Donnerstag, 15. Oktober 2015

Theater im Depot präsentiert Jörg-Schultze-Neuhoff-Special

Szene aus "Götz"
Das Theater im Depot präsentiert ein Jörg-Schultze-Neuhoff-Special! Am 23.10. und 24.10. zeigt das Theater im ehemaligen Straßenbahndepot gleich zwei beeindruckende Solo-Stücke unter der Regie von Stefan Meißner: „Der Bau – Nach der Erzählung von Franz Kafka“ und „GÖTZ - Nach J.W. von Goethe“. Beide Stücke nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Seelen und Leben der Protagonisten, jeder ein Individuum das aneckt mit seiner Umwelt und irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.

In ihrer ersten gemeinsamen Produktion Kafka//Der Bau, mit der sie im ROTTSTR5 Theater! debütierten und drei Jahre durch die Spielstätten zogen, machten sich Stefan Meißner und Jörg Schulze-Neuhoff aus Bielefeld daran, mit wenigsten Mitteln die relativ unbekannte, unvollendete letzte Erzählung Kafkas auf die Bühne zu bringen. Unbeirrt von dem, was es an Interpretationen gab und ebenso unbeeindruckt von dem, was und wie andere Theater inszenieren. Dabei entstand ein Solostück, in dem tiefe Einblicke in die Seele einer gequälten Kreatur sichtbar und spürbar wurden.

Jörg Schulze-Neuhoff nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, mit in die Tiefen seines Baus. Klar geht es dabei „kafkaesk“ zu, bisweilen absurd. Doch die Erzählung, die in den 1920er Jahren entstand, führt zur Identifikation mit dem Hier und Jetzt, führt zum self-monitoring und zur digitalen Gesellschaft. Was bleibt ist ein mulmiges Gefühl. Doch keine Angst: Bisher ist noch jeder Zuschauer aus dem Bau zurückgekehrt.

„Jörg Schulze-Neuhoff führt den Zuschauer tief in die albtraumartige Gedankenwelt Kafkas“ –Theater Pur

„Zwei Sätze genügen, um sich in den einzigen Darsteller der Inszenierung zu verlieben.“ – Hildesheimer Allgemeine Zeitung

„90 Minuten Gänsehaut.“–Die Glocke

GÖTZ, frei nach Goethes „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“, ist die zweite Eigenproduktion der Beiden. Ein Mann auf der Bühne allein - die eiserne Hand zur Faust geballt. Der Originaltext steht in einer modernen Inszenierung. Zeitlos und zeitgemäß? Götz ist Mittelalter. Götz ist Faust- und Fehderecht. Naturrecht und Treue. Götz ist Rebell und Reaktionär. Ein Reichs- und Raubritter. Götz ist Postmoderne. Und Götz ist soviel mehr als sein schwäbischer Wutbürgergruß.

Wie in Kafka//Der Bau, geht es in ihrer Version des GÖTZ darum, den Konflikt des Protagonisten in seiner Welt, dessen Ideale, seinen Kampf und sein Scheitern darzustellen. Freiheit! Die restliche Interpretation obliegt dem mündigen Publikum.

Dieses Werk zu einem Solostück zu verarbeiten und somit ins Kleine zu übertragen ist eine Herausforderung. Dabei kann naturgemäß der Anspruch weder darin bestehen, möglichst viel der literarischen Vorlage zu präsentieren noch etwa der, mit erhobenem gesellschafts-politischen Zeigefinger waghalsige Parallelen zwischen Gestern und Heute zu ziehen. Meißner und Schulze-Neuhoff bleiben ihrem Konzept jedoch treu, große Literatur gerade auch für Nicht-Theatergänger anschaulich und spannend zu machen.

Entstanden ist das lebendige Porträt einer polarisierenden Person seiner Zeit – wie Goethe es gemeint haben könnte – 90 Minuten zeitgemäßen Theaters mit starken Bildern und starken Texten.

Informationen unter: www.götz-theater.com

„… Diese Inszenierung ist nicht Drama, sondern Leben, wirres, buntes und wechselvolles, sprühendes Leben,…durchdachte One-Man–Show…“ U. Meyer, Neue Westfälische

„Der brillante Jörg Schulze Neuhoff verhilft seiner Figur zu atemberaubender Präsenz.“ K. Flau, Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Weit weg von klassischen Inszenierungen haben Schulze-Neuhoff und Regisseur Stefan Meißner ein Stück geschaffen, das fesselt […]Schulze-Neuhoff […] besticht das Publikum durch Wandlungsfähigkeit und Intensität.
WESTFALEN-BLATT

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