Mittwoch, 21. Oktober 2015

Oper: "Hänsel und Gretel" hat bald Premiere

Was ursprünglich nur aus vier kleinen Musikstücken für ein Theaterstück im Familienkreis gedacht war, wurde zum Inbegriff der Weihnachtsoper. Pünktlich zur beginnenden Weihnachtszeit wird Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel" am Sonntag, 8. November 2015, um 16 Uhr im Opernhaus Premiere haben. Erik Petersen wird nach seinem gefeierten Regiedebüt mit Rossinis „Aschenputtel“ abermals ein Märchen für die ganze Familie an der Oper Dortmund inszenieren.

„Hänsel und Gretel“ war schon im 19. Jahrhundert eines der bekanntesten Märchen, verbreitet durch die Grimmsche Sammlung, der das Libretto jedoch nicht immer folgt. In der Oper gibt es keine böse Stiefmutter, die die Kinder im Wald aussetzen will. Es ist stattdessen eine über die Armut verzweifelnde Mutter, die Hänsel und Gretel zum Erdbeerpflücken in den Wald schickt und überglücklich ist, als sie ihre Kinder nach banger Suche wieder in die Arme schließen kann. Der Reiz dieser Fassung liegt in dem Gegensatz von ungeschminktem Realismus, mit dem die soziale Not der Familie gezeigt wird, und dem phantastischen Märchenstoff, der mit der Hexe, einem Sandmännchen und einem Taumännchen aufwartet.

Regisseur Erik Petersen setzt bei seiner Inszenierung auf große Bilder und kleine Details – und hat das Opernpublikum von morgen im Blick. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina hat bereits mit „Aschenputtel“ oder „Der gestiefelte Kater“ an der Oper Dortmund ihr Talent für wirkungsvolle Phantasiewelten unter Beweis gestellt. In ihrem Wald, in den sich Hänsel und Gretel verirren, wohnen nicht nur die böse Hexe oder Sand- und Taumännchen, sondern auch andere skurrile Waldwesen, die die Geschwister begleiten und beschützen.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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