Sonntag, 26. Juli 2015

Kunstverein zeigt Arbeiten von Jessica Gispert

"Sense of Selfed" heißt eine Ausstellung mit Werken von Jessica Gispert, die am Freitag (31.7.), 19 Uhr, beim Kunstverein, Park der Partnerstädte 2, in der Sommerreihe Durchblick eröffnet.

Die Arbeiten der aus Miami stammenden Künstlerin Jessica Gispert (*1984, lebt in Düsseldorf) verhandeln popkulturelle Phänomene wie Selbstinszenierung und Übersexualisierung und deren Einfluss auf die Identitätsbildung. Laut dem Kunsthistoriker LeRoy McDermott entstanden die ältesten bekannten Körperdarstellungen durch Selbstbeobachtung und nicht durch die Betrachtung Außenstehender. Die weiblichen Figurinen aus der jüngeren Altsteinzeit, wie beispielsweise die Venus von Willendorf (25.000 v. Chr.), sind demnach vielleicht die ersten Selbstbildnisse der Menschheit. Jessica Gispert nimmt diese Annahmen zum Anlass, in einer fotografischen Serie die gegenwärtigste Art des Selbstbildnisses – das Selfie – mit der ersten Selbstdarstellung der Menschheit zu konfrontieren.

Bei der alljährlichen Sommerausstellung Durchblick entwickeln geladene KünstlerInnen ein Ausstellungskonzept, das explizit für die Rezeption von außen über die große Fensterfront des Kunstvereins vorgesehen ist. Das Betreten der Ausstellung ist lediglich bei der Eröffnung möglich, danach kann sie nur noch über die rundumlaufende Fensterfront des Dortmunder Kunstvereins besichtigt werden. Währenddessen bleibt der Kunstverein geschlossen.


Begrüßung: Prof. Dr. Hartmut H. Holzmüller (Mitglied des Vorstandes)
Einführung: Oriane Durand (Künstlerische Leiterin)

Die Ausstellung ist bis Ende August zu sehen.

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