Montag, 23. November 2015

„Wintervergnügen“: Traditionelle Weihnachtsausstellung im MKK

Wilde Schlittenfahrten oder hitzige Schneeballschlachten – der Winter hält zahlreiche Vergnügungen für Groß und Klein bereit. Wenn der Schnee die Landschaft in glitzerndes Weiß hüllt, ist es Zeit fürs Skifahren, Schneemann bauen oder Schlittschuhlaufen. Solche Winterfreuden locken die Menschen auch bei frostigen Temperaturen nach draußen – und das schon seit Jahrhunderten, wie die Weihnachtsausstellung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) beweist.

Die 15. Weihnachtsausstellung des MKK zeigt bis zum 31. Januar 2016 mit zahlreichen Exponaten, wie sich die Wintersportarten über die Jahrhunderte entwickelten und auf welche Weise sich die Menschen früher und heute die Winterzeit verschönerten.

Neben der Schneeballschlacht und dem Schneemannbauen stellt die Kuratorin der Ausstellung, Kulturwissenschaftlerin Susanne Bauer, drei Themen in den Mittelpunkt: Skifahren, Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren.

Seit über 5000 Jahren verwenden Menschen Skier als Fortbewegungsmittel, doch erst seit relativ kurzer Zeit sind sie auch als Wintervergnügen allgemein beliebt. In der Ausstellung sind Skier aus verschiedenen Zeiten sowie Ski-Ausrüstungen zu sehen. Von den Anfängen des Ski-Tourismus berichten unter anderem die humorvollen Werke des Südtiroler Dichters Hubert Mumelter (1896-1981):

„Gefährlich wird der Skilauf leicht,
weil man Geschwindigkeit erreicht,
doch tritt hierbei fast allgemein,
statt Tod, der Orthopäde ein.“

Auch das Schlittschuhlaufen eine lange Tradition. Ab ca. 3000 v. Chr. sind Schlittknochen bekannt – Mittelhandknochen von Rindern oder das sogenannte „Eisbein“ des Schweins. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Schlittschuhe bis heute: vom Schlittknochen bis zum modernen Eishockey-Schlittschuh.

Schlitten sind seit vielen Jahrtausenden für den Transport von Menschen und Waren im Gebrauch. Zum Vergnügen werden sie seit dem 17. Jahrhundert auf künstlich angelegten „Rutschbergen“ verwendet. Die Ausstellung präsentiert Modelle aus verschiedenen Zeiten: beispielsweise einen Schlitten aus dem beginnenden 18. Jahrhundert oder ein Schlitten mit Lenkung aus der Zeit um 1930. Aus dem Schlittenfahren entwickelte sich der Bobsport. In der Ausstellung zu sehen sind ein Bob aus der Anfangszeit des Sports und ein moderner Wettkampfbob, in den sich die Besucher auch hineinsetzen dürfen.

Schlitten spielen auch an Weihnachten eine große Rolle: Nicht nur, dass der Weihnachtsmann die Gaben auf einem Schlitten fahrend zu den Kindern der ganzen Welt bringt. Schlitten und Skier sind auch begehrte Weihnachtsgeschenke und durften unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen. Oftmals wurden sie direkt ausprobiert. In der Ausstellung werden unter einem festlich geschmückten Weihnachtsbaum moderne Wintersportgeräte gezeigt.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Wintersport Museum in Winterberg statt und wird großzügig unterstützt durch die Dortmunder Volksbankstiftung.

Die Ausstellung ist geöffnet:

Di, Mi, Fr, So 10:00 – 17:00 Uhr

Do 10:00 – 20:00 Uhr

Sa 12:00 – 17:00 Uhr

Montag geschlossen

Eintritt:

Erwachsene: 5 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro

Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt

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