Dienstag, 28. April 2015

Konzerthaus 15/16: Klassik und Weltmusik

Das Konzerthaus lockt auch in der neuen
 Saison mit einem abwechslungsreichen Programm.

Bild: Hans Jürgen Landes Fotografie
"Stell dich der Klassik" steht wieder über der neuen KONZERTHAUS-DORTMUND-Saison 2015|16.

Aber das geflügelte Nashorn, das Konzerthaus-Wappentier, beißt nicht, sondern will nur spielen auf der manchmal ziemlich komplexen Klaviatur der klassischen Musik. Es verbeugt sich vor ihren Meistern, bringt sie uns so nah wie nie und fliegt die musikerfüllten Zeitinseln und Gipfel der Musik an.


Drei höchste Gipfel sind Mozarts Da-Ponte-Opern

Der geniale Komponist und sein Librettist auf Augenhöhe – Lorenzo da Ponte – führen in Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte tiefgründiges Welttheater vor. Teodor Currentzis heißt der Meisterdirigent, der sie auf revolutionäre Weise neu erklingen lässt; sein Name steht für die derzeit denkbar aufregendste Interpretation. Jahrelang hat Currentzis recherchiert und historische Quellen ausgewertet. Sein präziser und aus diesem Grund radikaler Mozart-Klang ist nur im Tonstudio zu erzielen – oder im Konzerthaus mit seiner akustischen High-End-Qualität. Im Konzerthaus wird erstmals und einzig live zu hören sein, was nicht einmal komplett auf CD gebannt ist: Currentzis’ bereits jetzt für Gesprächsstoff sorgender Da-Ponte-Zyklus. Rund um die konzertanten Aufführungen zeichnet Professor Michael Stegemann in acht Kopfnoten-Vorträgen Mozarts Weg als Opernkomponist nach.

Auf K2-Niveau bewegt sich die kommende Saison auch mit der BRUCKNER Experience: die Trias der letzten Bruckner-Sinfonien mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und den Wiener Philharmonikern, dirigiert von Yannick Nézet-Séguin. Der Exklusivkünstler verabschiedet sich mit insgesamt gleich sieben Konzerten nach dann dreijähriger Residenz.

Ondes Martenot, Minimal Music, zeitgenössische Oper und zwei freakige Geiger beleben die Reihe Musik für Freaks. Apropos zeitgenössische Oper: George Benjamin kommt mit dem Mahler Chamber Orchestra und dem Uraufführungscast, um sein aufsehenerregendes und unter die Haut gehendes Werk Written on Skin vorzustellen. Drei Abende umfasst die Zeitinsel mit Werken dieses vieldiskutierten englischen Schöpfers neuer Musik.


Zwischen Klassik und Weltmusik

Zwischen Klassik und Weltmusik trifft man sich bei der zweiten Zeitinsel der Saison mit Katia und Marielle Labèque an zwei Flügeln. Die ehemalige »Junge Wilde« Anna Prohaska kehrt für ein dreiteiliges Porträt ins Konzerthaus zurück.

Drei phänomenal besetzte Orchesterzyklen präsentieren u. a. das London Symphony Orchestra und Daniel Harding, Chamber Orchestra of Europe, Tonhalle-Orchester Zürich und Lionel Bringuier, die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst, Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer, Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble und Thomas Hengelbrock – für den ersten historisch informierten »Elias« –, WDR Sinfonieorchester Köln und Jukka-Pekka Saraste, Orchestra Filarmonica della Fenice und Omer Meir Wellber, hr-Sinfonieorchester und Andrés Orozco-Estrada, Lucerne Festival Orchestra und Andris Nelsons.

Konzerthaus Dortmund

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