Freitag, 25. Dezember 2015

„200 Jahre Westfalen. Jetzt!“: Neuer Schwerpunkt zu Heimat und Fremde, Gegensätzen und Toleranz

Westfälischen Nachrichten, 1955, Foto: Bernhard Hülsmann,
© Heimatverein Borghorst e.V.
Im neuen Jahr wird die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ ein letztes Mal umgebaut. In ihrem 400 Quadratmeter großen Hauptraum wird dann das dritte und letzte Territorium zu sehen sein. Nach den Themenkomplexen „Aufbruch in die Moderne“ und „Industrie, Mobilität und die Produktion mit Wasserkraft“ hießt es ab dem 7. Januar 2016: „Was uns bewegt – Gegensätze und Toleranz“. Das Territorium ist eine wandelbare „Spielfläche“, während die fünf anderen Bereiche der Ausstellung unverändert bis zum 28. Februar 2016 zu sehen sind.

Die Exponate und deren Inszenierung erzählen von Heimat und Fremde, berichten von denen, die „schon immer“ da waren, von begeistertem, lebendigem Katholizismus und mildtätigem Pietismus, von religiöser Vielfalt, von Immigration und Emigration. Es geht um einen westfälischen Prinzen, der wegen Spielschulden in die Ferne geschickt wurde, um Vertriebene, die in Weckgläsern Heimaterde mitbrachen, um das „Experiment Espelkamp“, um Zwangsarbeit und auch um ein lange verleugnetes Massaker im Arnsberger Wald.

Die Ausstellung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Westfälischen Heimatbund, der 2015 sein 100-jähriges Bestehen feiert. Schirmherrin ist Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

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