Montag, 13. April 2015

Literaturhaus: Das Schicksal der Lebensborn-Kinder

Julia de Boor und Einar Bangsund

NAH AUFNAHME
Fr 17. April 2015 • 19:30 Uhr
literaturhaus.dortmund, Neuer Graben 78, Dortmund

Julia de Boor (Gedichte)
Einar Bangsund (Fotos)


Auf bewegende sachliche Weise dokumentieren und verdichten der Fotograf und die Dichterin das Schicksal von Lebensborn-Kindern von deutschen Soldaten und norwegischen Frauen 1940–1945 und folgen ihnen bis heute.

Im Februar 2011 begann, was sich nun in Form dieser außergewöhnlichen Neuerscheinung offenbart: eine behutsame Begegnung von Fotografien Einar Bangsunds mit Gedichten Julia de Boors zu einem Tabu belasteten Thema: Kriegskinder.

Selber persönlich betroffen, portraitierte der in Norwegen geborene und in Deutschland aufgewachsene Fotograf in den 1980er Jahren andere Kriegskinder aus Norwegen. Sie sind miteinander verbunden durch ihre Geschichte – allesamt erst als Erwachsene damit konfrontiert, dass die Mutter Norwegerin und der Vater ein Deutscher Wehrmachtssoldat war.

"Wie geht das Leben weiter, wenn man erfährt, dass nichts so ist, wie es scheint?"

Die Berliner Künstlerin sieht Bangsunds Bilder in einer Ausstellung, hört seine Geschichte und ist so berührt davon, dass sie gleich im Sommer in der Galerie FANTOM e.V. dazu Hintergrundinformationen sammelt, sich ins Thema einliest, Gedichte dazu schreibt und Lieder komponiert.


Es entstehen 33 verdichtete Nah Aufnahmen zu den Portraits, die nun, dank Ludwig Norz und dem Verlag C&N in Buchform vorliegen ("Nah Aufnahme – mit Blick auf die Herkunft" erschienen 2014 im Verlag C&N Chirita und Norz GbR Berlin) und aus denen Julia de Boor Lieder und Gedichte vorträgt. Sie begleitet sich selbst auf dem Cello. Einar Bangsund zeigt dazu seine Fotografien.

2012 waren Beide mit ihrem Programm zu Gast beim Kriegskinder-Treffen in Klekken, Norwegen, 2015 auf der Buchmesse in Leipzig im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Leipzig liest" und am 17.April kommen sie ins Literaturhaus Dortmund!

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