Mittwoch, 15. April 2015

Subrosa im Mai: Von den Urban Turbans bis The End Men

The End Men
Hier kommt eine Auswahl aus dem Mai-Programm in der Hafenschänke Subrosa an der Gneisenaustraße 56:
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9.5., 20 Uhr: The Urban Turbans (D), Reggaejazz, Ska, Balkanswing

Die Münster'sche Global-Sounds-Formation "The Urban Turbans" gründete sich 2008 als Weltmusik-Projekt und erfand sich immer wieder neu. Trotz verschiedener Sound- und Personal-veränderungen blieben Martin Rott (Saxophon), Daniel Rudolph (Schlagzeug) und Felix Hartwig (Gitarre) der eingeschlagenen Linie treu. Seit 2011 leiht Sängerin Lena Muer der Formation ihre Stimme. Zuletzt stieß Bassist Lukas Hülsermann zur Band. Und nun lautet das Motto: turbanize!

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr - Eintritt frei.
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15.5., 20 Uhr: Johnny & The Boom Chucks (D), Rock'n'Roll, Rhythm'n'Blues

Johnny & The Boom Chucks stehen für Rock'n'Roll, Rhythm'n'Blues und Rockabilly mit einem Hauch Punkrock - so klingt ihre Musik zwar wild, bleibt aber sehr tanzbar. Im Zentrum des BoomChuck-Sounds steht das Gitarrenspiel von Johnny McLeod, der mit seinen heißen Riffs und melodischen Soli sonst auch die Zuschauer der Rotten Roll Company begeistert.

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr - Eintritt frei.
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18.5., 19.30 Uhr: open stage: Poetry Jam: Lesen gegen rote Karten

Heißt das nicht Slam? Natürlich - so nennen sich die Wortschwall-Treffen dieser Art andernorts sowie auch im Fernsehen. Doch welches dieser Events kann schon von sich behaupten, so beständig und seit nun bereits fast 20 Jahren die etwas andere Literatur ins Rampenlicht zu stellen? Es bleibt also dabei: Im "subrosa" wird geJAMt, wenn der Social-Beat-Autor, Songwriter und Trash-Magier Grobilyn Marlowe zur Word-Art-Session auf die offene Bühne der Hafenschänke bittet und seine Gäste präsentiert!

Wort los: 19:30 Uhr - Eintritt frei.
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28.5., 20 Uhr: Daantje & The Golden Café 612 (D), Singer/Songwriter & Indie-Folk

Der Stuttgarter Songwriter Joachim Zimmermann alias Daantje singt vom Scheitern und von der Liebe. Reduziertes Gitarrenpicking, wache Texte und ausdrucksstarker Gesang ergeben einen LoFi-Brei, der sich gewaschen hat. Das fand auch Gisbert zu Knyphausen und holte ihn 2005 zu seinem Netlabel Omaha-Records. Nach einigen EPs hier wurde das erste offizielle Album "Ach" (2012, K&F Records) in der einschlägigen Musikpresse durchweg hochgelobt. Es enthält elf Songs über selbstbestimmten Verzicht, das Sich-Ausklinken und über die große, mittellose Liebe, über das Einfach-Durchziehen-Müssen von Dingen trotz begrenzter Möglichkeiten oder die große Leidenschaft Musik. Und es klingt manchmal so atemlos, als wäre der Musiker gerade erst von einem rasenden Pöbel mit dem Stock durchs Dorf getrieben worden. Daantjes Sprache ist klar und reduziert, selbst seine Liebeslieder lehnen Pathos und Staffage kategorisch ab. Lieder der kleinen Mittel, die eine große Wirkung entfalten.

Café 612 - ursprünglich ein Songwriter-Duo, nun ein Quartett mit Bass und Besenschlagzeug - aus Ludwigsburg fangen mit ihren deutschen Chansons die kleinen und großen Gefühle des Lebens ein. Die Band verarbeitet, wofür es oft schwer erscheint, die passenden Worte zu finden: das Suchen und manchmal auch das Finden; die Angst vor dem, was kommt; und das Hoffen auf das, was vielleicht kommen wird. So ehrlich, dass es weh tut. Momentaufnahmen von gescheiterten Beziehungen und durchzechten Nächten, von haltlosen Träumereien und dem Kater am nächsten Tag. Dabei begehen die Kompositionen stilsicher den schmalen Grat zwischen Kitsch und Schönheit. Sie berühren, sind poetisch und dennoch schlicht. Keine Angst vor großen Worten, keine Furcht vor der eigenen Zerbrechlichkeit. Vier Männer machen leidenschaftliche, leise Musik für Menschen, die das große Gefühl nicht scheuen und die ebenfalls gerne lächelnd in den eigenen Abgrund blicken.

Einlass: 18 Uhr,
Beginn: 20 Uhr,

Abendkasse: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro).
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Hannes Weyland präsentiert...

29.5., 19.30 Uhr: 3Klang - das Bonsai-Festival (Vol.20)
3 Live-Acts à 33 Minuten < ...mit freundlicher Unterstützung von Dortmunder Kronen.

Hannes Weyland macht Musik. Und ist in der Szene längst kein Unbekannter mehr. Indes, anders als die meisten anderen Künstler interessiert er sich nicht nur für sich selbst, sondern schenkt auch den Kollegen ein Ohr. Und läd während der Sommersaison regelmäßig zum "3Klang - das Bonsai-Festival" des umtriebigen Songwriters hat inzwischen zahlreiche Fans und Stammgäste, welche dem guten Geschmack des singenden Confrenciers ihr vollstes Vertrauen schenken, auch ohne das genaue Line-Up im Vorfeld zu kennen.

Bereits zum 20. Mal findet dieser Abend im Zeichen der magischen Ziffer "3" nun statt: drei Live-Acts à 33 Minuten für lässige drei Euro Eintritt. Zum Auftakt der 2015er Reihe des kleinsten aller Festivals wird also Jubiläum gefeiert, wie immer eingeleitet mit drei eigenen Songs von Hannes Weyland selbst. Dann lässt es der Ruhrstadt-Barde richtig krachen und präsentiert diese Musiker-Kollegen:

#1 BURSTED SOULS (Ruhrstadt) - die obligatorischen "Local Heroes" des Abends sind fünf sympathische Seelen mit Wurzeln im Münsterland und bringen gitarrenbasierte Ohrwürmer mit druckvollem Sound auf die Bühne. Die Texte von Sängerin Jacky variieren zwischen Sozialkritik und Nonsens. So konnten sie bisher einige Wettbewerbe für sich entscheiden und im "subrosa" gibt es ein Wiedersehen mit dem gefeierten 'Liebling des Abends' des Talentschuppens im Mai 2014!

#2 NORTH ALONE (D) - kaum war "Cure & Disease" am 23.März veröffentlicht, schon überschlugen sich die Kritiker mit Lobeshymnen über das neue Album. Dabei findet eine Stimme sogar wie treffend, dass der Osnabrücker Songwriter Manuel Sieg alias North Alone durch "grandiose Songs das letztjährige Werk von Chuck Ragan fast vergessen lässt". Er schreibt eben Songs in Punk-based Songwriter Folk-Manier und ist dabei nicht nur auffallend echt und sympathisch, sondern auch noch stimmgewaltig und intensiv emotional. Heute in Zweierbesetzung mit So-Kumneth Sim an der Violine.

#3 THE END MEN (US) - der Top-Act des Abends klingt nach viel mehr als 'nur' einem Duo: Direkte Assoziationen mit Tom Waits und Joe Cocker, die gemeinsam einen Röhrenamp gegen die Wand treten, stellen sich ein. Rohe Schlagzeug-Beats, die noch rohere Gesangsstimme und eine Gitarre im Stil eines ganzen Blues-Rock-Orchesters schütteln alles, was sich in der Nähe befindet. Ein wahres Gewitter aus New York City...

Einlass: 18:00 Uhr,
Beginn: 19:30 Uhr,

Abendkasse: 3 Euro. 

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