Donnerstag, 23. April 2015

DASA: Kunstprojekt zu Arbeitsräumen

Territorien: Eine Landschaft im Himalaya
 mit einer Krankenstation. Ein Arbeitsplatz.
Bild: Göran Schild
Ab Sonntag, 26. April, zeigen 14 zeitgenössische Kunstschaffende in ihren Arbeiten "Territorien", Orte, die öffentlich und privat zugleich sind und an denen Menschen arbeiten.

Dabei nähern sie sich auf unterschiedliche Weise der Thematik und regen dazu an, den Begriff vom "Arbeitsplatz", ganz räumlich gemeint, zu hinterfragen. Die Ausstellung trägt daher den Titel "Territorien | Arbeitsräume". Kuratiert hat sie Jörg Zimmer aus Dortmund. Er ist Begründer und Leiter des KUNSTRAUM - Ruhrgebiet , einem Lernort für Ausstellungsprojekte vor allem im öffentlichen Raum.

Auf die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum zielt auch das Projekt in Kooperation mit der DASA. In Fotografien und Installationen setzen sich die Künstlerinnen und Künstler mit der Thematik von "Territorien" auseinander. Darunter verstehen sie den Raum zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, zwischen dem Eigenen und dem Fremden.
Orte, die Geschichten erzählen

Eine Straße in Hongkong vor einem Basar, auf der sich Gemüse und Blumen auftürmen und Menschen ihre Einkäufe verrichten, eine Straßenecke in Dortmund oder ein typische Ruhrgebiets-Hinterhof, der als Lagerplatz einer Gastronomie dient: Territorien beschreiben den Raum der eigenen Ansprüche, sind oft umkämpft, manchmal aber verlassen und aufgegeben.

Vor allem: Es sind Orte, die Geschichten erzählen. Fast wie bei Wimmelbildern gibt es viel zu entdecken. Der aufmerksame Beobachter erkennt Hinweise auf die individuelle Aneignung dieser Räume. Sie werden zum Lebensraum, zum Schaffensraum, zum Arbeitsraum. Manche scheinen auf eine Nutzung zu warten, andere sind Orte der Phantasie oder Projektionsflächen für Utopien. Zugleich sind sie Schauplätze unserer öffentlichen und privaten Existenz.

(Arbeits-)Platz, (Privat-)Sphäre, (Frei-)Räume sind Begriffe, um die sich das Leben innerhalb und außerhalb der Arbeitswelt bewegt und deren Verhältnis zueinander sich in Folge der Globalisierung rasant verändert. Arbeitsplätze, die gestern noch dauerhaft erschienen, verschwinden oder verändern im Eiltempo ihren Charakter und ihre äußere Erscheinung – an anderer Stelle bleibt überraschenderweise alles so, wie es immer war.

Entstanden ist ein Projekt, das die Akteure im KUNSTRAUM Rhein|Ruhr (Ruhrgebiet), Studierende an den Kunst- und Designfakultäten der Hochschulen in NRW und ausgewählte Kreative eingeladen hat, sich mit den Mitteln der Fotografie und der Schrift auf die Herausforderungen der Thematik einzulassen und eine neue Perspektive auf die Welt eröffnen, in der wir arbeiten. Manche Arbeiten sind extra für diese Ausstellung entstanden.

Die Schau läuft bis zum 9. August. Zu entrichten ist der DASA-Eintritt (Standard: 5 EUR).

Immer wieder zeigt die DASA künstlerische Reflexionen auf Aspekte der Arbeitswelt. Auf insgesamt 13.000 Quadratmetern präsentiert sie außerdem technische Objekte in künstlerischer Szenografie. Entdecken und erleben, was die Arbeitswelt früher, heute und in Zukunft bestimmt, ist ihr zentrales Thema. Im Mittelpunkt steht stets der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

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