Montag, 4. Mai 2015

Borsig-VIPS – geführter Rundgang zu unbekannten Berühmten und Mythen

Der Autor, Regisseur und Schauspieler Rolf Dennemann erforscht die vernachlässigten Orte, erkundet Adressen, die bisher in den Geschichtsbüchern keine Erwähnung fanden. Diese Orte werden nun benannt. „Erinnerungsschilder“ weisen darauf hin. Hier erfahren Sie vom „Großen im Kleinen“, von unentdeckten Schriftstellern, Erfindern, Nachkommen einst berühmter Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft. Den Handwerkern, Arbeitern und Lebenskünstlern wird der Raum gegeben, der ihnen zusteht. Staunen Sie, wundern Sie sich, wer alles hier wohnt oder gelebt hat. Während des Rundgangs werden Geschichten erzählt und Erinnerungsmarken gesetzt. 

Führung durch Annette Kritzler (bekannt durch die Borsigplatz-VerFührungen), u.a. mit Dr. h.c. Wilfurt Loose, Texte: Rolf Dennemann, Nora Reul, Annette Kritzler und Anwohner
Idee und Einrichtung: Rolf Dennemann

Termine:
10.5. (So) 15:30 Uhr Premiere
14.5. (Do, Feiertag) 11:00
15.5. (Fr) 18:00
22.5. (Fr) 18:00
23.5. (Sa) 14:00
24.5. (So) 18:00
30.5. (Sa) 14:00 / 18:00 

Treffpunkt: Kohldampf, Oesterholzstraße 51, Anmeldung bei: Rolf Dennemann, rolf(at)borsig11.de oder bei: Machbarschaft Borsig11, Telefon: 0231 / 80418150, info(at)borsig11.de, Eintritt frei.

Hintergrundinformationen:

Public Residence: Die Chance
Das Gemeinschaftsprojekt des Vereins Machbarschaft Borsig11 und der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft möchte mit den Mitteln der Kunst gesellschaftliche Teilhabe anregen, Kreativität freisetzen und die Bevölkerung in die Lage versetzen, bei der Gestaltung ihrer Umgebung aktiv mitzuwirken. Vier Künstler arbeiten ein Jahr lang am Borsigplatz zusammen mit den Bewohnern an der Veränderung des Quartiers. Mit einer Kunstwährung, den „Chancen“, die im Quartier verteilt werden, kann jeder Anwohner die Kunstprojekte fördern und sich durch aktives Beteiligen neue „Chancen“ verdienen. Mit unterschiedlichen Konzepten und Strategien sollen die Künstlerinnen und Künstler eine möglichst breite Partizipation erreichen. Voraussetzung und Ziel der Arbeit ist die Beteiligung der Menschen vor Ort.

Machbarschaft Borsig11
Machbarschaft Borsig11 e.V. wurde im Juni 2011 als Verein gegründet mit dem Ziel, am Dortmunder Borsigplatz eine lokale multikulturelle Bürgergesellschaft zu schaffen. Der Verein praktiziert und fördert interkulturellen Austausch und kreative Stadtentwicklung, erprobt partizipative Gesellschaftsformen, faire Wirtschafts- und nachhaltige Lebensformen im direkten nachbarschaftlichen Umfeld. Träger der Entwicklung ist die Bevölkerung vor Ort. Das Wohn- und Arbeitsprojekt in der Dortmunder Nordstadt bietet günstigen Wohnraum und viel Freiraum zur kreativen Gestaltung. Borsig11 ist ein Labor für kulturelle, soziale und ökonomische Praktiken, das die Gegebenheiten vor Ort aufnimmt und neue Möglichkeiten sichtbar macht. Entstanden ist der Verein in der Nachfolge von „2-3 Straßen“, dem Autorenprojekt von Jochen Gerz zur europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010.

Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft
Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft möchte dazu beitragen, dass viele Menschen Möglichkeiten erhalten, an den materiellen und immateriellen Gütern der Gesellschaft teilzuhaben. Es ist ihr Ziel, mit den Mitteln der Kunst die alltäglichen Lebensverhältnisse von Menschen spürbar und nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit KünstlerInnen und anderen Partnern entwickelt und fördert die Stiftung partizipatorische Kunstprojekte. Sie will damit ganz bewusst in gesellschaftliche Prozesse eingreifen, Impulse zur Verbesserung des sozialen Miteinanders geben und Veränderungsprozesse in Gang setzen. Die Begegnung mit Kunst und insbesondere das künstlerische Schaffen können persönlichkeitsbildend und zugleich gesellschaftsverändernd wirken. Das kreative Potential und der Freiraum der Kunst bergen in ganz besonderer Weise die Chance, unser Zusammenleben positiv zu gestalten.

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