Freitag, 31. Oktober 2014

Schauspiel: Deutsch-türkische Lesung von und mit Ece Temelkuran

Ece Temelkuran
9. November im Institut (Schauspiel Dortmund), 19.30 Uhr

"Was nutzt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann?"

Der Bestseller aus der Türkei und zugleich das Kultbuch einer neuen Frauengeneration: In der Zeit nach dem Arabischen Frühling gehen vier Frauen in einem alten weißen Mercedes auf einen wilden Roadtrip von Tunis nach Beirut: Amira, Tänzerin und Aktivistin, Maryam, Wissenschaftlerin und fromme Muslima, und die Ich-Erzählerin, eine arbeitslose Journalistin aus Istanbul. Und dann ist da noch eine geheimnisvolle alte Frau, die diese Reise ins Ungewisse initiiert hat…

Es lesen die Autorin selbst und Carolin Wirth.

In Kooperation mit der Buchmesse Ruhr, dem IBZ (Essen) und dem LesArt.Festival Dortmund

Weitere Infos unter: www.theaterdo.de

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Kinder- und Jugendtheater: Weihnachtsmärchen heißt in diesem Jahr "Peters Reise zum Mond"

Szene aus "Peters Reise zum Mond".    Foto: Hupfeld
Premiere: 13. November, 19 Uhr
Schauspielhaus


Der Vollmond scheint durch das Fenster von Peter und Anna. Die beiden können nicht schlafen und fangen an, davon zu träumen zum Mond zu fliegen. Aber wie?

Plötzlich steht ein Maikäfer namens Sumsemann in ihrem Zimmer. Vor vielen Jahren hat der Mondmann ihm das sechste Bein gestohlen. Schon seit langer Zeit sucht er zwei Kinder, die den Mut haben, mit ihm zum Mond zu fliegen und mit dem Mondmann zu kämpfen. 

Peter und Anna sind begeistert. Das Abenteuer beginnt und sie fliegen mit dem Sumsemann in das unendliche All, zur Raumstation des Sternenmanns. Der Sternenmann begleitet sie zum Schloss der Nachtfee, gleich hinter der Milchstraße. Hier finden sie Freunde, die ihnen helfen wollen das gestohlene Bein zurück vom Mond zu holen. Dort kommt es zum Kampf mit dem Mondmann.
Werden Anna und Peter vor der Morgenröte wieder in ihrem Zimmer landen?

Regie: Andreas Gruhn
Ausstattung: Oliver Kostecka
Musik: Michael Kessler
Video: Peter Kirschke
Dramaturgie: Ilona Seippel-Schipper, Isabel Stahl

Termine und Tickets: www.theaterdo.de

Kindermuseum Adlerturm wird zwei Jahre alt

Ein junges Jubiläum dagegen feiert am kommenden Sonntag, den 2. November, der Adlerturm. Bereits 1992 eröffnet, wurde er 2012 nach einer Umgestaltung zum Kindermuseum Adlerturm – Dortmund im Mittelalter. Zu seinem zweiten Geburtstag findet in und um den Adlerturm (Ostwall 51a) bei freiem Eintritt ein Programm für die ganze Familie statt - von 11-17 Uhr:

-) „Kinder führen Kinder“ – der KiJu (KinderJugendBeirat) führt um 12 und 16 Uhr durch den Turm, Erwachsene sind aber natürlich eingeladen!

-) „Emscherflute“ – mittelalterliche Weisen mit Drehleier, Davul, Schäferpfeife, Trommeln, Raschelwerk und Krummhorn tönen durch den Adlerturm.

-) Märchenerzählerin Charlotte von Aschenberg – erzählt im Adlerstübchen Geschichten und Sagen rund um das Ruhrgebiet und Dortmund.

-) „Scharfe Angelegenheit“ – szenisches Fechten mit den Dortmunder Federfalken, Schwertkampf-Vorführungen zum Zugucken und Mitmachen.

-) Die „Dortmunder Stadtwache von 1388“ führt vor, was die Bewacher des Turmes im Ernstfall „an und um“ hatten.

-) Historisch gewandete „Elffeast-Darsteller“ erklären den Besuchern die „Mode des Mittelalters“ und betreuen die Saftbar

-) Draußen vor dem Eingang ist der „Laufradkran“ in Aktion. Wer sich traut, darf immer zur vollen Stunde „Windenknecht“ spielen und schwere Steine heben.

-) Der „Pidoclub“ der DEW21 mit dem Schminktisch und der Button-Maschine ist wieder zu Gast im Kindermuseum.

-) Vor dem Adlerturm steht ein Imbissstand des Hansemarktes.

Der Eintritt an diesem Sonntag in den Adlerturm ist frei. 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Halloween im HMKV: Evil Clowns, Skulls und Jokers

Hartware MedienKunstVerein (HMKV)
HMKV im Dortmunder U
Fr, 31. Oktober 2014, 16 - 23 Uhr


Am 31. Oktober 2014 bietet der HMKV in der Ausstellung Böse Clowns ein spezielles Halloween-Programm: Im Rahmen von "Evil Clowns, Skulls und Jokers" könnt Ihr Euch ab 16:00 Uhr mit professionellem Make-Up, Equipment, Tipps und Anleitungen gemeinsam mit Freunden oder alleine schminken und Euch in unheimliche Gestalten verwandeln, die anschließend die Dortmunder Nacht in ein Gruselkabinett verwandeln.

Um 20:00 Uhr läuft der Film V wie Vendetta im Kino im U. Ab 22:00 Uhr erhalten die TeilnehmerInnen der Schminkaktion freien Eintritt zur Halloween-Party mit den Disco-Boys im View, Dortmunder U, 7. Etage. Der HMKV ist zu Halloween am 31. Oktober bis 23:00 Uhr geöffnet!

domicil: 9. Jazz Band Ball am Freitag

The Marmadukes
"Jazz Band Ball goes Lindy Hop!" lautet das Motto des 9. Jazz Band Ball mit Mel Maroon und verschiedenen Gästen am Freitagabend (31.10.).

Start ist um 19.30 Uhr mit einem kostenlosen Swing-Tanz-Schnupperkurs vor der Bühne.

Die Stars und Specials des Abends sind:

Mel Maroon & The Swingin´ Mallets: Show + Swing zum Austanzen mit dem Star aus Chicago!
+ Special Guest "The Marmadukes" mit Swing & New Orleans Jazz (einer der Geheim-Tipps der Lindy Hop Swing-Szene!)
+ Swing-DJ Martini, dieses Mal auch wieder nach dem Ball im Club!

Von Pop über Jazz-Standards bis hin zu Rock werden sämtliche Songs des Abends in jene unwiderstehliche Swing-Gewand gepackt. Wer mag, kommt im Original-Swing-Dress, wer nicht mag, einfach so … somit: come as you are …

Dienstag, 28. Oktober 2014

Schauspiel: Zusatzvorstellungen von FAVORITEN-Produktion

Im Rahmen des Theaterfestivals FAVORITEN 2014 ist am kommenden Samstag, 1. November, das Gastspiel "Mori no kokyu. Das Atmen des Waldes" im Schauspiel Dortmund zu sehen. Diese Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Allerdings gibt es zwei Zusatzvorstellungen der Produktion am darauffolgenden Sonntag, 2. November, um 15 und 19 Uhr, ebenfalls im Schauspiel Dortmund (Hiltropwall). Für diese beiden Termine sind noch Karten erhältlich. Der Eintritt ist kostenfrei, Karten können über die Ticket-Hotline unter 0231/50-27222 reserviert oder direkt an der Tageskasse im Opernhaus abgeholt werden.

Künstlerhaus: Ausstellung "31 KiLo" eröffnet Freitag

31 KiLO
Doppel-Ausstellung türkischer und deutscher zeitgenössischer Kunst in Istanbul und Dortmund
Eröffnung
Freitag, den 31. Oktober 2014, 20 Uhr, Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund


31 KiLO ist ein Ausstellungs- und Kooperationsprojekt zwischen the Space İstanbul und demKünstlerhaus Dortmund, in dem vier zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus der Türkei mit vier deutschen zusammentreffen, gemeinsam arbeiten und jeweils eine Ausstellung in Istanbul und eine in Dortmund realisieren. Istanbul und Dortmund sind zwei im künstlerischen Wandel steckende und in ihrer Anmutung und Infrastruktur höchst unterschiedliche Städte.

Acht Künstlerinnen und Künstler versenden ein Paket mit Arbeitsmaterialien in das jeweilige Ausstellungsland für die zweiwöchige Aufbauphase vor Ort. 31 KiLO meint nicht nur die Angabe des Maximalgewichts eines Paketes, das mit der Post zwischen der Türkei und Deutschland verschickt werden kann, sondern steht außerdem für die Setzung einer gemeinsamen Basis, auf der die eingeladenen Gäste eine Diskussion um Stadt und Architektur, Innen- und Außenraum und deren Veränderungen führen.

‚Analyse von Raum’ als Thema ist die verbindende Grundlage der deutschen und türkischen künstlerischen Ansätze innerhalb beider Städte. Das Projekt hat eine flexible Struktur, die eine Erweiterung und Transformation der Kunstwerke aus der Istanbuler Ausstellung vom April 2014 in die Dortmunder Ausstellung im Oktober 2014 möglich macht.

Teilnehmende KünstlerInnen
Daniel Burkhardt, Özgür Demirci, Uygar Demoğlu, David Kroell, Can Kurucu, Daniela Löbbert, Patrick Presch, Sümer Sayın

Es erscheint ein Katalog.

Kuratorinnenführungen
13. November und 7. Dezember 2014, jeweils ab 17 Uhr

Ausstellungsdauer
1. November bis 21. Dezember 2014


Öffnungszeiten
Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr



Montag, 27. Oktober 2014

Sissikingkong: Rainer Holl liest unter dem Motto "Optimismus auf niedrigem Niveau"

Rainer Holl
Lesung: Donnerstag (30.10.), 20 Uhr
Sissikingkong, Landwehrstraße 17


"Optimismus auf niedrigem Niveau" - hört, hört - hat Rainer Holl seine Lesung betitelt. Und es gibt gute Gründe für das Motto des Abends.


Die Stimmungslage der Menschen in Dortmund ist stabil, allerdings auf relativ niedrigem Niveau. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität Hohenheim in der Allianz-Zuversichtsstudie 2011.
So etwas kann man natürlich nicht ohne Weiteres auf sich sitzen lassen. Wenn schon mies gelaunt, dann bitte richtig. In seinem zweiten mix:tape widmet sich [der automatopoet] Rainer Holl wieder den unwichtigen Themen des Lebens. Was passiert, wenn sich ein Exhibitionist und ein Voyeur treffen? Was soll man tun, wenn nicht mal mehr die Forsa anruft? Wie funktioniert eigentlich die Kabeleinzugsautomatik bei einem Staubsauger? Warum erklären mir fremde Menschen meinen Darm?
Rainer Holl schreibt ganz okay und liest im Stehen Texte vor - natürlich auf relativ niedrigem Niveau. Als selbsternannter Zuversichtsminister für Dortmund zelebriert er die Ästhetik des Durchschnitts und verteilt dabei hilfreiche Lebensweisheiten frei nach dem Motto 'Träume nicht dein Leben, sondern halt einfach dein Maul'.

Theater im Depot: "The great democracy Show" hat Freitag Premiere

Datum: Freitag, 31. Oktober 2014, 20 Uhr
Ort: Theater im Depot
Premiere
The Great Democracy Show - it's unbelieveable
Parcours durch einen Überwachungsstaat


Unsere Freiheit ist nicht erst seit den NSA-Lauschangriffen in Gefahr geraten. Viel länger schon bedeutet die omnipräsente Steuerung unseres Willens einen perfiden Dauerangriff auf unsere Intimität: Die Unterhaltungsindustrie vermittelt uns, was und wie wir zu begehren haben. Die Werbeindustrie produziert Lebensgefühle, die uns glauben machen, mit dem Besitz von Mainstreamprodukten unsere angebliche Individualität entsprechend eingekleidet zu haben. Wir befinden uns in einem moralischen Vakuum, in dem Traditionalismus an die Stelle des Bewusstseins getreten ist - dennoch feiern wir ständig die Errungenschaften unserer demokratischen Ordnung.
THE GREAT DEMOCRACY - SHOW ist eine kritische Auseinandersetzung mit Manipulations- und Überwachungsmethoden, dem Angriff auf das Recht auf Privatsphäre und der Gleichgültigkeit der Entscheidungsträger und Bevölkerung.


Sir Gabriel Dellmann nehmen das Publikum mit auf einen Ritt durch Lichtkunst, Theater und Beat. Entertainer treten auf, Sekt wird gereicht und der Stolz, Mitglied einer humanistisch orientierten Gesellschaftsstruktur zu sein, wird spürbar.
Dann werden die Feierlichkeiten abgebrochen, da der Regisseur verschwunden ist. Was nun? Kommentatoren des Zeit- und Spielgeschehens schalten sich ein: Erinnyen (wer sonst?) zelebrieren den Untergang der freiheitlichen Werte und prophezeien weitere Katastrophen. Aber da gibt es auch noch Ziri (Name von der Redaktion geändert), die nette Verkäuferin des kosmopolitischen Lifestyles. Dem pseudo-hedonistischen Lebensentwurf sei keine Grenze gesetzt! Solange die Musik läuft, muss ja keiner hören, dass irgendwo eine Uhr tickt …

Eine Koproduktion von Sir Gabriel Dellmann, Theater im Depot Dortmund, Rottstr 5 Theater Bochum und studiobühneköln

Gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund, das NRWKultursekretariat, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Bochum, die Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010, den Fonds Soziokultur, die Bezirksregierung Arnsberg und das Kulturamt der Stadt Köln

PREMIERE
FR 31.10.2014 um 20 Uhr
SA 01.11.2014 um 20 Uhr
SO 02.11.2014 um 18 Uhr
SA 22.11.2014 um 20 Uhr
SO 23.11.2014 um 18 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Mit: Jennifer Frank, Fiona Metscher, Christoph Jöde, Martin Hohner
Regie: Björn Gabriel
Bühne und Kostüm: Stefanie Dellmann
Sound- und Videoperformance: Nikolai Neugebauer
Regieassistenz: Desire Schumacher
Dramaturgieassistenz: Matthias Seier
Produktionsassistenz: Philipp Skuza

Sonntag, 26. Oktober 2014

Theaterfestival Favoriten 2014: Zwischen Genie und Wahnsinn

Deutlich experimentierfreudiger als frühere Ausgaben präsentiert sich das Theaterfestival Favoriten in diesem Jahr. Und eine Scheu vor Experimenten konnte man schon den Vorgängern nicht vorwerfen. Um es positiv auszudrücken: Bei der Eröffnung am Samstag im ehemaligen Museum am Ostwall loteten die Festival-Leiterinnen Felizitas Kleine und Johanna-Yasirra Kluhs die Grenzen des Theaters aus, schufen Brücken zu anderen künstlerischen Sparten wie Installation oder Performance. Weniger gutwillig gesinnte Zeitgenossen könnten die Frage stellen, was etwa Werke wie „Exuviae“ von Yoshi Shibahara oder „Memory Machine“ von MOUVOIR und Stephanie Thiersch noch mit Theater zu tun haben. Im ersten Fall sind es leicht knisternde
Installation "Exuviae"        Foto: Schröter
Alufolien-Figuren in Menschengestalt, die in einem Raum mit wechselnder Beleuchtung hängen (siehe Foto). Das ist fast ein wenig gruselig. Der Betrachter fühlt sich wie in einem Science-Fiction-Ambiente. Die Anonymität der Masse ist hier ein Thema. Im zweiten Fall können die Besucher eine Art überdimensionales Hörrohr auf verschiedene Lautsprecher richten. Sie entscheiden so, welche Stimmen sie aus der permanenten Sprach-Kakophonie, die uns alle umgibt, herausfiltern wollen.

Hauptact am Vorabend war aber sicherlich die Performance „White Void #14“ von der Ben J. Riepe Kompanie (siehe Foto): In einem mit künstlichem Nebel angereicherten Raum sitzen und stehen Darsteller, die gleichbleibende Töne in unterschiedlichen Höhenlagen ausstoßen. Durch die gesamte Szenerie laufen zehn bis
Performance "White Void #14"   Foto: Schröter
zwölf Hunde. Den ganz in schwarz gekleideten Akteuren gelingt es, auf diese Weise eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen. Sie hat etwas von Ruhe, Friedfertigkeit, Meditation und Abgeschiedenheit von der Welt. So ähnlich müssen sich Schlittenhundeführer am Pol fühlen. Obwohl die Hunde keine Anzeichen von Unwohlsein zeigen, fragt sich so mancher Zuschauer, ob eine solche Performance noch mit dem Tierschutz in Einklang zu bringen ist. Es seien trainierte Fernsehhunde, und eine Hundetrainerin sei immer dabei, war zu hören. Nun ja ...

Später am Abend gab’s dann doch so etwas wie Theater: die Tanztheater-Performance „Ok, Panik“ von der Gruppe SEE! aus Köln. In einem Text, der von Wiederholungen bis an die Schmerzgrenze lebt, setzen sich zwei Darsteller mit Themen wie Kapitalismus und Krise auseinander – darin steckt eine Menge Gesellschaftskritik. Die beiden bedienen sich den Mitteln des Ausdruckstanzes. Hinzu kommen sphärische Klänge, die live auf einer E-Geige erzeugt werden. Man muss einigen guten Willen aufbringen, um das rundum genießen zu können und nicht im Stillen doch ein wenig das Ende herbeizusehnen.

Rundum positiv am Theaterfestival Favoriten2014 ist, dass das ehemalige Museum am Ostwall zumindest für eine Woche wieder mit Leben erfüllt ist. Im Lichthof ist gar ein Rasen ausgelegt. Die Besucher sind eingeladen, bereitliegende Decken auszurollen und darauf ein Picknick zu veranstalten – und viele tun es. Das hat den Charakter eines Happenings. In seiner Eröffnungsrede lobte Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Menschen, die sich für den Erhalt des Gebäudes einsetzen. Er machte ihnen Hoffnung, dass das Baukunstarchiv NRW doch noch neuer Nutzer wird. Gespräche in Düsseldorf in dieser Richtung seien positiv verlaufen.

Alles Weitere zum Festival, das noch bis zum 1. November an verschiedenen Stellen der Stadt läuft, auf der (etwas unübersichtlichen) Website www.favoriten2014.de


Andreas Schröter

Samstag, 25. Oktober 2014

Schauspiel: „Drama Queens“ an Halloween - und danach "Small Beast"

Szene aus "Drama Queens"
An Halloween noch nichts vor? Im Schauspiel Dortmund gibt es jede Menge Programm mit Musik und ein Special für Kostümfans. Der erfolgreiche Liederabend mit Live-Musik „Drama Queens“ feiert pünktlich am Freitag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr seine Wiederaufnahme im Schauspielhaus (Hiltropwall). Jeder, der im Kostüm zur Abendkasse kommt, erhält zwei Karten zum Preis von einer. Zombies, Aliens - oder was der Kleiderschrank hergibt - können sich also über eine Ermäßigung von 50 % auf den regulären Kartenpreis (12,- bis 33,- Euro) freuen. Dieser Rabatt gilt nur an der Abendkasse. Ebenfalls an diesem Abend gibt es das zweite „Small Beast“ dieser Spielzeit. Diesmal sind die Band Barbez und als Support Thomas Truax zu Gast. Für dieses Event am 31. Oktober, um 22 Uhr im Studio (im Schauspiel Dortmund) gibt es noch Karten für 15,- Euro an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222. Der Kostüm-Rabatt gilt nicht für „Small Beast“.

Freitag, 24. Oktober 2014

Kunst-Spaziergang über den Ostfriedhof

Er gilt als einer der schönsten deutschen Friedhöfe: der 1876 eingeweihte Ostfriedhof, auch „Ostpark“ genannt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er außergewöhnlich kunstvoll ist. Mehr über die Skulpturen und Denkmäler auf dem Ostfriedhof erzählt Monika Driesner-Goerke beim nächsten „Spaziergang zur Kunst im öffentlichen Raum“ am Samstag, 25. Oktober. Los geht es um 12 Uhr am Haupteingang, Robert-Koch-Straße 35. Die Führung dauert anderthalb Stunden.

Rund 100 Grabmäler und die Trauerhalle stehen auf dem Ostfriedhof unter Denkmalschutz. Der Spaziergang durch das parkähnliche Areal eröffnet einen Blick auf die Stadtgeschichte Dortmunds im ausgehenden 19. Jahrhundert ebenso wie auf die Friedhofskultur dieser Zeit. Die Tour führt zu Grabmälern unterschiedlicher Formensprache und Materialien. Unter anderem geht es zu den Arbeiten des gebürtigen Dortmunder Bildhauers Benno Elkan, der seine künstlerische Laufbahn in Dortmund mit Grabdenkmalen begann.

Der Rundgang kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Tickets gibt es an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-25525. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.

Die Dortmunder Spaziergänge zur Kunst im öffentlichen Raum können auch separat gebucht werden, zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier, einen Betriebsausflug oder für externe Gästegruppen. Infos unter Telefon (0231) 50-26028.

Philharmoniker: Erstes Familienkonzert steht unter dem Motto "1a-Klassik"

Motonori Kobayashi. Foto: Schröter
Mitsingen, klatschen, schnippen, aufstehen - dies alles ist im ersten Familienkonzert “1a-Klassik” am 26.10.2014 erlaubt.

Klein und groß spielen an diesem Morgen zusammen auf der großen Bühne ein buntes Programm: Die Dortmunder Philharmoniker spielen gemeinsam mit dem Nachwuchsorchester der Dortmunder Musikschule. Das DOJO gibt es seit 2011 und steht seit einigen Jahren unter der Leitung von Achim Fiedler. Der studierte Dirigent und Violinist stand schon vor großen Orchestern in Europa und war künstlerischer Leiter der Festival Strings Lucerne, sowie Chefdirigent des Folkwang Kammerorchesters in Essen. Er ist als Gastdirigent im In- und Ausland tätig.

Im ersten Familienkonzert dirigiert Motonori Kobayashi einige Highlights der Klassik. Klassik, da denkt jeder gleich an ernste Musik - aber von wegen ernsthaft: Das bunt gemischte Orchester spielt klassische Musik zum Mitmachen. Juri Tetzlaff vom Kinderkanal moderiert munter durch das Programm und hat so einige Überraschungen parat. Morgengymnastik zu Edvard Griegs Morgenstimmung, Bodypercussion zum Säbeltanz oder Rätselraten zu Musik aus bekannten Kinderfilmen. Der Höhepunkt der Mitmachaktionen kommt zum Ende des Konzerts. Kleine Nachwuchstalente, egal ob Nachwuchsmoderatoren- oder Musiker, dürfen die Bühne der Dortmunder Philharmoniker erobern.

Termin: 26.10.2014., 10.15 und 12.00 Uhr im Konzerthaus Dortmund

Tickets unter www.theaterdo.de und 0231-5027222

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Schreiblust-Verlag sucht "Böse Geschichten"

Der Dortmunder Schreiblust-Verlag sucht für eine neue Anthologie "Böse Geschichten". Näheres zur Ausschreibung findet sich hier: http://schreib-lust.de/verlag/ausschreibungen.php

Der Schreiblust-Verlag gibt seit 2002 regelmäßig Geschichten-Anthologien zu unterschiedlichen Themen heraus. Es gab bereits Sammlungen mit humorvollen, erotischen, gruseligen oder originellen Geschichten, um nur einige zu nennen. Auch Bücher mit Vampir-, Krimi- oder Hotel-Stories sind dabei.

Auf der Verlagswebsite gibt's außerdem ein Mitmachprojekt, neueste Infos aus dem Literaturbereich, Buch-Rezensionen sowie Wettbewerbstipps: www.schreib-lust.de 

Auftakt im Sissikingkong: Kein Krimi, kein Dinner

"Kein Krimi, kein Dinner" ist ein Gemeinschaftsprogramm von vier sehr unterschiedlichen Künstlern, die der Krimiflut und -wut überdrüssig sind: Regine Leonore Birkner, Thorsten Trelenberg, Jochen Ruscheweyh und Daniela Gerlach.

Sie haben sich für eine Textpräsentation anderer Art zusammengefunden und defnieren es als: Literatur-Improvisation ohne Tod und kein Essen dabei. In einer absurden und spielerischen Mischung aus Rezitation, Gesang, Lesung, Rhythmus wird Literatur in den Raum gebracht. Im Fokus der Künstler liegen die eigenen Texte, die Werke der anderen ebenso wie das Publikum als dynamische Größe gleichberechtigt nebeneinander. Durch Ton- und Gesangimprovisationen schafft Regine Birkner Raum für die Gedichte von Thorsten Trelenberg und die Roman- und Geschichtenpassagen von Daniela Gerlach und Jochen Ruscheweyh. Gelesenes wird unterbrochen, Silben, Worte, Sätze werden gesungen, gefüstert, gerapt oder rufend wiederholt. Als „Greta Mulhouse“ bringt Regine Birkner das Programm singend zum Abschluss.

Thorsten Trelenberg: Schwerter Lyriker und Projektkünstler, der sich u.a. mit seinen spontanen Dichterlesungen an den ungewöhnlichsten und unmöglichsten Orten einen Namen weit über die Region hinaus gemacht hat. 2012 wurde er mit dem Alfred-Müller- Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur ausgezeichnet.

Daniela Gerlach: Dortmunder Autorin, die zwischen Spanien und Ruhrgebiet pendelt. In ihrem Roman Revierkönige lässt sie die Antihelden des Ruhrgebiets der 80er Jahre zu Wort kommen.

Regine Leonore Birkner: Improvisationskünstlerin aus München, die nach 18 Jahren in Dortmund heute in Berlin lebt. Literarisch überspitzt sie die Dinge humoristisch in Gedichten, absurden Dialogen und Kurzprosa. Bekannt vor allem durch ihre Bühnenfigur Greta Mulhouse – „Dichterin und Diseuse mit Hang zum Gattenmord“.

Jochen Ruscheweyh: Hörder Schreibvirtuose und Musiker, der mit seinen Kurzgeschichten und experimentellen Wort-Laut-Spielen im Revier und darüber hinaus bekannt wurde.

Eintritt: 5,- Euro

Veranstaltungen November 2014:

6.11. Ekamina-Abend, Sissikingkong, Landwehrstraße 17, Dortmund, 20 Uhr

7.11. Café Aufbruch, Hintere Schildstraße 18, Do-Hörde, 19 Uhr

8.11. Salon Himmelreich, Nordwall 13, Schwerte, 19 Uhr

12.11. Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, 19 Uhr

13.11. Maschinchen Buntes, Parkweg 10a, Witten, 20 Uhr

15.11. Rekorder, Gneisenaustr. 55, Dortmund, 21 Uhr

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Theater im Depot: Ein Theater- und Tanzabend von Rolf Dennemann

Szene aus Feed Back. Foto: Guntram Walter
Feed back
Donnerstag, 23. Oktober 2014, 20 Uhr
Ort: Theater im Depot

Wer sind diese Wesen in diesem vage definierten Raum? Noch Individuen oder eine je nach Aufgabe funktionierende Sub-Spezies?

In Kostümen von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes sondern sie Texte ab, die sie live zugespielt bekommen - alles Originale von Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern, die dadurch neue Dimensionen erhalten.

Sie fallen immer wieder in Tiefschlaf. Über Bewegung tanken sie neue Energie, finden in skurrilen und unerwarteten Situationen zusammen. Die Probanden werden von einem Coach des “Institutes für angewandte Manipulation“ angeleitet. Science Fiction oder ein verrücktes Spiel auf und mit dem Theater?

Produziert von artscenico und Theater im Depot

Vorstellung:
DO 23.10.2014 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Regie: Rolf Dennemann
Choreografie: Paul Hess
Mit: Paul Hess, Matthias Hecht, Thomas Kemper, Elisabeth Pleß, Nicole Janze

www.artscenico.de

Theaterfestival Favoriten 2014 läuft vom 25. Oktober bis 1. November

Festivalleiterinnen Felizitas Kleine
und Johanna-Yasirra Kluhs

Foto: Daniel Sadrowski
Alle zwei Jahre lockt Dortmund mit dem Theaterfestival FAVORITEN als Werkschau der Freien Theaterszene NRWs. Vom 25. Oktober bis zum 1. November 2014 wird die Ruhrgebietsstadt wieder zum Zentrum eines spartenübergreifenden, zeitgenössischen Programms, das die heterogene Freie Szene des Landes, künstlerische Positionen und Tendenzen aus der Region und ihre ästhetische Vielseitigkeit miteinander in Beziehung setzt und Begegnungsräume stiftet. Unter der künstlerischen Leitung von Felizitas Kleine und Johanna-Yasirra Kluhs wird es erstmals nicht den traditionellen Wettbewerb und eine Bestenauswahl geben. Vielmehr wird der Prozess der Vernetzung des Festivals mit der Stadt, seinen unterschiedlichen Milieus, Orten und Akteuren angeregt und fortgeführt. 

Der Puls der diesjährigen FAVORITEN schlägt im Festivalzentrum, dem ehemaligen Museum am Ostwall (MAO), das als Spiel- und Arbeitsort der Künste, Kneipe und Esszimmer, Knotenpunkt für Information und Austausch zum lebendigen Archiv und Nabel des Festivals wird. Von dort gelangt man mühelos zu Fuß oder mit dem Rad zu weiteren Spielstätten des Festivals, allesamt in der Dortmunder Innenstadt gelegen. Wer kann und mag, genießt acht Tage im Ausnahmezustand und erlebt tolles Theater, Installationen, Stadtführungen, Hörspiele und Konzerte von u.a. Ben J. Riepe, SEE!, MOUVOIR/Stephanie Thiersch, Unusual Symptoms/Andy Zondag, Jens Heitjohann, Neue Kolonie West e.V., Yoshie Shibahara, Philine Velhagen & Mirco Monshausen/Drama Köln e.V., copy&waste, Lukas und, bodytalk, subbotnik, Heine Avdal & Yukiko Shinozaki/fieldworks, Begüm Erciyas & Matthias Meppelink/NRW Tanzrecherche #14, Naoko Tanaka, kainkollektiv/OTHNI Laboratoire de Théâtre de Yaoundé, vorschlag:hammer, Kreidler, Achim Kämper, Jan Ehlen, Tina Tonagel & Freunde, Neue Dringlichkeit, cobratheater.cobra, David Rauer & Joshua Sassmannshausen.

Am Samstag um 20 Uhr werden der Staatssekretär des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Bernd Neuendorf, der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, sowie die künstlerischen Leiterinnen der FAVORITEN 2014, Felizitas Kleine und Johanna-Yasirra Kluhs, das Festival feierlich eröffnen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Generalmusikdirektor Gabriel Feltz und BVB-Legende Norbert Dickel entdecken Gemeinsamkeiten

GMD Gabriel Feltz (l.) und BVB-Legende Norbert Dickel
beim Talk in der Mayerschen  Buchhandlung. Foto: Schröter
Viele Gemeinsamkeiten entdeckten Generalmusikdirektor (GMD) Gabriel Feltz und BVB-Legende Norbert Dickel bei ihrem Talk am Montag in der Mayerschen Buchhandlung: Um ein erfolgreicher Musiker oder Fußballer zu werden, braucht es neben ein wenig Talent vor allem Fleiß, Fleiß, Fleiß. Man müsse schon einen Teil seiner Jugend opfern, sagte Feltz, um das Ziel zu erreichen. Er habe selbst Fußball gespielt. Eine Zeitlang haben seine Kumpel immer wieder an seiner Haustür geschellt, um ihn zum Kicken nach draußen zu holen. Als er ständig mit der Begründung, noch für die Musik üben zu müssen, abgesagt habe, sei das Klingeln immer weniger geworden. Die Situation kenne er, sagte Norbert Dickel, er habe mal ein Dreivierteljahr Klavier gespielt (die „Champagnerarie“ von Mozart), da sei das ähnlich gewesen. Am Ende hätten aber alle eingesehen, dass eine Musikkarriere nicht das Richtige für ihn gewesen sei: „Wir beiden sind also mit gleichen Voraussetzungen ins Rennen gegangen.“ Für den Fußball habe er sogar noch viel härter trainieren müssen als andere, weil er nicht mit übermäßig viel Talent ausgestattet gewesen sei, so Dickel weiter.

In der Musik laufe laut Feltz das Aussortieren der Besten über Wettbewerbe und Probespielen, bei den Berliner Philharmonikern werde man gleich zwei Jahre lang getestet. Da dürfe man sich in dieser Zeit rein gar keinen Fehler oder Fehltritt erlauben. Im Fußball sei die Pubertät die größte Hürde, erwiderte Dickel: rauchen, Frauen, saufen … Er kenne viele hochtalentierte Jugendliche, die einfach über diese Hürde nicht hinwegkommen. Außerdem brauche man schlicht Glück. Ein Scout müsse beim richtigen Spiel vor Ort sein.  

Zum Thema Alkohol ergänzte Feltz, er trinke am Abend vor Konzerten nicht mal ein Gläschen Wein. Das gehe ihm vor Heimspielen genauso, sagte Dickel. Er wolle nicht vor 80.000 Zuschauern stehen, wenn er nur den Hauch einer Unsicherheit verspüre. Und die stelle sich eben ein, wenn er am Abend zuvor etwas getrunken habe.

Das Thema des Gesprächs war „Helden“ in Anspielung auf das Spielzeit-Motto der Philharmoniker. Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg sei für ihn ein Held, sagte Feltz. Er habe keine Helden, entgegnete Dickel – selbst Mario Götze nicht nach seinem Tor im WM-Finale. „Na gut, vielleicht wenn er noch beim BVB spielen würde“, ergänzte er mit einem Augenzwinkern. Es gebe auch in der Musik einige 21-Jährige, die so ausgebucht seien, dass sie jetzt schon wüssten, was sie am 25. Februar machen, so Feltz. „Da ist es schwer, auf dem Boden zu bleiben.“

Letztes Thema der beiden waren die Fans. Man versuche beim BVB, die Ansprüche von Südtribünen-Besuchern (wollen feiern) und solchen von der Westtribüne (wollen sich zurücklehnen und berieseln lassen) unter einen Hut zu bringen, so Dickel. Das sei  nicht immer ganz einfach. Es gebe auch in der Musik einige Hardcore-Fans, so Feltz. Die Wagnerianer zum Beispiel. „Manche reisen permanent durch die Weltgeschichte, um ja keine Aufführung mit Wagner-Musik zu verpassen. Es könne passieren, dass nach einem Konzert jemand zu ihm komme und sage: „Vor fünf Jahren haben Sie das aber eine Idee schneller gespielt.“


Andreas Schröter 

Montag, 20. Oktober 2014

Jesus-Christ-Superstar-Premiere wird zur Sternstunde für die Oper

Frenetischer Schlussjubel in einem ausverkauften Haus – die Premiere des Andrew-Lloyd-Webber-Musicals „Jesus Christ Superstar“ wurde für die Dortmunder Oper zur Sternstunde.

Und um es gleich vorweg zu sagen: Der DSDS-Gewinner von 2003, Alexander Klaws, wurde den Anforderungen der Titelrolle sowohl in gesanglicher als auch in schauspielerischer Hinsicht gerecht. Er beherrschte nicht nur die die lauten, stimmlich anstrengenden Passagen, sondern auch die leiseren Töne. Gesangliche Glanzpunkte setzten zudem Patricia Meeden als Maria Magdalena und David Jacobs als Judas. Einen besonders gelungenen Auftritt im insgesamt stärkeren zweiten Teil legte Kammersänger Hannes Brock als Herodes hin.

Regisseur Gil Mehmert hat die Bühne in diesem bildgewaltigen Epos wie ein zum Publikum offenes römisches Amphitheater mit seitlichen Tribünen gestaltet. Das gibt dem großen Ensemble bestehend aus Sängern und Tänzern die Möglichkeit, sich nicht nur waagerecht im Raum zu bewegen. Als gute Idee erweist sich auch, die Musiker nicht im Orchestergraben zu verstecken, sondern sie auf einer Empore über der Bühne spielen zu lassen.

Das Rock-Musical, gegen das bei seiner Uraufführung 1971 in New York noch christliche Gruppen demonstrierten, erzählt die letzten Tage Jesu. Das letzte Abendmahl (im Stil der 70er-Jahre auf Decken, die auf dem Boden ausgelegt werden), die Verhandlung vor Pontius Pilatus (ebenfalls stark: Mark Weigel) und natürlich die Kreuzigung am Ende an einem riesigen Lichtkreuz kommen vor. Obwohl die Inszenierung durch die Kostümierung (T-Shirt oder Top und Jeans) auf die Gegenwart zugeschnitten ist, lässt die Musik natürlich immer noch den leicht angestaubten Charme der 70er-Jahre durchschimmern. Wem das und der im Opernhaus nicht immer hundertprozentig transparente Klang (im Gegensatz zu dem im Konzerthaus) nichts ausmacht, der sollte sich Karten für „Jesus Christ Superstar“ besorgen. Die werden allerdings für Termine in diesem Jahr bereits knapp.



Andreas Schröter

Sonntag, 19. Oktober 2014

Mayersche Buchhandlung: Musikcafé mit Gabriel Feltz und Norbert Dickel

Gabriel Feltz im Interview
 mit Norbert Dickel. Foto: Theater Dortmund
20. Oktober, 17.30 Uhr
Mayersche Buchhandlung, Westenhellweg


Zum 2. Musikcafé am 20.10. um 17.30 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung hat sich GMD Gabriel Feltz einen ganz besonderen Gast eingeladen. Der Stadionsprecher des BVB, Norbert Dickel, wird als Gesprächspartner anwesend sein. Aber worüber wollen sich zwei auf den ersten Blick so unterschiedliche Männer in dieser Veranstaltungsreihe unterhalten?

Egal ob im Fußball oder in der Musik - Training, Disziplin und Hingabe prägen beide Bereich – und das verbindet! Wie fruchtbar diese Verbindung der Dortmunder Philharmonikern mit dem BVB war und ist, zeigt das einzigartige Kulturprojekt Leuchte auf mein Stern Borussiavom Dezember letzten Jahres. Tausende von Menschen im Konzertsaal, im Stadion sowie auf Youtube sind begeistert. Egal ob Fußball oder Musik – hier geht es um echte Liebe!

Im Anschluss an jedes Musik-Café sind alle Besucher herzlich eingeladen, einen Teil der Orchesterprobe zum Philharmonischen Konzert im Konzerthaus zu besuchen. Der Eintritt hierzu ist frei.

"Tod eines Handlungsreisenden" so aktuell wie 1949

Sebastian Graf und Andreas Beck (v.l.) in "Tod eines
Handlungsreisenden". Foto: Theater Dortmund
Verglichen mit den meisten anderen Inszenierungen am Schauspielhaus Dortmund in der jüngeren Vergangenheit kommt „Der Tod eines Handlungsreisenden“ eher ruhig, traditionell und ohne besondere Effekte daher. Und das ist gut so: Genauso wie gelungene innovative Produktionen wie „Das Fest“, „Republik der Wölfe“ oder „Der Meister und Margarita“ wichtig sind – und das Ansehen des Dortmunder Schauspiels zu Recht auch überregional gemehrt haben –, haben die leiseren Produktionen ihre Daseinsberechtigung. Sie steigern die Vielseitigkeit am Dortmunder Schauspiel und bieten Zuschauern eine schöne Alternative, die eher auf ein etwas traditionelleres Theater stehen.

„Der Tod eines Handlungsreisenden“ kommt auch schon deshalb ohne besondere Knalleffekte aus, weil Arthur Millers Vorlage aus dem Jahre 1949 immer noch topaktuell ist. Text und Themen wirken, als sei  das Stück erst gestern für eine Gegenwart geschrieben worden, in der beispielsweise die Digitalisierung auch am Arbeitsplatz immer schneller Menschen aussortiert, die mit dem Wandel nicht mehr Schritt halten können oder wollen. Sie werden sich ähnlich fühlen wie unser Held Willy Loman, der früher mal ein guter Verkäufer war, aber heute nicht mal mehr ein Schatten seiner selbst ist. Sein Chef, für den er bei dessen Geburt den Vornamen mit ausgesucht hat, hat keine Verwendung mehr für ihn. Eine Zeitlang kann Willy den Schein gegenüber seiner Frau und seinen Söhnen noch wahren, indem er sich von seinem Nachbarn Charly Geld leiht, aber am Ende sieht Willy keinen anderen Ausweg als den Freitod, um seiner Familie wenigstens die Prämie der Lebensversicherung zu sichern.

Das Spiel von Andreas Beck als Willy und seinen Mitstreitern Carolin Wirth (als seine Frau), Uwe Rohbeck (u.a. als Nachbar Charly) sowie Peer Oscar Musinowski und Sebastian Graf (Willys Söhne) ist so dicht, dass man ihnen dabei gerne zusieht. Sie alle bringen die Aussagen des Stücks gut auf den Punkt: mehr Schein als Sein oder Willys Lebensmotto der Beliebtheit, die er für höher erachtet als Fleiß und Disziplin. Natürlich ist Arthur Millers Text auch Kritik an einer Gesellschaft, deren Individuen sich ausschließlich über ihre Stellung im Berufsleben identifizieren. So kommt Willy mit seinen Söhnen nur dann klar, wenn sie – anscheinend – beruflich erfolgreich sind. Auch diese Aspekte werden von der Dortmunder Inszenierung gut transportiert.

Langeweile kommt trotz der Dauer von zwei Stunden (ohne Pause) an keiner Stelle auf.  Als Bühnenbild dienen teils noch verpackte Waschmaschinen und Kühlschränke. Sie stehen für die Ware, die Willy verkaufen muss. Einmal kommt Regen vom Bühnenhimmel. Er verstärkt die Tristesse, in der sich die Familie Loman befindet.


Die niederländische Regisseurin Liesbeth Coltof entwickelt sich immer mehr zum Gütesiegel am Schauspiel Dortmund: Auch ihre beiden vorherigen Inszenierungen „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ und „Verbrennungen“ waren gelungen.

Andreas Schröter

Samstag, 18. Oktober 2014

Das Konzerthaus-Programm in Dezember

Salut Salon © Andre Reinke
Hier kommt das Konzerthaus-Programm im Dezember:
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Mo 01.12.2014 20.00
Klaus Hoffmann
Klaus Hoffmann (Gesang)
Michael Brandt (Gitarre)
Hawo Bleich (Klavier)
Peter Keiser (Bass)
Stephan Genze (Schlagzeug)

Sehnsucht

Sehnsucht ist sein Grundmotiv, ob in den alten oder neuen Liedern spiegelt sich Hoffmanns Suche nach einem Zuhause. Es ist das immerwährende Kind in ihm, das ein Freiland im Inneren wie im Außen sucht. Der einzigartige Weg zu den eigenen Gärten.
Nun ist Deutschlands Chansonnier wieder da im Kreise seiner Musikerfreunde. Frankophil und humorig vereint er Chanson, Pop, Klassik, Jazz und Folk.

Einzelpreise in € 49,90 / 44,40 / 37,80 / 30,10 / 19,10 / 9,20 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH

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Di 02.12.2014 20.00
Bach h-moll-Messe
Balthasar-Neumann-Chor und Solisten
Balthasar-Neumann-Ensemble
Thomas Hengelbrock (Dirigent)

Johann Sebastian Bach: Messe h-moll BWV 232
Abo: Chorklang
Einzelpreise in € 76,00 / 69,00 / 59,00 / 47,00 / 30,00 / 15,00 / 6,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Mi 03.12.2014 19.00

»Junge Wilde« – Sebastian Manz
Sebastian Manz (Klarinette)
Lars Olaf Schaper (Kontrabass)
Martin Klett (Klavier)
Guido Jöris (Schlagzeug)

The Danish String Quartet (Rune Tonsgaard Sørensen, Violine · Frederik Øland, Violine · Asbjørn Nørgaard, Viola · Fredrik Sjølin, Violoncello)

Edison Denisov: Sonate für Klarinette solo
Claude Debussy: Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier
Carl Maria von Weber: Quintett für Klarinette und Streichquartett B-Dur op. 34
Krzysztof Penderecki: Drei Miniaturen
George Gershwin / Sebastian Manz: »Promenade«
George Gershwin / Sebastian Manz: »We definitely got some crazy fucking rhythm«

Einführung mit Ulrich Schardt um 18.15 Uhr im Komponistenfoyer
Nach dem Konzert »meet the artist!«

Abo: Solisten III – »Junge Wilde«
Einheitspreis in € 23,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: RWE

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Do 04.12.2014 20.00
Mayra Andrade
Mayra Andrade (Gesang)
Sophie Fustec (Gesang, Keyboards)
Frank »Jo« Orosemane (Gesang, Bass)
Nicolas »Dakou« Dacunha-Castelle (Gesang, Schlagzeug)
Nenad Gajin (Gesang, Gitarre)

Mayra Andrade ist eine der interessantesten jungen Sängerinnen im Grenzbereich zwischen Weltmusik und Jazz. Die Diplomatentochter nutzt ihre Vergangenheit als musikalische Weltenbummlerin und verbindet die Schönheit und Melancholie der kapverdischen Musik u. a. mit brasilianischen Elementen.

Abo: World Music

Einzelpreise in € 39,00 / 35,00 / 30,00 / 24,00 / 16,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: SPARKASSE DORTMUND

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Fr 05.12.2014 20.00

Arienabend Edita Gruberova

Edita Gruberova (Sopran)
Katharina Peetz (Mezzosopran)
Lucian Krasznec (Tenor)
Karl-Heinz Lehner (Bass)
Dortmunder Philharmoniker
Peter Valentovic (Dirigent)

Verleihung »Preis der Kulturstiftung Dortmund«

Die Starsopranistin Edita Gruberova gestaltet ein Festprogramm mit ihrem Porträt englischer Tudor-Königinnen: Arien und Ouvertüren aus Donizettis Opern »Maria Stuarda«, »Roberto Devereux« und »Anna Bolena«. Ein Programm, wie geschaffen für die »Königin des Belcanto«!

Einzelpreise in € 76,00 / 69,00 / 59,00 / 47,00 / 30,00 / 15,00 / 6,00 inkl. Gebühren
Kartenvorkaufsrecht für Abonnenten der Reihen Große Stimmen I + II ab 28.04.2014
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Dortmund und den Dortmunder Philharmonikern

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Sa 06.12.2014 20.00
Mighty Oaks
Ian Hooper (Gesang, Gitarre)
Claudio Donzelli (Gesang, Gitarre)
Craig Saunders (Gesang, Bass)
Charlie Cunningham (Support Act)

The Golden Road Tour

Die Mighty Oaks haben mit ihrer Naturliebe, der Sehnsucht und dem unweigerlich zur Euphorie drängenden Folk-Sound instinktiv eine Ader angestochen, an der wir immer noch alle hängen: die Romantik. Die Band kitzelt sie mit dreistimmigem Satzgesang, verspielten Mandolinen und einem warm rollenden Bass hervor.

Abo: Pop-Abo – Akustik-Pop im KONZERTHAUS DORTMUND
Einzelpreise in € 34,00 / 30,00 / 26,00 / 21,00 / 21,00 inkl. Gebühren
Keine Ermäßigungen verfügbar
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Mo 08.12.2014 18.30
Kopfnoten: Von Antheil bis Zimmermann – Eine kleine Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts
Michael Stegemann (Vortrag)

IV – Abgründe
Die europäische Musik zwischen 1933 und 1945

Ort Orchesterzentrum|NRW · Brückstraße 47 · 44135 Dortmund

Einheitspreis in € 8,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW

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Di 09.12.2014 20.00
Mi 10.12.2014 20.00

4. Philharmonisches Konzert
Dortmunder Philharmoniker
Nicholas Milton (Dirigent)
Alexander Romanowsky (Klavier)

Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-moll op. 30
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-moll op. 74 »Pathétique«

WirStimmenEin – 19.15 bis 19.30 Uhr. Künstler geben Einblick ins Programm

Einzelpreise in € 42,00 / 39,00 / 34,00 / 30,00 / 24,00 / 19,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: Theater Dortmund

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Do 11.12.2014 20.00

Weihnachtsoratorium
Valer Sabadus (Sopran)
Terry Wey (Alt)
Werner Güra (Tenor)
Matthias Goerne (Bass)
Deutscher Kammerchor

Kammerorchester Basel
Julia Schröder (Leitung)

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1, 2, 5 und 6)
Einzelpreise in € 76,00 / 69,00 / 59,00 / 47,00 / 30,00 / 15,00 / 6,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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Sa 13.12.2014 18.00

Weihnachtskonzert 2014 der Chorakademie
Chöre der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund

Weihnachtliche Lieder im Advent mit den Chören der Chorakademie Dortmund. Eine fröhliche Einstimmung auf Weihnachten für die ganze Familie.

Einzelpreise in € 34,00 / 31,00 / 28,00 / 24,00 / 21,00 / 15,00 / 10,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND

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So 14.12.2014 11.00

Weihnachtskonzert 2014 der Chorakademie
Chöre der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund

Weihnachtliche Lieder im Advent mit den Chören der Chorakademie Dortmund. Eine fröhliche Einstimmung auf Weihnachten für die ganze Familie.

Einzelpreise in € 34,00 / 31,00 / 28,00 / 24,00 / 21,00 / 15,00 / 10,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: Chorakademie am Konzerthaus Dortmund e. V.

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So 14.12.2014 16.00

Weihnachtskonzert 2014 der Chorakademie

Mädchenchöre der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
Opern-Kinderchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
Zeljo Davutovic (Dirigent)
Jugend-Konzertchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
Felix Heitmann (Dirigent)
Sinfonischer Chor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
Joachim Gerbens (Dirigent)
Blechbläser-Ensemble der Berufsfachschule Bad Königshofen
Udo Schneider (Leitung)

Ein Weihnachtskonzert der ganz besonderen Art gestalten die Konzertchöre der Chorakademie mit weihnachtlichen Melodien wie zum Beispiel »Away in a manger«, »God rest you, merry gentlemen«, »Hark! The herald angels sing«, »Silent night«, sowie »Te Deum« und »Gloria« von John Rutter stimmen die vier Chöre begleitet von einem Bläser-Ensemble »very british« auf eine fröhliche Festzeit ein.

Einzelpreise in € 34,00 / 31,00 / 28,00 / 24,00 / 21,00 / 15,00 / 10,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: Chorakademie am Konzerthaus Dortmund e. V.

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Mo 15.12.2014 20.00

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer (Dirigent)
Roger Muraro (Klavier)
Valérie Hartmann-Claverie (Ondes Martenot)
Olivier Messiaen: »Turangalîla«-Sinfonie

Einführung mit Prof. Dr. Michael Stegemann um 19.15 Uhr im Komponistenfoyer

Abos: Orchesterzyklus I – Meisterkonzerte; Stell dich der Klassik
Einheitspreis in € 39,00 inkl. Gebühren
Ermäßigt in € 15,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: SIGNAL IDUNA GRUPPE

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Di 16.12.2014 20.00

Salut Salon
Iris Siegfried (Violine)
Angelika Bachmann (Violine)
Sonja Lena Schmid (Violoncello)
Anne-Monika von Twardowski (Klavier)

Morgen kommt Salut Salon – Das Weihnachtsprogramm

Salut Salon hat die Kunst des Crossover virtuos auf die Kammermusik übertragen und dem brillant entwickelten Mix eine individuelle Bühnenshow verpasst: musikalisch perfekt, charmant und diesmal auch weihnachtlich abgeschmeckt: Still wird die Nacht mit ihnen nicht, auch wenn der Klassiker »Stille Nacht« natürlich nicht fehlen wird – bis zur modern-schrägen Version eines Alfred Schnittke.

Einzelpreise in € 46,00 / 41,00 / 36,00 / 29,00 / 19,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Semmel Concerts GmbH

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Mi 17.12.2014 20.00

Der Nussknacker
Bolschoi Staatsballett Belarus
Mit dem Bolschoi Staatstheater für Oper und Ballett aus Belarus reist eine der weltweit exzellentesten Compagnien an, um die Freunde traditioneller Ballettkunst mit Tschaikowskys »Nussknacker« zu verwöhnen. Von der UNESCO in diesem Jahr mit einer Ehrenmedaille für ihren großen Beitrag zur Weltkultur gewürdigt, hebt sich die Compagnie mit ihrem hohen künstlerischen Anspruch von vielen anderen Tourneeproduktionen ab.

Einzelpreise in € 74,10 / 66,40 / 57,60 / 44,40 / 27,90 inkl. Gebühren
Veranstalter: Hamburger Theater- und Konzert-Kontor HTK GmbH & Co. KG

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Do 18.12.2014 20.00

Münchner Philharmoniker
Pietari Inkinen (Dirigent)
William Youn (Klavier)

Olivier Messiaen: »Les offrandes oubliées« Sinfonische Meditation für Orchester
Frédéric Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-moll op. 11
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-moll op. 39

Abo: Orchesterzyklus II – Meisterkonzerte

Einzelpreise in € 110,00 / 98,00 / 84,00 / 68,00 / 43,00 / 22,00 / 8,00 inkl. Gebühren
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: SPARKASSE DORTMUND

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Do 25.12.2014 20.00
Fr 26.12.2014 16.00
Fr 26.12.2014 20.00
Sa 27.12.2014 16.00
Sa 27.12.2014 20.00
So 28.12.2014 16.00
So 28.12.2014 20.00
Di 30.12.2014 16.00
Di 30.12.2014 20.00
Mi 31.12.2014 20.00

Richard O’Brien’s Rocky Horror Show

Diese Produktion des schrägen Kultmusicals, entstanden unter den Augen des legendären Schöpfers Richard O’Brien, sorgt an den Bühnen Europas immer wieder für Aufruhr – mit unerhörtem Tempo, Glamour, verschrobener B-Movie-Ästhetik und jeder Menge Extravaganz!

Einzelpreise in € 73,50 / 67,50 / 61,50 / 56,00 / 50,00 / 24,50 inkl. Gebühren
Preview 25.12. Einzelpreise in € 56,00 / 51,50 / 47,00 / 42,50 / 38,50 / 24,50 inkl. Gebühren
Silvester 31.12. Einzelpreise in € 85,00 / 79,50 / 73,50 / 67,50 / 61,50 / 24,50 inkl. Gebühren
50% Ermäßigung für Kinder bis 16 Jahre
Veranstalter: BB Promotion GmbH

Freitag, 17. Oktober 2014

Liedmatinee im Opernfoyer

Bariton Morgan Moody
Sonntag, 19. Oktober, 11.15 Uhr
Opernhaus Dortmund: Opernfoyer
Morgan Moody singt Lieder von Wolf, Ibert & V. Williams


Ein Lied kann eine Oper in Miniaturformat sein: In ein paar Takten, in wenigen Minuten breitet es eine Welt vor uns aus, entwickelt eine Tragödie oder eine Komödie und zeigt uns das Große im Kleinen. Komponisten aller Zeiten haben sich in dieser Kunst des Verdichtens versucht und dabei Lieder geschaffen, die zum Schönsten gehören, was wir besitzen.

In der ersten Hälfte der Spielzeit stellen Sänger des Dortmunder Opernensembles in sonntäglichen Matineen sehr berühmte, aber auch neu zu entdeckende Schätze des Liedrepertoires vor:

Ileana Mateescu ergänzt ihre Darstellung der Carmen mit einer Sammlung von Zigeunerliedern. Hedayet Djeddikar begleitet sie am Flügel.

Morgan Moody beleuchtet mit Jacques Iberts Don Quichotte und Ralph Vaughan Williams’ Songs of Travel Liederzyklen des 20. Jahrhunderts. Am Klavier wird er begleitet von Philipp Armbruster.

Keiko Matsumoto & Natascha Valentin-Hielscher präsentieren "Wie ein Rufen aus Träumen" in Begleitung von Granville Walker am Flügel und Opernsänger Gerardo Garciacano singt in seiner Liedmatinee Schuberts Die schöne Müllerin.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Schauspiel: "Komm in meinen Wigwam" hat Freitag Premiere im Studio

Szene aus "Komm in meinem Wigwam".
Uraufführung
Komm in meinen wigwam
Eine Pilgerreise in die wundersame Welt der katholischen Aufklärungs- und Anstandsliteratur von Wenzel Storch
Premiere: 17. Oktober 2014,
um 20 Uhr im Studio


Kaplan Buffo, der älteste Kaplan des Bistums, unternimmt mit seinen kleinen Freunden eine Pilgerreise in die wunderbare Welt der christlichen Sexualmystik. Er führt sie auf eine blühende Wiese voll schwellender Stengel und nickender Kelche und macht sie – beim Mondschein am Lagerfeuer – mit dem „Wunderbau“ ihres Leibes vertraut. Gemeinsam vertieft man sich in die Klassiker der römisch-katholischen Sexliteratur, doch damit nicht genug: Unterwegs begegnet man Heuschrecken, Krokodilen und Ordensschwestern, und die Messbuben stoßen auf eine geheimnisvolle Filmdose, die aus den Geheimarchiven der Augsburger Puppenkiste stammt.

Das Stück erinnert – mit einer Fülle von Originalzitaten – an die Blütezeit der katholischen Aufklärungs-und Anstandsliteratur. Im Mittelpunkt steht das Werk des Päpstlichen Ehrenprälat Berthold Lutz (1923 - 2013), der – heute längst vergessen – als Oswalt Kolle der katholischen Sexuallehre gelten darf. Lutz schuf unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichten wie „Die leuchtende Straße“ und „Das heimliche Königreich“, daneben entstanden Benimm- und Trimm-Dich-Fibeln wie „Frechdachs lernt Anstand“ und „Peter legt die Latte höher“ – Werke, die ihre kleinen Leser verzauberten und die Fachwelt begeisterten.

Inszenierung Wenzel Storch
Bühne und Kostüme Pia Maria Mackert
Licht Rolf Giese
Dramaturgie Thorsten Bihegue

Die Premiere ist bereits ausverkauft.
Weitere Termine: 24. Oktober 2014

Informationen und Karten unter: 0231 / 50 27 222
www.theaterdo.de
www.youtube.com/schauspieldortmund
www.facebook.com/schauspieldortmund
www.twitter.com/schauspieldo

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Schauspiel: "Tod eines Handlungsreisenden" hat Samstag Premiere

Szene aus "Tod eines Handlungsreisenden"
mit Andreas Beck und Carolin Wirth. Foto: Birgit Hupfeld
Schauspiel Dortmund
Premiere: "Tod eines Handlungsreisenden"
Samstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr


Am Samstag feiert Arthur Millers Tod eines Handlungsreisenden am Schauspiel Premiere. Regie führt die niederländische Regisseurin Liesbeth Coltof, die im Mai diesen Jahres mit dem renommierten „ASSITEJ-Award for Artistic Excellence“ in Warschau ausgezeichnet wurde. Coltof wird Millers Klassiker als Stoff von heute auf die Bühne bringen: Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, die noch immer auf ihre Erfüllung warten, zerplatzte Träume und eine Welt, die nicht mehr die eigene zu sein scheint. Millers Stück erzählt die Geschichte von Willy Loman, der seit vielen Jahren als Handelsvertreter für Textilien arbeitet. Dank der Kreditwilligkeit von Banken und seines regelmäßigen Einkommens hat er es mit seiner Familie zu Wohlstand gebracht: Haus, Auto und andere Anschaffungen – eigentlich ist alles da. Doch in die Jahre gekommen bricht seine vielversprechende Karriere zusehends ein, Umsatz und Einkommen sinken – und die Schulden steigen. Zum Glück gibt es da noch seine erwachsenen Söhne: In sie hat Willy all sein Herzblut investiert, doch ist aus ihnen nicht das geworden, was Willy sich erhofft hatte. Happy ist eher Weiberheld als Karrieremensch und Biff, dem Willy eine strahlende Zukunft im Sport prophezeit hatte, ist orientierungsloser Herumtreiber. Seine Frau Linda wirbt um Verständnis, doch die familiären Konflikte brechen unweigerlich hervor – Willy flüchtet sich in eine Vergangenheit, als die Zukunft noch hell erstrahlte. Doch als er auch noch seinen Job verliert und die Schulden immer weiter zu steigen drohen, weiß Willy nur noch einen Ausweg.

Wie Orientierung finden in einer Welt, die einen ausspuckt, wenn sie dich nicht mehr braucht? Was tun, wenn der Lebenstraum, in den man all seine Energie investiert hat, nicht aufzugehen scheint? Nach Wajdi Mouawads Verbrennungen in der vergangenen Saison und Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist Tod eines Handlungsreisenden Liesbeth Coltofs dritte Arbeit am Schauspiel Dortmund.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Oper: "Jesus Christ Superstar" hat Sonntag Premiere

Alexander Klaws als Jesus Christus
Opernhaus: Sonntag, 19. Oktober, 18 Uhr, Premiere Rock-Oper "Jesus Christ Superstar" von Andrew Lloyd Webber
Gesangstexte von Tim Rice
mit Alexander Klaws als Jesus Christus
Eine Koproduktion mit dem Theater Bonn


Der Erfolg der Uraufführung von Jesus Christ Superstar stand schon fest, bevor sich der Vorhang am 12. Oktober 1971 überhaupt gehoben hatte; schließlich war die Rock-Oper vor ihrer szenischen Umsetzung bereits als LP ein Verkaufsschlager gewesen, und für die Vorstellungen am Broadway gab es seit Wochen keine Karten mehr. Da konnte die Presse noch so heftige Verrisse schreiben, religiöse Gruppen lauthals protestieren: Das Publikum feierte begeistert das erste abendfüllende Werk des erst 21-jährigen Andrew Lloyd Webber und seines wenig älteren Librettisten Tim Rice.

Musikalische Auseinandersetzungen mit Jesus Christus und der Passionsgeschichte haben eine lange Tradition, selbst Musicals zu dem Thema gab es schon vor Lloyd Webber. Was die konservativen Kreise damals jedoch befremdete, war der Ansatz von Tim Rice, die letzten sieben Tage Jesu aus der Sicht von Judas zu erzählen. Judas, nicht ein Verräter, sondern ein Freund und Anhänger von Jesus, der besorgt beobachtet, wie ihre gemeinsame Bewegung aus dem Ruder läuft: Die immer fanatischer werdenden Anhänger machen aus Jesus eine Kultfigur, erheben jedes seiner Worte zur absoluten Wahrheit, während er selbst zunehmend launischer und unzugänglicher wird. Tim Rice entwirft das Bild eines zutiefst menschlichen Jesu, den aber Anhänger und Gegner gleichermaßen zum Superstar stilisieren. In Zeiten des Starkults, der Sehnsucht nach Leitfiguren und verbindlichen Werten sind die Fragen, die Jesus Christ Superstar aufwirft, nach wie vor hoch aktuell.

Ebenso die Musik von Lloyd Webber. Angelehnt an die Form der Kantate verzichtet er auf Dialoge und stellt Balladen, Rock- und Soularien neben große Chor- und Ensemblenummern. Vielfalt und Kontrastreichtum, das Neben- und Übereinander von Gegensätzen sowie eine scharfe musikalische Charakterisierung der Figuren zeichnen die komplexe Partitur aus.

Montag, 13. Oktober 2014

Carsten Bülow präsentiert Don Camillo und Peppone in St.Gertrudis

Carsten Bülow
19. Oktober, 18 Uhr
St. Gertrudis-Gemeinde, Rückertstraße 2

Italien kurz nach dem 2. Weltkrieg: In einem kleinen Städtchen tobt ein Kampf zwischen dem Kommunistischen Bürgermeister Peppone und dem Pfarrer Don Camillo. Beide Kontrahenten, sind in der Wahl ihrer Mittel, alles andere als zimperlich wenn es um ihre Sache geht. Wer kennt sie nicht die beiden Figuren aus dem gleichnamigen Buch von Giovanino Guareschi? Gern erinnert man sich an die Filme mit den unvergesslichen Schauspielern, Fernandel und Gino Cervi. Amüsante Geschichten die zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregen, präsentiert Ihnen, Carsten Bülow – Darsteller – Synchronsprecher und Rezitator. Bülow schlüpft sehr authentisch in die Figuren des beliebten Romanes und wird den Zuschauern, bei dieser szenischen Lesung einen vergnüglichen Abend bereiten. Erstmals gibt der beliebte Dortmunder Rezitator seine Visitenkarte in der St. Gertrudis Gemeinde ab. Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Theater im Depot: Everybody´s Gipsy - Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt

Dotschy Reinhardt
Theater im Depot:
Di 14.10.2014 um 20 Uhr
Lese- und Musikabend mit Dotschy Reinhardt


Dotschy Reinhardt liest aus ihrem Buch „Everybody´s Gipsy - Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt“ und wird mit ihrem Ensemble eine musikalische Darbietung in Gipsy-Swing und Jazz geben.

Die aus Ravensburg stammende und in Berlin wohnende Sängerin und Buchautorin Dotschy Reinhardt ist der jüngste musikalische Spross aus der Familie des genialen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt. Mit der Vorstellung der Musik ihrer beiden, beim deutsch-spanischen Label Galileo Music erschienenen Alben „Sprinkled Eyes“ (2006) und „Suni“ (2008), präsentiert sie mit ihrem international besetzten hochkarätigen Ensemble einen ganz eigenen, kühnen und doch so wunderbar intimen Entwurf davon, was es heißen kann, im 21. Jahrhundert Sinteza, eine Künstlerin des Sinti-Volkes zu sein. Da sie sich mit ihrer langen musikalischen Familientradition besonders verbunden fühlt, hat sie sich zum Ziel gesetzt, den großen Namen Django Reinhardts mit eigenen musikalischen Ideen in die Zukunft zu tragen.

Ihre Kompositionen verbinden den Gipsy-Swing im Stil des Hotclub de France mit lateinamerikanischen und modernen Klängen. Doch nicht nur auf musikalischer Ebene öffnet ihre Musik neue Pfade. Mit dem Entschluss, auch in der Sprache der Sinti, dem Romanes, zu singen, hat sich die junge Sängerin ein wichtiges Anliegen erfüllt.

In ihrem im April 2014 erschienen Buch „Everybody’s Gipsy“ erzählt Dotschy Reinhardt von der „Gipsy-Kultur“ und von den falschen Bildern, die es davon gibt. Sie erklärt, wie sich Sinti und Roma selbstbewusst gegen Ausgrenzung und die Aneignung ihrer Kultur behaupten. Und sie nimmt uns mit auf einen Roadtrip durch die Zentren der Popkultur mit Geschichten über Musik und Mode, Literatur und Kunst, Film, Fernsehen und Alltag. Sie zeigt wie gelebte Erinnerung zukunftsweisend ist. Und warum man besser kein „Zigeunerschnitzel“ bestellt. Dotschy Reinhardt kann nicht nur singen, sondern auch in witzigen Anekdoten über ihre nicht ganz normale Kindheit als Sinteza in Süddeutschland berichten.

Das Dotschy Reinhardt Ensemble trat bereits auf zahlreichen großen europäischen Festivalbühnen auf, u. a. in der Münchener Philharmonie (Hot Jazz Night), in Düsseldorf (Jazz Rally/Eröffnungskonzert), Luxemburg (Weltmusikfestival) und auf Schloss Elmau (World Music Festival).

Eine Veranstaltung des Planerladen e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Auslandsgesellschaft NRW e.V., AWO Unterbezirk Dortmund, bodo e.V. und VMDO e.V.

Eintritt: VVK + AK 5 €

Samstag, 11. Oktober 2014

Kinder- und Jugendtheater: „First Person Shooter“ wieder im Programm

Die erfolgreiche Inszenierung „First Person Shooter“ von Regisseurin Johanna Weißert ist ab Mittwoch, 22. Oktober, wieder im Kinder- und Jugendtheater Dortmund zu sehen. Das Stück erzählt mit Spannung und Witz von den Gefahren, die von Computerspielen für Jugendliche ausgehen. Neben Terminen für Schulklassen am Vormittag gibt es auch zahlreiche Familienvorstellungen am Wochenende, zunächst am Sonntag, 26. Oktober, um 18 Uhr im KJT Dortmund in der Sckellstraße in Dortmund-Hörde. Karten für 7,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222.

Freitag, 10. Oktober 2014

Schauspiel: „Männerhort“ an Silvester

Der brandneue Film „Männerhort“ mit Elyas M’Barek stürmt die Kinocharts, die Theaterversion des Schauspiel Dortmund stürmt den Silvesterabend: Publikumsrenner „Männerhort“ sorgt seit einem Jahr für ein ausverkauftes Studio und zieht als Silvester-Special auf die großen Bühne im Schauspielhaus. Wie jedes Jahr gibt es am 31. Dezember zunächst eine Nachmittagsvorstellung um 16 Uhr und später eine Abendvorstellung um 19 Uhr. Der Vorverkauf für die beiden Silvester-Termine beginnt am kommenden Dienstag, 14. Oktober. Karten gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter 0231/50-27 222 oder www.theaterdo.de. Wer nicht bis Silvester auf „Männerhort“ warten möchte, kann die Erfolgskomödie mit Andreas Beck, Ekkehard Freye, Frank Genser und Sebastian Kuschmann schon ab Sonntag, 2. November (18 Uhr) im Studio des Schauspiel Dortmund sehen.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

2. Philharmonisches Konzert: melodien_selig

21./22. Oktober, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund
Mit Werken von Samuel Barber, Peter I. Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow

Samuel Barber (1910-1981)
Medea’s Meditation and Dance of Vengeance op. 23a (1957)

Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)
Variationen über ein Rokkoko-Thema für Violoncello und Orchester op.33 (1876/1877)

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op.27 (1908)

In der griechischen Sagenwelt ist Medea eine der schillerndsten Figuren. Ihre Geschichte ist die von Hinterlist, Mord und Totschlag; zu allen Zeiten hat sie Komponisten fasziniert und inspiriert. Auch Samuel Barbers Medea’s Meditation and Dance of Vengance ist ein kraftvolles musikalisches Porträt dieser blutrünstigen Frau. Nach Raserei und Vergeltung folgt Luftig- Virtuoses. „Nicht spielen können, aber dem Komponisten in den Ohren liegen“. Mit diesen Worten kommentierte Peter Tschaikowsky die Wünsche befreundeter Solisten nach einem Cellokonzert. Dabei könnten sie schon seine Rokoko-Variationen nicht bewältigen, klagte der Komponist. Ein unbeschwertes Thema wird hier vom Komponisten durch sieben leichtfüßige, aber technisch anspruchsvolle Variationen geschickt. Gekrönt wird der Abend mit der Sinfonie Nr. 2 von Sergej Rachmaninow. Musik voller Sehnsucht, Melancholie und Romantik: kunstvoll und fulminant zugleich.

Die Künstler geben Einblicke ins Programm - WIR STIMMEN EIN um 19.15 Uhr auf der Bühne.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

BIG-gallery: Ausstellung "Leeds revisited" zeigt Dortmunder Gruppe im Dialog mit Leeds

12. Oktober bis 7. November 2014
in der BIG-gallery am Dortmunder U
Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 12.10.2014 um 11.00 Uhr

Grußwort
Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund
Begrüßung
Alexander Pohl, 1. Vorsitzende der Dortmunder Gruppe
Peter Kaetsch, Vorstand BIG direkt gesund

Einführung:
Dr. Hermann Ühlein, Kunsthistoriker


Die Dortmunder Gruppe pflegt seit Jahren intensiv Kontakte zu internationalen Künstlervereinigungen. Insbesondere haben sich die Beziehungen zu der Dortmunder Partnerstadt Leeds in Großbritannien entwickelt. Seit dem Jahre 1999 kam es immer wieder zu Begegnungen. Mehrfach waren Mitglieder der Dortmunder Gruppe eingeladen, an Ausstellungsprojekten der britischen Partnerstadt teilzunehmen. Künstler aus Leeds haben im Laufe der Zeit im Dortmunder Rathaus, im Theater Fletch Bizzel und in der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark ausgestellt.

Zu der Leedser Künstlerorganisation „EAST STREET ARTS“ haben sich freundschaftliche Beziehungen entwickelt. Daher freut es die Dortmunder Gruppe , ihren Freunden mit der BIG-Gallery einen besonderen Ausstellungsraum zur Verfügung stellen zu können, in dem eine Vielzahl von interessanten Arbeiten gezeigt werden können.

Als Gäste der Dortmunder Gruppe stellen aus:

LOUISE ATKINSON
LORNA BARROWCLOUGH
CARINE BROSSE
ELLEN BURROUGHS
PAULA CHAMBERS
PAUL DIGBY
JON ELAND
HONDARTZA FRAGA
CHRISTOPHER HALL
FIONA HALLIDAY
JASON HYNES
ANDREW LISTER
RACHEL MAGDEBURG
ELLIE MACGARRY
EVA MILEUSNIC
CARLA MOSS
ANNIE NELSON
ELENI ODYSSEOS
KATHRYN OUBRIDGE
ANNA TURNER
KATRIEN VAN
LIEFFERINGE CHRIS
WOODWARD VALERIE ZWART

BIG-gallery
Mo–Fr 8.00–17.00 Uhr
BIG-direkt gesund
Rheinische Straße 1
Eintritt frei

Eine Kooperation der Künstlervereinigung Dortmunder Gruppe e.V.
mit East Street Arts, GB/Leeds und dem Kulturbüro Stadt Dortmund

Dienstag, 7. Oktober 2014

domicil: THE BUH! kommen Ende November

Donnerstag, 27.11.2014
THE BUH!
Peter Freiberg, Uli Schlitzer, Peter Krettek, Peter Jureit, Guido von Koenen und Thomas Koch
Als Gäste: [chantik]
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt € 12,00 (VVK), € 15,00 (AK)
Veranstaltungsort: Domicil Dortmund, Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund
VVK unter www.domicil-dortmund.de!


THE BUH! in Musikern sind: Peter Freiberg, Uli Schlitzer, Peter Krettek, Peter Jureit, Guido von Koenen und Thomas Koch. THE BUH! setzen sich aus ehemaligen Mitgliedern namhafter Bands wie Grobschnitt, Die Conditors, Cochise, N8chtschicht zusammen und so muss über die Genialität der einzelnen Musiker wohl nicht mehr viel gesagt werden.

Auch wenn THE BUH! nur fremde Stücke spielen, sind sie keine Coverband, denn sie machen sich jeden Song zu ihrem eigenen und spielen ihn im grandiosen und unverkennbaren Buh!-Sound: intensiv, beseelt und mit jeder Menge Spaß! Viele der Originale aus den Genres amerikanischer Blues-, Country-, Boogie-, Rock-, und Soulmusik sind recht unbekannt, und wenn THE BUH! Kracher wie "Personal Jesus" oder "Italien Shoes" spielen, ist das immer ein Wiederhören der besonderen Sorte. "Freut euch!" so das Motto der Band, die bei ihren seltenen Konzerten regelmäßig Partystimmung verbreitet, ohne eine Partyband zu sein.


Montag, 6. Oktober 2014

HMKV-Video des Monats erzählt vom Ende der Welt

In der Serie HMKV Video des Monats stellt der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im monatlichen Wechsel aktuelle Videoarbeiten internationaler KünstlerInnen vor. Bis zum 31. Oktober 2014 läuft Benjamin Nuels Video Hotel (ausgewählt von Dr. Inke Arns). Parallel zeigt der HMKV die Ausstellung Böse Clowns.

Hotel erzählt vom Ende der Welt in Form einer absurden Komödie. Es herrscht Frieden zwischen den aus einem Computerspiel entkommenen Terroristen und Polizisten. Ihren Ruhestand verbringen sie in einem merkwürdigen Hotel auf dem Land, das von einem Huhn beaufsichtigt wird. Zum ersten Mal ohne Aufgabe, haben sie mit Langeweile zu kämpfen – sie spielen, quatschen, philosophieren – während die Welt um sie herum Stück für Stück auseinander fällt.

Benjamin Nuel
Hotel
FR 2012, Video, Produktion: ARTE/lardux, 80:00 Min.


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HMKV Video des Monats
Benjamin Nuel
Hotel
FR 2012, Video, Produktion: ARTE/lardux, 80:00 Min.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Viele kulturelle Angebote für Kinder in den Herbstferien

Jugendliche ab 12 Jahren können
im Museum für Kunst und Kulturgeschichte
auf Fotosafari gehen.
Bild: Jan Bischofs
Langeweile in den Herbstferien? Nicht in Dortmund: Angebote von Fotoworkshops über mittelalterliche Schreibstuben bis hin zu einem Schnitzprojekt sorgen für Abwechslung.

Kindermuseum Adlerturm

"Zu Gast bei den Mönchen - Besuch in einer mittelalterlichen Schreibstube"

Wer gerne forscht ist am Mittwoch, 15. Oktober, 10:30 bis 13:30 Uhr, in der mittelalterlichen Schreibstube des Kindermuseums Adlerturm herzlich willkommen. Als "Nachwuchsmönche" erforschen Kinder ab acht Jahren geheimnisvolle Handschriften und lernen die Schreibkunst des Mittelalters kennen. Aus Pulvern und Pflanzen werden Farben selbst angerührt und kunstvolle Muster und Buchstaben mit Schreibfedern gestaltet.

Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro inklusive Material. Eine Anmeldung bis zum 8. Oktober ist erforderlich unter Telefon 0231 50-26028 oder info.mkk@stadtdo.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Museum Ostwall

Kunstworkshops: Kreative Postkarten, Stadtmalereien und ausdrucksstarke Kohlezeichnungen

Kinder ab sechs Jahren können in den Workshops des Museums Ostwall im Dortmunder U entdecken. Sie gestalten ihre eigenen Kunstwerke: Aus Collagen entstehen spannende Postkarten, die Stadt wird gemalt und mit Kohle und Ölkreide lassen sich Menschen in den besonderen Räumen des Dortmunder U zeichnen.

Termine: Mittwoch, 8.Oktober, 11 bis 14 Uhr: "Ich male meine Stadt"; Dienstag, 14.Oktober, 11 bis 14 Uhr: "Kunstpostkarten gestalten"; Freitag, 17.Oktober, 11 bis 14 Uhr: "Menschen im Museum"

Info und verbindliche Anmeldung per E-Mail mo.bildung@stadtdo.de oder per Telefon unter 0231 50-25236, es wird eine Teilnehmergebühr in Höhe von 8 Euro erhoben.

Kunst bewegt!

In diesem Ferien-Workshop können junge Dortmunder zwischen 10 und 14 Jahren auf eine kreative Entdeckungsreise und zeigen, wie sie die Kunst sehen. Der Workshop kann auch tageweise besucht werden. Nach der Erkundung des Unionviertels und einem Rundgang durch die Sammlung des Museums werden ausgewählte Kunstwerke vom Expressionismus bis zur Gegenwartskunst bildnerisch und darstellerisch umgesetzt.

Treffpunkt am Montag, 6. Oktober, im Atelier Schönspur, Adlerstraße 63, 44137 Dortmund. Von Dienstag bis Freitag findet der Workshop im Museum Ostwall im Dortmunder U statt, jeweils von 11 bis 15:30 Uhr. Info und verbindliche Anmeldung per E-Mail mo.bildung@stadtdo.de oder per Telefon unter 0231 50-25236.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Foto-Ferienworkshop "Sweet home - Eine Reise zu meinem Zimmer"
Jugendliche ab 12 Jahren gestalten und dekorieren eine Miniaturansicht ihres Traumzimmers.

Sie gehen auf Fotosafari durch das Museum, um Möbelstücke und Dekorationselemente zu fotografieren und lernen ganz nebenbei etwas zur Entstehungsgeschichte einzelner Möbelstücke. Natürlich werden auch technische Grundlagen des Fotografierens sowie Gestaltungsmöglichkeiten mit der Kamera besprochen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Termine: Donnerstag, 9. Oktober, alternativ Donnerstag, 16. Oktober, Infos und Anmeldung bis zum 5. Oktober unter Telefon 0231 50-26028 oder MKK Info.

Big Tipi

Auf den Spuren der Skulpturen - Schnitzprojekt

Am Big Tipi startet in den Herbstferien am Mittwoch, 8. Oktober, 15 Uhr, unter dem Motto "Mach eine gute Figur - Kinder auf den Spuren der Skulpturen" ein Schnitzprojekt für Kinder von 9 bis 14 Jahren. Das Projekt wird von der Telekomstiftung "Ich kann was" mit 4.000 Euro finanziert.

Unter Anleitung der Holzbauskulpturistin Johanna Niewerth erarbeiten die Kinder Formen und Figuren aus Ton, Gips, Holz und Eis. Inspiration und Hintergrundwissen liefert ein Besuch im Lehmbruckmuseum in Duisburg. Das Projekt endet am 13. Dezember mit einer Ausstellung der Werkstücke. Mit einer Feuershow werden dabei die leider sehr kurzlebigen Eisskulpturen besonders in Szene gesetzt.

Treffen immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr am Big Tipi, Lindenhorster Straße 6. Anmeldung erforderlich unter 0231 2866898-55.
U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U

Die U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U bietet Kindern und Jugendlichen von 10 bis 19 Jahren zwei Workshops für die Herbstferien an: Bei "Showtime" vom 7. bis 9. Oktober von 11 bis 15 Uhr können 10 bis 13-Jährige mitgebrachte oder vor Ort produzierte Fotos digital zu Kurzfilmen animieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro.

Der sechstägige Dokumentarfilm-Workshop "Heimat_Remix" lädt 14 bis 19-Jährige ein, sich filmisch mit dem Thema Heimat auseinanderzusetzen. "Heimat_Remix" findet statt am 9. bis 10. Oktober und 13. bis 16. Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr, die Kosten betragen 20 Euro. Foto- und Filmausrüstung ist vorhanden.

Ermäßigungen für Jugendliche mit Kultur Card sowie Inhaber des Dortmund-Passes möglich. Informationen und Anmeldung unter 0231 50-29886 oder 0231 50-23843,u2@dortmund.de