Freitag, 14. November 2014

Museum Ostwall: Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst

Lebensgroßes Tierpräparat
 aus Wachs, Kunststoff und Textil
Bild: Courtesy, Galerie Deschler, Berlin
Ausstellung "Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst"
Museums Ostwall im Dortmunder U
15.11.2014 bis 12.04.2015


Die Darstellung des Tieres ist so alt wie die Menschheit. Die Faszination für diese verschiedenartigen Lebewesen motivieren bildende Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten sich mit Tieren und der Beziehung des Menschen zu ihnen zu beschäftigen. Die Ausstellung "Arche Noah. Über Tier und Mensch in der Kunst" des Museums Ostwall im Dortmunder U zeigt die Auseinandersetzung mit dem Tier von der Moderne bis zur Gegenwart. Etwa 160 Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler – Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien, Videos, Raum- und Klanginstallationen – geben einen umfassenden Überblick: Suchten die Künstler der Klassischen Moderne in ihren Werken nach dem idyllischen Einklang von Mensch und Natur, wurden diese ab den 1960er Jahren zunehmend kritischer. Nun waren es Aspekte der Naturzerstörung, des Umgangs mit Tieren in der wissenschaftlichen Forschung, der Tötung und des Ausstellens von Tieren oder auch das Zusammenleben von Mensch und Tier in den Städten, die in der Kunst beleuchtet wurden.

Auch visuelle Transformationsprozesse, komische Annäherungen oder Kunstwerke, die Unbehagen beim Betrachter hervorrufen, veranschaulichen das häufig zwiegespaltene Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Neben Werken aus der eigenen Sammlung des Museums Ostwall, von denen August Mackes Großer Zoologischer Garten (1913) eines der frühesten ist, bereichern zahlreiche bedeutende Leihgaben von Museen, Sammlern und Galerien diese Ausstellung.

Für "Arche Noah" entstanden verschiedene Werke im Rahmen von ortsbezogenen Projekten. Während Mark Dion eine abenteuerliche Installation mit Objekten des Museums für Naturkunde Dortmund schuf, beschäftigte sich die Dortmunder Künstlerin Anett Frontzek mit der Tierwelt am Dortmunder Phoenix See. Die Künstlergruppe finger konzipierte das Frankfurter Bienenhaus und ermöglichte so die Einbeziehung lebender Tiere in das Ausstellungsprojekt.

Im Zoo Dortmund sind neben den dort lebenden Tieren, Tierplastiken von Bernhard Hoetger zu sehen.

Mit den vielfältigen künstlerischen Sichtweisen auf das Verhältnis von Mensch und Tier richtet sich die Ausstellung an Menschen, die sich für Kunst und für Tiere interessieren, aber auch den aktuellen naturwissenschaftlichen, ökologischen und ethischen Fragen gegenüber offen sind.

Dazu gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen, Konzerten, Klangkunstprogrammen, Führungen und Workshops.


Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Samstag, Sonntag 11:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag, Freitag 11:00 - 20:00 Uhr
Montag geschlossen

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