Donnerstag, 28. Mai 2015

Premiere in der Oper: "Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte"


"Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte", eine Familienoper von Marius Felix Lange (Libretto von Martin Baltscheit), hat am Sonntag (31.5.), 16 Uhr, Premiere im Opernhaus. Sie ist geeignet für Menschen ab 8 Jahren. Es handelt sich um eine Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf-Duisburg, und dem Theater Bonn.

Unter einem Baum findet Lena einen leblosen Vogel. Er schlafe nur, behauptet ihr Freund Leander, doch Lena ist sich sicher: „Wer so schläft, der wacht nicht mehr auf.“ Aus Angst, selbst nicht mehr aufzuwachen, beschließt Lena, gar nicht erst einzuschlafen. Tagelang, wochenlang. Weder Eltern noch Ärzte können sie von diesem Entschluss abbringen. Als die Dorfbewohner ihre Schlaflosigkeit zunehmend als Bedrohung empfinden, nimmt Leander seine Freundin mit auf die Suche nach einer Schlafmedizin. Es wird eine lange Reise, bei der sie viele Abenteuer zu bestehen haben und wunderliche Gestalten kennenlernen: drei Flößer, den Totengräber, eine Vogelprinzessin und den Mond, der sie – mal dicker, mal dünner – auf ihrem Weg begleitete, und dessen Mondkuchen einen so köstlichen Duft verströmt, dass er selbst Tote zum Leben erwecken könnte.

Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte ist eine wunderbar fantastische Geschichte über das Erwachsenwerden, den Tod, die erste Liebe und vor allem über die Kraft der Freundschaft. Sie stammt aus der Feder des Düsseldorfer Autoren und Zeichners Martin Baltscheit, dessen Kinderbücher mehrfach u.a. mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurden.

Vertont hat sie der Berliner Komponist Marius Felix Lange, der in seiner neuesten Kinderoper eine abwechslungsreiche Partitur für großes Orchester geschrieben hat, in der spätromantische Klänge neben schräg-parodistischen Tönen, Koloratur-Arien neben schlichtem Gute-Nacht-Lied stehen.

„Ein großer Wurf“, schrieb die WAZ über die Uraufführung am Theater Duisburg im Februar 2014. „Ein Wechselbad der Gefühle, mit Fantasie und Tempo, Witz und Romantik inszeniert von Johannes Schmid.“ „Tatjana Ivschina hat eine Bühne geschaffen“, war im opernnetz zu lesen, „die in ihrer Detailfreude, überraschenden Wendungen und großer Fantasie einlädt, sich ganz und gar in die Geschichte hineinziehen zu lassen.“

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