Freitag, 13. März 2015

HMKV: Ausstellung "Böse Clowns" besuchten 9000 Menschen

Die Ausstellung Böse Clowns, die vom 27. September 2014 bis 8. März 2015 im HMKV (Hartware MedienKunstVerein) im Dortmunder U gezeigt wurde, zog insgesamt 8.848 Besucher an. Die Ausstellung widmete sich der Gestalt des Bösen Clowns – in der zeitgenössischen Kunst aber auch in der Populärkultur (Spielfilme, Musikvideos, Werbung, politischer Aktivismus) und zeichnete die Ambivalenz und den Wandel der Clowns-Figur von einem unterhaltsamen Zeitgenossen zu einem furchteinflößenden Bösewicht nach.

 61 Führungen und ein breites Rahmenprogramm bestehend aus einer Halloween- und Karnevals-Aktion, Filmvorführungen, Vorträgen, einer Filmnacht und zahlreichen Sonderführungen für LehrerInnen und Gehörlose wurden während der Laufzeit angeboten. Ob aufwendige Schminkaktionen zu Halloween, der Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Sachsse, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie über die psychoanalytische Annäherung an die Figur des Jokers aus dem Kultfilm „The Dark Knight“ (2008) oder eine Führung in Gebärdensprache – das Vermittlungsprogramm begeisterte 1.589 Besucher. 

Das Thema „Böse Clowns“ lockte auch prominente Gäste ins Dortmunder U: Unter anderem besuchte John Law, Mitbegründer der Cacophony Society, San Francisco, die Ausstellung. Im Rahmen der Ausstellung kooperierte der HMKV erstmals mit dem Jeu de Paume, einem der bedeutendsten Kunstzentren in Paris mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Kunst und Medienkunst. Im Zuge der Zusammenarbeit entstand exklusiv für die Ausstellung das Werk des Netzkünstlers Constant Dullaart mit dem Titel „High Retention, Slow Delivery“. Das Werk kritisiert die seit dem Aufkommen der Sozialen Netzwerke entstandenen neuen Machtstrukturen, die sich nach der Anzahl von Followern und Fans bemessen.

So außergewöhnlich das Projekt war, ist es kaum verwunderlich, dass die Frage nach einer weiteren Station aufkam: Der HMKV verhandelt aktuell darüber, die Ausstellung 2016 in den süddeutschen Raum wandern zu lassen.

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