Freitag, 17. April 2015

HMKV: Fulminante Eröffnung der Ausstellung „Das Mechanische Corps. Auf den Spuren von Jules Verne“

Soundpanzer-Performance PROPAGANDA
 von Nik Nowak & Moritz Stumm im Rahmen der
 Ausstellungseröffnung Das Mechanische Corps,
HMKV im Dortmunder U © Andrea Eichardt
Mit einer fulminanten Performance eröffnete der HMKV (Hartware MedienKunstVerein) im Dortmunder U die Ausstellung „Das Mechanische Corps. Auf den Spuren von Jules Verne“.

350 Besucher und Liebhaber der zeitgenössischen Kunst, darunter viele Anhänger der Steampunk-Bewegung ebenso wie Comic-Fans tauchten an dem Abend in die fantastischen Welten Jules Vernes ein und ließen sich von den mechanischen Konstruktionen, viktorianisch anmutenden Kostümen, wahnwitzigen Skizzen ebenso wie versponnenen Erfindungen begeistern. Neben der Möglichkeit, mit den zahlreich erschienenen Künstlern der Ausstellung wie z. B. Henrik Schrat, Viron Erol Vert, Andreas Gerth, Roland Fuhrmann, Philip Topolovac, Florian Mertens, Jean-Pierre Bouvet, Roland Boden, Felix Mertikat und Verena Klinke von Steam Noir, Ralf Ziervogel, Bert Wrede, Jos de Vink, Brecht Vandenbroucke, Via Lewandowsky, Stefan Fahrnländer, Moritz Stumm und Nik Nowak einen Plausch zu halten oder die beeindruckende „Rüstung“ von Steampunker alias Alexander Schlesier zu bewundern, gab es um 21 Uhr eine spektakuläre Soundpanzer-Performance der Künstler Nik Nowak und Moritz Stumm mit dem Titel „Propaganda“. Spektakulär war auch der Austragungsort: In der Tiefgarage des Dortmunder U konnten die Besucher ohrenbetäubende Sounds und visuelle Projektionen der beiden Künstler bestaunen. Mittelpunkt der Performance war der Soundpanzer, ein martialisch anmutendes Kettenfahrzeug, das 1,5 Tonnen wiegt und mit 13 Lautsprechern ausgestattet ist und das ab sofort in der Ausstellung zu sehen ist.

Ob „RUDI 1“, eine Art Luftschiff mit Ruderantrieb von Roland Fuhrmann, das poetisch durch die Luft gleitet, die raumumspannende „Turbine“ von Florian Mertens, das an einen fliegenden Teppich aus 1001 Nacht angelehnte golden schimmernde Werk „Abraham 1“ von Viron Erol Vert oder die zahlreichen Steampunk-Objekte – die Ausstellung reißt jeden Besucher mit! Bereits das erste Ausstellungswochenende zog trotz des herrlichen Sonnenscheins mehr als 500 Besucher in den HMKV. Sowohl die Kuratorenführung mit Christoph Tannert als auch die Sonntagsführung waren sehr gut besucht.

Für die digitale Community veranstaltete der HMKV zuvor sein erstes Tweetup: Gemeinsam mit dem Kurator Christoph Tannert und der künstlerischen Leiterin Dr. Inke Arns wandelten 12 Twitterati noch vor Ausstellungseröffnung auf den Spuren von Jules Verne. Welche Faszination übt die Ästhetik der alten Maschinen auf Künstler aus und welche Verbindungen gibt es zu Jules Verne? Diese und weitere Fragen wurden auf einem Rundgang durch die Ausstellung gemeinsam diskutiert. Ein besonderes Highlight des Abends war die Begegnung mit dem Berliner Künstler Nik Nowak, der in der Tiefgarage des Dortmunder U seinen Soundpanzer aufbaute. Bereits am Ausgang des Fahrstuhls wurden die Twitterati von satten Bässen empfangen und konnten mit dem Künstler hautnah über seine Faszination für die Ästhetik von Panzerfahrzeugen und seine Leidenschaft für den Sound plaudern. Das Ergebnis: Mehr als 450 Tweets wurden unter dem Hashtag #soundpanzer abgeschickt und somit eine Reichweite von 500.000 Impressions erzielt. Auch von außen schalteten sich Twitterati wie z. B. das Museum für Kommunikation Frankfurt, die Herbergsmütter oder das Marta Herford ein und begleiteten den Abend aus der Ferne. Der Hashtag #soundpanzer bestimmte den Abend über die deutschen Trending Topics von Twitter und erreichte sogar zeitweise Platz 3. Neben Twitter nutzen die Teilnehmer auch andere Kanäle wie Instagram, ebenfalls entstand ein Blogbeitrag von Ute Korinth alias Ruhrpottagentin. Eine Dokumentation des Tweetups ist via Storify unter folgenden Link zu finden:https://storify.com/hmkv_de/tweetup-mit-dem-soundpanzer.

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