Samstag, 31. Januar 2015

Ausstellung "Heimatsucher" in der Steinwache

Sigmund Pluznik,
 ein jüdischer Widerstandskämpfer
Foto: Heimatsucher.de
Vom 3. Februar bis 10. April präsentiert die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache die Ausstellung "Heimatsucher" zusammen mit dem gleichnamigen Verein sowie dem BVB. Sie zeigt Porträts von Holocaustüberlebenden aus Deutschland und Israel.

Die unterschiedlichen Porträts erzählen vom Leben vor, während und nach der Schoah. Bildporträts, Interviewhefte sowie Audiomitschnitte von Interviews ermöglichen den Besuchern ein Kennenlernen verschiedener Menschen und ihrer Geschichten, die sowohl vom Grauen des Holocausts als auch den die Überlebenden bis heute verfolgenden psychischen und biographischen Problemen erzählen.


Persönlicher und emotionaler Zugang zur Geschichte

Durch diesen persönlichen und sehr emotionalen Zugang sowie die deutlich werdenden, bis heute reichenden Folgen des Holocausts wird für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen ein empathischer Zugang zum Thema geschaffen. Gerade in Anbetracht der immer weniger werdenden Zeitzeugen und des weiterhin existierenden Antisemitismus ein wichtiges Ziel historischer Bildung.


Didaktische Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen

Neben der Ausstellung selbst wird es vor allem didaktische Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen geben. Ziel ist es dabei, Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse zu ermutigen, als Zeugen persönlicher Überlebensgeschichten selbst aktiv zu werden. Die Ausstellung bietet die Grundlage, Geschichte kennen und fühlen zu lernen. So finden vor allem, aber nicht nur, Kinder und Jugendliche - egal welcher Herkunft und ungeachtet ihres Bildungsniveaus - einen Zugang zum Thema Holocaust und werden befähigt, dessen Bedeutung trotz zeitlicher Distanz zu begreifen.


Holocaustüberlebende Siegmund Pluznik bei Eröffnungsveranstaltung

Am Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr, wird zudem im Rahmen der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Holocaustüberlebende Siegmund Pluznik seine Geschichte erzählen und Fragen beantworten. Darüber hinaus wird es Fachvorträge und einen Workshop für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema "Erinnern in der Migrationsgesellschaft" geben.

Zum Thema

Die Ausstellung sowie die sie begleitenden Angebote und Veranstaltungen sind Teile des städtischen Programms zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus.

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