Freitag, 6. Februar 2015

Jubiläum: 20 Jahre Kulturbetriebe Dortmund

Das Kulturbüro organisiert gemeinsam
 mit den unterschiedlichsten Partnern
 Festivals, unter anderem das Micro!Festival.
Bild: Bülent Gögü

Die Kulturbetriebe sind ein städtischer Eigenbetrieb, in dem Kulturbüro, Bibliotheken, Museen, Musikschule, Dietrich-Keuning-Haus, Volkshochschule, Stadtarchiv und Dortmunder U zusammengefasst sind.

Die Kulturbetriebe fungieren dabei wie eine "Holding" dieser acht Geschäftsbereiche und galten bei ihrer Gründung als ein wegweisendes Reformmodell für die kommunale Kulturverwaltung in Deutschland. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist dabei die Bündelung der Ressourcen (Personal, Finanzen, Organisation) und der Fachkompetenz in den Einrichtungen selbst, was auch die Verantwortung für die Gebäude einschließt. Diese konnten in den vergangenen 20 Jahren allesamt renoviert oder erneuert werden.

In den acht genannten Geschäftsbereichen der Kulturbetriebe arbeiten heute 525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; das Gesamtbudget beläuft sich auf über 52 Millionen Euro, wovon knapp 40 Millionen Euro städtischer Zuschuss sind. Die Eigeneinnahmen, aber auch die externen Förderungen konnten im Laufe der Jahre stetig erweitert werden.

Die Kulturbetriebe Dortmund sind vor allem für die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger da. Unter dem gemeinsamen Dach vereinen sie in den acht Geschäftsbereichen über dreißig Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen mit vielen Facetten. Diese Vielfalt ist die Stärke der Kulturbetriebe, und genauso breit ist das Spektrum der Veranstaltungen und Dienstleistungen für die Bewohner der Innenstadt und der Dortmunder Stadtbezirke. Respektable 3,4 Millionen Besuche verzeichnen die Kulturbetriebe jährlich. Wer in Dortmund Festivals oder Ausstellungen besucht, Bücher entleiht, eine Musikausbildung oder Weiterbildung aufnimmt, wer Kulturevents für junge Leute sucht, oder Stadtgeschichte erforschen will, der findet in den Einrichtungen der Kulturbetriebe das passende Angebot.

Die Leistungsmöglichkeiten der Kulturbetriebe zeigen sich nicht nur in ihren Angeboten und in ihrer öffentlichen Präsenz als die größte der drei "Säulen" des Dortmunder Kulturlebens neben Theater und Konzerthaus. Flexibilität und Entwicklungsfähigkeit als Markenzeichen der Kulturbetriebe sind auch eine gute Voraussetzung, um den Strukturwandel in Dortmund mit seinen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen aktiv zu begleiten. Die Bedürfnisse und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger verändern sich, neue Ansätze der Kultur- und Bildungsarbeit sind gefragt. Die Kulturbetriebe bringen sich in die Stadtentwicklungs- und Erneuerungsprogramme ebenso ein, wie in die Initiativen zur sozialen Stadt oder zur kommunalen Bildungslandschaft. Zunehmend engagieren sich die Einrichtungen auch in regionalen, bundes- und europaweiten Projekten, Netzwerken und Kooperationen. So diente und dient das Modell der Kulturbetriebe Dortmund selbst auch als Vorbild für andere Reformeinrichtungen in der kommunalen Kulturarbeit.

Für die Stadtgesellschaft sind die Kulturbetriebe ein zuverlässiger Partner für ein breit gefächertes, vielfältiges, dauerhaftes und nachhaltiges Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebot.

Mit diesem Ziel und mit diesem Auftrag werden die Kulturbetriebe Dortmund auch künftig die Qualität und Breite ihrer Angebote sichern und einen Beitrag zur Lebensqualität und überregionalen Wertschätzung unserer Stadt leisten.

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