Montag, 23. März 2015

Mittelalterspektakel auf der Hohensyburg: Osterspaziergang mit einem Drachen

Drachen füttern erlaubt auf der Hohensyburg
Bild: bibow communications
Das Mittelalterspektakel zu Ostern entführt die Besucher auf der Hohensyburg in eine Zeit längst verloren geglaubter Sagen und Mythen, zurück in das Mittelalter und in das Reich der Fantasie.

Für drei Tage vom 4. bis 6. April wird auf der Hohensyburg in Dortmund die Uhr zurückgedreht. Die großen Wiesen rings um die Hohensyburg beherbergen ein mittelalterliches Dorf mit Ritterlagern, Handwerker- Hütten, Krämerständen, Tavernen, Garbrätereien und Backstuben, zwei Bühnen und einer Kampfarena.

Drei Tage lang, von Ostersamstag bis Montag, herrscht ein mystisches Fabelwesen - der Drachen "Fangdorn" - über die Wiesen an der Burgruine Hohensyburg. Schon seit nunmehr vier Jahren trifft sich auf dem Plateau hoch über Ruhr und Hengsteysee die Mittelalterszene, um mit einem zünftigen Osterfest in die Saison zu starten. In diesem Jahr haben die Veranstalter als Stargast einen "echten" Drachen eingeladen.

Er heißt Fangdorn, ist zwölf Meter lang und knapp vier Meter hoch, kann sich in alle Richtungen bewegen, den Kopf drehen und mit dem Schwanz wedeln. Er kann mit den Augen blinzeln, furchtbar brüllen und Feuer spucken. Das eindrucksvolle Tier "steckt voller technischer Raffinessen und Elektronik", erklärt Drachenerbauer Guido Peters. Der Drachen wird hauptsächlich mit einem Joystick bewegt, ein bisschen Muskelkraft gehöre aber auch dazu. "Fangdorn ist der kinderfreundlichste Drachen, den es gibt. Er frisst am liebsten Gänseblümchen" erklärt Drachenvater Peters. In Wirklichkeit braucht das Ungetüm weit mehr. Propangas für die gespuckten Flammen, Kohlensäure für die Nüstern, Batteriestrom für Augen, Flügel, Ton und Steuerung. "Außerdem muss die dreiköpfige Besatzung im Inneren des Drachen immer was zu Trinken haben, denn bei sommerlichen Temperaturen wird es im Drachenbauch sehr, sehr warm."

Das kann man vermutlich zum Osterspektakel auf der Hohensyburg ausschließen, da hochsommerliche Temperaturen Anfang April kaum zu erwarten sind. Fangdorn zeigt sich gleich vier Mal täglich von seiner besten Seite, so dass die Besucher ihn sogar streicheln können.

Aber auch das weitere Programm lohnt einen Besuch. Im Rund der etwa 60 Handwerker- und Krämerbuden und weiterer zirka fünfzig Ritterzelte stehen auch zwei Bühnen, auf denen bekannte Künstler aus der mittelalterlichen Zeit musizieren, jonglieren, Possen reißen oder kleine Theaterstücke zeigen. Mit dabei sind die Lokalmatadoren der Gruppe "Die Streuner". Die vier Musiker stammen aus der Gegend und kennen viele der Sagen und Legenden, die sich um die Burgruine ranken.

Die zweite Band namens "Skalden" ist bekannt für ursprüngliche und gewaltige Musik, gespielt auf großen Dudelsäcken und Trommeln. Gaukler Lupus wird seine witzigen Tricks zeigen und die Spielleute "Luscinia" führen eine lebendige Marionette vor, die sogar jonglieren und Feuer spucken kann.

Die Öffnungszeiten:Samstag und Sonntag jeweils von 11:00 bis 20:00 Uhr, Montag von 11:00 bis 19:00 Uhr

Eintrittspreise Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro, Historisch gewandete Besucher: 8 Euro, Kinder unter Schwertmaß haben freien Eintritt und Familien zahlen nur für das erste Kind.

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