Mittwoch, 18. Februar 2015

Neuerwerbung an Museum Ostwall übergeben

Gerd Kittel: Das Dortmunder
Gesundheitshaus von Will Schwarz,
 Detail Hauptfassade, 2012/2013

Bild: Gerd Kittel
Für das Museum Ostwall erwarben die Freunde des Museums Ostwall e.V., der Historische Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. und das Museum Ostwall 48 Fotografien des Fotografen Gerd Kittel.

Sie waren unter dem Titel "Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz. Architektur der 50er Jahre - fotografiert von Gerd Kittel" im Museum Ostwall in Dortmund in der Ausstellungsreihe "Schaufenster" (5.9.2014 bis zum 4.1.2015) präsentiert worden.

Die Serie "Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz" entstand in enger Kooperation mit dem Stadtarchiv Dortmund. Der Frankfurter Fotograf Gerd Kittel hat das Gebäude mit seiner umfassenden Baukonzeption im Bild festgehalten und würdigt die Formensprache des Gebäudes im Ganzen wie auch in den liebevollen Details.

Hintergrund

Gegen Ende der 50er Jahre wurde im Auftrag der Stadt Dortmund eine Bauidee umgesetzt, die wie keine andere den Gestaltungswillen einer neuen Zeit dokumentiert: das Dortmunder Gesundheitshaus. Der Architekt Will Schwarz plante es - nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs - als Ort der städtischen Gesundheitsfürsorge, der unter anderem eine Mütterberatungsstelle, einen Hörsaal, Impfräume, Labore und andere medizinische Einrichtungen in sich vereinte.

Die technische Ausstattung war auf dem neuesten Stand. Besonderes Augenmerk richtete der Architekt jedoch auf das Wohlbefinden von Besuchern und Mitarbeitern. Großflächige Fensterreihen und Wände aus Glasbausteinen erhellen die Räume, die durch Wandreliefs, Fußbodengestaltung, Mobiliar und architektonische Gestaltungselemente zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Mit dem Dortmunder Gesundheitshaus schuf Will Schwarz ein Bau-Ideal der Zeit als ganzheitliches Konzept von Architektur, Ausstattung und Nutzung.

Das Dortmunder Gesundheitshaus gehört zu den wenigen Gebäuden aus dieser Zeit in Deutschland, das bis heute im Bauzustand weitgehend original erhalten geblieben ist. In vielen Details, mit der "Luftigkeit" der Architektur, lässt es die Formensprache der 50er Jahre nacherleben, mit dem flügelartigen Dach - typisch für die Zeit - scheint es sich geradezu in die Luft abzuheben.

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