Sonntag, 30. November 2014

2. Kammerkonzert am Montag im Orchesterzentrum

Foto: Michael Baker
1. Dezember, 20 Uhr
Orchesterzentrum


Kammerkonzerte sind immer ein besonders eindrückliches Erlebnis. Selten hört man die einzelnen Musiker so direkt und kann deren Kunstfertigkeit so hautnah spüren. Zum 2. Kammerkonzert der Dortmunder Philharmoniker, das am Montag, 01.12.2014 um 20 Uhr im Orchesterzentrum NRW stattfinden wird, spielt das Ensemble BeRio Klavierquartette von Brahms und Strauss.

Für diesen Abend hat das Ensemble BeRio zwei Werke ausgewählt, die beide Hochachtung ausdrücken. Passend zum Strauss-Jahr 2014 steht im ersten Teil des Konzerts Richard Strauss’ Klavierquartett c-Moll op. 13. Deutlich zeichnet sich in den vier Sätzen seine Auseinandersetzung mit der Instrumentalmusik der Romantik und seine aktuelle Beschäftigung mit Brahms als kompositorischem Vorbild ab. Dieses Quartett wurde sofort als genialesWerk erkannt, auch von Brahms selbst. Folglich passt ein Klavierquartett des Vorbilds Brahms optimal in den zweiten Teil des Abends. Gerade dessen Klavierquartett g-Moll op. 25 ist von ungeheurer Popularität und zeigt seine Verehrung für das Land und die Musik der Ungarn. Vor allem der Finalsatz sprüht vor ungarischem Feuer und Temperament. Doch auch die charakteristischen, sehnsuchtsvollen Melodien fangen den Zuhörer ein.

Das Ensemble BeRio existiert seit zehn Jahren. Der Kern des Ensembles besteht aus einem Streichtrio der Dortmunder Philharmoniker, das sich immer andere Musiker zum gemeinsamen Spiel einlädt. Diesen Abend gestalten Beata Michalski (Violine), Roman Nowicki (Viola) und Risto Rajakorpi (Violoncello) zusammen mit Rainer Maria Klaas am Klavier.

Karten unter 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

Weitere Infos: www.doklassik.de


Quelle: Dortmunder Philharmoniker

Großartig: "Jörg Buttgereits Nosferatu lebt!" im Schauspielstudio

Szene aus "Nosferatu lebt" mit Uwe Rohbeck
und Ekkehard Freye.    Fort: Birgit Hupfeld
Vampir- und Gothic-Horror-Fans sollten, nein müssen irgendwie versuchen, an Karten für „Jörg Buttgereits Nosferatu lebt!“ im kleinen Schauspielstudio zu kommen. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass diese Produktion über Monate hinweg ausverkauft sein wird. Samstag war Premiere.

Das Stück ist eine Hommage an Murnaus Stummfilm-Klassiker „Nosferatu“ aus dem Jahre 1922. Und es ist schon erstaunlich, wie nahe Buttgereit der gesamten Atmosphäre und Stimmung des Films auf der Bühne kommt. Dabei helfen ihm viel weiße Schminke und das Kostüm von Susanne Priebs, das aus Nosferatu-Darsteller Uwe Rohbeck fast einen Wiedergänger von Max Schreck, dem Schauspieler von damals, macht. Es gruselt einen, so authentisch wirkt das.



Ganz in der Tradition des Stummfilms haben die Schauspieler nur einen geringen Sprechanteil. Sprache wird als Text auf einer großen Leinwand eingeblendet. Auch gibt es ganz stilecht einen Stummfilm-Pianisten (Kornelius Heidebrecht). Wirkungsvoll ist der Trick, einige Szenen als Schattenriss hinter dieser Leinwand darzustellen. Kerzenlicht, eine Gaslichtlaterne, viel Nebel und das ganz in Schwarz und Weiß gehaltene Bühnenbild tun ihr übriges, um die Stummfilm-Atmosphäre perfekt zu machen.

Sympathisch ist, dass diese Produktion auch ihre humorvollen Seiten hat – zum Beispiel dann, wenn Ellen (Annika Meier) ihrem Geliebten Hutter (Ekkehard Freye) übertrieben nachschmachtet und über den Tod philosophiert. Mit von der Partie ist auch Andreas Beck in den Rollen eines allwissenden Erzählers, als Arzt und als Fliegen fressender Irrer, der dem Vampir verfallen ist.

Schnell Karten kaufen!

Andreas Schröter

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Weitere Termine: 4./21. Dezember, 25. Januar

Licht: Rolf Giese
Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz
Additional Videoart: Mario Simon

Infos und Karten: 0231-50-27222, www.theaterdo.de

Samstag, 29. November 2014

Handyfilm-Ausstellung auf der U2_Kulturelle Bildung im U-Turm

Im Kino im U fand Freitag die Preisverleihung des NRW-weiten Handyfilm-Wettbewerbs „MobilStreifen“ statt. Die Ausstellung der Handyfilme ist noch bis zum 11. Januar 2015 auf der U2_Kulturelle Bildung im Rahmen der Ausstellung „Kunst im Glas“ zu sehen.

Hier die Preisträger:

1. Preis: The Guardians
Jugendgruppe Kölner Selbsthilfe Mühlheim & Atelier Artig


Inhaltsangabe der Gruppe:
„Die kleine Geschichte von sechs Superheldinnen und einem Superheld die die Erde vor Glibber-Aliens retten…“

Begründung der Jugendjury:
„Unser Platz eins, ist uns durch seine aufwändige Inszenierung direkt ins Auge gestochen.

Die vielseitigen Basteleien, welche mit Hilfe von Pixilation zum Leben erweckt wurden, schaffen es auch ganz ohne Worte, die in sich stimmige und schöne Geschichte, um die Beschützer der Erde zu erzählen, die diese vor den sich nähernden Monstern befreien.
Auch die Soundeffekte, welche zur Vertonung der Handlung dienen, haben uns gut gefallen und die Geschichte sehr lebendig werden lassen.


Des Weiteren haben auch die visuellen Effekte überzeugt, welche mit Hilfe von Kreidezeichnungen veranschaulicht wurden und auf große Mühe und großen Eifer hindeuten.

Alles in allem hat dieser Film uns durch den großen Arbeitsaufwand im Zusammenspiel mit der gut gelungenen Umsetzung und der passenden Story, am besten gefallen.“

2. Preis: Sprichwortforschung
Jugendzentrum Ronsdorf, Wuppertal


Inhaltsangabe der Gruppe:
„In diesem Handyfilm haben die Darsteller verschiedene Sprichwörter visuell und durch Handlung interpretiert“

Begründung der Jugendjury:
„Unser Platz zwei, der Film "Sprichwortforschung" besticht vor allem durch den Spaß der Schauspieler, welchen sie beim Dreh des Filmes gehabt haben. Man zweifelt keine Sekunde daran, dass sie Ihre Vorstellungen, wie der Film werden soll, auch genau so umgesetzt haben. So hat das Jugendzentrum Ronsdorf, nicht nur den Filtmtitel sehr gut umgesetzt, sondern auch die wechselnden Drehorte und die Vielzahl der Sprichworte für sich sprechen lassen. Dies ganze kombiniert mit einer witzigen Umsetzung hat uns als Jury überzeugt. Der Zuschauer wird in die Handlung mit einbezogen, weil er am Anfang einer jeden Szene mitraten möchte, welches Sprichwort wohl jetzt dargestellt wird. Dieser Handyfilm ist von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach lustig und für die vorhandenen technischen Mittel gut gemacht.“


3. Preis: Das Abenteuer des Fridolin Sherlock
Jugendgruppe „Konficafé“ der ev. Kirchengemeinde, Hövelhof


Inhaltsangabe der Gruppe:
„Ein ganz normaler Tag in der Jugendgruppe – chillen und Kekse futtern. Doch dann der Schock – der letzte Keks ist verschwunden. Jetzt kann nur noch einer helfen: Meisterdetektiv Fridolin Sherlock. Knallhart nimmt er alle Verdächtigen ins Verhör bis der Täter sich letztlich verrät und eine turbulente Verfolgungsjagd beginnt…“

Begründung der Jugendjury:
„Zwar hätte man unter diesem Titel nicht gerade eine solche Story vermutet, aber gerade dadurch wird man verwirrt und positiv überrascht. Dieser Handyfilm überzeugt nicht wie der Film auf Platz 1. durch eine aufwendige Machart oder passende musikalische Untermalung sondern, ähnlich wie ein Sketch, durch simple, einfallsreiche Konversationen/ Sprechakte als unterhaltsamer Kurz-Clip. Die „Jugendgruppe ‚Konficafé’ der evangelischen Kirchengemeinde Hövelhof“ hat, unserer Meinung nach, nicht nur mit ihren Schauspielern eine super Leistung abgeliefert, auch mit der Kameraführung konnten sie durch unterschiedliche Perspektiven, die zur jeweiligen Situation gepasst haben, punkten. Zusammen mit einer guten Vertonung und der Wahl von wechselnden Drehorten wurde eure lustige Idee zu einer schlüssigen Story.“

"Szenen einer Ehe": witzige Regieeinfälle - aber etwas zu lang

Szene aus "Szenen einer Ehe"
Foto: Birgit Hupfeld
Wer „Szenen einer Ehe“ als Ingmar-Bergmann-Film aus dem Jahre 1973 kennt, wird nach einem Besuch der Inszenierung von Claudia Bauer am Schauspiel Dortmund überrascht sein. Ob es eine positive oder negative Überraschung ist, muss – wie immer – jeder für sich selbst entscheiden. Nach der Premiere am Freitag waren beide Extreme zu hören: „eine Zumutung“ und „genial“.

Es geht kurz gesagt um die Bilderbuchehe von Johan und Marianne, die sich nach und nach in die schlimmste Beziehungshölle verwandelt, die sich denken lässt. Das Paar driftet hin und her zwischen dem Wunsch des einen, den anderen zu erschlagen (im Stück witzig als Running Gag mit einem zum Schlag erhobenen alten Telefon angedeutet) und wiederholten Annäherungsversuchen der Streitenden. Der Songtext „Nicht mit dir und nicht ohne dich“ von Pe Werner würde passen.

Claudia Bauer überzieht den über 40 Jahren alten Stoff gleich mit einem ganzen Füllhorn an ungewöhnlichen Regieeinfällen. So lässt sie das Paar nicht nur von zwei Schauspielern spielen, sondern von acht, wobei sich vier Paare herausschälen. In einem Fall spielt der Mann (Frank Genser) die Marianne und die Frau (Merle Wasmuth) den Johan. In einer Szene agieren vier Schauspieler mit Masken, während die Stimmen von den vier anderen kommen, die am Bühnenrand stehen. Von den Schauspielern live gesungene und verballhornte Liebeslieder wie „Love Hurts“ von Roy Orbinson oder „Love Song“ von The Cure kommen genauso vor wie die mittlerweile berühmte oder berüchtigte – je nach Sichtweise – Videokamera. Wie immer am Schauspiel Dortmund geben die Schauspieler alles – in diesem Fall Frank Genser, Sebastian Kuschmann, Bettina Lieder, Carlos Lobo, Uwe Schmieder, Julia Schubert, Friederike Tiefenbacher und Merle Wasmuth. Sie verpassen sich saftige Ohrfeigen, ziehen sich aus, bespritzen sich mit (Theater-)Blut, schreien und toben, wälzen sich über- und untereinander über die Bühne und fassen sich gegenseitig an den Busen oder in den Schritt. Das ist immer wieder höchst beeindruckend und bewunderungswürdig.

Das alles zusammengenommen ergibt eine Spieldauer inklusive Pause von fast drei Stunden – allerdings wirkt es wegen der vielen wechselnden Szenen kürzer.

Wer derart tief in die theatrale Kiste greift wie Claudia Bauer in diesem Stück, steht im Verdacht, dass er dem eigentlichen Text nicht recht traut. Das jedoch ist gerade im Fall von „Szenen einer Ehe“ unangebracht. Das Stück behandelt die gänzlich zeitlosen Probleme, die Paare nun mal miteinander haben. Eine Beschäftigung mit diesem Text ohne jeden Schnickschnack könnte bestimmt ebenfalls reizvoll sein.

Von einem Rezensenten erwartet man, dass er sagt, wie ihm ein Stück gefallen hat. Ich habe mich zu Anfang köstlich amüsiert und gut unterhalten gefühlt. Spätestens ab Stunde drei aber habe ich mich immer öfter beim Blick auf die Uhr erwischt. Vielleicht wäre es doch gut gewesen, alles ein wenig zu straffen.


Andreas Schröter

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Bühne und Kostüme: Patricia Talacko
Musik: Smoking Joe
Video-Art: Mario Simon
Licht: Sibylle Struck
Dramaturgie: Michael Eickhoff

Weitere Termine: 4./21. Dezember, 9./25. Januar

Infos und Karten: Tel. 0231-5027222

Freitag, 28. November 2014

2. Familienkonzert: Aschenputtel räumt auf…

Aschenputtel räumt auf.
 Foto: Ansgar Klostermann
Sonntag, 30. November, 10.15 Uhr und 12 Uhr
Konzerthaus

Übergroße Legosteine werden am Sonntag, 30.11. die Kulisse des 2. Familienkonzerts der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus sein. Hieraus wird dann das Schloss des Prinzen gebaut, oder die Küche, in der Aschenputtel Erbsen zählt. Dazu erklingt Musik aus Rossinis „La Cenerentola“ in einer ganz besonderen Fassung – ein Vergnügen für kleine und große Musikfreunde.


Paolo, der Gärtner, erzählt mit einem alten Märchenbuch und Rossinis Musik aus „La Cenerentola” die Geschichte von Aschenputtel, die trotz ihres bösen Vaters Don Magnifico mit großer Hartnäckigkeit doch noch zu ihrem Prinzen Ramiro findet. Auf dem Weg dahin gibt es viel Musik und eine abenteuerliche Kutschfahrt durch ein ziemlich heftiges Gewitter… In einer witzigen Kulisse aus zehn übergroßen, bunten Legosteinen spielen und singen Gärtner Paolo, Don Magnifico und Aschenputtel.


Ulf-Guido Schäfer hat die Musik des Meisters Giaochino Rossini bearbeitet, die das Holzbläserquintett der Dortmunder Philharmoniker vortragen wird. Jörg Schade und Franz-Georg Stähling haben das alte Märchen vom Aschenputtel mit Rossinis Musik zusammengebracht.

Kleine Musikfreunde haben vor den Vorstellungen die Möglichkeit sich von den kleinen Theaterfreunden der Naturbühne Hohensyburg schminken zu lassen.

Eva Trummer, Sängerin
Jörg Schade, Schauspieler
Holzbläserquintett der Dortmunder Philharmoniker
Felix Reimann, Flöte,
Birgit Welpmann, Oboe
Frauke Hansen, Klarinette
Jan Golebiowski, Horn
Minori Tsuchiyama, Fagott

Für den Termin um 10.15 Uhr gibt es noch Karten, beim Termin um 12 Uhr sind nur noch wenige Restkarten erhältlich.

Karten unter 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

John Law im Hartware MedienKunstVerein (HMKV)

John Law bereitet den
HMKV-Weihnachts-Truthahn zu.
Foto: Christina Harbridge, 2005
3./4. Dezember
HMKV im U-Turm

Am 3. und 4. Dezember 2014 gibt es eine einmalige Gelegenheit, einen der Mitbegründer der kalifornischen Cacophony Society und des legendären Burning Man Festivals zu treffen. Auf die 1986 in San Francisco gegründete Cacophony Society gehen zahlreiche Tendenzen in der (subversiven) Popkultur der 1980er und 1990er Jahre zurück. 

Nicht nur begründete die Gruppe das Burning Man Festival am kalifornischen Baker Beach (seit 1990 am Black Rock in die Wüste von Nevada); das lockere Kollektiv von Freigeistern ist darüber hinaus Vorläufer der Yes Men, der Adbusters und der Occupy-Bewegung, hat großen Einfluss auf Chuck Palahniuks Roman Fight Club (1996) ausgeübt und verschiedene popkulturelle Trends wie Flashmobs, Stadterkundung und Culture Jamming ins Leben gerufen. Der böse Clown – oder „Klown“, wie die Cacophony Society ihn nennt – ist eine wiederkehrende Figur in den Straßenaktionen des Kollektivs. 

Der verstörte Clown ist dabei eine Chiffre für das Chaos, für „den Einbruch des Unheimlichen in die banale Realität“. Als Scharnier zwischen Kunst, Aktivismus und Populärkultur – und quasi als historischer Ausgangspunkt der Ausstellung Böse Clowns – dient die Arbeit der kalifornischen Cacophony Society, für die die Figur des „Klowns“ eine zentrale Rolle spielte. 

Der HMKV präsentiert in der Ausstellung Böse Clowns bislang in Europa noch nie gezeigtes Material, das 2013 erstmals in der umfangreichen Publikation Tales of the San Francisco Cacophony Society (http://talesofsfcacophony.com/) veröffentlicht  wurde. Die Cacophony Society entwickelte Frühformen des Adbustings (Plakatveränderungen), der Markenverschmutzung (zu Ronald McDonald), der Unterwanderung, des Flashmobs und der urbanen Explorationen (heute: Parcours), die sich sowohl im politischen Aktivismus der 1990er Jahre als auch in aktuellen künstlerischen Projekten wiederfinden.

Cacophony Society: http://www.cacophony.org/

Donnerstag, 27. November 2014

Dortmunder Dramaturg Alexander Kerlin erhält NRW-Förderpreis

Kulturministerin Ute Schäfer
 überreicht Dramaturg Alexander Kerlin die 
Urkunde
Foto: Matthias Seier
Alexander Kerlin, seit 2010 Dramaturg am Schauspiel Dortmund, erhält den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Kulturministerin Ute Schäfer überreichte den mit jeweils 7.500 Euro dotierten Preis am Mittwochabend, 26. November 2014 im LWL-Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster an 19 junge Künstlerinnen und Künstler.

Mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler werden seit 1957 überdurchschnittliche Begabungen im Bereich der Kunst geehrt. Der Preis, so die Ministerin Ute Schäfer, soll den Künstlerinnen und Künstlern Mut machen, ihren Weg weiter zu verfolgen: “Es ist an Sie alle eine Aufforderung, weiterzumachen.”

In ihrer Laudatio schreibt die Jury über Alexander Kerlin: “Seine Arbeit an den Schnittstellen von Theater und bildender Kunst, Computerwelten, Film – überhaupt von Kunst und Realität – wird noch viele an- und aufregende Ergebnisse bringen.” Alexander Kerlin “kuratiert Reihen, nimmt Impulse der Stadtgesellschaft auf, entwirft in enger Zusammenarbeit mit Kay Voges neue Theaterformen.” Des weiteren wurden das Dogma 20_13 für “Das Fest”, die Einrichtung des Dortmunder Sprechchors als festes Ensemblemitglied sowie die Inszenierung “Das Goldene Zeitalter” als Gründe für die Auszeichnung genannt.

Alexander Kerlins kommende Projekte sind eine neue Bühnenfassung der Tragödie "Elektra" (Premiere am 7. Februar 2015) sowie die Erarbeitung eines neuen Stücks mit dem Dortmunder Sprechchor "Kaspar Hauser und Die Sprachlosen aus Devil County" (Premiere am 13. Juni 2015) am Schauspiel Dortmund.

Weitere Informationen über Alexander Kerlins Arbeit am Schauspiel Dortmund: www.theaterdo.de

Quelle: Schauspiel Dortmund

"Nosferatu lebt" hat Samstag Premiere im Schauspiel-Studio

Szene aus "Nosferatu lebt"
Foto: Birgit Hupfeld
Samstag, 29. November 2014, 20 Uhr
Schauspiel-Studio


Ein blutsaugender Vampir, der überlebt, indem er Leben stiehlt! Als F. W. Murnau 1920 einen Stummfilm nach Bram Stokers Welterfolg „Dracula“ drehte, musste er aus rechtlichen Gründen die Namen ändern: Nosferatu erblickte das Licht der Welt – eine schaurige Sensation! Horrorspezialist Jörg Buttgereit blickt in seiner neuesten Dortmunder Inszenierung zurück in eine Zeit, in der die Schreie der Heldinnen lautlos waren … und das Kinoblut noch nicht rot!

Es spielen Andreas Beck, Ekkehard Freye, Annika Meier, Uwe Rohbeck und, am Piano, Kornelius Heidebrecht. Regie führt Jörg Buttgereit, Bühne und Kostüme gestaltet Susanne Priebs, die Live-Musik ist von Kornelius Heidebrecht, Dramaturgin ist AK Schulz |

Die Premiere ist bereits ausverkauft

Quelle: Schauspiel Dortmund

Mittwoch, 26. November 2014

Bis zum Mond und zurück: Kinder-Tanztheaterstück im Theater im Depot

Szene aus "Bis zum Mond und zurück"
Sonntag, 30. November, 15 Uhr
Theater im Depot


Zahnlücke, Locken, groß, klein, dick, dünn, helle oder dunkle Haut. Jeder Mensch ist anders und es gibt an jedem etwas Besonderes zu entdecken, auch an dir. Sei wie du bist!

Entre Passos macht sich mit dem jungen Publikum auf die Suche nach der geheimnisvollen Welt von Tanz, Musik und Theater, die uns fasziniert und zu unendlichen Erlebnissen und Entdeckungen einlädt.


Die Projektidee ist von dem Bilderbuch "Ich bin wie ich bin" von Bruno Hachler und Iris Wolfermann inspiriert, in dem das Thema Selbstbewusstsein die zentrale Rolle spielt. Für Kinder ab 3 Jahre.

Eintritt: VVK + AK 10 € / 5 € erm.
Choreographie und Tanz: Pavlina Cerna, Alexeider Abad Gonzalez

www.depotdortmund.de

KLANGVOKAL präsentiert 21 Dortmunder Chöre auf dem Weihnachtsmarkt

Bereits zum sechsten Mal lädt das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund zum Weihnachtssingen. Fünf Gastspiele gibt das Festival in diesem Jahr auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt und präsentiert dabei insgesamt 21 Chöre. Vom 26. November an, zeigen jeweils mittwochs von 17.00 bis 20.00 Uhr Chöre und Ensembles aus Dortmund auf der Bühne am Alten Markt ihr Können. Am Abend vor Heiligabend findet dann traditionell das große offene Weihnachtssingen zu Füßen des Weihnachtsbaums statt und stimmt die Besucherinnen und Besucher auf festliche Feiertage ein.

Zum Auftakt ist am Mittwoch, den 26. November 2014 um 17.00 Uhr der Chor der Friedrich-Ebert-Grundschule aus Schüren zu Gast. Gleich im Anschluss folgt mit Singflut! der Chor des Helene-Lange-Gymnasiums aus Hombruch mit einem Mix aus Pop und internationalen Weihnachtsliedern. Der gemischte Chor UNERHÖRT! gestaltet sein Programm auf dem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr gemeinsam mit einem Beatboxer. Die jungen Sängerinnen der Vocal Crew verbinden zum Abschluss des ersten Konzerts auf dem Weihnachtsmarkt gekonnt traditionelle und moderne Weihnacht.

Eine Woche später, am Mittwoch, den 03. Dezember 2014 eröffnen dann die Franzi-Spatzen der Franziskus-Grundschule aus der östlichen Innenstadt das Bühnenprogramm. Mit Take Two aus Dortmund-Mengede erlebt das Publikum traditionelle Weisen der internationalen Weihnacht, bevor mit Cayenne ein erst in diesem Jahr gegründetes Frauenensemble die Bühne betritt. Das Finale des zweiten Abends bestreitet mit dem MGV Dortmund-Dorstfeld 1858 e.V. der älteste noch aktive Männerchor der Stadt.

Der dritte Besuch von KLANGVOKAL auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt findet am Mittwoch, den 10. Dezember 2014 statt. An diesem Tag reisen Chöre und Ensembles mit ihren Weihnachtsliedern einmal um die Welt. Der Chor der Regenbogen-Grundschule aus Mengede, der Chor des Max-Planck-Gymnasiums, ConTakt!, Belcando & The Phönix Harmonists und Total Vokal haben hierfür ein internationales Repertoire von bekannten und eher unbekannten Christmas-Songs zusammengestellt.

Am Mittwoch, den 17. Dezember 2014 treten der Chor der Lessing-Grundschule, der Chor des Helmholtz-Gymnasiums – beide Chöre sind in der Nordstadt zuhause –, das griechische Ensemble Terpsinoon und der Unlimited Chore der Pentecost Church auf der Bühne am Alten Markt an, um den stimmungsvollen Abschluss der diesjährigen Konzerte auf dem Weihnachtsmarkt zu gestalten.

Zum Abschluss laden am Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 19.00 Uhr bereits zum sechsten Mal der Weihnachtsmarkt Dortmund und KLANGVOKAL zum traditionellen gemeinsamen Singen zu Füßen des großen Weihnachtsbaums auf dem Hansaplatz ein. Alle Besucherinnen und Besucher sind dann dazu eingeladen, gemeinsam mit einem großen Projektchor unter der Leitung von Margitta und Herbert Grunwald zu singen.

Dienstag, 25. November 2014

Theater im Depot zeigt "Ein jeder Narr tut, was er will" nach Wilhelm Busch

Markus Veith als Wilhelm Busch
Samstag, 29. November, 20 Uhr
Theater im Depot, Immermannstraße 29


Das Publikum besucht den Maler, Dichter, Philosophen und Humoristen in seiner Werkstatt. Busch, der nicht als ‚netter‘ Mensch gilt, vielmehr als schrulliger, lebenslang lediger Einsiedler, ist zunächst nicht begeistert davon, dass ihm jemand über die Schulter schaut, doch indem er in seiner humorvoll gereimten, gleichzeitig bissigen Gewitztheit über die Menschen, insbesondere Künstler, übers Malen und Dichten referiert, kommt er immer mehr ins Plaudern und bietet seinem Publikum mit seinen Geschichten um den ‚verhinderten Dichter Balduin Bählamm‘ und den ‚Maler Klecksel‘ durchaus einen comicartigen Einblick in die Arbeit und das Leben des großen Humoristen Wilhelm Busch.

Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Regie: Jan Burdinski
Mit: Markus Veith

Schauspiel: "Szenen einer Ehe" hat Freitag Premiere

Szene aus "Szenen einer Ehe"    Foto: Hupfeld
Premiere am 28. November 2014, 19.30 Uhr
Schauspielhaus


Johan und Marianne sind seit zehn Jahren ein Paar und führen, wie es scheint, eine Bilderbuch-Ehe: zwei Kinder, Harmonie im gemeinsamen Leben und Erfolg im Beruf. Dass sie ihre Konflikte, wie die beiden glauben, offen besprechen können, macht sie stolz und als Paar unangreifbar. Als aber Johan seiner Frau überraschend eine Affäre gesteht und sich abrupt von Marianne trennt, um mit Paula ein neues Leben zu beginnen, ist nicht nur das scheinbar so stabile und verlässliche Gefüge zerbrochen: Für Marianne beginnt ein schmerzhafter Prozess, sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu stellen – ist alles falsch gewesen, was sich zuvor wahr und richtig angefühlt hat? Fragen an ihre Zukunft drängen sich auf: Sollen sie sich scheiden lassen? Was geschieht mit den Kindern? Wie nah kann man sich sein? Ein quälender Strudel zieht beide hinab, bis auch vertraute Zärtlichkeiten von Demütigungen und Faustschlägen zernichtet werden.

Der Klassiker des weltberühmten Filmregisseurs Ingmar Bergman, der 1973 als sechsteilige Serie im schwedischen TV zu sehen war und 1975 in die Kinos kam, stellt die einfach komplexe Frage, ob und wie Mann und Frau zusammenleben können… Claudia Bauer, die zuletzt bei REPUBLIK DER WÖLFE Regie führte, holt den Klassiker der Beziehungsschlachten in unsere Gegenwart – bis die zu vertrauten Sätze wieder hochaktuell im Kampf der Geschlechter erscheinen.

Regie: Claudia Bauer
Bühne und Kostüme: Patricia Talacko
Musik: Smoking Joe
Video Art: Mario Simon
Dramaturgie: Michael Eickhoff

Mit: Frank Genser, Sebastian Kuschmann, Bettina Lieder, Carlos Lobo, Uwe Schmieder, Julia Schubert, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth





Montag, 24. November 2014

Jan Weiler liest im Fritz-Henßler-Haus

Jan Weiler.
Donnerstag, 27. November, 20 Uhr
Fritz-Henßler-Haus

Jan Weiler kommt wieder nach Dortmund. Im Fritz-Henßler-Haus präsentiert er am 27. November erstmals in der Region seine beliebte Weihnachtslesung „Berichte aus dem Christstollen“. Beginn der Lesung ist um 20 Uhr.

Spätestens wenn der Adventskalender hängt, läuft der Countdown: Weihnachten droht mit allen Konsequenzen für Figur und Nervenkostüm. Da muss man als Glühweinhasser auf den Weihnachtsmarkt und als Nikolaus in die Schule. Da verwandeln sich Kinder in Wunschmonster und Ehefrauen in backende Nervenbündel.


Und natürlich wird das Fest nicht stiller, wenn auch noch der italienische Schwiegervater zu Besuch kommt, um als Hexe verkleidet die Kinder zu bescheren.

Die Eintrittskarten für die Jan-Weiler-Lesung am 27. November im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter www.planb-tickets.de erhältlich. Die Tickethotline ist 0231-9172290. Der Veranstalter hält für Kurzentschlossene ein Restkontingent an Eintrittskarten für die Abendkasse bereit.

Fußball-Operette "Roxy und ihr Wunderteam" hat Samstag Premiere

Premiere: Samstag, 29.11., 19.30 Uhr
Opernhaus


Rauschende Premieren, Gulasch-Partys, unerhörte Gagen und ein Hit nach dem anderen: Paul Abrahams kometenhafter Aufstieg in Berlin ist legendär. Zur rechten Zeit am rechten Ort war er wie kein anderer in der Lage, den Nerv der frühen 30er Jahre in seinen Werken einzufangen. Victoria und ihr Husar, Die Blume von Hawaii und Der Ball im Savoy machten Paul Abraham binnen Kurzem zu einem der angesagtesten Komponisten seiner Zeit. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 fand seine Karriere dann allerdings ein jähes Ende: Seine Operetten kamen auf den Index, das Vermögen wurde beschlagnahmt, er selbst floh nach Budapest. Eine seiner letzten Premieren dort war 1936 die Uraufführung der Vaudeville-OperetteRoxy und ihr Wunderteam, zu der ihn die sagenhaften Siege der österreichischen Fußballnationalmannschaft inspiriert hatten. Hier nimmt er nicht nur die glühende Sportbegeisterung seiner Zeit aufs Korn, sondern auch die Ideale der neuen Machthaber in Berlin, wo Fleiß und Enthaltsamkeit gepredigt wurden:

Am ungarischen Plattensee bereitet sich das so genannte Wunderteam auf ein entscheidendes Spiel vor. Die Disziplin der jungen Fußballer fällt allerdings just in dem Moment in sich zusammen, als die Schülerinnen eines Mädchenpensionats nebenan Quartier beziehen, um ihrem guten Benehmen einen letzten Schliff verpassen zu lassen. Und dann wäre da noch Roxy, die am Hochzeitstag vor ihrem dümmlichen Verlobten und ihrem geizigen Onkel geflohen ist und ausgerechnet in dem Fußballteam Aufnahme gefunden hat. Zum Finale treffen sich alle im Stadion: „3:1 für die Liebe“ – so der Titel der späteren Verfilmung.

Das neue Interesse an den Jazz-Operetten der 30er Jahre und das wachsende Bewusstsein für eine historische Aufführungspraxis auch in der Unterhaltungsmusik führten in den letzten Jahren zu einer Neuentdeckung der Musik Paul Abrahams. Mit Hilfe von Autographen, historischen Einspielungen und Filmen stellen die Abraham-Spezialisten Matthias Grimminger und Henning Hagedorn die Urfassung der Partituren Abrahams so weit wie möglich wieder her. Für die Oper Dortmund wird nun auch von Roxy eine bühnenpraktische Rekonstruktion angefertigt und erstmals um die Musik aus der Verfilmung ergänzt. In dieser Fassung wird die Fußballoperette zur längst fälligen deutschen Erstaufführung gebracht. Wo, wenn nicht hier?

Silvesterparty:

Genießen Sie im Anschluss an die Vorstellung am 31.12.2014 um 20.00 Uhr die große Silvesterparty im Opernhaus mit der Pilspicker Jazzband, die ebenso im Kartenpreis inbegriffen ist wie ein Glas Sekt vor dem Beginn der Vorstellung und das Programmheft. Bitte beachten Sie, dass für die kleine Stärkung nach der Vorstellung keine Sitzplatzreservierungen möglich sind.

Feiern Sie mit dem Opernensemble ins Jahr 2015!

Sonntag, 23. November 2014

Schaufensterlesungen in Adolf Winkelmanns "schwarzem Haus"

Montag, 24. November, 18.30 Uhr
Gegenüber dem Dortmunder U, Rheinische Straße 16

Am Rande des Kreativ-Viertels im Dortmunder Westen, dem so genannten “Unionsviertel” gibt es eine kleine, aber feine temporäre Kultureinrichtung. In Winkelmanns Schwarzem Haus gegenüber dem U befindet sich ein Ladenlokal mit der Neonschrift „SUPER“ – das Stadtbüro der Winkelmann Filmproduktion. Das Filmunternehmen öffnet noch bis Mitte Dezember seine Türen für alle Literatur- und Kulturinteressierten. In dem “Pop Up Store” werden bis 15. Dezember 2014 Bücher des Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann vorgestellt. Alle Autoren stammen aus dem Ruhrgebiet: Regional verwurzelt – Pottliteratur pur.

Die Lese-Reihe startete Anfang November erfolgreich mit René Schierings Roman “Ruhrpott-Köter” und Hermann Beckfelds (Chefredakteur der Ruhr Nachrichten) Brieflesung “Ganz persönlich. Beckfelds Briefe”. Am kommenden Montag geht es mit einem spannenden Literatur-Programm weiter. Am 15. Dezember endet die Lese-Reihe mit Winkelmanns Reisen.

Quelle: Ulrike Maerkel, Ruhrbarone

Termine:

Montag, 24. November, 18.30 Uhr
Dennis Rebmann, Autor und Journalist
Philipp Stratmann, Autor und Lehrer in Dortmund
“Mit Schmackes! Punk im Ruhrgebiet“

Montag, 8. Dezember, 18.30 Uhr
Michael Hüter, Illustrator und der Nikkelaus, verarmter Bottroper,
“Weihnachtsgeschichten”,
Thomas Althoff, Autor
“Komm, wir schießen Kusselkopp”

Montag, 15. Dezember, 18.30 Uhr
Adolf Winkelmann, Autor und Filmemacher
“Winkelmanns Reise ins U”

Anmeldungen sind möglich unter studio@winkelmann-film.de oder
02314271116 Winkelmann Filmproduktion GmbH.
Der Unkostenbeitrag beträgt 3,- Euro.
Die Veranstaltung am 1.Dezember muss leider ausfallen.

Joseph Myers bei EKAMINA im Sissikingkong

Joseph Myers
Do, 27.11., 20 Uhr
Sissikingkong

Joseph Myers heißt mit bürgerlichem Namen Ulf Ronsieck. Er ist Sänger und Gitarrist bei dem Osnabrücker Singer-Songwriter-Trio Ain’t No Before. Aber weil er ein Getriebener ist, reicht ihm das allein schon lang nicht mehr. Er gehört zu den Musikern, die immer spielen müssen.

Kopf aus? Muße an? Joseph Myers ist kein glatter Schmuse-Songschreiber der alten Riege, sondern ein Künstler, der sich mutig auf die Suche nach neuen Pfaden begibt. Sein zweites Studio-Album PUZZLES AND PLACES strotzt nur so vor Energie und bewegt sich irgendwo zwischen nostalgischen Post-Tour-Memoiren, musikalischer Finesse und Verliebtheit ins Detail.

Die raue Leidenschaft meißelt ihre Botschaft in die Fassaden natürlicher Schönheit. Joseph Myers ist der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, seine neue Platte ist das Ergebnis einer langen Reise, ist der Sound früher Coldplay-Tage auf Konfrontationskurs mit dem eigenen Ich.


Joseph Myers führt das hiesige Singer/Songwritertum in eine neue Ära: Statt musikalischer Märchenstunde wird Poesie auf faszinierende Weise unmittelbar, wird Schönheit greifbar, sodass man sie nicht mehr loslassen möchte.

Samstag, 22. November 2014

Donnerstag ist wieder FischBar-Zeit im Theater im Depot

Matthias Hecht
DO, 27.11.2014 um 20 Uhr
Theater im Depot


Niemand weiß, was in „FischBar“ an diesem Abend auf der Bühne passieren wird. Die Idee ist einfach, aber genial: Zuschauer bringen Alltagsgegenstände mit, die Matthias Hecht als Ausgangspunkt für sein Spiel dienen. Die Dinge werden zu Objekten, bekommen ein Eigenleben, sind Anlass für Assoziationen, die zu Geschichten werden. 90 Minuten zwischen purem Theaterspaß, Wahnsinn, Ernsthaftigkeit, Verzweiflung und kleinen Albernheiten.

Hecht und Ritter bestreiten diese Form des Objekttheaters nun schon in der 5. Saison im TiD. Bitte einen Alltagsgegenstand der eigenen Wahl mitbringen!

Hinweis: Aufgrund mehrfach herangetragener Bedenken im Vorfeld des FischBAR Besuches ist zu erwähnen, dass es sich bei der FischBAR nicht um Mitmach-Theater handelt!

Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Dauer: ca. 90 Minuten
Spiel & Idee: Matthias Hecht
Musik: Philip Ritter

Schauspiel: Silvesterlesung mit Andreas Weißert

Andreas Weißert.
Die Silvesterlesung von Andreas Weißert ist inzwischen schon zur Kultveranstaltung geworden. In diesem Jahr widmet er sich den Jahreszeiten in der Literatur mit Lyrik und Prosatexten von Stifter, Uhland, Goethe, Heine, Hebbel, Hesse, Rilke, Flaubert, Virginia Woolf, John Steinbeck, Joseph Roth und vielen anderen. Andreas Weißert liest zum Beispiel einige bekannte Romananfänge: aus Tolstois „Auferstehung“ eine großartige Beschreibung des Frühlings oder das Desaster des fehlenden Regens im Sommer aus Steinbecks „Früchte des Zorns“. Vom jungen Flaubert liest Weißert eine sensationell schöne Herbstbeschreibung aus dem Roman „November“ - und vieles mehr. Die Lesung mit dem Titel „Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß!“ beginnt am Mittwoch, 31. Dezember um 18.30 Uhr im Studio und dauert bis ca. 20.15 Uhr, inklusive einer Pause. Karten für 19,- Euro gibt es ab sofort an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27 222 oder www.theaterdo.de.

Freitag, 21. November 2014

Film-Quiz im Kino im U

28.11.2014, 20 Uhr
Kino im U


Wer schrieb die Romanvorlage für LIFE OF PI - SCHIFFBRUCH MIT TIGER? Wer spielte den ELEKTRISCHEN REITER unter der Regie von Sydney Pollack?

Das Film-Quiz-Team wartet wieder gut vorbereitet auf Film-begeisterte RaterInnen.

Filmausschnitte, Filmmusikeinspielungen, verfremdete Fotos und Zitate dürfen entschlüsselt und Fragen zu allen möglichen und unmöglichen Filmbezügen beantwortet werden.

Aber keine Angst: Niemand muss als EinzelkämpferIn brüten, sondern es können gern auch spontan (Freundes)-Gruppen gebildet werden. Gemeinsam mit anderen weiß man/frau mehr! Und es macht Spaß, die Köpfe zusammenzustecken, damit die Nachbargruppe nicht gleich alles mitbekommt!! Oder die Ohren langmachen, um eben genau das …

Also: Einfach vorbei kommen, Freunde und Stifte mitbringen, raten und gewinnen.

EINTRITTSPREIS:
5,00 Euro

Die Kinokasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Filmprogramm ohne Werbung! Das Kino ist für Rollstuhlfahrer ohne Hilfe zu erreichen.

RESERVIERUNG:

Mail: verein@kino-im-u.de
Telefon: 0231.50 25 486

Donnerstag, 20. November 2014

Schauspiel: „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ wieder da

Die gefeierte Inszenierung von Liesbeth Coltof „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ ist ab kommenden Samstag, 22. November, wieder im Studio des Schauspiel Dortmund zu sehen. Das weltbekannte Stück von Edward Albee steht seit drei Spielzeiten auf dem Spielplan in Dortmund und ist meistens ausverkauft. Für die Wiederaufnahme am 22. November, um 20 Uhr, gibt es noch Karten für 15,- Euro an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de.

Theater im Depot: Tanztheater über Sinn und Sinnlichkeit beim Essen

Edda mag nicht
SO 23.11.2014 um 16 Uhr
Theater im Depot


Früher war Edda ein ganz normales Mädchen. Sie aß fast alles was auf den Tisch kam und das mit Genuss. Eines Tages hört sie auf damit … Von da an macht sie es allen Menschen in ihrem Leben schwer und sogar die Lebensmittel müssen leiden:

Die Möhren sind ihr zu orange, die Erbsen zu rund. Der Käse stinkt und die Torte ist zu klebrig. Edda will immer etwas anderes – sie sitzt bei jeder Mahlzeit am großen Tisch und nörgelt über das Essen und niemand kann es ihr recht machen. Alles was man ihr serviert will sie noch nicht mal probieren. Allmählich spitzt sich die Situation zu, denn alles dreht sich nur noch um Edda. Die Lebensmittel werden wütend, doch wie können sie Edda überzeugen wieder so zu werden wie früher?

Eintritt: VVK + AK 10 € / 5 € erm.
Schauspiel: Matthias Damberg
Choreographie, Tanz: Birgit Götz
Regie: Cordula Hein
Bühne und Kostüm: Tabea Sieben

www.depotdortmund.de

Mittwoch, 19. November 2014

Künstlerhaus: Verein mex bittet zum Abend "nyan 22"

Freitag, 21. November 2014, 20 Uhr
Sunderweg 1, 44147 Dortmund


mit
Marc Behrens (D) // Fieldrecording, MAX, Möbel
Noch einmal pfeift heuer der Wind des Herbstes um die Ecken des Kellers. Behrens präsentiert bei mex seine in 7 Jahren durch dick & dünn gegangene und dabei geläuterte Klangfamilie mit einer immersiven, elektroakustischen Performance. Sie mobilisiert auf futureske Weise Energien zwischen Performer und Klangrepertoire, zwischen anwesendem Publikum, Mobiliar und früheren Inkarnationen der Aufführung, akustisch und gestisch etwas verstörend langsam zurück in die Zukunft Weisendes - Momente eines Science-Fiction-Traums.

Atsushi Nishijima (J) // Effekte, Oszillator, Kerzen
Nishijima hingegen spürt im Alltag den Klang biotischer Phänomene auf. Die frei strömende Konvektion einer brennenden Kerze gebiert unmittelbare Wellen, was weitere Geschehnissen nach sich zieht. Denn solch eine Klangstätte ist ein eigenes Wesen, beeinflusst von der Umgebung, die wiederum eigenen Gesetzmäßigkeiten gemäß die Flammen flackern lässt. Während Feuer als eine relativ schnelle Art der Oxidation zu verstehen ist, verläuft die chemische Reaktion zwischen Salz und Kupfer eher schleichend.

Franziska Windisch (D/B) // Kupfer, Salz, Stimme
Windischs Performance gedenkt der Verwendung von Kupfer als Schallplatten-Master, indem sie das DMM-Material gezielt der Korrosion aussetzt. Nassabspielen mit Essig zersetzt die Rillen nachhaltig. Elektronen lösen sich; und die freigesetzte Energie regt niedervoltig unser Ohr und Fantasie an – hatten wir nicht schon immer geahnt, dass im Grunde Schallplatten irgendwie Batterien sind?

Veranstaltet von mex e.V. mit freundlicher Unterstützung durch das Künstlerhaus Dortmund, sowie Pro Jazz e.V. und das Kulturbüro der Stadt Dortmund. mex wird kuratiert von Maija Julius. www.mexappeal.de

Eintritt 6 €

"Heute Abend: Lola Blau" hat bald Premiere im Kino im U

Sa, 29. November 20 Uhr (Premiere)
Kino im U
Musical für eine Schauspielerin
von Georg Kreisler


Das junge jüdische Mädchen Lola Blau ist gerade dabei, ihr erstes Theaterengagement am Landestheater in Linz anzutreten als Österreich an Nazi-Deutschland angeschlossen wird. Lola hat sich mit Liebe und Leidenschaft dem Theater verschrieben, doch die politische Situation durchkreuzt ihre Pläne. Lola geht über die Schweiz ins Exil nach Amerika, sie fühlt sich den politischen Umständen ihrer Zeit ausgeliefert, ohne diese jedoch zu hinterfragen.

In Amerika wird sie ein Star, aber hinter der schillernden Fassade verliert sie ihre Illusionen. Dann meldet sich nach Jahren Leo wieder – ihre Jugendliebe, der in den Kriegswirren verloren ging, weil man ihn als Juden nach Dachau deportiert hatte. Lola kehrt nach Wien zurück und stößt auf die Verdrängung, die auch sie gelebt hat.

Das Stück erzählt von ihren Stationen. Die Kabarettsongs von Georg Kreisler zeichnen ihr Leben von den komischen und tragischen Seiten.

Lola Blau zeigt eine ehrgeizige junge Schauspielerin, die sich lange nicht für Politik interessiert, obwohl sie von ihr überrollt wird.

„Lola Blau“ ist im Grunde die Geschichte einer Ohnmacht. Lola steht dem Antisemitismus ebenso ratlos ohnmächtig gegenüber wie dem eigenen Judentum. Sie ist ohnmächtig gegen die sturen Schweizer, wütet ohnmächtig gegen die Sex-Karriere in Amerika, und am Schluss ist sie wieder ohnmächtig gegen die österreichischen Ewig-Gestrigen.“ (Georg Kreisler)

Besetzung:

Mit: Désirée von Delft und Nicolas Krüger
über Video: Günther Lüer, Andreas Ksienzyk
Stimmen: Thorsten Bihegue, Ellen van Royen

Regie: Isabel Stahl
Bühne: Anja Lichtenegger
Kostüme: Theresa Mielich
Video/Grafik: Christine Köck
Regieassistenz/Inspizienz/Kontrabass: Lioba Sombetzki
Choreografie: Joeri Burger
Foto Postkarte: Maren Schulz
Inszenierungsfotos: Martin Bettermann

Weitere Termine:

Sa, 13. Dezember 20 Uhr
Sa, 20. Dezember 20 Uhr
So, 21. Dezember 18 Uhr

Eintrittspreise: 14 ermäßigt / 18 Euro

Kartenvorbestellungen unter Tel: 0160-845 75 19 oder lolablau@gmx.net

Dienstag, 18. November 2014

Jetzt zum Fest der Chöre anmelden

Impressionen vom Fest der Chör im vorigen Jahr
Foto: Klangvokal
Das FEST DER CHÖRE ist in den vergangenen Jahren zum größten städtischen Chorfest Deutschlands avanciert und schafft es dabei jedes Jahr aufs Neue Besucherscharen in die Dortmunder City zu locken. Allein in diesem Jahr waren es mehr als 50.000, die die Auftritte der ca. 4.000 Mitwirkenden auf Bühnen in der gesamten Innenstadt nicht verpassen wollten.

Im nächsten Jahr wird diese Veranstaltung am 20. Juni stattfinden. Interessierte Chöre und Ensembles haben daher bis zum 31. Dezember die Möglichkeit, sich hierfür beim KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund anzumelden.

Hierzu kann auf der Homepage des KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund (www.klangvokal.de) das Anmeldeformular heruntergeladen werden.

Infos:Tel. 0231- 50-29 996 oder E-Mail: info@klangvokal.de

Noch Karten für "Small Beast"

Paul Wallfisch.   Foto: Theater Dortmund
Für die nächste Ausgabe der gefeierten Konzertreihe "Small Beast" am Freitag, 21. November, um 22 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund gibt es noch Karten. Der erfolgreiche Musiksalon mit Paul Wallfisch bietet diesmal einen ganz besonderen Abend mit M. Lamar. Mit opernhafter Stimme und Klavier kreiert der Performance-Künstler aus New York einen einzigartigen Sound. Im Anschluss ist die Dortmunder Saxophonistin und Thereminspielerin Gilda Razani mit ihrem aktuellen Projekt "About Aphrodite - Ocean Lily (Contemporary Live Electronica from Berlin)" live zu erleben. Karten für 15,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder www.theaterdo.de.

Montag, 17. November 2014

Mayersche: Motsi Mabuse im Gespräch über "Chili im Blut. Mein Tanz durchs Leben"

Motsi Mabuse
Dortmund. Am: Dienstag, 18.11.2014
Um: 20.15 Uhr
Wo: Mayersche Buchhandlung, Westenhellweg 37-41, 44137 Dortmund

Motsi Mabuse spricht in der Mayerschen über ihr Buch "Chili im Blut. Mein Tanz durchs Leben".

Das Buch: Als Motsi Mabuse 2007 zum ersten Mal das Tanzparkett von "Let's Dance" stürmte, hatte sie bereits einen langen Weg zurückgelegt. Die Liebe zu ihrem Mann führte die aus Südafrika stammende Profitänzerin nach Deutschland, und die Liebe zum Tanz brachte sie an die Spitze der Weltrangliste im Latein Standard. Ob als Tänzerin oder als Jurymitglied bei "Let's Dance" und "Das Supertalent", überall fliegen ihr die Herzen zu. Und das kommt nicht von ungefähr, schließlich überzeugt das Energiebündel durch Charme, Schönheit und Showtalent. Nun erzählt sie von den wichtigsten Schritten in ihrem Leben und erklärt, wie man immer im richtigen Takt bleibt.

Die Autorin: Motsi Mabuse, 1981 in Südafrika geboren, begann mit 17 Jahren ein Jurastudium, das sie jedoch bald für ihre Tanzkarriere aufgab. 2003 heiratete sie ihren deutschen Tanzpartner Timo Kulczak, mit dem sie mehrfach die deutsche Meisterschaft in den lateinamerikanischen Tänzen gewann. Einem breiten Publikum bekannt wurde Motsi Mabuse als Tänzerin und Jurymitglied bei "Let's Dance".

Eintritt: 12,- €
Eintrittskarten sind in der Mayerschen Buchhandlung oder unter www.mayersche.de erhältlich.

Schauspiel: Wolfgang Wendland bei „Drama Queens“

Die Kassierer.
Der kultige Live-Musik-Abend „Drama Queens“ bekommt prominente Verstärkung: Wolfgang Wendland von der Punk-Band „Die Kassierer“ tritt als Gast am Samstag, 22. November, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dortmund auf und singt „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Für Wendland ist es ein erster Vorgeschmack auf Theater, denn ab Januar steht er in der Punk-Operette „Häuptling Abendwind“ auf der Dortmunder Bühne. Karten für „Drama Queens“ von 12,- bis 33,- Euro gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27222 oder unter www.theaterdo.de. Wer gerne singt und selbst Lust auf einen Auftritt in „Drama Queens“ hat, kann sich melden unter: tbihegue@theaterdo.de.

Sonntag, 16. November 2014

Dond & Daniel stellen Frode Grytten im Sissikingkong vor

Dond & Daniel
Donnerstag, 20. November, 20 Uhr
Sissikingkong, Landwehrstraße 17


Wenn Dond & Daniel auf einer Bühne agieren, lassen sie allein durch die Art ihres Vortrags Literatur lebendig werden. Mit feinem Gespür für Stimmen und Stimmungen lesen sie die ausgewählten Texte mit verteilten Rollen, bisweilen einem Live-Hörspiel näher als einer Lesung im klassischen Sinn.


Am 20. November stellen sie am elektrischen Kamin im Sissikingkong den norwegischen Autor Frode Grytten vor. Grytten, Jahrgang 1960, erhielt für sein Buch "Was im Leben zählt" im Jahr 1999 den Brage-Pris, den höchst dotierten Literaturpreis Norwegens. In Deutschland allerdings ist der leise und humorvolle Roman kaum bekannt. Zumindest für einen kleinen Kreis neugieriger Literaturliebhaber wird sich das an diesem Abend ändern.

 
"Was im Leben zählt" spielt in Odda, einer industriell geprägten Kleinstadt, und erlaubt in abgeschlossenen Kapiteln einen nahezu persönlichen Einblick in das Arbeitermilieu der 60er bis 90er Jahre.


Im Anschluss an die Lesung werden Dond & Daniel wie immer eine Quizfrage stellen. Wer sie schnell und richtig beantwortet, darf ein Exemplar des Buches mit nach Hause nehmen.

Dortmunder Philharmoniker im Radio

Am Sonntag, den 16.11., wird um 20.03 Uhr eine Live-Aufnahme des 1. Philharmonischen Konzerts der Dortmunder Philharmoniker auf Deutschlandradio Kultur zu hören sein. Der Sendeplatz in Dortmund ist auf UKW 96,5, außerdem ist die Übertragung über DAB+, Kabel, Satellit, Online oder über App zu hören.

Das Konzert unter dem Titel „helden_haft“ zeigte unterschiedlichste Interpretationen des Begriffs „Held“ und eröffnete damit die aktuelle Spielzeit, die unter dem Motto „held_innen_leben“ steht. Am Pult stand der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz.

Das Konzert im Radio beginnt mit Beethovens Ouvertüre Leonore II. Heldin Leonore setzt mutig alles daran, ihren Mann Florestan aus der Kerkerhaft zu befreien. Auch Komponist Viktor Ullmann ist ein Held – tragisch und wider Willen. Zwei Jahre nach der Vollendung seines Klavierkonzerts (1940) wird er von den Nazis nach Theresienstadt deportiert, 1944 in Auschwitz ermordet. Den Solopart am Klavier übernimmt Moritz Ernst, der sich vor allem durch die Interpretation von Werken vergessener oder selten gespielter Komponisten einen Namen gemacht hat. In Richard Strauss’ Ein Heldenleben, mit dem das Konzert abschließt, sehen die einen eine egozentrische Selbstverherrlichung des Komponisten, die anderen erkennen ein großes Spätwerk, das Ironie und Augenzwinkern birgt.

Das nächste Philharmonische Konzert der Dortmunder Philharmoniker findet am 9. und 10. Dezember um 20 Uhr im Konzerthaus Dortmund statt. Unter dem Titel "gefühls_welten" wird Nicholas Milton Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 "Pathétique" und Sergej Rachmanoniws 3. Klavierkonzert dirigieren. Solist am Klavier ist Alexander Romanowsky.

Weitere Infos: www.doklassik.de, www.deutschlandradiokultur.de

Samstag, 15. November 2014

Das Konzerthaus im Januar 2015

Lise de la Salle.
© Marco Borggreve / Naive
Hier kommt eine Übersicht der Konzerthaus-Termine im Januar 2015:
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Do 01.01.2015 17.00

Festliches Neujahrskonzert
Le Cercle de l’Harmonie
Jérémie Rhorer (Dirigent)
Lenneke Ruiten (Soran)
Eric Cutler (Tenor)

Paris romantique

»Tout Paris« war im 19. Jahrhundert vernarrt in die Opéra comique. In seinem Neujahrsprogramm unternimmt der Pariser Jérémie Rhorer einen Streifzug durch die schönsten Werke dieses Genres von Berlioz bis Thomas.

Einzelpreise in € 88,00 / 80,00 / 68,00 / 55,00 / 35,00 / 17,00 / 7,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Fr 02.01.2015 19.30
Sa 03.01.2015 15.00 + 19.30
So 04.01.2015 15.00
Di 06.01.2015 19.30
Mi 07.01.2015 19.30
Do 08.01.2015 19.30
Fr 09.01.2015 19.30
Sa 10.01.2015 15.00 + 19.30
So 11.01.2015 15.00

Roncallis Winterträume

Seit fast 40 Jahren begeistert der weltberühmte Circus Roncalli die Zuschauer von Moskau bis München, von Stuttgart bis Sevilla, von Wiesbaden bis Wien. Nach dem überaus erfolgreichen Gastspiel 2011 kehren »Roncallis Winterträume« vom 2. bis 11. Januar 2015 mit neuer Show ins Konzerthaus Dortmund zurück. Direktor und Regisseur Bernhard Paul selbst wird erneut ein Bühnenereignis voller Poesie und Schönheit kreieren, wie es nur ihm und Roncalli gelingen kann. Das Dortmunder Publikum darf sich zum Jahresbeginn auf eine brillante Mischung aus hochkarätiger Artistik, Clownerie und Musik freuen, die so deutschlandweit nur in zwei Gastspielen zu erleben sein wird.

Einzelpreise in € 82,70 / 70,95 / 59,25 / 45,25 / 21,85 / 12,50 inkl. Gebühren

Veranstalter: BB Promotion GmbH

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Mo 05.01.2015 20.00

Queen Esther Marrow’s The Harlem Gospel Singers Show

Bring it on!

Seit nahezu einem Vierteljahrhundert begeistern Queen Esther Marrow und ihre unvergleichlichen Harlem Gospel Singers mit ihrer musikalischen Botschaft von Aufbruch, Hoffnung und Lebensfreude tausende Fans rund um den Globus. Im Winter 2015 kehrt Queen Esther Marrow’s The Harlem Gospel Singers Show mit ihrer brandneuen und aufwendigen Produktion »Bring It On!« auf Europas Bühnen zurück!

Einzelpreise in € 61,70 / 57,00 / 52,20 / 42,20 / 35,90 inkl. Gebühren

50% Rabatt für Kinder bis 16 Jahre

Veranstalter: BB Promotion GmbH

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Mo 12.01.2015 18.30

Kopfnoten: Von Antheil bis Zimmermann – Eine kleine Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts
Michael Stegemann (Vortrag)

V – Die (Neu-)Ordnung der Welt
Die serielle Musik

Ort Orchesterzentrum|NRW · Brückstraße 47 · 44135 Dortmund

Einheitspreis in € 8,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW

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Di 13.01.2015 20.00
Mi 14.01.2015 20.00

5. Philharmonisches Konzert

Dortmunder Philharmoniker
Gabriel Feltz (Dirigent)
Robin Johannsen (Sopran)
Sebastian Koch (Sprecher)

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven: »Egmont« Schauspielmusik für Sopran, Sprecher und Orchester op. 84

WirStimmenEin – 19.15 bis 19.30 Uhr. Künstler geben Einblick ins Programm

Einzelpreise in € 42,00 / 39,00 / 34,00 / 30,00 / 24,00 / 19,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: Theater Dortmund

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Do 15.01.2015 20.00

Musik für Freaks
David Greilsammer (Klavier, präpariertes Klavier)

Scarlatti | Cage

Mehr als 200 Jahre trennen die Sonaten von Domenico Scarlatti und John Cage, und doch hatte David Greilsammer bei beiden Werkzyklen das gleiche Gefühl: Das ist Musik von einem anderen Stern. Er spielt die Kompositionen der beiden Neuerer im Wechsel und stellt ihren leidenschaftlichen, rhythmusbetonten Umgang mit der Sonatenform vor.

Abo: Solisten II – Musik für Freaks

Einheitspreis in € 20,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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So 18.01.2015 18.00

Orgelrecital Nathan Laube

Charles-Marie Widor: Allegro aus der Orgelsinfonie Nr. 6 g-moll op. 42 Nr. 2
Felix Mendelssohn Bartholdy: Variations sérieuses op. 54, Fassung für Orgel von Nathan Laube
Nicolaus Bruhns: Präludium e-moll
Joseph Jongen: Sonata eroïca cis-moll op. 94
Franz Liszt: »Les Préludes« Sinfonische Dichtung Nr. 3, Fassung für Orgel von Nathan Laube

Abo: Orgel im Konzerthaus

Einheitspreis in € 20,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Mi 21.01.2015 19.00

»Junge Wilde« – Jan Lisiecki
Jan Lisiecki (Klavier)

Johann Sebastian Bach: »Wachet auf, ruft uns die Stimme« BWV 645, Fassung für Klavier von Ferruccio Busoni
Johann Sebastian Bach: »Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ« BWV 639, Fassung für Klavier von Ferruccio Busoni
Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 c-moll BWV 826
Ignacy Jan Paderewski: »Humoresques de concert« op. 14 (Auszüge)
Ignacy Jan Paderewski: Nocturne B-Dur aus »Miscellanea« op. 16
Felix Mendelssohn Bartholdy: Rondo capriccioso op. 14
Frédéric Chopin: Études op. 10

Einführung mit Ulrich Schardt um 18.15 Uhr im Komponistenfoyer
Nach dem Konzert »meet the artist!«
Abo: Solisten III – »Junge Wilde«

Einheitspreis in € 23,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

Sponsor: RWE

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Fr 23.01.2015 20.00

Meta4 & Olli Mustonen

Sole Mustonen (Oboe)
Olli Mustonen (Klavier)

Meta4 (Antti Tikkanen, Violine · Minna Pensola, Violine · Atte Kilpeläinen · Viola, Tomas Djupsjöbacka, Violoncello)

Olli Mustonen: Quartett für Oboe, Violine, Viola und Klavier
Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur Hob. III:32
César Franck: Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello f-moll

Abo: Solisten IV – Zyklus Streichquartett

Einheitspreis in € 29,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Sa 24.01.2015 20.00

Wiener Johann Strauß Konzert-Gala

K&K Philharmoniker
Österreichisches K&K Ballett
Viktor Litvinov (Choreografie)
Alexander Rumpf (Dirigent)

Das Original des Sinfonieorchesters mit dem prägnanten Signet präsentiert erstklassige Johann-Strauß-Interpretationen, glanzvolle Momente und österreichische Lebensart.

Einzelpreise in € 76,00 / 69,00 / 59,00 / 47,00 / 30,00 / 15,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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So 25.01.2015 11.00

Mozart Matinee

Junge Philharmonie Köln
Volker Hartung (Dirigent)
Mayu Kishima (Violine)
Kian Soltani (Violoncello)

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 1 Es-Dur KV 16
Johannes Brahms: Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-moll op. 102
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge dmoll BWV 565, Fassung für Orchester von Leopold Stokowski
Zoltán Kodály: »Galántai táncok« (»Tänze aus Galánta«) für Orchester
Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2 d-moll, Fassung für Orchester

Einzelpreise in € 39,50 / 32,00 / 29,00 / 23,50 / 15,00 inkl. Gebühren

Vorverkauf nur über den Veranstalter

Veranstalter: Mozart Gesellschaft Dortmund e. V.

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So 25.01.2015 18.00

Kopfhörer

Frank Schneider
Ulrich Schardt

Schubert »Winterreise«

Von Fischer-Dieskau bis Gerhaher, von Bariton bis Sopran – die reichhaltige Aufnahmegeschichte der »Winterreise« von Franz Schubert bietet unseren beiden Musikexperten üppigen Stoff und eine Diskussionsgrundlage für den zweiten »Kopfhörer« dieser Saison.

Das Programm live im Konzerthaus:
Do 29.01.2015 · 20.00 Uhr · Liederabend Christian Gerhaher

Einheitspreis in € 10,00 inkl. Gebühren, ermäßigt in € 5,00 für Freundeskreis-Mitglieder

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Mi 28.01.2015 20.00

Klavierabend Lise de la Salle

Lise de la Salle (Klavier)

Johannes Brahms: Thema mit Variationen d-moll op. 18b
Maurice Ravel: »Gaspard de la nuit« Trois poèmes pour piano d’après Aloysius Bertrand
Claude Debussy: Préludes. Premier Livre
Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-Dur op. 24

Abo: Solisten I – Meisterpianisten

Einzelpreise in € 44,00 / 37,00 / 30,00 / 24,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

Sponsor: FREUNDE DES KONZERTHAUS DORTMUND E. V.

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Do 29.01.2015 20.00

Liederabend Christian Gerhaher

Christian Gerhaher (Bariton)
Gerold Huber (Klavier)

Franz Schubert: »Winterreise« D 911

Abos: Große Stimmen I – Lied; Schnupperabo

Einheitspreis in € 35,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

Sponsor: THEATER- UND KONZERTFREUNDE DORTMUND E. V.

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Fr 30.01.2015 20.00

WDR Big Band Köln

WDR Big Band Köln
Preisträger WDR Jazzpreis
Ansgar Striepens (Leitung)
Götz Alsmann (Moderation)

WDR Jazzpreis

Der »WDR Jazzpreis« ist die höchstdotierte Auszeichnung für Jazz und improvisierte Musik in Deutschland. Das »WDR 3 Jazzfest« macht 2015 in Dortmund Station. Hier treten die Gewinner mit internationalen Künstlern auf. Durch den Abend führt der langjährige WDR-Moderator Götz Alsmann alias Prof. Bop.

Einheitspreis in € 25,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Sa 31.01.2015 19.00

Niobe

Karina Gauvin (Niobe)
Philippe Jaroussky (Anfione)
Teresa Wakim (Manto)
Christian Immler (Tiresia)
Aaron Sheehan (Clearte)
Terry Wey (Creonte)
Jesse Blumberg (Poliferno)
Colin Balzer (Tiberino)
José Lemos (Nerea)
Boston Early Music Festival Orchestra
Paul O'Dette (Dirigent)
Stephen Stubbs (Dirigent)

Agostino Steffani: »Niobe, regina di Tebe« Oper in drei Akten (konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln)

Einführung um 18.15 Uhr im Komponistenfoyer

Abo: Große Stimmen II – Konzertante Oper

Einzelpreise in € 76,00 / 64,00 / 48,00 / 34,00 inkl. Gebühren

Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

Sponsoren: CASPAR LUDWIG OPLÄNDER STIFTUNG; KULTURSTIFTUNG DORTMUND

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Es wird #groophy - Mussorgski meets Tech-House

17.11.2014., 19 Uhr,
Konzerthaus Dortmund

Am Montag, den 17.11., werden aus Mussorgskis “Bilder einer Ausstellung” die “Schilder einer Baustelle”. Das passiert, wenn das DJ-Duo Super Flu bei der "Groove Symphony" auf die Dortmunder Philharmoniker trifft.

An diesem Abend im Konzerthaus Dortmund geben die Dortmunder Philharmoniker und das DJ-Duo Super Flu Musik zum Besten, die nur selten live zu hören ist. Auf den ersten Blick sicherlich eine Paarung, die kaum unterschiedlicher sein können. Doch gerade solche Paare haben die Fähigkeit, etwas Neues zu schaffen, was in Raum und Zeit noch lange nachklingt. Wenn die Dortmunder Philharmoniker und Super Flu bei der "Groove Symphony" zusammen spielen, dann ist es genau dieser Moment, in dem sich die Klangfarben aufschwingen, den Raum-Zeit-Äther zu erobern. Mussorgski meets feel-good Tech-House: Beide Musikwelten experimentieren miteinander und schenken dem Publikum mit “Schilder einer Baustelle” einen unvergesslichen Abend.

Restkarten unter 0231-50 27222 oder theaterdo.de

Record Release Party am 15.11.
Doch damit nicht genug. Es wird davor schon kräftig gefeiert - bei der Record Release Party am 15.11. im View im Dortmunder U ab 23.00 Uhr.

Musik:
SUPER FLU_monaberry
SERGEJ PRIBYTKOV_all the time
ANDRÉ ROTHER_all the time
NICLAS KÖTTING_all the time

spezial gäste:
ORDINARY SUBJECT_varied
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Wie der Mix aus Dortmunder Philharmoniker und Super Flu klingt, kann man hier hören:
https://soundcloud.com/super-flu-de/super-flu-dortmunder-philharmoniker-volkwein

Freitag, 14. November 2014

Museum Ostwall: Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst

Lebensgroßes Tierpräparat
 aus Wachs, Kunststoff und Textil
Bild: Courtesy, Galerie Deschler, Berlin
Ausstellung "Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst"
Museums Ostwall im Dortmunder U
15.11.2014 bis 12.04.2015


Die Darstellung des Tieres ist so alt wie die Menschheit. Die Faszination für diese verschiedenartigen Lebewesen motivieren bildende Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten sich mit Tieren und der Beziehung des Menschen zu ihnen zu beschäftigen. Die Ausstellung "Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst" des Museums Ostwall im Dortmunder U zeigt die Auseinandersetzung mit dem Tier von der Moderne bis zur Gegenwart. Etwa 160 Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler – Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien, Videos, Raum- und Klanginstallationen – geben einen umfassenden Überblick: Suchten die Künstler der Klassischen Moderne in ihren Werken nach dem idyllischen Einklang von Mensch und Natur, wurden diese ab den 1960er Jahren zunehmend kritischer. Nun waren es Aspekte der Naturzerstörung, des Umgangs mit Tieren in der wissenschaftlichen Forschung, der Tötung und des Ausstellens von Tieren oder auch das Zusammenleben von Mensch und Tier in den Städten, die in der Kunst beleuchtet wurden.

Auch visuelle Transformationsprozesse, komische Annäherungen oder Kunstwerke, die Unbehagen beim Betrachter hervorrufen, veranschaulichen das häufig zwiegespaltene Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Neben Werken aus der eigenen Sammlung des Museums Ostwall, von denen August Mackes Großer Zoologischer Garten (1913) eines der frühesten ist, bereichern zahlreiche bedeutende Leihgaben von Museen, Sammlern und Galerien diese Ausstellung.

Für "Arche Noah" entstanden verschiedene Werke im Rahmen von ortsbezogenen Projekten. Während Mark Dion eine abenteuerliche Installation mit Objekten des Museums für Naturkunde Dortmund schuf, beschäftigte sich die Dortmunder Künstlerin Anett Frontzek mit der Tierwelt am Dortmunder Phoenix See. Die Künstlergruppe finger konzipierte das Frankfurter Bienenhaus und ermöglichte so die Einbeziehung lebender Tiere in das Ausstellungsprojekt.

Im Zoo Dortmund sind neben den dort lebenden Tieren, Tierplastiken von Bernhard Hoetger zu sehen.

Mit den vielfältigen künstlerischen Sichtweisen auf das Verhältnis von Mensch und Tier richtet sich die Ausstellung an Menschen, die sich für Kunst und für Tiere interessieren, aber auch den aktuellen naturwissenschaftlichen, ökologischen und ethischen Fragen gegenüber offen sind.

Dazu gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen, Konzerten, Klangkunstprogrammen, Führungen und Workshops.


Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Samstag, Sonntag 11:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag, Freitag 11:00 - 20:00 Uhr
Montag geschlossen

Mehr zum Museum Ostwall

KJT: Weihnachtsmärchen ist in diesem Jahr ein toller Weltraumspaß

Fotos (4): Birgit Hupfeld
Es gibt viele Erwachsene, die freuen sich alljährlich auf die Premiere des Weihnachtsmärchens vom Kinder- und Jugendtheater. Da kann man sich zurücklehnen, muss nicht über komplizierte Inhalte nachdenken, kann fantasievolle Bilder genießen und sich manchmal selbst wie ein Kind fühlen.

All das ist auch in diesem Jahr möglich – bei „Peters Reise zum Mond“. Premiere war am Donnerstagabend im Schauspielhaus, Regie führt wie immer der KJT-Chef persönlich: Andreas Gruhn.

Die Kinder Peter und Anna (Steffen Happel und Désirée von Delft) erhalten nachts Besuch von einem riesigen Maikäfer, dem Sumsemann (Andreas Ksienzyk). Er bittet die beiden, mit ihm zum 
Mond zu fliegen. Dort haust der berühmt-berüchtigte Mondmann (Götz Vogel von Vogelstein), der dem Sumsemann eines seiner sechs Beine geklaut hat. Die Kinder sollen helfen, es zurückzuerobern.

Gesagt, getan. Sie lernen fliegen (das Vorhandensein von Flügeln wird stark überschätzt), und los geht’s. Doch unterwegs müssen die
drei noch einige Abenteuer bestehen – wie etwa die Reise in dem klapprigen Raumschiff von Commander Allister (Rainer Kleinespel), bei der ausgerechnet der Sumsemann als Flugprofi vor Angst ohnmächtig wird.

Andreas Gruhn hat für diese Adaption des Märchens von Gerdt von Bassewitz viele Motive aus bekannten Science-Fiction-Filmen wie

Star Trek oder Star Wars eingebaut. So gibt’s genauso das „Computer-Logbuch Nummer 1“ aus Raumschiff Enterprise wie einen zünftigen Kampf mit dem Laserschwert aus Krieg der Sterne (mit dabei: Jubril Sulaimon als Captain Donner).

„Peters Reise zum Mond“ glänzt vor allem durch tolle Kostüme und Optiken. Die Nachtfee (Bianka Lammert), Lady Merkuria (Bettina Zobel) und Dike (Johanna Weißert) erinnern mit ihren hochgesteckten Frisuren an Prinzessin Leia aus Star Wars. Und

wenn unsere drei Helden – gehalten von Seilen – fünf Meter über der Bühne schweben und von Weltraumbildern aus dem Projektor umtost werden, sieht es tatsächlich fast so aus, als flögen sie durchs All. Gelungen ist auch das klapprige Raumschiff, mit dem sie gelegentlich unterwegs sind.

Ein rundum gelungener Spaß für Kinder ab sechs Jahren (und ihre Eltern, die sich an die eigene Kindheit erinnern).

Tickets und Termine: www.theaterdo.de


Andreas Schröter

Donnerstag, 13. November 2014

Vier Künstlervereinigungen zeigen Ihre Arbeiten in der BIG Gallery

Fotografik von Karl-Ulrich Peisker
Eröffnung: 16.11.,15 Uhr,
BIG gallery, Rheinische Straße 1


„stadtbewegt“ ist das Thema für 30 auserwählte Künstler der vier eingetragenen Künstlerbünde der Region (BBK Ruhrgebiet, BBK Westfalen, Dortmunder Gruppe, Westfälischer Künstlerbund Dortmund).

Die Veranstalter versprechen eine spannende Mischung aus Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Installation erwartet den Besucher im imposanten, lichtdurchfluteten Ambiente der BIG Gallery, direkt am Dortmunder U.


„Wie bewegt uns die Stadt, was bewegt uns, hier zu bleiben, zu leben und zu arbeiten?“ Diese Frage haben sich die Künstler zur Aufgabe gemacht, um ganz spezielle Energien, die ihre Stadt erzeugt, zu beleuchten, sowie gesellschaftliche Spannungen und Veränderungen bewusst in ihren Schaffensprozess zu integrieren.

Visionen und Inspirationen sind nur möglich durch unmittelbare Verarbeitung von Schwingungen des Zeitgeistes, der Umgebung und der gegebenen Lebensverhältnisse. Ohne diese individuelle, bewusste Wahrnehmung des Einzelnen wäre Kunst blutleer, hohl und isoliert.

„stadtbewegt“ zeigt unsere Stadt und die Region aus einem anderen Blickwinkel.

Ende der Ausstellung, 10.1.2015

3. Philharmonisches Konzert mit virtuoser Pianistin Elisso Virsaladze

Elisso Virsaladze 
Eigentlich wollte Pianistin Elisso Virsaladze gar keine Zugabe geben. Und dann tat sie es doch: eine Mazurka von Chopin. Die Besucher des 3. Philharmonischen Konzertes, das unter dem Motto „heimat_klänge“ stand, hatten die Georgierin zuvor zu Recht begeistert für ihr vituoses Spiel mit Höchstschwierigkeitsgraden in Franz Liszts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur gefeiert. Doch nicht nur der Gaststar ­­– auch die Dortmunder Philharmoniker zeigten sich unter dem Dirigat des aus Taiwan stammenden Shao-Chia Lü in Topform.

Shao-Chia Lü dirigierte temperamentvoll. In Smetanas „Die Moldau“ nach der Pause – einem der sicher meistgespielten Stücke der Konzertliteratur – konnte man anhand seiner Bewegungen das Fließen des Flusses beinahe sehen. Doch nicht nur „Die Moldau“ machte Eindruck, im ersten Teil von Smetanas „Mein Vaterland“ – Vysehrad – sind es die Harfen, die herausstechen. Man meint fast, sie würden eine melancholische Geschichte erzählen, die vom Rest der Instrumente untermalt wird.

Liszt, Smetana – und zu Beginn Leos Janaceks „Taras Bulba“, jenes teils martialische Heldenepos um den gleichnamigen Freiheitskämpfer nach einer Novelle von Nikolaj Gogol. Was bei Liszt das Klavier und bei Smetana die Harfe ist, ist in diesem Werk – mit einem geringeren Anteil – die Orgel, gespielt von Michael Hönes. Und so hatten die Besucher Gelegenheit, die Konzerthaus-Orgel zu hören. Das kommt auch nicht in jedem Philharmonischen Konzert vor. Insgesamt ein sehr gelungener Konzertabend.

Übrigens: Es ist erstaunlich, wie intensiv die Philharmoniker um Pressesprecherin Anneliese Schürer die Möglichkeiten des Internets und der sozialen Medien für ihre Zwecke nutzen. So gab’s beim ersten Heimatklänge-Abend sogar einen Live-Twitter – nachzulesen unter #heimatklänge. Auf diese Weise präsentiert sich eine künstlerische Sparte, die ansonsten meist ein älteres Publikum anlockt, ausgesprochen modern und dürfte so sicherlich den einen oder anderen jüngeren Klassik-Fan hinzugewinnen. Und das ist gut so. 


Andreas Schröter

- You-Tube.Video zur Einstimmung auf das Konzert mit Orchestermanager Michael Dühn und Cellistin Franziska Batzdorf

- Website: philharmoniker.theaterdo.de

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