.

Judith Klein entwirft ein Konzept zwischen Informatik und künstlerischer Forschung, das sich mit der Debatte um Informationsfreiheit, Informationswert und dem gesellschaftlichen Umgang damit in einer zunehmend digitalisierten Welt beschäftigt.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 19. August, durch die Professorin für Plastik und interdisziplinäres Arbeiten Ursula Bertram im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Bis zur Dortmunder Museumsnacht am 19. September sind die Arbeiten zu den Öffnungszeiten der Hochschuletage zu sehen: dienstags und mittwochs von 11 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 11 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 3. September, findet um 18 Uhr eine Künstlerführung statt, bei der alle vier Künstlerinnen anwesend sind.

Mitmachausstellung: "Kakao und Schokolade" bei mondo mio!

Daniela Schneckenburger  (2.v.l.) zeigte sich begeistert.
Bild: Gerhard P. Müller
Im Mittelpunkt der Mitmachausstellung, die bis zum 8. November im Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark zu sehen ist, steht die Geschichte der Schokolade und ihre Herstellung.

Dezernentin für Schule, Jugend und Familie der Stadt Dortmund, Daniela Schneckenburger, eröffnete die Sonderausstellung "Kakao und Schokolade” im Kindermuseum mondo mio! im Dortmunder Westfalenpark. Im Mittelpunkt der Mitmachausstellung, die bis zum 8. November bei mondo mio! zu sehen ist, steht die Geschichte der Schokolade und ihre Herstellung. Kinder ab sechs Jahren können diese mit allen Sinnen entdecken und erleben, wie die beliebte Süßigkeit vom Rohstoff bis zur Schokoladentafel entsteht.

Der Ausstellungsbesuch besteht aus einem 90-minütigen Mitnasch-Programm, für das man sich vorher anmelden muss. Auf einer Zeitreise erleben die Teilnehmer die Geschichte der Schokolade vom Aztekenreich bis zur modernen Schokoladenfabrik. Man erfährt nicht nur, dass Schokolade aus bitteren Kakaofrüchten gemacht wird, die im tropischen Regenwald wachsen, sondern kann die frischen Kakaofrüchte auch probieren. Aus getrockneten Kakaobohnen wird dann gemeinsam das aztekische Kakaogetränk "xocoloatl" zubereitet.

Im zweiten Teil des Programms wird dann in der Schokoladenwerkstatt Schokolade selbst hergestellt. Daniela Schneckenburger zeigte sich begeistert: "Das ist eine wirklich tolle Ausstellung, an der viele Familien Freude haben werden. Neugierige Naschkatzen erfahren jede Menge Spannendes über die Geschichte und Biologie der Kakaopflanze."

"Kakao und Schokolade" ist eine Ausstellung des Museums im Koffer e.V. Nürnberg und Ferrero Deutschland GmbH mit Unterstützung durch das Infozentrum Schokolade. Die Präsentation der Ausstellung in Dortmund wurde ermöglicht durch die Stiftung ProFiliis und Vivani. "Dank der Förderung durch ProFiliis konnten wir diese beliebte Ausstellung zum zweiten Mal nach Dortmund holen", freut sich Museumsleiterin Elisabeth Limmer.

Für das Mitnasch-Programm ist eine Anmeldung erforderlich. Termine für Familien finden immer sonntags von 14:00 bis 15:30 Uhr und von 16:00 bis 17:30 Uhr statt. Die Kosten betragen 5,00 € pro Person zuzüglich zum Parkeintritt. Unter dem Titel "Das Schokoladengeheimnis" gibt es während des Ausstellungszeitraums auch ein spezielles Angebot für Kindergeburtstage. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 130,00 Euro für zehn Kinder. Zudem werden Termine für Schulklassen und Gruppen angeboten. Anmeldung unter 0231 50- 26127.

Montag, 17. August 2015

Friedensfestival 2015: Kleinkunst statt Kleingeist

Die Singer-Songwriterin Vanessa Voss (r.)
 hat mit jungen Flüchtlingen den Song
 "Dieser Weg" von Xavier Naidoo einstudiert.
 Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador
Der DGB und seine Gewerkschaften, unterstützt durch die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, laden vom 31. August bis 4. September wieder zum "Friedensfestival Dortmund" am Katharinentor ein.

Als Kontrastprogramm organisierte die Gewerkschaft ver.di 2011 in der Woche vor einem Aufmarsch von Neonazis und Faschisten aus ganz Europa ein beschwingtes Fest an der Katharinentreppe. Eine Woche lang präsentierten Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Initiativen die Vielfältigkeit und Toleranz der Stadt und nahmen somit den Neonazis einen wichtigen Platz für ihre Veranstaltungen weg. Seit 2012 wird dieses Fest unter der Federführung des DGB organisiert und weiterentwickelt und ist zu einem festen Termin im Kalender vieler engagierten Menschen in Dortmund geworden.

Auch in diesem Jahr setzen die Organisatoren, vom 31. August bis zum 4. September, wieder auf Kleinkunst gegen "Kleingeist" und haben ein Programmmix aus Kabarett, Musik und Poetry Slam zusammengestellt. Genauso wie der Kulturteil ist auch der inhaltliche Teil: politisch, anspruchsvoll und engagiert.

Zusammen mit der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, die das Festival auch in diesem Jahr wieder unterstützt, sind Dortmunder Bürgerinnen und Bürger herzlich zum fünften Dortmunder Friedensfestival eingeladen.

Das Friedensfestival ist eine Veranstaltung des DGB-Stadtverbandes Dortmund, unterstützt durch die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund.

Flyer Friedensfestival Dortmund [pdf, 1,3 MB]

Nordstadt: 5. Hafenspaziergang mit vielen Highlights

Die Veranstalter freuen sich,
beim Hafenspaziergang 2015 ein spannendes
 Programm präsentieren zu können.

Bild: QM Nordstadt
Schon zum fünften Mal laden Akteure des Hafen-Quartiers am Samstag, 22. August ab 14 Uhr zum "Hafenspaziergang" ein. Die Besucher können sich auf 55 Veranstaltungen an 26 verschiedenen Orten freuen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Es gibt viel Musikalisches, Kulturelles, Informatives und Kulinarisches zu entdecken.

Auf mehreren Bühnen zwischen Schützenstraße und Schmiedinghafen gibt es ab nachmittags bis in den späten Abend hinein Live-Musik nonstop. Das Halleluyeah-Festival in der Pauluskirche ist eines der Herzstücke des Hafenspaziergangs und bietet acht Stunden Genuss für jeden Geschmack: Das Repertoire reicht von Electronic über Pop bis hin zu Indie und Punk.

Von klassischer Kirchenmusik bis Mitmachaktionen

Wer klassische Kirchenmusik bevorzugt, wird in der Christuskirche in der Feldherrnstraße auf seine Kosten kommen. Nicht weit davon entfernt lädt die Bühne "Songs & Stories, Live on Stage!" zum Open Air in den Blücherpark mit einem besonderen Leckerbissen gleich zu Anfang ein: Blue Elephant gelten als "funkiest Jazz-Big-Band in town".

Wer Kultur aus dem Stadtteil erleben möchte, wird im Interkulturellen Zentrum oder an der Bühne St. Aposteln fündig. Bis spät in die Nacht getanzt werden kann anschließend beim Eventschiff Herr Walter. Auch hier gibt es bereits nachmittags ein musikalisches Highlight Die Dortmunder Band Klangpoet + Guests erlangte bereits nationale Bekanntheit.

Weitere große und kleinere Akteure des Quartiers bieten Führungen, Kunst- oder Mitmachaktionen für Groß und Klein sowie Live-Auftritte an. Es gibt auch zahlreichen Angebote von Kultur-Vergnügen im Alten Hafenamt, die Hafen-Rundfahrten auf der Santa Monika sowie die Stadtgeschichtlichen Führungen der Borsigplatz VerFührungen.

Viele Akteure zum ersten Mal dabei

Erstmalig ist das Depot dabei, das sich mit einer Ausstellung und offenen Ateliers einbringt. Im Rahmen von Führungen wird der Wandel des Industrie-Gebäudes zum Kulturort erläutert. Auch drei noch recht junge Akteure des engeren Hafengebietes lstellen sich beim Hafenspaziergang vor: Die Tyde-Studios unmittelbar unterhalb des Alten Hafenamtes präsentieren einen Mix aus Live-Musik, Poetry und Clubkultur; der Projektspeicher, bestehend aus der Firma Mausbrand und dem Verein Export 33, bietet reichhaltig Kulturelles mit einer Licht/Klang-Live-Performance als spätabendlichen Höhepunkt an der Speicherstraße an. Die Werbeagentur Der Kraken hat Mitmach-Aktionen im Alten Hafenamt im Angebot.

Ebenfalls zum ersten Mal sind die Vereine Halte-Stelle e.V. und die Lebenshilfe Dortmund mit dabei, die ihre Einrichtungen und soziale Angebote vorstellen. Mit dem "Schmetterlingshaus" beteiligt sich auch eine private Hausgemeinschaft. Der Planerladen e.V. informiert dort über das Projekt "Bilderflut".

Auf der "schwimmende Brücke" den Stadthafen überqueren

Eine Hauptattraktion auf dem Wasser wird es auch in diesem Jahr geben: Mithilfe einer eigens installierten schwimmenden Brücke wird die Überquerung des Stadthafens zu Fuß möglich sein. "Dies begeisterte bereits beim letzten Hafenspaziergang Tausende", freut sich Heike Schulz vom Quartiersmanagement Nordstadt, die den Hafenspaziergang koordiniert, über eine Idee der Dortmunder Hafen AG.

Programmflyer informiert über alle Angebote

Der Programmflyer zum "Hafen-Spaziergang" ist beim Quartiersmanagement Nordstadt und als Download erhältlich. Ein Shuttle-Bus der DSW hilft beim Erreichen der Veranstaltungsorte. Ideal lässt sich der Hafenspaziergang auch mit dem Fahrrad erkunden. Wer mag, kann sich aber auch per Rikscha zum nächsten Veranstaltungsort radeln lassen: In Kooperation mit dem Kurierdienst "Heißer Reifen" ist eine E-Rikscha unterwegs und bringt die Besucher gegen eine kleine Spende zu einem beliebigen Ort des Hafenspaziergangs. Auch ein Besuch des ebenfalls kostenlosen Summersounds DJ-Picknick im benachbarten Fredenbaumpark bietet sich den "Hafenspaziergängern" an.

Die Veranstaltung Hafenspaziergang wird ermöglicht durch DOGEWO21, Julius Ewald Schmitt GbR, LEG Wohnen NRW GmbH, Spar- und Bauverein eG sowie Vivawest Stiftung gGmbH, Entsorgung Dortmund GmbH sowie die Dortmunder Hafen AG und die Kronen Privatbrauerei Dortmund GmbH. Das Quartiersmanagement Nordstadt wird aus Mitteln der Stadt Dortmund finanziert.

Sonntag, 16. August 2015

Cabaret Queue: Simone Fleck, Stephan Bauer und viele(s) mehr

Stephan Bauer gehört im September
zu den Gästen im Cabaret Queue.
Hier kommt das September-Programm im Cabaret Queue an der Hermannstraße 74 in Hörde:
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Mi. 02.09.

Fr. 11.09.

Mi. 16.09.

Mi. 30.09.

VVK: € 24.-

AK: € 26,- incl. Buffet

(Am Wochenende € 29.- /€ 32.-)

Einlass: 18:00 Uhr (!)

Beginn: 18:30 Uhr

Dinner Attacke

MITTWOCHs und gelegentlich FREITAGs im Cabaret Queue - satirisch-kulinarisch-lustisch! Gönnen Sie sich mal wieder mal ein leckeres italienisches Abendessen vom Buffet. Inklusive Comedy, Musik, Varieté, ja sogar mit politischem Kabarett?! Würde ihnen das gefallen? Vielleicht haben Sie schon immer darauf gewartet unsere Künstler näher kennen lernen zu dürfen. Sie wissen natürlich nicht wer auftritt, aber Sie sitzen auf jeden Fall schon mal bequem beim leckeren Essen. Die Platzreservierungen übernehmen wir! 
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Do. 03.09.

Do. 17.09.

VVK: € 29,50 incl. Menü

AK: € 33,-

Einlass: 18:00 Uhr (!)

Beginn: 18:30 Uhr

Lachen,Live&Lecker

4-GANG MENÜ im Cabaret Queue! Kaum haben Sie sich auf den ersten von vier leckeren Gängen eingelassen, wechselt Ihre Aufmerksamkeit nach Entre und zweitem Gang zur Bühne und das nächste Appetithäppchen genießen Sie in Form einer Prise Kleinkunst. Um sich dann nach Ihrem 4-Gänge-Menü (das Mineralwasser ist übrigens im Preis inbegriffen) erst richtig von den Künstlern des Hauses von der Bühne aus verwöhnen und bespaßen zu lassen! Ein runder Abend, oder? 
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Fr. 04.09.

VVK: € 21,-/19,-/17,- incl.Geb.

AK: € 23,-/21,-/19,-

Beginn 20:00 Uhr

Peter Vollmer
“Frauen verblühen – Männer verduften“ Folge 2

Viele Männer verduften, aber einer kommt – zum Glück! – immer wieder zurück. Diesmal mit der lang ersehnten Fortsetzung seines Erfolgsprogramms. Bei einem Mann in der Lebensmitte besteht allerdings weiterhin akute Fluchtgefahr. Er hat Altersgenossen wie Brad Pitt, Til Schweiger und Henry Maske vor Augen – also quält er sich im Hamsterrad der Fitnessmühle.
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Sa.12.09.

VVK: € 21,-/19,-/17,- incl.Geb.

AK: € 23,-/21,-/19,-

Beginn 20:00 Uhr

HG. Butzko

„Super Vision“

HG. Butzko, der Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts, ist wieder da, mit seinem brandneuen Programm „Super Vision“. In der Laudatio zum Deutschen Kleinkunstpreis heißt es über ihn: „Die Jury zeichnet einen politischen Kabarettisten aus, der mit anspruchsvoller Komik

und analytischer Schärfe selbst höchst komplexe Zusammenhänge darstellt. Er ist ein Meister des investigativen Kabaretts.“ Und Dieter Hildebrandt urteilte mal über Butzko: „Sein Kabarett ist so nachhaltig, dass es einen noch Tage drauf beschäftigt.“ 
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Di.15.09.

Eintritt frei

Einlass 18:00 Uhr

19:00 Uhr Live-Musik,

danach Film und Talk

Ganz schön Dortmund

Open Screening - ein Kurzfilmabend des Dortmunder Filmklubs – wieder mit Dokumentationen, Reportagen über das Dortmunder Kulturleben und Geschichten von nicht-kommerziellen Filmemachern aus Dortmund.

Im Mittelpunkt stehen in den maximal 10-minütigen Filmbeiträgen Kunstaktionen, Künstler-Porträts, Momentaufnahmen von kulturellen Highlights in Dortmund genauso wie von Ereignissen aus den Vororten, aber auch experimentelle Auseinandersetzungen mit dem Erscheinungsbild der Stadt und Kurzspielfilme.

Dazu gibt es Gespräche mit den Protagonisten und den Machern der Filme, moderiert von Volker Krieger, dem Leiter des Dortmunder Filmklubs – und Live-Musik 
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Fr. 18.09.

VVK: € 21,-/19,-/17,- incl.Geb.

AK: € 23,-/21,-/19,-

Beginn 20:00 Uhr

Simone Fleck

„Körperwelken“ - In Simone Flecks erfolgreichem Dauerbrenner fletscht „Oma Wally“ wieder ihre dritten Zähne, rappt mit Krückstock und seziert gnadenlos den deutschen Alltag: von der Ecstasy-Disco Ü70 bis zum burn-out bei Haustieren. Wer versteht auf Mallorca noch Spanisch und stimmt die These, dass sportliche Brüste die Lebenserwartung steigern? Und wohin mit den missratenen Implantaten? In die gelbe Tonne? Und warum ist eine gesunde Darmflora nicht nur was für Gartenfreunde? Im flotten Wechsel erleben sie wieder Simone Flecks Lieblingscharaktere von ihrer bissigsten Seite.
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Sa. 19.09.

VVK: € 22,-/20,-/18,- incl.Geb.

AK: € 24,-/22,-/20,-

Beginn: 20:00 Uhr

Stephan Bauer

„Warum heiraten – leasing tut’s auch“. Nach 6 trostlosen Jahren als Single ist Stephan Bauer endlich wieder unter der Haube. Und was für eine Granate! 25 Jahre alt, Traummaße, klug und selbständig: Ein Sechser im Lotto. Trotzdem fühlt sich die neue Beziehung aber nur an „wie 3 Richtige mit Zusatzzahl“: flatrate-Saufen, Facebook und ausschweifende Sexphantasien bei ihr treffen auf Ruhebedürfnis, Bionahrung und Missionarsstellung! Es ist eben der alte Konstruktionsfehler des Mannes: der liebe Gott hat uns ein Hirn und einen Penis gegeben, aber nicht genug Blut um beide Körperteile gleichzeitig zu versorgen. Sensationelle Lachsalven garantiert! 
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Di. 22.09.

VVK: € 8.-/10.- incl.Geb.

AK: € 10.-/12.- (Steh-, Sitzplatz)

Beginn: 20:00 Uhr

Das MitSingDing

Schönsänger, Gernsänger, Herdensänger, Unter-der-Dusche-Sänger treffen sich "am Schlagerfeuer" im Cabaret Queue und singen mit allen Alles. Chart-Hits, Gassenhauer, Schlager, Evergreens – zusammen erobern wir uns Lieder von A wie Anita bis Z wie Zombie.

Stefan Nussbaum singt und spielt Gitarre, der Beamer wirft die Texte an die Wand und die Stimmung kommt von ganz allein, denn: alle singen hit ...UND DAS MONATLICH IM CABARET QUEUE
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Fr. 25.09.

VVK: € 21,-/19,-/17,- incl.Geb.

AK: € 23,-/21,-/19,-

Beginn 20:00 Uhr


Barbara Ruscher

Ekstase ist nur eine Phase (Vorpremiere)

Was machen eigentlich vegane Kannibalen? Diät? Wie gewohnt stellt sich Barbara Ruscher charmant, cool, intelligent und staubtrocken erneut den großen Fragen des Zeitgeistes. Immer zwischen Tiefsinn und Humor angesiedelt sind ihre herrlich skurrilen Songs, Stand-ups und Poetry-Texte. Mit intelligentem Witz analysiert sie gekonnt die Auswüchse unserer Gesellschaft und fragt sich, ob man offene Schädelverletzungen mit Arnika-Globuli behandeln kann. Außerdem liest sie neue Kapitel aus ihrem Kult-Bestseller „Fuck the Möhrchen – ein Baby packt aus“ - die originelle Schreibweise aus Sicht eines allwissenden Babys ist schreiend komisch und eine gekonnte Satire auf den Frühförderungswahn unserer Gesellschaft.