Montag, 1. Dezember 2014

HMKV präsentiert sein Video des Monats Dezember

HMKV
Abner Preis
The Clown
NL 2011, Video, 14:00 Min.


In der Serie HMKV Video des Monats stellt der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im monatlichen Wechsel aktuelle Videoarbeiten internationaler KünstlerInnen vor. Vom 1. - 31. Dezember 2014 läuft Abner Preis’ Video The Clown (2011). Es wurde ausgewählt von Dr. Inke Arns. Parallel ist eine neue, vom HMKV produzierte Arbeit von Abner Preis in der Ausstellung Böse Clowns zu sehen (The Village's Biggest Loser, 2014).

In The Clown adaptiert Abner Preis die Geschichte eines Clowns, die auf Charles Mingus’ gleichnamigem Jazzalbum erzählt wird – versieht diese aber mit einem Happy End. Im Video müht sich ein Clown sichtlich, seinem Publikum zu gefallen. Canned laughter verstärkt die slapstickartige Situation. Was witzig anfängt, geht in ein zunehmend blutiges Spektakel über. Der Clown schreckt nicht vor Selbstverletzungen zurück, um ja nur das Publikum zu unterhalten – bis zum bitteren Ende. Während dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleibt, lacht das Publikum im Video weiter.

Abner Preis (*1975 in Hadera, Israel) wuchs in Philadelphia (US) auf, studierte an der dortigen Tyler School of Fine Arts (BFA) und schließt derzeit seinen MFA am Dutch Art Institute in Arnhem (NL) ab. Der Künstler ist für seine interaktiven öffentlichen Performances und Mixed-Media Arbeiten bekannt, deren zentraler Aspekt das Medium des „Geschichtenerzählens“ ist. Aneignung, Überraschung, das Spielerische, Partizipation, und gesellschaftliches wie politisches Engagement sind Elemente, die in Preis’ Arbeiten (Performances, Zeichnungen, Video, Installation, Fotografie) auftauchen.

Ausstellungen und Performances: De Kunsthal, Rotterdam, Showroom Mama, Rotterdam, Solo Presentation Scope Miami, Museum Jan Cunen, Twent Biennale, Museum Twentsewelle, Dordrechts Museum, IFFR (International Film Festival Rotterdam). Stipendien: KunstHuis SYB, Museum Quartier Vienna, Foundation B.A.D., Kunst and Complex. 2010 wurde er für den Illy Prize auf der Art Rotterdam nominiert. Er tritt regelmäßig international auf, allein oder mit seinem Kollektiv The Dogs of Shame. Preis lebt und arbeitet in Rotterdam.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen